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Stef1
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Moin moin,


Ich leide seit +- 20 Jahren unter div. psychischen Problemen, vornehmlich Agoraphobie /
Angststörungen mit Verdacht auf eine PTBS, welche in einer Tagesklinik für je drei Monate
in den Jahren 2013 und im Jahreswechsel 2016/17 behandelt wurden.
Der erste Tagesklinikaufenthalt wurde seinerzeit von einer psychiatrischen Praxis empfohlen,
davor und zwischenzeitlich gab es auch ambulante Psychotherapien.

Von der psychiatrischen Praxis wurde ich im Jahre 2011/12 (zeitlich nicht mehr nachvollziehbar)
auf ein SSRI-Medikament eingestellt. Ungefähr 2017 kam ein weiteres hinzu,

Diese Medikamente mussten kontinuierlich täglich eingenommen werden und
die Verschreibungen fanden seinerzeit eben intitial von meinem Psychiater statt, weitergeführt
wurden sie sowohl von der Tagesklinik, als auch von meinem Hausarzt und in der Folge
von einer psychiatrischen Institutsambulanz, die per Termin im Gemeindepsychiatrischen
Zentrum ortsansässig vertreten war und welche ich bis zu einem bestimmten Zeitpunkt
noch aufsuchen konnte- als es mir noch "besser" ging.

Diese Medikamente waren mir effektiv bis zum Oktober 2025 verfügbar.
Pro Rezept wurde der Medikamentenbedarf für jeweils drei Monate abgedeckt.

In etwa im Laufe des Jahres 2024 wurde mein Gesundheitszustand im Bezug auf die Agoraphobie / PTBS
so schlecht, so das ich dieses Gemeindepsychiatrische Zentrum im Sinne einer
erneuten Verschreibung der Medikamente nicht mehr aufsuchen konnte.

Dies hatte ich der Psychiatrischen Institutsambulanz kund getan, daraufhin wurden mir für einen gewissen
Zeitraum erneut Rezepte auf Anfrage per Email ausgestellt, stellenweise habe ich auch durch meinen Hausarzt
(oftmals widerwillig und zeitweise auch nicht in der benötigten Menge) Medikamente verschrieben bekommen.

Im Oktober 2025 bat ich erneut um ein Rezept bei meinem Hausarzt, welcher daraufhin entgegnete,
das er einen Medikamentenplan des Facharztes benötigte; den ich verständlicherweise aufgrund der
genannten Problematik nicht imstande war zu liefern, weil dies einen Vor-Ort-Besuch in dem
Gemeindepsychiatrischen Zentrum erfordert hätte, was für mich aufgrund der
gegebenen Angst- und Panikstörung bzw PTBS nicht mehr möglich war.

Dahingehend wendete ich mich erneut an die PIA mit der Bitte um ein Rezept. Es ist zu
beachten, das dort mittlerweile durch Verrentung ein Wechsel der ärztlichen Leitung stattgefunden
hatte. Dort wurde mir mitgeteilt, das man mir ohne persönlichen Kontakt keine weiteren
Medikamente ausstellen würde.

Es wurde mir von der dort ansässigen Sekretärin in der PIA jedoch angeboten, das sie einen telefonischen
Kontakt mit der damaligen ärztlichen Leitung der PIA herstellen könne, was ich natürlich in der Hoffnung, meine Medikamente zu erhalten, annahm.

Dieses Telefonat stellte sich dann so heraus ,das diese genannte Dame der ärztlichen Leitung "an unbekannte
Personen" bzw "ihr nicht persönlich bekannten Personen" grundsätzlich keine Medikamente
verschreiben würde.

Dies, obwohl ich - nachweislich durch Arztbriefe - dieser Einrichtung durch die Tatsache, das ich
seit 2021 bis zur Zustandsverschlechterung im Jahre 2024 durch Termine im psychiatrischem Gemeindezentrum,
als auch durch eine Vielzahl von Diagnosen der Tagesklinik und durch eine Vielzahl von Kontakten eindeutig
bekannt bin, und "das ich ja jetzt wohl lange genug eine Überbrückungsversorgung" erhalten habe (seit wann hat das zeitliche Grenzen?)

Alternativ hieß es, das ich mich -wie üblich- an das Gemeindepsychiatrische Zentrum, welches unter neuer Leitung stehen würde, wenden solle(?), oder eben an die Tagesklinik, die ich ebenfalls nicht aufsuchen konnte und kann.

Natürlich war ich insofern schockiert, weil ich im Bezug auf die Medikamentenversorgung
plötzlich mit der Tatsache konfrontiert wurde, das ich von niemandem mehr meine regelmässig
einzunehmenden Medikamente mehr erhalten würde.

Dahingehend hatte ich mich wieder per Mail an meinen Hausarzt gewendet, und erneut um eine
Verschreibung der Medikamente angesichts der gegebenen Tatsachen gebeten (in der Hoffnung,
eine Übergangsversorgung zu erhalten, bei der ich mir eigentlich sicher war, das diese verpflichtend
ist) und hatte auch mitgeteilt, das die gegebenen Umstände eine Erlangung eines
Medikamentenplans nicht zulassen.

Man hatte aber weiterhin auf selbigen beharrt, bis es irgendwann heiß, das ich mich an die
Hauptstelle des medizinischen Versorgungszentrums, welchem dieser Arzt angehört und in einem für mich nicht erreichbaren Ort ansässig ist, wenden solle, was ich dann ebenfalls per Mail auch tat. Hier heiß es dann, das ich
irgendwelchen Vorsorgeuntersuchungen zwecks der Medikamenteneinnahme nicht teilgenommen
hätte.

Diese wurden allerdings vom Arzt nie selbstständig veranlasst beziehungsweise terminiert; man
hatte sich darauf berufen, das man mir ein / zwei mal einen Brief geschickt hätte, in welchem nach
meinem Erinnerungsstand eine Einladung zu einer -generellen- und nicht zweckgebundenen
Vorsorgeuntersuchung enthalten war; es wurde aber so hingedreht, als wäre es zweckgebunden
gewesen - nachdem -ich- darauf hinwies, das eigentlich eine regelmässige Blutuntersuchung zwecks
der Medikamenteneinnahme ratsam ist.

Diese muß aber ohnehin der Arzt - und nicht ich- veranlassen; dies hätte man gleichsam auch mit
der erneuten Verscheibung der Medikamente tun können; wenn aus -seiner- Sicht eine
Notwendigkeit dazu bestanden hätte; was aber nicht geschah.

Dann heiß es seitens diesem MVZ, das ich mich doch zwecks eines Termins an meine ortsansässige
Praxis wenden solle, um eben eine Blutuntersuchung zu veranlassen und dahingehend
auch wieder Medikamente zu erhalten. Verwundet, wie ich war, weil der ortsansässige HA dies abgeblockt hatte,
hatte ich dies telefonisch getan und um einen Termingebeten; allerdings wurde ich für ca fünf Minuten auf "stumm geschaltet" und bekam die Rückantwort, das mich der leitende Arzt und Inhaber des MVZ in dem für mich nicht erreichbaren Prt persönlich sehen wolle, obwohl ich bereits im Vorfeld -mehrfach- darauf hinwies, das meine Krankheit dies nicht erlaubt.

Wieder im MVZ angerufen, hieß es nur lapidar, das es die ortsansässige Praxis "nicht auf die
Reihe bekommen würde" und mir nur der persönliche Besuch im für mich nicht erreochbaren Ort übrig bleiben würde.
Somit bleib ich auch hier ohne weitergehende medikamentöse Versorgung. In einem Anfall des letzten Hoffnungsschimmers wendete ich mich ebenfalls per Mail an meine damalige Psychiaterin. schilderte ihr die Situation,
bekam auch hier leider nur die Rückantwort, das Onlineanfragen nicht bearbeitet würden.

Stand heute ist es so, das sich mein Gesundheitszustand durch das aprupte und unfreiwillige,
extern herbeigeführte, zwangsweise Absetzen der Medikation in Form einer
deutlichen Verstärkung der Agoraphobie, damit eine noch stärke Einschränkung meines
Aktionsradius, und eine Verstärkung der Panikstörung / PTBS, mit fast kontinuierlich
auftretenden Panikattacken bei Nacht, zudem ein deutlich verstärktes Auftreten der
Zwangsgedanken, welche solche Situationen auch noch befeuern, deutlich verschlechtert hat.

Es ist natürllich bekannt und anerkannte Tatsache, das man selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer,
die ich seit 2011/12 einnahm, unter keinen Umständen, in meinem Fall trotz bestehender
gesundheitlicher Einschränkungen und vor allem gänzlich ohne ärztliche Beobachtung
aprupt absetzen darf, weil dies mit sehr hohen Risiken verbunden ist, und natürlich eine völlige
Demaskierung der Grunderkrankung bewirkt.

Zudem ist zu beachten, das SSRIs in meinem Falle sowohl der Beruhigung, als auch der Dämpfung
der Zwangsgedanken dienen und seit diese Dämpfung nicht mehr existent ist, ist selbst der reguläre
Tagesablauf kaum noch zu bewältigen. Es ist weiterhin zu beachten, das eine Verwandte von mir
ebenfalls langjährig Opibramol einnehmen muss, um die gleichen Effekte zu erzielen und auch
schon meine Mutter, welche sich 2013 das Leben nahm, unter psychischen Problemen litt. Weitere
Geschwister von mir und welche die gleiche Mutter haben, sind ebenfalls mit psychischen
Problemen belastet.

D.h. es liegt hier mindestens eine erblich / genetisch bedingte Komponente vor, die eine
medikamentöse Dauerbehandlung aus meiner Sicht zwingend erforderlich macht, da in diesem Falle
jegliche psychotherapeutische Ansätze bisweilen nur ergänzend, aber nicht ersetzend wirken
können, da das Grundproblem, auf welchem die anderen Probleme schlussendlich aufbauen und die
im Laufe der Jahrzehnte entstanden sind, mit einer hohen Wahrscheinlichkeit im neurochemischen
Bereich anzusiedeln sind und eine erbliche Ursache haben.

Meine "Alternativmedikation" sieht seither leider so aus, das ich bei höchsten Anspannungen,
die kaum auszuhalten sind, zu hochprozentigem Alk. mit damit einhergehend deutlich erhöhten
Risiko zum Alk. greifen muß, weil ich mir anders nicht mehr zu helfen weiß;
und dies, obwohl ich in der Regel vor und während der Medikamenteneinnahme so gut wie
keinen Alk. zu mir nahm, d.h. hier eine "zwangsweise" herbeigeführte Suchtproblematik
eintritt, die vorher nicht existierte.

Mich hat seit 2025, mit der Beedingung der Verschreibung, und kurz davor, bislang kein Haus / Facharzt gesehen; diese sind sich aber anscheinend "sicher", das ich das weglassen der Medikemante schon irgendwie verkraften würde, obwohl die Diagnosen und bisherigen Berichte - eindeutig - dagegen sprechen und ich in der Nacht sogar schon gedanklich suizidale Tendenzen zeige, weil der Druck / Panik nach Jahrzehnten der Belastung zu hoch wird - und habe den Eindruck, das die an mir auf Kosten meiner Gesundheit ihren Frust ablassen / ein Exempel statuieren wollen. Ich habe mir - absolut nichts - zu Schulden kommen lassen, auch nicht "je nach Sichtweise".

Ich habe zwei Ärztekammern angeschrieben, welche die "behandelnden" Arzte "natürlich" im Recht und mei Ihnen kein Fehlverhalten sehen ( -das wil lich unter -den- Voraussetzungen als rechtlich bestätigt sehen!); auch meine Krankenkasse angeschrieben, welche eine Überprüfung der Notwendigkeit einer Dauermedikation beim MdK eingeleitet hat und angelbich "ansonsten nichts tun kann" - natürlich war im Vorfeld laut Arztbriefe und Diganosen schon eine Dauermedikation gegeben, also eigentlich witzlos.

Ich habe div. Rechtsanwälte angeschrieben - keine Reaktion. Ich habe Teleclinic-Angebote ausprobiert - angeblich, nach einem seitens Teleclinic verfallenen Termin, weil kein Arzt aufzufidne nwar, für gesetzlich Versicherte "generell schwierig, Termien zu vermitteln" (Witz komm raus- warum habe ich dann überhaupt einen "beantragt").

Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. ich bekam in der Vergangenheit Opibramol und Paroxetin; 30 Euro Selbstzahlerpreis (wenn man es so machen würde) pro Quartal. Was soll ich machen - mich an die Medien wenden? Das kann es doch nicht sein.

Grüssle

20.08.2026 x 2 #1


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Kruemel_68

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@Stef1 Da befindest Du Dich in einem ganz schönen Schlamassel und ich versuche das mal, nach meiner Sicht der Dinge aufzudröseln.

Zitat von Stef1:
Diese Medikamente mussten kontinuierlich täglich eingenommen werden


Zitat von Stef1:
Es ist natürllich bekannt und anerkannte Tatsache, das man selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer,
die ich seit 2011/12 einnahm, unter keinen Umständen, in meinem Fall trotz bestehender
gesundheitlicher Einschränkungen und vor allem gänzlich ohne ärztliche Beobachtung
aprupt absetzen darf, weil dies mit sehr hohen Risiken verbunden ist, und natürlich eine völlige
Demaskierung der Grunderkrankung bewirkt.


Zitat von Stef1:
D.h. es liegt hier mindestens eine erblich / genetisch bedingte Komponente vor, die eine
medikamentöse Dauerbehandlung aus meiner Sicht zwingend erforderlich macht, da in diesem Falle
jegliche psychotherapeutische Ansätze bisweilen nur ergänzend, aber nicht ersetzend wirken
können, da das Grundproblem, auf welchem die anderen Probleme schlussendlich aufbauen und die
im Laufe der Jahrzehnte entstanden sind, mit einer hohen Wahrscheinlichkeit im neurochemischen
Bereich anzusiedeln sind und eine erbliche Ursache haben.

Abgesehen von dem ganzen rechtlichen Drumherum (wie oft muss ein Arzt den Patienten sehen, um die Medikamente weiter zu verschreiben etc.) hast Du in meinen Augen eine völlig falsche Sichtweise auf Deine Erkrankung. Du nimmst sie als vererbt und gegeben und nur mit Medikamenten behandelbar hin. Das ist aber nicht nicht so. Ja, es mag eine genetische Disposition geben. Das bedeutet aber noch lange kein unabänderliches Schicksal. Die Neurotransmitter-Mangelhypothese ist schon lange vom Tisch. Und die Behandlungsleitlinien für Depressionen und Angsstörungen sind schon lange von einer Dauermedikamentierung weg (auch wenn die meisten Ärzte das aus Bequemlichkeit anders handhaben). Du schreibst von PTBS - das wird definitiv nicht vererbt, sondern "passiert" einem im Leben.

Medikamente heilen nicht. Sie können bis zu einem gewissen Grad stabilisieren, um einen therapeutischen Ansatz zu ermöglichen. Das A und O um da raus zu kommen, ist die Arbeit an sich selbst, ob mit oder ohne Therapie. Du wirst niemals aus Deiner Agoraphobie durch Medikamente rauskommen. Das schaffst Du nur durch harte und konsequente Arbeit an Dir selbst.

Und ja, abruptes Absetzen nach jahrelanger EInnahme ist der super GAU. Aber nicht, weil es eine Demasierung der Grunderkrankung bewirkt, sondern weil dein Gehirn durchdreht. Es fehlen plötzlich Neurotransmitter, die jahrelang künstlich zugeführt werden. Das führt zu einem schweren Absetzsyndrom. Die Symptome dafür sind der Grunderkrankung sehr ähnlich, welhalb die Ärtze dann sofort von einem Aufflammen der Grunderkrankung sprechen und empfehlen, das Medikament wieder einzunehmen. So kommt man natürlich nie da runter.

Zitat von Stef1:
weil dies einen Vor-Ort-Besuch in dem
Gemeindepsychiatrischen Zentrum erfordert hätte, was für mich aufgrund der
gegebenen Angst- und Panikstörung bzw PTBS nicht mehr möglich war.

Dann mach es möglich. Arbeite daran. Such Dir erneut einen Therapieplatz. Verlass jeden Tag das Haus - jeden Tag einen Schritt mehr. Erst nur einen Schritt vor die Haustür, dann zwei, dann drei. Dann die Straße runter. Anders wird es nicht gehen.

Zitat von Stef1:
und habe den Eindruck, das die an mir auf Kosten meiner Gesundheit ihren Frust ablassen / ein Exempel statuieren wollen. Ich habe mir - absolut nichts - zu Schulden kommen lassen, auch nicht "je nach Sichtweise".

Das ist Quatsch. Aber Du bist halt ein "unbequemer" Patient, weil Du durchs Raster fällst. Unser System ist darauf ausgelegt, dass der Patient zum Arzt geht und nicht umgekehrt. Und Du hast Dich auf die Position zurückgezogen, dass Du es nicht kannst und Du willst daran auch nichts ändern. Da kannst Du Dich anwaltlich durch alle möglichen Instanzen klagen, aber es wird nichts nutzen. Entweder, Du gehst wieder in eine Klinik und lässt Dich nochmal stationär behandeln oder Du schaffst es irgendwie zum Arzt. Das System wird sich nicht für Dich drehen und wenden.

Wie muss ich mir denn Dein Leben generell vorstellen? Was machst Du den ganzen Tag? Wovon lebst Du wenn Du das Haus nicht verlassen kannst? Wer kauft für Dich ein? Was machst Du, wenn Du mal einen medizinischen Notfall hast?

Heute 08:51 • x 6 #25


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Weiterverschreibung von dauerhaft eingen Med verweigert

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DrSeltsam

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Zitat von Stef1:
diese sind sich aber anscheinend "sicher", das ich das weglassen der Medikemante schon irgendwie verkraften würde,

Genau so wenig wie Du dir sicher sein kannst, dass Du die Einnahme der Medikamente weiterhin verträgst. Was wäre denn, wenn dir die Medis weiterhin verschrieben würden obwohl dein Körper das gar nicht zulassen würde?
Deswegen hat man dir ja deine Möglichkeiten genannt, also letztlich der Besuch des MVZ.

Zitat von Stef1:
Was soll ich machen

Eine Möglichkeit wäre eventuell noch mit dem Hausarzt zu sprechen, dass er dir ein einziges mal noch ein Rezept ausstellt damit Du wieder halbwegs stabil bist um zum MVZ zu kommen. Das würde ich versuchen ganz ruhig mit ihm zu besprechen, und zwar vor Ort und nicht per Mail.
Wenn sich darauf einlässt und es dir dann besser geht, musst Du dich aber auch darum kümmern wie es in Zukunft weiter geht.

Denn generell wird vermutlich kein Weg daran vorbei führen, beim MVZ vorstellig zu werden. Wenn dein HA sich darauf nicht einlässt und Du das akut nicht schaffst, weil die Angst vor dem Weg schlimmer ist als weiterhin diesen Zustand auszuhalten, musst Du überlegen was dir dabei helfen könnte wie z. B. eine Begleitung, jemand der dich fährt usw.

Geht das alles nicht, würde ich mir überlegen in eine Klinik zu gehen.

Heute 14:08 • x 5 #36


Zum Beitrag im Thema ↓


ichbinMel
Moin, unfassbar was du da gerade durchmachst. Dein Hausarzt kennt dich doch auch persönlich und da kann der nicht bei dir einen Hausbesuch machen? Ich sage dir ganz ehrlich, ich würde jeden Tag bei der Krankenversicherung anrufen und denen solange auf den Keks gehen, bis die endlich eine für dich gute Lösung gefunden haben. Du hast doch auch bestimmt zig Unterlagen wo ja auch drin steht das du diese Medikamente regelmäßig einnehmen musst. Ich habe einen Anhang mitgeschickt ich weiß nicht ob man den lesen kann,falls nicht schreibe ich das ab.
Da steht auch drin das du bei der 116117 anrufen kannst ob die vielleicht helfen können oder vermitteln können. Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen dass dir endlich jemand hilft.

x 1 #2


Islandfan
Das ist aber üblich, dass man ab und zu persönlich erscheinen muss, um seine Medikamente weiter verschrieben zu bekommen. Ich muss zweimal im Jahr zur Psychiaterin wegen des Mirtazapins. Auch bei anderen Ärzten ist es so, dass ich vorbeikommen muss. Ärzte müssen sich halt in regelmäßigen Abständen ein persönliches Bild machen und können nicht dauerhaft ohne Kontakt die Mittel weiterverschreiben. Das ist nicht nur bei Psychopharmaka so, sondern generell.
Vielleicht gibt es eine Beratungsstelle (Caritas, Diakonie, etc.), die dir einen Alltagshelfer zur Verfügung stellen kann.
Die andere Frage, sie sich mir stellt, ist die, ob du an den Umständen, dass du deine Wohnung nicht verlassen kannst, mit Hilfe von Psychotherapie, arbeitest.

x 4 #3


Dunkelbunte
Das ist sogar gesetzlich vorgeschrieben das man, ich meine 1 x im Quartal, persönlich vorstellig werden muss, um weiterhin Rezepte zu erhalten.

Und, du hast keinen aktuellen Nachweis über deine Medikation, weil du das Zentrum nicht aufsuchen kannst.

Da fehlt dann einfach die rechtliche Grundlage.

Warum suchst du dir nicht eine Begleitung? Und ziehst es 1 x durch?

x 3 #4


Dunkelbunte
Zitat von ichbinMel:
Du hast doch auch bestimmt zig Unterlagen wo ja auch drin steht das du diese Medikamente regelmäßig einnehmen musst.

Hat er nicht, weil er das SPZ nicht aufsuchen kann. Wenn ich den Inhalt des ellenlangen Textes richtig verstehe, bereits seit 2021.

x 2 #5


Dunkelbunte
Zitat von ichbinMel:
Dein Hausarzt kennt dich doch auch persönlich und da kann der nicht bei dir einen Hausbesuch machen?

Der Hausarzt braucht Psychopharmaka nicht dauerhaft verordnen bzw kann verlangen, das man einen Facharzt aufsucht

x 2 #6


Dunkelbunte
Zitat von Stef1:
Zudem ist zu beachten, das SSRIs in meinem Falle sowohl der Beruhigung, als auch der Dämpfung
der Zwangsgedanken dienen und seit diese Dämpfung nicht mehr existent ist, ist selbst der reguläre
Tagesablauf kaum noch zu bewältigen.

Welche Medikamente nimmst du denn? Könntest du eine vollständige Auflistung schreiben?

Ich habe eine Vermutung...

x 2 #7


Islandfan
Bei mir reicht es jedes 2. Quartal. Ich bekomme 100 Mirtazapin, wenn ich persönlich erscheine und ein Folgerezept per Telefon. Für das dritte muss ich dann wieder hin. Es ist verantwortungsvoll, wenn Ärzte nicht dauerhaft Medikamente verschreiben ohne den Patienten zu sehen, denn die Umstände können sich ja geändert haben, andere Medikamente nötig sein, etc.

x 2 #8


Greta__
Dir wird nichts anderes übrig bleiben als vorstellig werden zu müssen. Das ist gesetzlich so vorgeschrieben, ein Arzt wird aus Gründen der persönlichen Haftung nie Rezepte ausstellen ohne den Patienten gesehen zu haben.

Hast du eine Alltagsbegleitung? Wie machst du das mit Einkauf etc.?

Wenn es dir so schlecht geht, warum gehst du nicht in eine Klinik und lässt dir dort helfen?

x 2 #9


S
Ich bekomme Folgerezepte beim Hausarzt online auch nur wenn meine Versichertenkarte beim Hausarzt im jeweiligen Quartal vorliegt.

x 1 #10


Dunkelbunte
Zitat von silberauge:
Ich bekomme Folgerezepte beim Hausarzt online auch nur wenn meine Versichertenkarte beim Hausarzt im jeweiligen Quartal vorliegt.

Psychopharmaka?
Über Jahre?
Ohne persönliche Vorsprache mal zwischendurch?

#11


S
Es sind keine Psychopharmaka, aber was hat das damit zu tun? Andere verschreibungspflichtige Medis müssen ja auch mal angepasst werden und ich mache dort eh regelmäßig einen Check.

x 3 #12


Sentinel2003
Zitat von Islandfan:
Das ist aber üblich, dass man ab und zu persönlich erscheinen muss, um seine Medikamente weiter verschrieben zu bekommen. Ich muss zweimal im Jahr zur Psychiaterin wegen des Mirtazapins. Auch bei anderen Ärzten ist es so, dass ich vorbeikommen muss. Ärzte müssen sich halt in regelmäßigen Abständen ein ...

Ich muß , wenn ich ein neues Rezept haben möchte und, es ist ein neues Quartal, hin zur Praxis! Die brauchen ja die Karte für's neue Quartal!

Wenn man nicht raus kann, wegen diversen Umständen, kann das vielleicht sogar eine helfende Person machen? Ich weiß es nicht, ich war noch nie in so einer Situation, dass jemand für mich meine Karte zum Arzt bringen mußte wegen neuem Quartal...

x 1 #13


S
Bei mir geht das, dafür musste ich beim Hausarzt was unterschreiben, dass ich eine andere Person bevollmächtigen kann, sollte ich mal nicht können.

x 2 #14


Dunkelbunte
Zitat von silberauge:
und ich mache dort eh regelmäßig einen Check.

@Stef1

Guck mal...

#15


Dunkelbunte
Wenn man "mal" nicht selbst hin kann, ist das kein Problem.
Aber wenn der Doc einen längeren Zeit nicht persönlich gesehen hat...

x 2 #16


Sentinel2003
Zitat von silberauge:
Bei mir geht das, dafür musste ich beim Hausarzt was unterschreiben, dass ich eine andere Person bevollmächtigen kann, sollte ich mal nicht können.

Nun, das ist ja eigentlich genau DAS, was ich meinte....dann ist es eben so eine Vollmacht.

#17

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Islandfan
Zitat von Sentinel2003:
möchte und, es ist ein neues Quartal, hin zur Praxis! Die brauchen ja die Karte für's neue Quartal

Es kommt darauf an, wenn ich zu Beginn und am Ende des Quartals ein Rezept hole, dann braucht die Praxis die Karte nur einmal. Ansonsten gehe ich hin ohne den Arzt zu sehen und zeige die Karte vor. Meine Psychiaterin will mich momentan alle 6 Monate sehen.

#18


Greta__
Mein Hausarzt verordnet mir auch das Escitalopram. Allerdings bin ich so alle 3 - 6 Monate dort.

Fakt ist nun mal: Kein neuer Arzt/Leiter, wer-auch-immer verordnet etwas, wenn der Patient noch nie vorstellig war. Warum der Hausarzt die Medikamente nicht weiter verschreibt liegt vielleicht auch daran das der TE lang nicht dort war und kein aktueller Medikamentenplan vorliegt. Da wird der TE nicht drum herum kommen zu einem der Ärzte persönlich hin zu gehen.

x 1 #19


Sentinel2003
Ja, ich weiß, das WICHTIGSTE ist , dass die Praxis die Karte zum Beginn des neuen Quartals sieht und ein scannt, wie oft du dann ein Rezept möchtest, ist dann ja völlig wurscht....



Wer oder was ist "TE"?


Ich bekomme ja auch die Escitalopram von meiner Hausarzt Praxis, ABER, sobald ich ein neues Rezept möchte und, es hat ein neues Quartal begonnen, bekomme ich ERST das Rezept auf die Karte, wenn die Anmelde Schwestern die Karte neu ein gscannt haben.


Jedenfalls ist das immer so bei mir!

x 1 #20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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