Moin moin,
Ich leide seit +- 20 Jahren unter div. psychischen Problemen, vornehmlich Agoraphobie /
Angststörungen mit Verdacht auf eine PTBS, welche in einer Tagesklinik für je drei Monate
in den Jahren 2013 und im Jahreswechsel 2016/17 behandelt wurden.
Der erste Tagesklinikaufenthalt wurde seinerzeit von einer psychiatrischen Praxis empfohlen,
davor und zwischenzeitlich gab es auch ambulante Psychotherapien.
Von der psychiatrischen Praxis wurde ich im Jahre 2011/12 (zeitlich nicht mehr nachvollziehbar)
auf ein SSRI-Medikament eingestellt. Ungefähr 2017 kam ein weiteres hinzu,
Diese Medikamente mussten kontinuierlich täglich eingenommen werden und
die Verschreibungen fanden seinerzeit eben intitial von meinem Psychiater statt, weitergeführt
wurden sie sowohl von der Tagesklinik, als auch von meinem Hausarzt und in der Folge
von einer psychiatrischen Institutsambulanz, die per Termin im Gemeindepsychiatrischen
Zentrum ortsansässig vertreten war und welche ich bis zu einem bestimmten Zeitpunkt
noch aufsuchen konnte- als es mir noch "besser" ging.
Diese Medikamente waren mir effektiv bis zum Oktober 2025 verfügbar.
Pro Rezept wurde der Medikamentenbedarf für jeweils drei Monate abgedeckt.
In etwa im Laufe des Jahres 2024 wurde mein Gesundheitszustand im Bezug auf die Agoraphobie / PTBS
so schlecht, so das ich dieses Gemeindepsychiatrische Zentrum im Sinne einer
erneuten Verschreibung der Medikamente nicht mehr aufsuchen konnte.
Dies hatte ich der Psychiatrischen Institutsambulanz kund getan, daraufhin wurden mir für einen gewissen
Zeitraum erneut Rezepte auf Anfrage per Email ausgestellt, stellenweise habe ich auch durch meinen Hausarzt
(oftmals widerwillig und zeitweise auch nicht in der benötigten Menge) Medikamente verschrieben bekommen.
Im Oktober 2025 bat ich erneut um ein Rezept bei meinem Hausarzt, welcher daraufhin entgegnete,
das er einen Medikamentenplan des Facharztes benötigte; den ich verständlicherweise aufgrund der
genannten Problematik nicht imstande war zu liefern, weil dies einen Vor-Ort-Besuch in dem
Gemeindepsychiatrischen Zentrum erfordert hätte, was für mich aufgrund der
gegebenen Angst- und Panikstörung bzw PTBS nicht mehr möglich war.
Dahingehend wendete ich mich erneut an die PIA mit der Bitte um ein Rezept. Es ist zu
beachten, das dort mittlerweile durch Verrentung ein Wechsel der ärztlichen Leitung stattgefunden
hatte. Dort wurde mir mitgeteilt, das man mir ohne persönlichen Kontakt keine weiteren
Medikamente ausstellen würde.
Es wurde mir von der dort ansässigen Sekretärin in der PIA jedoch angeboten, das sie einen telefonischen
Kontakt mit der damaligen ärztlichen Leitung der PIA herstellen könne, was ich natürlich in der Hoffnung, meine Medikamente zu erhalten, annahm.
Dieses Telefonat stellte sich dann so heraus ,das diese genannte Dame der ärztlichen Leitung "an unbekannte
Personen" bzw "ihr nicht persönlich bekannten Personen" grundsätzlich keine Medikamente
verschreiben würde.
Dies, obwohl ich - nachweislich durch Arztbriefe - dieser Einrichtung durch die Tatsache, das ich
seit 2021 bis zur Zustandsverschlechterung im Jahre 2024 durch Termine im psychiatrischem Gemeindezentrum,
als auch durch eine Vielzahl von Diagnosen der Tagesklinik und durch eine Vielzahl von Kontakten eindeutig
bekannt bin, und "das ich ja jetzt wohl lange genug eine Überbrückungsversorgung" erhalten habe (seit wann hat das zeitliche Grenzen?)
Alternativ hieß es, das ich mich -wie üblich- an das Gemeindepsychiatrische Zentrum, welches unter neuer Leitung stehen würde, wenden solle(?), oder eben an die Tagesklinik, die ich ebenfalls nicht aufsuchen konnte und kann.
Natürlich war ich insofern schockiert, weil ich im Bezug auf die Medikamentenversorgung
plötzlich mit der Tatsache konfrontiert wurde, das ich von niemandem mehr meine regelmässig
einzunehmenden Medikamente mehr erhalten würde.
Dahingehend hatte ich mich wieder per Mail an meinen Hausarzt gewendet, und erneut um eine
Verschreibung der Medikamente angesichts der gegebenen Tatsachen gebeten (in der Hoffnung,
eine Übergangsversorgung zu erhalten, bei der ich mir eigentlich sicher war, das diese verpflichtend
ist) und hatte auch mitgeteilt, das die gegebenen Umstände eine Erlangung eines
Medikamentenplans nicht zulassen.
Man hatte aber weiterhin auf selbigen beharrt, bis es irgendwann heiß, das ich mich an die
Hauptstelle des medizinischen Versorgungszentrums, welchem dieser Arzt angehört und in einem für mich nicht erreichbaren Ort ansässig ist, wenden solle, was ich dann ebenfalls per Mail auch tat. Hier heiß es dann, das ich
irgendwelchen Vorsorgeuntersuchungen zwecks der Medikamenteneinnahme nicht teilgenommen
hätte.
Diese wurden allerdings vom Arzt nie selbstständig veranlasst beziehungsweise terminiert; man
hatte sich darauf berufen, das man mir ein / zwei mal einen Brief geschickt hätte, in welchem nach
meinem Erinnerungsstand eine Einladung zu einer -generellen- und nicht zweckgebundenen
Vorsorgeuntersuchung enthalten war; es wurde aber so hingedreht, als wäre es zweckgebunden
gewesen - nachdem -ich- darauf hinwies, das eigentlich eine regelmässige Blutuntersuchung zwecks
der Medikamenteneinnahme ratsam ist.
Diese muß aber ohnehin der Arzt - und nicht ich- veranlassen; dies hätte man gleichsam auch mit
der erneuten Verscheibung der Medikamente tun können; wenn aus -seiner- Sicht eine
Notwendigkeit dazu bestanden hätte; was aber nicht geschah.
Dann heiß es seitens diesem MVZ, das ich mich doch zwecks eines Termins an meine ortsansässige
Praxis wenden solle, um eben eine Blutuntersuchung zu veranlassen und dahingehend
auch wieder Medikamente zu erhalten. Verwundet, wie ich war, weil der ortsansässige HA dies abgeblockt hatte,
hatte ich dies telefonisch getan und um einen Termingebeten; allerdings wurde ich für ca fünf Minuten auf "stumm geschaltet" und bekam die Rückantwort, das mich der leitende Arzt und Inhaber des MVZ in dem für mich nicht erreichbaren Prt persönlich sehen wolle, obwohl ich bereits im Vorfeld -mehrfach- darauf hinwies, das meine Krankheit dies nicht erlaubt.
Wieder im MVZ angerufen, hieß es nur lapidar, das es die ortsansässige Praxis "nicht auf die
Reihe bekommen würde" und mir nur der persönliche Besuch im für mich nicht erreochbaren Ort übrig bleiben würde.
Somit bleib ich auch hier ohne weitergehende medikamentöse Versorgung. In einem Anfall des letzten Hoffnungsschimmers wendete ich mich ebenfalls per Mail an meine damalige Psychiaterin. schilderte ihr die Situation,
bekam auch hier leider nur die Rückantwort, das Onlineanfragen nicht bearbeitet würden.
Stand heute ist es so, das sich mein Gesundheitszustand durch das aprupte und unfreiwillige,
extern herbeigeführte, zwangsweise Absetzen der Medikation in Form einer
deutlichen Verstärkung der Agoraphobie, damit eine noch stärke Einschränkung meines
Aktionsradius, und eine Verstärkung der Panikstörung / PTBS, mit fast kontinuierlich
auftretenden Panikattacken bei Nacht, zudem ein deutlich verstärktes Auftreten der
Zwangsgedanken, welche solche Situationen auch noch befeuern, deutlich verschlechtert hat.
Es ist natürllich bekannt und anerkannte Tatsache, das man selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer,
die ich seit 2011/12 einnahm, unter keinen Umständen, in meinem Fall trotz bestehender
gesundheitlicher Einschränkungen und vor allem gänzlich ohne ärztliche Beobachtung
aprupt absetzen darf, weil dies mit sehr hohen Risiken verbunden ist, und natürlich eine völlige
Demaskierung der Grunderkrankung bewirkt.
Zudem ist zu beachten, das SSRIs in meinem Falle sowohl der Beruhigung, als auch der Dämpfung
der Zwangsgedanken dienen und seit diese Dämpfung nicht mehr existent ist, ist selbst der reguläre
Tagesablauf kaum noch zu bewältigen. Es ist weiterhin zu beachten, das eine Verwandte von mir
ebenfalls langjährig Opibramol einnehmen muss, um die gleichen Effekte zu erzielen und auch
schon meine Mutter, welche sich 2013 das Leben nahm, unter psychischen Problemen litt. Weitere
Geschwister von mir und welche die gleiche Mutter haben, sind ebenfalls mit psychischen
Problemen belastet.
D.h. es liegt hier mindestens eine erblich / genetisch bedingte Komponente vor, die eine
medikamentöse Dauerbehandlung aus meiner Sicht zwingend erforderlich macht, da in diesem Falle
jegliche psychotherapeutische Ansätze bisweilen nur ergänzend, aber nicht ersetzend wirken
können, da das Grundproblem, auf welchem die anderen Probleme schlussendlich aufbauen und die
im Laufe der Jahrzehnte entstanden sind, mit einer hohen Wahrscheinlichkeit im neurochemischen
Bereich anzusiedeln sind und eine erbliche Ursache haben.
Meine "Alternativmedikation" sieht seither leider so aus, das ich bei höchsten Anspannungen,
die kaum auszuhalten sind, zu hochprozentigem Alk. mit damit einhergehend deutlich erhöhten
Risiko zum Alk. greifen muß, weil ich mir anders nicht mehr zu helfen weiß;
und dies, obwohl ich in der Regel vor und während der Medikamenteneinnahme so gut wie
keinen Alk. zu mir nahm, d.h. hier eine "zwangsweise" herbeigeführte Suchtproblematik
eintritt, die vorher nicht existierte.
Mich hat seit 2025, mit der Beedingung der Verschreibung, und kurz davor, bislang kein Haus / Facharzt gesehen; diese sind sich aber anscheinend "sicher", das ich das weglassen der Medikemante schon irgendwie verkraften würde, obwohl die Diagnosen und bisherigen Berichte - eindeutig - dagegen sprechen und ich in der Nacht sogar schon gedanklich suizidale Tendenzen zeige, weil der Druck / Panik nach Jahrzehnten der Belastung zu hoch wird - und habe den Eindruck, das die an mir auf Kosten meiner Gesundheit ihren Frust ablassen / ein Exempel statuieren wollen. Ich habe mir - absolut nichts - zu Schulden kommen lassen, auch nicht "je nach Sichtweise".
Ich habe zwei Ärztekammern angeschrieben, welche die "behandelnden" Arzte "natürlich" im Recht und mei Ihnen kein Fehlverhalten sehen ( -das wil lich unter -den- Voraussetzungen als rechtlich bestätigt sehen!); auch meine Krankenkasse angeschrieben, welche eine Überprüfung der Notwendigkeit einer Dauermedikation beim MdK eingeleitet hat und angelbich "ansonsten nichts tun kann" - natürlich war im Vorfeld laut Arztbriefe und Diganosen schon eine Dauermedikation gegeben, also eigentlich witzlos.
Ich habe div. Rechtsanwälte angeschrieben - keine Reaktion. Ich habe Teleclinic-Angebote ausprobiert - angeblich, nach einem seitens Teleclinic verfallenen Termin, weil kein Arzt aufzufidne nwar, für gesetzlich Versicherte "generell schwierig, Termien zu vermitteln" (Witz komm raus- warum habe ich dann überhaupt einen "beantragt").
Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. ich bekam in der Vergangenheit Opibramol und Paroxetin; 30 Euro Selbstzahlerpreis (wenn man es so machen würde) pro Quartal. Was soll ich machen - mich an die Medien wenden? Das kann es doch nicht sein.
Grüssle