Kein Problem, ich schreibe hier ja nicht unter meinem richtigen Namen und was ich bisher schon alles geschrieben habe, ist ja sowieso mehr als privat

Ich bin bei meinem Vater/ meinem Freund. Bin deshalb nur sehr selten alleine. Zur Zeit traue ich mich nicht, alleine in meiner Wohnung zu sein. Ich habe da die ersten Wochen rumgehangen und mich ganz schön in alles reingesteigert und hab' da jetzt richtig nen Pfeil im Kopf, den ich (hoffentlich mit ein bisschen Unterstützung durch die Medis) erstmal wieder rausziehen muss.

Das wird mir zumindest etwas leichter fallen, wenn ich die Einstellungszeit mit dem Sertralin hinter mir habe. Davor hatte ich ja besonders viel Angst. So langsam wird die Angst aber mit jedem Tag kleiner, dass die Tabletten mich voll umhauen. "Normalerweise" bin ich immer gerne zu Hause gewesen, auch alleine. Werd' ich wohl wieder neu lernen müssen.
Ja, ich schlafe ohne Licht. Ich hab' aber beim Einschlafen immer den Fernseher mit Timer laufen

Panikattacken hatte ich seit vielen Jahren keine richtigen mehr. Dafür hat sich bei mir ja dann dieses permanente Angst-/Adrenalingefühl im Bauch eingestellt, das mich jetzt schon seit Montane begleitet

Nur jetzt mit dem Sertralin werde ich manchmal nachts und immer morgens plötzlich mit Angst/ Panik wach. Wenn es irgendwie geht, versuche ich sie zu ignorieren. Gucke Fernsehen, stehe auf und ziehe mich an und frühstücke usw. Ja und wenn es wirklich richtig schlimm ist eben jetzt Tavor.
Die 112 wollte ich bisher noch nicht wählen. Ich würde eher jemanden bitten, mich ins Kh zu fahren. Dagegen "hilft" mir mittlerweile der Gedanke, dass die da NICHTS für mich tun können. Außer mir ne Tavor geben. Mehr wird nicht mehr stattfinden. Ich war ja im Dezember 2 Wochen im Kh und alles Mögliche wurde durchgecheckt. Hatte Monate lang nur Arzttermine und war ja völlig besessen davon, dass etwas körperlich mit mir nicht stimmt, weil ich eben vor nichts Angst hatte die erste Zeit, sondern eher Schwindel/ Sehstörungen/ Unwirklichkeitsgefühle. Davon bin ich mittlerweile ganz gut weggekommen.
Im Moment ist die Ablenkung tagsüber wirklich eingeschränkt. Ich traue mich nicht Auto zu fahren und treffe mich mit niemandem, außer eben einige Tage in der Woche mit meinem Freund. Weil mir die Vorstellung vor ALLEM Angst macht. Dabei fragen einige Freundinnen immer wieder nach. Ich wimmel' alle ab. Irgendwo sein zu müssen oder mich mit jemandem beschäftigen zu müssen, ohne mich zurück ziehen zu können, wann ich es will... ist für mich momentan keine gute Vorstellung.
Mensch, du hast mir gerade wieder aufgezeigt, wie am Ar*** ich zur Zeit eigentlich bin. Ich hatte echt vor ein paar Monaten noch ein ziemlich schönes Leben, was mich sehr erfüllt hat.
