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Hallo Forum,
Ich habe hier ja schon öfter geschrieben und wollte hier jetzt nochmal ausführlich mein Leid niederschreiben.
Euch fragen was ihr davon haltet da ich weiß das es hier im Forum sehr erfahrene Nutzer gibt. Ich einfach nicht weiß was mir nun überhaupt genau fehlt.
Vorab schon einmal danke an alle die sich die Zeit nehmen diesen Text zu Lesen und ggf. auch antworten.

Ich habe seit ca. 2013 Ständig Schmerzen und Misempfindungen. Ich wurde gleich in die psychische Ecke gestellt von den Ärzten. Habe lange mich auf meine Symptome fokussiert und hatte leichte Ängste bei Ärzten im Wartezimmer und Angst schwer krank zu sein.
2016 wurde dann durch Zufall doch etwas körperliches gefunden. Was spielt hier keine Rolle. Nur soviel das die Erkrankung nicht tödlich ist aber auch nicht heilbar. Man kann nur die Symptome behandeln.
Die Behandlung hat allerdings nicht viel gebracht wodurch ich sehr verzweifelt war.
Deswegen habe ich im August 2017 einen *beep* geraucht in der Hoffnung das er meine Symptome lindert und ich mal abschalten kann von den ganzen Sorgen.
Dies ging allerdings gewaltig schief ich habe meinen Körper nicht mehr richtig gefühlt,Gefühl die Kontrolle über meinen Körper zu verlieren, hatte das Gefühl gleich umzukippen und ohnmächtig zu werden und zu sterben.
Das ganze ging über 4 Stunden.
Ich muss dazu sagen das war mein erster und einziger Kontakt mit Dro..
Hatte dann wochenlang dauer Panik.
Gang Unsicherheit, schwankschwindel, Gefühl umzukippen, alles wirkte fremd, Gefühl betrunken zu sein, müde, wieder die Gefühle gleich die Kontrolle über meinen Körper zu verlieren, Kopfschmerzen, Übelkeit usw.
Im September sagte dann mein Psychiater ich solle mal 10 Tage tavor nehmen um da herauszukommen und zwar 3x0,5mg am Tag. Dadurch ging es mir auch wieder deutlich besser. Zwar nicht perfekt aber besser.
Als ich dann das Tavor weggelassen habe hatte ich am nächsten Abend heftige panikattacken und hatte das Gefühl von Aussetzer im Kopf.
Habe dann am nächsten Tag mit meinem Psychiater telefoniert und er hat mir gesagt ich soll jetzt 2x0,5mg nehmen und dann langsam runterdosieren.
Bei jedem reduzieren hatte ich wieder tagelang starke Panik und habe daher Ende November Lyrica bekommen das ich langsam aufdosieren soll.
Hat mir auch sehr gut bei den körperlichen Symptomen geholfen und das reduzieren von Tavor fällt mir auch leichter.
Das Tavor absetzen stagniert nun aber seit Ende Januar aktuell 0,375mg. Da ich gesundheitlich wieder mehr Probleme hatte und viel Stress und ich daher erstmal nicht reduzieren soll.
Lyrica nehme ich aktuell 3x100mg.
Jetzt ist es aber so das die folgenden Symptome noch immer da sind.
Alles wirkt fremd, Körper fühlt sich anders an oft so als würde er sich auflösen und hab das Gefühl gleich die Kontrolle über den Körper zu verlieren.
Gelegentliche panikattacken mit oben genannten Symptomen.
Meine Gedanken Kreisen nur um diese Symptome und das erlebte.
Mein Therapeut sagt es ist eine Angststörung. Ich bin da aber nicht so sicher ob es nicht doch ein schweres Trauma, Psychose, Zwänge oder sonst was ist.
Bin total verzweifelt und verliere solangsam jegliche Hoffnung.

Danke fürs Lesen.

LG
Snikas

03.05.2018 17:47 • 15.01.2019 #1


15 Antworten ↓


Hallo Snikas

Ein paar Worte zum Beep: ich habe meine erste richtig heftige Panikattacke mit Hyperventilation de luxe nach dem Zeug gehabt. Dass ich hyperventiliert habe, habe ich in dem Moment nicht gewusst. Mein Freund dachte ich habe einen epileptischen Anfall, meine Beine haben die ganze Zeit gezuckt, ich konnte meine Hände nicht mehr spüren und konnte kaum noch sprechen. Das Beep verstärkt die Gefühlslage die du hast, auch unbewusst. Wenn du entspannt bist, wirst du noch entspannter, wenn du Ängste hast, kann das zum Horrortrip werden.

Warst du bei einem Psychotherapeuten oder bei einem Facharzt für Neurologie/ Psychiatrie? Letztere verschreiben gerne erstmal Medikamente. Die Idee Tavor 1,5mg täglich über 10 Tage zu nehmen und dann nicht mehr, finde ich sehr bescheiden. Es ist vorprogrammiert dass es dir dann besonders schlecht geht. Mit dem langsamen Ausschleichen machst du das genau richtig. Es könnte auch sinnvoll sein ein Antidepressium zu nehmen und Tavor nur im absoluten Notfall.
Ich denke schon dass du eine Angststörung hast. Was das genau für Ängste sind und warum, musst du mit einem guten Psychotherapeuten erarbeiten und dann dagegen angehen.
Alles Gute!

03.05.2018 19:51 • x 1 #2


kopfloseshuhn
Ich bin mal direkt und Frage.. ein schweres Trauma?
Wovon? Wie kommst du darauf?

03.05.2018 21:23 • x 1 #3


Zitat von Ettol:
Hallo Snikas

Ein paar Worte zum Beep: ich habe meine erste richtig heftige Panikattacke mit Hyperventilation de luxe nach dem Zeug gehabt. Dass ich hyperventiliert habe, habe ich in dem Moment nicht gewusst. Mein Freund dachte ich habe einen epileptischen Anfall, meine Beine haben die ganze Zeit gezuckt, ich konnte meine Hände nicht mehr spüren und konnte kaum noch sprechen. Das Beep verstärkt die Gefühlslage die du hast, auch unbewusst. Wenn du entspannt bist, wirst du noch entspannter, wenn du Ängste hast, kann das zum Horrortrip werden.

Warst du bei einem Psychotherapeuten oder bei einem Facharzt für Neurologie/ Psychiatrie? Letztere verschreiben gerne erstmal Medikamente. Die Idee Tavor 1,5mg täglich über 10 Tage zu nehmen und dann nicht mehr, finde ich sehr bescheiden. Es ist vorprogrammiert dass es dir dann besonders schlecht geht. Mit dem langsamen Ausschleichen machst du das genau richtig. Es könnte auch sinnvoll sein ein Antidepressium zu nehmen und Tavor nur im absoluten Notfall.
Ich denke schon dass du eine Angststörung hast. Was das genau für Ängste sind und warum, musst du mit einem guten Psychotherapeuten erarbeiten und dann dagegen angehen.
Alles Gute!

Danke für deine Antwort.
War mein Psychiater der mir die Tavor verschrieben hat.
Mein Therapeut schüttelt da auch nur den Kopf und kann nicht nachvollziehen warum er das gemacht hat.

Mein Therapeut meint das diese Symptome die ich noch habe Depersonalisation ist und das Gefühl gleich die Kontrolle über mein Körper zu verlieren die Angst vor der Angst ist was ich da mit dem *beep* erlebt habe.

03.05.2018 21:36 • #4


Zitat von kopfloseshuhn:
Ich bin mal direkt und Frage.. ein schweres Trauma?
Wovon? Wie kommst du darauf?

Na ja ein schweres Trauma weiß ich nicht. Kenn mich mit den einzelnen psychischen Erkrankungen nicht gut aus und will ich auch gar nicht.
Ich als Laie denke mir halt das ich mehrere Stunden davon überzeugte war zu Sterben ja schon ein traumatisches Erlebnis ist.
Das erlebte lässt mich auch einfach nicht mehr los. Ständig erlebe ich ähnliche Symptome oder Angstattacken und denke dann das es wieder so schlimm wird.

03.05.2018 21:41 • #5


kopfloseshuhn
Tja ok. Du kennst dich nicht damit aus.
Gut aber dann musst du deinem Therapeuten und Ärzten vertrauen.
Das ist das Gleiche wie wenn ich, als Frau, mit null technischer Erfahrung, versuchen möchte, das Auto zu reparieren weil es komische Geräusche macht.
Ich kann da auch nicht drangehen und sagen oh das ist bestimmt der Vergaser. Nur weil ich das Wort irgendwann mal aufgeschnappt habe. Wenn ich recherchieren würde, käme ich vielleicht noch drauf, dass mein Auto gar keinen Vergaser hat.
Nein, ich muss das Auto in die Werkstatt bringen und darauf vertrauen, dass die die richtige Diagnose stellen und es ggf reparieren.

Ja, die erste Panikattacke kann traumatisch sein. Ein Sturz vom Pferd aber auch. Ein Jockey steigt wieder auf. Weil es sein Job ist und weil er es gerne macht.
Es ist schon so, dass man sich davon viel zu viel beeindrucken lässt.
Weil mansich einfach nicht klarmachen kann, dass man davon eben nicht sterben wird.
Und es liegt eben auch oft daran, dass das Kopfkino und gefährliches Halbwissen eben dafür sorgen, dass man am Rad dreht und sich zigtausend weitere, andere und schlimmere Diagnosemöglichkeiten ausmalt.
Womit wir wieder da angekommen wären: Vertraue demjenigen, der Ahnung davon hat.
Liebe Grüße

04.05.2018 06:14 • x 1 #6


Zitat von kopfloseshuhn:
Tja ok. Du kennst dich nicht damit aus.
Gut aber dann musst du deinem Therapeuten und Ärzten vertrauen.
Das ist das Gleiche wie wenn ich, als Frau, mit null technischer Erfahrung, versuchen möchte, das Auto zu reparieren weil es komische Geräusche macht.
Ich kann da auch nicht drangehen und sagen oh das ist bestimmt der Vergaser. Nur weil ich das Wort irgendwann mal aufgeschnappt habe. Wenn ich recherchieren würde, käme ich vielleicht noch drauf, dass mein Auto gar keinen Vergaser hat.
Nein, ich muss das Auto in die Werkstatt bringen und darauf vertrauen, dass die die richtige Diagnose stellen und es ggf reparieren.

Ja, die erste Panikattacke kann traumatisch sein. Ein Sturz vom Pferd aber auch. Ein Jockey steigt wieder auf. Weil es sein Job ist und weil er es gerne macht.
Es ist schon so, dass man sich davon viel zu viel beeindrucken lässt.
Weil mansich einfach nicht klarmachen kann, dass man davon eben nicht sterben wird.
Und es liegt eben auch oft daran, dass das Kopfkino und gefährliches Halbwissen eben dafür sorgen, dass man am Rad dreht und sich zigtausend weitere, andere und schlimmere Diagnosemöglichkeiten ausmalt.
Womit wir wieder da angekommen wären: Vertraue demjenigen, der Ahnung davon hat.
Liebe Grüße

Da ich jahrelang wegen einer Fehldiagnose gelitten habe kannst du dir sicher vorstellen das ich nicht einfach blind den Ärzten mehr vertraue.
Wenn es mir wie jetzt wieder sehr schlecht geht kommt man dann eben doch wieder ins zweifeln ob dieses mal wieder was falsch läuft.
Dann macht man sich wieder selbst Gedanken.
Deswegen habe ich ja auch geschrieben das ich mich mit psychischen Erkrankungen nicht sonderlich gut auskenne und dies auch nicht will damit ich mir wie du sagst kein gefährliches Halbwissen aneigne.
Deswegen habe ich diesen Text verfasst um Ratschläge von Leuten zu hören die eventuell ähnliches durchgemacht haben.

04.05.2018 06:31 • #7


kopfloseshuhn
Wir haben hier fast alle ähnliches durchgemacht und auch ich habe schon sozusagen Fehldiagnosen erhalten.
Fakt ist, dass man sich nicht verrückt machen darf.
Pass auf, ich hatte eine herzrythmusstörung. Damit sprang mein Puls einfach so auf eine Frequenz von 240 bpm und mehr. Und mit einem SChlag wieder ins normale.
Ich hatte Todesangst beim erstn Mal, habe jeden Tag nur noch ANgst gehabt, dass das wieder passiert und ich dann sterben muss. Die Kariologen nehmen mich nicht ernst. Mit einer bekannten Angststörung und mit offensichtlichen Narben von Selbstverletzungen an den Armen hatte ichgleich den Psychostempel auf der Stirn- Frau Huhn sie hatten eine Panikattacke.
Ich wusste aber, dass das keine war aber mir gleuibte niemand. Ich bekam zwar alle Untersuchungen zum Thema herz (aber auch erst beim zweiten Mal) und es hieß mein herz sei gesund. Ja nur dass man diese Rhythmusstörung eben nicht sehenkann, wenn sie nicht gerade aktiv ist.
3 Jahre habe ich in Angst gelebt, selbst recherchiert und wusste in etwa, was mich erwartet. Glück habe ich weilich eine medizinische Ausbildung habe und damit die Informationen einsortieren konnte.
Bis mir endlich ein kardiologe glaubte, ich eine herzkatheteruntersuchung bekam, die Störung ausgelöst werden konnte und dann auch verödet wurde.
Sio das ist nun wiederum 2 Jahre her. Ich sehe die narbe im Herz nicht und kann nciht sicher sein, dass das nie wieder vor kommt.
Ja auch das war irgendwie alles traumatisch.
Aber hilft es mir, mich jetzt weiter verrpckt zu machen und weiter jeden Tag darauf zu warten, dass die Störung wieder kommt?
Ich bin untersucht, ich weiß grundsätzlich bin ich gesund. Mir passiert nichts.
Und dennoch ist jedes Herzklopfen die Hölle.

Damit könnte ichnun an zig Stellen weiter machen. UNd ich könnte dir mindestens noch 2 baustellen erzählen in denen ich auch ins Zweifeln kommen könnte, ob ich nicht DOCH nocheine körperliche Erkrankung habe. Aber ich muss versuchen zu vertrauen. Und ich muss versuchen einzusehen, dass die Symptome, die ich da erlebe psychisch bedingt sind.

Man macht sich doch sonst selbst nur irre. Es muss ja nciht jedes Mal so doof laufen und eine Fehldiagnose geben.
Ich meine Angst vor....ist ebenauch nur ANGST. Und damit passt es super in die Angststörunghinein.
Nichts von dem, was du schreibst deutet für mich darauf hin, dass du eine Psychose hast zB. Und die Emtfremdungsgefühle haben viele mit einer Angststörung. Und es klingt tatsächlich nach Depersonalisation oder Derealisation.
Die Wahrscheinlichkeiten darf man einfach nie außer acht lassen.
Hierzulande hört man auch Hufe auf Asphalt und das ist sicher kein Zebra

Das mit dem Halbwissen meine ich eben...du hast da begriffe aufgeschnappt wie Trauma, Psychose und und und. Und du denkst jetzt das habe ich auch. Vielleicht. Weil könnte ja....
Aber da du darüber sonsst nichts weißt bleibt es eben dabei. daher mein Vergleich mit dem vergaser.
Das habe ich auch mal gehört. Aber wissen tu ich nichts darüber.

Fakt ist eben auch, dass sich Menschen mit ANgsterkrankungen eben auch schwer beruhigen lassen.
Wir können dir hier seitenweise erzählenm das ist dies, das ist das aber es wird dich nichtberuhigen. Noch weniger eigentlich als Ärzte die Fehldiagnosen stellen könnten. Denn wir sind hier alle keine Ärzte und die Zweifel kannst nur du ausräumen. In dir selbst.
Und solange du immer und immer denkst es könnte ja noch dies und das sein...solange wird dir die Therapie wohl kaum helfen.
Manchmal muss man einfach eine Arbeitshypothese akzeptieren und dann die anderen Gedanken immer und immer wieder in den Hintergrund drängen und sich sagen, nein stopp, es heißt ich bin ansonsten so gesund wie es eben geht.
Denn mit den Zweifeln und der ganzen Angst hält man nämlich dummerweise die Symptome eben auch aufrecht.

Grüße

04.05.2018 06:57 • x 1 #8


Lina111
Hey
Also nach einer Depression hört sich das für mich nicht an( habe ich selber)
Nach einer PTS auch nicht, da sind die Symptome ganz anders.
Für mich hört sich das etwas nach einer Panikstörung an( hatte ich auch schon).


Da du dir die ganze Zeit Sorgen gemacht hast,ob du irgendwelche Krankheiten hast,klingt das für mich sehr stark danach, dass du Angst hast die Kontrolle zu verlieren( genau das habe ich auch).
Dann hast du ,nach dem etwas rausgekommen ist, zum giont gegriffen( das Schlimmste was man machen kann wenn man sowieso schon Angst vor Kontrollverlust hat), genau da kommst du in einen Rauschzustand, wo man nicht mehr wirklich so krass die Kontrolle drüber hat .
Das heißt dein Körper hat dann auch noch wirklich erfahren ,wie es ist keine Kontrolle mehr zu haben.
Dann brauchst du dich auch nicht, über den Schwindel und so weiter zu wundern.
Was du aber gemacht hast, du bist zum Psychiater, und der hat dir nur Medikamente gegeben ,um seine Symptome zu unterdrücken.
Da hat jeder eine andere Meinung drüber.
Meine Meinung ist, in ganz ganz krassen Fällen ,ist das mal als Überbrückung okay, aber es ist so als ob ein Kind schreien würde( deine Angst) und du steckst im ihm einfach Papier im Mund( die Tabletten), damit es die Klappe hält.
Das kann einfach nicht gut gehen.
Aber Psychiater neigen immer dazu, direkt Tabletten zu verschreiben, die haben halt nun mal Verträge mit der Pharmaindustrie.
Und dafür kannst du ja auch nichts ,weil du hast dich halt drauf verlassen.


Zurück zum ursprünglichen Thema.
Dein Hauptproblem ist also der Kontrollverlust( haben unendlich viele hier im Forum ich auch).
Und das gilt es zu lösen, dann verschwinden die Symptome auch von ganz allein.
Aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass mir normale Therapien auch nichts gebracht haben und ich jetzt eine Traumatherapie anfange ,die mit dem inneren Kind arbeitet .
Jeder Mensch ist auf eine Art und Weise traumatisiert ,es kann schon nur sein; dass in der Geburt etwas ein bisschen schief gegangen ist, das kann man als Säugling noch nicht verarbeiten und schwups hat man schon einen Trauma in sich.
Solche Erfahrungen in seinem Leben macht man eben dann meistens auch öfters ,manche mehr manche weniger und so entstehen eben diese Störung.
Es gibt genau genommen, keinen Menschen der keinen Trauma in sich hat.
Das sind auch die neuesten wissenschaftlichen belege.
Aber ich will jetzt hier nicht zu weit ausholen, darüber müsste man sich nur selbst informieren, wenn es interessiert und wer an Heilung interessiert ist und nicht nur an Symptomliderung.
Ich kann nur aus Erfahrung sagen, dass ich mich die letzten 6 Jahre nur gequält habe, obwohl ich Therapie ,Medikamente und keine Ahnung was nicht alles gemacht habe ...
Und im Endeffekt hat mir nichts gebracht.
Kann aber auch sein ,dass es bei dir so ist ,das dir auch eine normale Therapie hilft.
Ich kann nur gerade von mir reden.

Um es mal zusammenzufassen:
Ich rate dir nur Medikamente zu nehmen ,wenn du es wirklich nicht mehr aushältst.
Und vor allen Dingen kümmer dich um Therapie.

Liebe Grüße Lina

04.05.2018 07:08 • x 2 #9


Zitat von kopfloseshuhn:
Wir haben hier fast alle ähnliches durchgemacht und auch ich habe schon sozusagen Fehldiagnosen erhalten.
Fakt ist, dass man sich nicht verrückt machen darf.
Pass auf, ich hatte eine herzrythmusstörung. Damit sprang mein Puls einfach so auf eine Frequenz von 240 bpm und mehr. Und mit einem SChlag wieder ins normale.
Ich hatte Todesangst beim erstn Mal, habe jeden Tag nur noch ANgst gehabt, dass das wieder passiert und ich dann sterben muss. Die Kariologen nehmen mich nicht ernst. Mit einer bekannten Angststörung und mit offensichtlichen Narben von Selbstverletzungen an den Armen hatte ichgleich den Psychostempel auf der Stirn- Frau Huhn sie hatten eine Panikattacke.
Ich wusste aber, dass das keine war aber mir gleuibte niemand. Ich bekam zwar alle Untersuchungen zum Thema herz (aber auch erst beim zweiten Mal) und es hieß mein herz sei gesund. Ja nur dass man diese Rhythmusstörung eben nicht sehenkann, wenn sie nicht gerade aktiv ist.
3 Jahre habe ich in Angst gelebt, selbst recherchiert und wusste in etwa, was mich erwartet. Glück habe ich weilich eine medizinische Ausbildung habe und damit die Informationen einsortieren konnte.
Bis mir endlich ein kardiologe glaubte, ich eine herzkatheteruntersuchung bekam, die Störung ausgelöst werden konnte und dann auch verödet wurde.
Sio das ist nun wiederum 2 Jahre her. Ich sehe die narbe im Herz nicht und kann nciht sicher sein, dass das nie wieder vor kommt.
Ja auch das war irgendwie alles traumatisch.
Aber hilft es mir, mich jetzt weiter verrpckt zu machen und weiter jeden Tag darauf zu warten, dass die Störung wieder kommt?
Ich bin untersucht, ich weiß grundsätzlich bin ich gesund. Mir passiert nichts.
Und dennoch ist jedes Herzklopfen die Hölle.

Damit könnte ichnun an zig Stellen weiter machen. UNd ich könnte dir mindestens noch 2 baustellen erzählen in denen ich auch ins Zweifeln kommen könnte, ob ich nicht DOCH nocheine körperliche Erkrankung habe. Aber ich muss versuchen zu vertrauen. Und ich muss versuchen einzusehen, dass die Symptome, die ich da erlebe psychisch bedingt sind.

Man macht sich doch sonst selbst nur irre. Es muss ja nciht jedes Mal so doof laufen und eine Fehldiagnose geben.
Ich meine Angst vor....ist ebenauch nur ANGST. Und damit passt es super in die Angststörunghinein.
Nichts von dem, was du schreibst deutet für mich darauf hin, dass du eine Psychose hast zB. Und die Emtfremdungsgefühle haben viele mit einer Angststörung. Und es klingt tatsächlich nach Depersonalisation oder Derealisation.
Die Wahrscheinlichkeiten darf man einfach nie außer acht lassen.
Hierzulande hört man auch Hufe auf Asphalt und das ist sicher kein Zebra

Das mit dem Halbwissen meine ich eben...du hast da begriffe aufgeschnappt wie Trauma, Psychose und und und. Und du denkst jetzt das habe ich auch. Vielleicht. Weil könnte ja....
Aber da du darüber sonsst nichts weißt bleibt es eben dabei. daher mein Vergleich mit dem vergaser.
Das habe ich auch mal gehört. Aber wissen tu ich nichts darüber.

Fakt ist eben auch, dass sich Menschen mit ANgsterkrankungen eben auch schwer beruhigen lassen.
Wir können dir hier seitenweise erzählenm das ist dies, das ist das aber es wird dich nichtberuhigen. Noch weniger eigentlich als Ärzte die Fehldiagnosen stellen könnten. Denn wir sind hier alle keine Ärzte und die Zweifel kannst nur du ausräumen. In dir selbst.
Und solange du immer und immer denkst es könnte ja noch dies und das sein...solange wird dir die Therapie wohl kaum helfen.
Manchmal muss man einfach eine Arbeitshypothese akzeptieren und dann die anderen Gedanken immer und immer wieder in den Hintergrund drängen und sich sagen, nein stopp, es heißt ich bin ansonsten so gesund wie es eben geht.
Denn mit den Zweifeln und der ganzen Angst hält man nämlich dummerweise die Symptome eben auch aufrecht.

Grüße

Danke für deinen ausführlichen Text.
Natürlich hast du recht mit dem was du schreibst.
Der Leidensdruck wie du ja sicher selbst weißt ist halt sehr sehr hoch und wegen jedem Rückschlag werde ich sehr verzweifelt. Was ich unbedingt lernen muss mich nicht mehr so runterziehen zu lassen.
Gerade die Depersonalisation und das Gefühl gleich die Kontrolle über meinen Körper zu verlieren, damit komme ich 0 klar.
Ich meine schmerzen, Schwindel oder ähnliches kennt man ja in der Regel schon vor der Angststörung, aber diese Symptome sind so unbekannt, unnatürlich ja eben beängstigend.
(Damit will ich die genannten Symptome nicht klein reden. Für jeden ist nun mal was anderes schlimm).
Ich weiß durch mein Therapeut, das depersonalisation ja nicht gefährlich ist. Ich schaffe es nur nicht es nicht als Bedrohung zu sehen.
Dazu kommt ja das es ja wegen diesem blöden *beep* ausgelöst wurde und ich die Angst habe das sich deswegen was an meinen Rezeptoren im Gehirn verändert hat. Was mir aber auch jeder sagt das dies durch einen *beep* nicht passieren kann.

04.05.2018 07:24 • #10


Zitat von Lina111:
Hey
Also nach einer Depression hört sich das für mich nicht an( habe ich selber)
Nach einer PTS auch nicht, da sind die Symptome ganz anders.
Für mich hört sich das etwas nach einer Panikstörung an( hatte ich auch schon).


Da du dir die ganze Zeit Sorgen gemacht hast,ob du irgendwelche Krankheiten hast,klingt das für mich sehr stark danach, dass du Angst hast die Kontrolle zu verlieren( genau das habe ich auch).
Dann hast du ,nach dem etwas rausgekommen ist, zum giont gegriffen( das Schlimmste was man machen kann wenn man sowieso schon Angst vor Kontrollverlust hat), genau da kommst du in einen Rauschzustand, wo man nicht mehr wirklich so krass die Kontrolle drüber hat .
Das heißt dein Körper hat dann auch noch wirklich erfahren ,wie es ist keine Kontrolle mehr zu haben.
Dann brauchst du dich auch nicht, über den Schwindel und so weiter zu wundern.
Was du aber gemacht hast, du bist zum Psychiater, und der hat dir nur Medikamente gegeben ,um seine Symptome zu unterdrücken.
Da hat jeder eine andere Meinung drüber.
Meine Meinung ist, in ganz ganz krassen Fällen ,ist das mal als Überbrückung okay, aber es ist so als ob ein Kind schreien würde( deine Angst) und du steckst im ihm einfach Papier im Mund( die Tabletten), damit es die Klappe hält.
Das kann einfach nicht gut gehen.
Aber Psychiater neigen immer dazu, direkt Tabletten zu verschreiben, die haben halt nun mal Verträge mit der Pharmaindustrie.
Und dafür kannst du ja auch nichts ,weil du hast dich halt drauf verlassen.


Zurück zum ursprünglichen Thema.
Dein Hauptproblem ist also der Kontrollverlust( haben unendlich viele hier im Forum ich auch).
Und das gilt es zu lösen, dann verschwinden die Symptome auch von ganz allein.
Aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass mir normale Therapien auch nichts gebracht haben und ich jetzt eine Traumatherapie anfange ,die mit dem inneren Kind arbeitet .
Jeder Mensch ist auf eine Art und Weise traumatisiert ,es kann schon nur sein; dass in der Geburt etwas ein bisschen schief gegangen ist, das kann man als Säugling noch nicht verarbeiten und schwups hat man schon einen Trauma in sich.
Solche Erfahrungen in seinem Leben macht man eben dann meistens auch öfters ,manche mehr manche weniger und so entstehen eben diese Störung.
Es gibt genau genommen, keinen Menschen der keinen Trauma in sich hat.
Das sind auch die neuesten wissenschaftlichen belege.
Aber ich will jetzt hier nicht zu weit ausholen, darüber müsste man sich nur selbst informieren, wenn es interessiert und wer an Heilung interessiert ist und nicht nur an Symptomliderung.
Ich kann nur aus Erfahrung sagen, dass ich mich die letzten 6 Jahre nur gequält habe, obwohl ich Therapie ,Medikamente und keine Ahnung was nicht alles gemacht habe ...
Und im Endeffekt hat mir nichts gebracht.
Kann aber auch sein ,dass es bei dir so ist ,das dir auch eine normale Therapie hilft.
Ich kann nur gerade von mir reden.

Um es mal zusammenzufassen:
Ich rate dir nur Medikamente zu nehmen ,wenn du es wirklich nicht mehr aushältst.
Und vor allen Dingen kümmer dich um Therapie.

Liebe Grüße Lina

Hallo Lina,
Das Gefühl die Kontrolle zu verlieren habe ich ja erst seit dem *beep*.
Mache auch aktuell eine Verhaltens Therapie.
Die Tavor kann ich ja nicht einfach weglassen. Die muss ich ja langsam absetzten.
Als der Psychiater mir die verschrieben hat, habe ich es nicht besser gewusst und war froh das ich was bekomme was hilft.
Ich will auch in eine psychosomatische Klinik. Da die Ängste aktuell doch sehr akut sind.
Aber ist schon richtig ich habe davor schon ungern die Kontrolle abgegebene. Zum Beispiel bin ich noch nie geflogen, weil ich dann in dieser Zeit komplett die Kontrolle abgeben muss. Auch bei einer Operation ist für mich das schlimmste die Narkose, weil ich eben nicht's tun kann.

04.05.2018 07:33 • #11


kopfloseshuhn
Alles, was die Erfahrung mit der Tüte verändert hat, ist deine Wahrnehmung.
Mit dem Zeug ist eine gewissen Derealisierung ja vollkommen normal. Das ist ja eigentlich auch die erwünschte Wirkung.
Wenn mansich aber auf dieses Gefühl dann kondfitioniert hatund sich reinsteiogert ja umso häufiger und umso stärker tritt das auf. In der menschnlichen Psyche ist das eben ein SChutzmechanismus.
Und wannbraucht man den? Wenn man Stress hat, Angst hat!
Und je mehr du dich dann davon stressenlässt umso schlimmer wird das natürlich.

Ich kenne diese Symptome sehr gut. Aber aus der Fassung bringen sie mich nicht.
Weitermachen. Nicht beachten. reize setzen. Sinnesreize. UNd aufhören sich deswegen verrückt zu machen.
Klingt einfach. Ist es nicht.

04.05.2018 07:44 • x 1 #12


Zitat von kopfloseshuhn:
Alles, was die Erfahrung mit der Tüte verändert hat, ist deine Wahrnehmung.
Mit dem Zeug ist eine gewissen Derealisierung ja vollkommen normal. Das ist ja eigentlich auch die erwünschte Wirkung.
Wenn mansich aber auf dieses Gefühl dann kondfitioniert hatund sich reinsteiogert ja umso häufiger und umso stärker tritt das auf. In der menschnlichen Psyche ist das eben ein SChutzmechanismus.
Und wannbraucht man den? Wenn man Stress hat, Angst hat!
Und je mehr du dich dann davon stressenlässt umso schlimmer wird das natürlich.

Ich kenne diese Symptome sehr gut. Aber aus der Fassung bringen sie mich nicht.
Weitermachen. Nicht beachten. reize setzen. Sinnesreize. UNd aufhören sich deswegen verrückt zu machen.
Klingt einfach. Ist es nicht.

Ich habe letzten Mai wegen schmerzen Dronabinol Tropfen zum testen bekommen. Das sind thc tropfen. Haben auch geholfen nur hat sich die KK quergestellt. Solle opiate nehmen.
Na ja wie dem auch sei als ich die Tropfen genommen habe bin ich auch depersonaliesiert.
Das hat allerdings noch keine Panikattacke ausgelöst.
Als ich dann allerdings im August wegen dem *beep* die Depersonalisation bekommen habe, wurde ich ja panisch. Der Unterschied war das ich zwei Tage zu vor das erstemal auf Grund von Hitze und unterzuckert umgekippt bin. Also Kreislauf abgesagt, aber nicht ohnmächtig.
Das hatte ich wohl noch nicht richtig verarbeiten und dann der *beep* zum falschen Zeitpunkt.

04.05.2018 08:01 • #13


Im Detail kann ich dir da nicht helfen. Man sagt, sich mit Leuten austauschen und viel darüber reden hilft auch sehr gut bei PTBS. Wobei Reden immer ein sehr guter Helfer ist. PTBS kann man wohl auch gut behandeln und mittlerweile gibt es auch die Thematik "Posttraumatisches Wachstum". Vielleicht kann es dir in deinem Fall weiterhelfen und dich aus deiner Krise heraushelfen.

14.01.2019 14:22 • #14


Robinson
Zitat:
Ich als Laie denke mir halt das ich mehrere Stunden davon überzeugte war zu Sterben ja schon ein traumatisches Erlebnis ist.


Hallo snikas,
das bestimmt. Aber dafür muss man schon "Vorbelastet" sein, weil andere Leute sowas eher mit einem Lächeln abschütteln und gut ist.
.
Denke auch, dass du schon Traumata erlebt hast wo du den Kontrollverlusst hattest.
Was hilft ?
Mir hilft:
-Zuende-Denken.
So fies es sich anhört.
Was ist das schlimmste was jetzt passieren kann ?
-Ich sterbe!
Dann ist es so.
(höre schon dein Aufschrei!)
.
Und jedes Mal wenn ich doch nicht gestorben bin, habe ich mehr Vertrauen dass ich auch beim nächsten mal nicht sterbe.
Thematisch habe ich mich lange mit dem Tod befasst. Resultat: Du kannst jeden Augenblick sterben und ggf. NICHTS daran ändern!
Und weisst du was ?
Es Anzunehmen ist für mich der einzige Weg mit der Angst und Panik umzugehen.
Wir haben ja ernsthaft sooo wenig Kontrolle über unser Leben.

Trauma haben bei mir aber auch mit dem Umstand zu tun dass man die Erfahrung machen musste dass man in einer Hilflosen Situation auch keine Hilfe bekommen hat, sondern auch noch beschämt wurde.
Bestes Beispiel ist, wenn man bei einer Panikattacke umfällt, und umstehende lachen auch noch. Da fällt es schwer, loszulassen.
Da will ich noch lernen, dass es mir egal sein kann.
Akzeptanz hilft mir da, wenn ich schon negative Gedanken habe, was passieren KANN.

14.01.2019 15:44 • x 1 #15


Hallo Robinson,

wenn du beschämt wurdest und dir nicht geholfen wurde, ist das nicht gut.

Aber vielleicht waren die Leute um dich unwissend, inkompetent, wenig erwachsen oder auch nur naiv kindisch. Aber ich denke, es gibt genügend Menschen, die dir auch gern geholfen hätten. Und das ist wirklich so. Da bist du einfach an die falschen Leute gekommen. Vielleicht hilft diese Sichtweise, um diese Sache abzuhaken oder fallen zu lassen.

Ich laufe derzeit bei drei Grad mit kurzer Hose und Gummistiefel durch die Stadt. Hat für mich nachvollziehbare Gründe. Was die Leute denken, ist mir egal. Wer will kann fragen. Ansonsten müssen die das eh akzeptieren, ist auch nicht mein Problem.

15.01.2019 06:40 • x 1 #16




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