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S
Ich bekomme Opibramol 100 mg 1x am Tag und 20 mg Paroxetin, das ist seit 2017 die Dosierung.

Der HA, der hier um die Ecke ist, -will- es nicht verschreiben; auch wenn ich bei ihm persönlich vorstellig werden würde; weil er einen Bericht vom Facharzt haben will. Mein Hausarzt ist Teil eines medizinischen Versorgungszentrums, das sich über mehrere Orte hinweg verteilt und die Zentrale des MVZ ist in einem Ort, der für mich definitiv nicht erreichbar ist; auch beim besten willen nicht.

Er hat an das MVZ verwiesen, und dieses MVZ hat mich an meinen lokalen HA rückverwiesen, indem die gesagt haben, ich solle bei ihm einen Termin vereinbaren. Als ich das machen wollte, hat man mich -wieder- an das MVZ verwiesen - aus welchen Gründen auch immer, eben, weil es lt. Aussage des MVZ mein ortsansässiger Hausarzt nicht auf die Reihe bekommen würde (O-Ton!). Das kann es doch nicht sein.

Ich stehe kopfseitig, insbesondere wegen der Zustände in der Nacht, psychisch ziemlich auf der Kippe und kann mir einfach nicht noch mehr aufladen; ich kann aber auch nicht anfangen zu saufen und mir so weiter meine Gesundheit ruinieren. Und das will mir nicht runter, das man auf "Vorschriften" beharrt, nicht mal ansatzweise einen Hausbesuch anbietet - egal, von wem, ob Facharzt oder Hausarzt - um sich ein Bild von der Lage zu beschaffen.

Die sagen sich: "Selbst schuld, - wir - müssen gar nichts". Die mussten während meiner Krankheitsgeschichte, die jetzt etliche Jahre andauert, nicht ein einziges mal hier antanzen; sagen sogar, wenn es zu schlimm wird, solle ich halt den Notarzt rufen (ebenfalls O-Ton) - übertrage mal das auf jemanden, der eine körperliche Krankheit hat. Die nehmen das -komplett- in Kauf; hauptsache, "nicht verantwortlich". Die haben alles da, Arztbriefe, Medikationspläne, Diagnosen usw. Ich war -nachweislich- laut Medikationsplan zuletzt auf Dauermedikation eingestellt.

Die Karte ist nicht das Problem, die kann ich denen problemlos in den Briefkasten werfen und zurücksenden lassen, wenn es notwendig wäre.

#21


-juli
Wenn es dir so schlecht geht, dass du das Haus nicht mehr verlassen kannst und dadurch keine Medis mehr bekommst, wäre es nicht möglich, dass du mehr Unterstützung bekommen könntest?

Hättest du denn Menschen, die dich begleiten könnten und die Möglichkeit, für diesen Anlass vielleicht temporär einmal ein Notfallmedi einzusetzen? Wäre ein stationärer Aufenthalt zur Stabilisierung nicht eventuell eine Option?

Wie gehst du einkaufen bzw. wie erledigst du Anliegen, die bedeuten würden, dass du deine Wohnung verlassen müsstest? Wie bewältigst du deinen sonstigen Alltag? Ich meine das nicht als Angriff, aber ich frage mich immer, wie es möglich ist, als erwachsene Person das Haus länger nicht zu verlassen, weil es ja viele Dinge gibt, die es notwendig machen.

x 2 #22


A


Weiterverschreibung von dauerhaft eingen Med verweigert

x 3


S
@Greta__ Ich -war- doch in der Vergangenheit vorstellig. DIe PIA kennt mich, der HA kennt mich - was kann -ich- denn für einen Wechsel in der ärtzlichen Leitung, und das die sich nicht mit meinen Unterlagen abgeben wollen? Zumal die ja alles von mir dahaben, um meine komplette Krankheitsgeschichte nachvollziehen und Rückschlüsse über einen Bedarf ziehen können. Meine physische Anwesenheit macht hier praktisch keinen Unterschied.

Das hätte man auch telefonisch, als ich die ärtzliche Leitung an der *beep* hatte, sicherlich regeln können, aber die ärtzliche Leitung will dies nicht; die will eine physische Anwesenheit haben. Die Frau hatte zu mir gesagt, sie würde mich nicht kennen, obwohl ich bei der PIA vorstellig wurde. OHNE jegliche Rücksicht auf bestehende Diagnosen und Co, die -bekannt- sind.

Ich habe allen Stellen x-mal gesagt, das sich meine Krankheit verschlechtert hat, das ich nicht vor Ort erscheinen kann, weil ich seit einiger Zeit kopfseitig auf der Kippe stehe, das ich kompensatorisch mittlerweile trinken muss, wenn es nachts zu schlimm wird. Ich hab langsam den Eidnruck ,das die sich an meinem Zustand geradewegs ergötzen und ihren Spaß daran haben, denn anders kann nich mir das Verhalten nicht mehr erklären.

Ich hab mir gegenüber beiden Einrichtugnen -nie- was zu schulden kommen lassen (außer, das ich den HA i nder Vergangenheit idR nur wegen den Medis konsultieren musste - vielleicht bringe ich ihm ja zuwenig Geld ein und er will mich loshaben).

#23


S
@-juli Lieben Dank. Einkaufen bekomme ich noch hin (ist in der "Nähe"), nur meine Agoraphobie macht es mir kaum möglich, weiter weg zu agieren - wobei ich glaube, das die PTBS hier auch noch eine große Rolle zwecks Flashbacks in bestimmten Situationen spielt; zudem ja auch in Krisensituationen die Zwangsgedanken stärker werden. Ich vermute stark, das auch bei Nacht, wenn die Panik unerträglich wird, die PTBS volle Kanne durchhaut.

Um beides halbwegs in Zaum zu halten, war ich auf die Medis angewiesen; das war meine Grundstütze. Ich hab die nicht als Therapieersatz, sondern als "Arbeitsgrundlage" angesehen.

x 1 #24


Kruemel_68
@Stef1 Da befindest Du Dich in einem ganz schönen Schlamassel und ich versuche das mal, nach meiner Sicht der Dinge aufzudröseln.

Zitat von Stef1:
Diese Medikamente mussten kontinuierlich täglich eingenommen werden


Zitat von Stef1:
Es ist natürllich bekannt und anerkannte Tatsache, das man selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer,
die ich seit 2011/12 einnahm, unter keinen Umständen, in meinem Fall trotz bestehender
gesundheitlicher Einschränkungen und vor allem gänzlich ohne ärztliche Beobachtung
aprupt absetzen darf, weil dies mit sehr hohen Risiken verbunden ist, und natürlich eine völlige
Demaskierung der Grunderkrankung bewirkt.


Zitat von Stef1:
D.h. es liegt hier mindestens eine erblich / genetisch bedingte Komponente vor, die eine
medikamentöse Dauerbehandlung aus meiner Sicht zwingend erforderlich macht, da in diesem Falle
jegliche psychotherapeutische Ansätze bisweilen nur ergänzend, aber nicht ersetzend wirken
können, da das Grundproblem, auf welchem die anderen Probleme schlussendlich aufbauen und die
im Laufe der Jahrzehnte entstanden sind, mit einer hohen Wahrscheinlichkeit im neurochemischen
Bereich anzusiedeln sind und eine erbliche Ursache haben.

Abgesehen von dem ganzen rechtlichen Drumherum (wie oft muss ein Arzt den Patienten sehen, um die Medikamente weiter zu verschreiben etc.) hast Du in meinen Augen eine völlig falsche Sichtweise auf Deine Erkrankung. Du nimmst sie als vererbt und gegeben und nur mit Medikamenten behandelbar hin. Das ist aber nicht nicht so. Ja, es mag eine genetische Disposition geben. Das bedeutet aber noch lange kein unabänderliches Schicksal. Die Neurotransmitter-Mangelhypothese ist schon lange vom Tisch. Und die Behandlungsleitlinien für Depressionen und Angsstörungen sind schon lange von einer Dauermedikamentierung weg (auch wenn die meisten Ärzte das aus Bequemlichkeit anders handhaben). Du schreibst von PTBS - das wird definitiv nicht vererbt, sondern "passiert" einem im Leben.

Medikamente heilen nicht. Sie können bis zu einem gewissen Grad stabilisieren, um einen therapeutischen Ansatz zu ermöglichen. Das A und O um da raus zu kommen, ist die Arbeit an sich selbst, ob mit oder ohne Therapie. Du wirst niemals aus Deiner Agoraphobie durch Medikamente rauskommen. Das schaffst Du nur durch harte und konsequente Arbeit an Dir selbst.

Und ja, abruptes Absetzen nach jahrelanger EInnahme ist der super GAU. Aber nicht, weil es eine Demasierung der Grunderkrankung bewirkt, sondern weil dein Gehirn durchdreht. Es fehlen plötzlich Neurotransmitter, die jahrelang künstlich zugeführt werden. Das führt zu einem schweren Absetzsyndrom. Die Symptome dafür sind der Grunderkrankung sehr ähnlich, welhalb die Ärtze dann sofort von einem Aufflammen der Grunderkrankung sprechen und empfehlen, das Medikament wieder einzunehmen. So kommt man natürlich nie da runter.

Zitat von Stef1:
weil dies einen Vor-Ort-Besuch in dem
Gemeindepsychiatrischen Zentrum erfordert hätte, was für mich aufgrund der
gegebenen Angst- und Panikstörung bzw PTBS nicht mehr möglich war.

Dann mach es möglich. Arbeite daran. Such Dir erneut einen Therapieplatz. Verlass jeden Tag das Haus - jeden Tag einen Schritt mehr. Erst nur einen Schritt vor die Haustür, dann zwei, dann drei. Dann die Straße runter. Anders wird es nicht gehen.

Zitat von Stef1:
und habe den Eindruck, das die an mir auf Kosten meiner Gesundheit ihren Frust ablassen / ein Exempel statuieren wollen. Ich habe mir - absolut nichts - zu Schulden kommen lassen, auch nicht "je nach Sichtweise".

Das ist Quatsch. Aber Du bist halt ein "unbequemer" Patient, weil Du durchs Raster fällst. Unser System ist darauf ausgelegt, dass der Patient zum Arzt geht und nicht umgekehrt. Und Du hast Dich auf die Position zurückgezogen, dass Du es nicht kannst und Du willst daran auch nichts ändern. Da kannst Du Dich anwaltlich durch alle möglichen Instanzen klagen, aber es wird nichts nutzen. Entweder, Du gehst wieder in eine Klinik und lässt Dich nochmal stationär behandeln oder Du schaffst es irgendwie zum Arzt. Das System wird sich nicht für Dich drehen und wenden.

Wie muss ich mir denn Dein Leben generell vorstellen? Was machst Du den ganzen Tag? Wovon lebst Du wenn Du das Haus nicht verlassen kannst? Wer kauft für Dich ein? Was machst Du, wenn Du mal einen medizinischen Notfall hast?

x 6 #25


S
@Kruemel_68 danke für die Antwort.

Wenn es aber der Fall ist, das der Patient generell zum Arzt gehen muss, stelle ich mir die Frage, wie mit Patienten verfahren wird, die dies nicht können. Wir haben auch bettlägrige oder immobile Patienten - was macht man dann mit denen? Sich selbst überlassen?

Ich habe in den vergangenen zehn Jahren brav ambulante Therapien wider des jeweiligen Zustandes gemacht, habe zwei Tagesklinikaufenthalte hinter mir, habe alles unternommen,was in meiner Macht steht; hatte auch mal eine Phase von vier Jahren, in welchen es mir bedeutend besser, dann aber wieder bedeutend schlechter ging. Irgendwann gehts halt nicht mehr, und das muss die Ärzteschaft auch mal anerkennen. Wenn unter solchen Zuständen dies nicht mehr gegeben ist, dann kann ich meine Krankenversicherung gleich kündigen; denn dann kommts aufs gleiche raus.

-ich- gehe mittlerweile von einer Chronifizierung aus, und selsbt wenn ich wollte, kann man unter solchen Zuständen nicht mehr viel erreichen bzw ist es mindestens deutlich erschwert (zumal sich mein Zustand tagtäglich ändert, aber nie "gut" ist). - Ich - hab mir den Zustand nicht ausgesucht und kämpfe -jeden - Tag daüfr, das es besser wird; nur, was soll ich machen, wenn mir sogar die Grundlage dafür unter den Füßen weggezogen wird? Den verantwortlichen Ärzten werde ich dafür sicherlich nicht auch noch die Füße küssen.

#26


Islandfan
Es ist verantwortungsvoll von den Ärzten, dass sie dich sehen wollen und auch eine Absicherung. Wenn du kleine Wege wie einkaufen schaffst, dann suche dir eine neue Praxis um die Ecke und mache einen ärztlichen Neuanfang.
Wenn es so schlimm wäre, könntest du gar nicht raus. Wenn einkaufen geht, dann wird auch der Gang zu einer nahen Praxis möglich sein und wenn es mit Begleitung ist.
Anfangen zu Trinken wäre die denkbar schlechteste Option, dann hast du nämlich ein viel größeres Problem.
Lass dich zur Not einweisen, wenn gar nichts geht.
Es gibt so viele Anlaufstellen. Alles ist besser als Ausreden.

x 2 #27


Greta__
Zitat von Stef1:
@Greta__ Ich -war- doch in der Vergangenheit vorstellig. DIe PIA kennt mich, der HA kennt mich - was kann -ich- denn für einen Wechsel in der ...

Der Arzt/Leiter hat es doch gesagt: Er muss dich sehen. Da wirst du nicht drum herum kommen.

Hausarzt will dich wohl auch sehen.

Wir können das leider nicht ändern.

Wenn es dir so schlecht geht, dann würde ich stationär gehen.

Dir alles Gute. 🌼

x 5 #28


S
Zitat von Stef1:
Wir haben auch bettlägrige oder immobile Patienten - was macht man dann mit denen? Sich selbst überlassen?

Die haben in der Regel eine Pflegestufe oder sind im Pflegeheim oder haben Angehörige die sich kümmern.

x 3 #29


S
Vielen lieben Dank an alle für die bisherigen Antworten - ich werde schauen, was ich machen kann (oder auch nicht).

Grüssle

#30


-juli
@Stef1 ich frage mich, wie du Lösungswege für die Situation finden möchtest? Es ist definitiv nicht ausweglos, aber die Medis alleine sind ja keine ausreichende Lösung. Hast du in deiner Nähe einen Therapieplatz oder ähnliches?

Dass du zumindest noch einkaufen gehst, ist schon mal gut, weil es wichtig ist, die restliche Funktionalität nicht zu verlieren. Dass das Absetzen der Medis ohne Ausschleichen keine Katastrophe ist, verstehe ich. Aber gleichzeitig verstehe ich die Ärztin. Du warst zwar in der Praxis, aber noch nie bei ihr und sie muss sich ein eigenes Bild von deiner Situation und Erkrankung machen und das Medi rauszugeben, ohne dass du persönlich erscheinst, ist schwierig.

Ich weiß, dass stationäre Aufenthalte alles andere als toll sind und dass das für dich in deiner Situation momentan sogar unvorstellbar sein könnte. Umgekehrt stellt sich mir die Frage, ob es für dich derzeit möglich ist, diesen Teufelskreis zu verlassen und ob es nicht leichter in einem Setting sein könnte, das darauf angepasst ist?

x 1 #31


Dunkelbunte
Zitat von Stef1:
Die Karte ist nicht das Problem, die kann ich denen problemlos in den Briefkasten werfen

Du könntest hin um die Karte einzuwerfen, aber nicht rein um kurz mit dem Doc zu sprechen?

x 2 #32


Dunkelbunte
Zitat von Stef1:
Opibramol 100 mg 1x am Tag und 20 mg Paroxetin

Es ist, wie vermutet.
Für diese Medikamenten-Kombi MUSST du alle 3 Monate ein Ruhe-EKG machen lassen zwecks Kontrolle der QT-Zeiten. Schwere Wechselwirkungen.
Ich kenne das bei mir von einer anderen Medikamentenkombi.

Darüber hinaus müssen deine Leberwerte regelmäßig überprüft werden.

Da gibt es auch nichts dran zu rütteln. Das ist Fakt.

x 5 #33


Greta__
Zitat von Dunkelbunte:
Du könntest hin um die Karte einzuwerfen, aber nicht rein um kurz mit dem Doc zu sprechen?

Das fiel mir auch auf. 🤔

x 3 #34


Kleine-Eule
Kannst Du Dir nich "einfach" einen neuen Arzt suchen, der in der Nähe is?
Die Akte und Medikamentenverordnung kann der neue Arzt ja anfordern.

x 3 #35


DrSeltsam
Zitat von Stef1:
diese sind sich aber anscheinend "sicher", das ich das weglassen der Medikemante schon irgendwie verkraften würde,

Genau so wenig wie Du dir sicher sein kannst, dass Du die Einnahme der Medikamente weiterhin verträgst. Was wäre denn, wenn dir die Medis weiterhin verschrieben würden obwohl dein Körper das gar nicht zulassen würde?
Deswegen hat man dir ja deine Möglichkeiten genannt, also letztlich der Besuch des MVZ.

Zitat von Stef1:
Was soll ich machen

Eine Möglichkeit wäre eventuell noch mit dem Hausarzt zu sprechen, dass er dir ein einziges mal noch ein Rezept ausstellt damit Du wieder halbwegs stabil bist um zum MVZ zu kommen. Das würde ich versuchen ganz ruhig mit ihm zu besprechen, und zwar vor Ort und nicht per Mail.
Wenn sich darauf einlässt und es dir dann besser geht, musst Du dich aber auch darum kümmern wie es in Zukunft weiter geht.

Denn generell wird vermutlich kein Weg daran vorbei führen, beim MVZ vorstellig zu werden. Wenn dein HA sich darauf nicht einlässt und Du das akut nicht schaffst, weil die Angst vor dem Weg schlimmer ist als weiterhin diesen Zustand auszuhalten, musst Du überlegen was dir dabei helfen könnte wie z. B. eine Begleitung, jemand der dich fährt usw.

Geht das alles nicht, würde ich mir überlegen in eine Klinik zu gehen.

x 4 #36


Sonja77
Wow also deinen ellenlangen Eingangspost erst einmal durchzulesen ist schon eine kleine Herausforderung

Ich kann beide Seiten verstehen und das kann ich wirklich
Ich verstehe dich das du nicht raus kannst
Ich verstehe deine Ärzte und Psychiater das sie dir nachdem sie dich ganze 5 Jahre nicht mehr gesehen haben keine weiteren Rezepte für deine Medikation ausstellen können

Und auch wenn du dich nun als das Opfer siehst dem niemand helfen will so bist du das nicht

Was meinst du würde mit deinem Hausarzt passieren wenn er dir weiterhin Medis verschreibt wo er nicht weis ob sie noch passen und dir dadurch etwas passieren würde?weist du was das für ihn bedeuten würde?kannst du dich auch einmal in die Lage der anderen versetzen?vielleicht die auch mal als „Opfer“?

Eines ist mir aber wirklich nicht schlüssig und ich verstehe es nicht noch kann ich es nachvollziehen

Ich weis was es heißt die eigene Wohnung nicht mehr verlassen zu können,ich konnte etwas über 2 Jahre lang nicht mal die Treppen runter gehen um unten die Post aus dem Briefkasten zu holen..Ich war definitiv gefangen in meiner Wohnung zu dem Zeitpunkt konnte ich effektiv nicht zu einem Arzt oder Psychiater also musste das jemand anderes für mich tun also Medis holen meine ich
Aber ich konnte wirklich nicht mehr raus absolut gar nicht mehr

Entschuldige aber solches sehe ich bei dir nicht in keinster Weise,was ich sehe ist das du völlig in der Rolle des angeblichen Opfers aufgehst und alle anderen verantwortlich machst
Denn du kannst einkaufen gehen und du könntest nach eigenen Angaben ohne Probleme deine Karte in den Briefkasten deines Hausarztes werfen der ja bei dir um die Ecke ist

Entschuldige mich bitte sehr aber wieso kannst du die Karte in seinen Briefkasten werfen ohne Probleme,aber nicht zu ihm hochgehen Blutabnahme machen und wieder gehen?
Das ganze erschließt sich mir einfach nicht

Entweder man kann seine Wohnung nicht mehr verlassen

Oder man kann es sehr wohl möchte es aber vermeiden weil es lästig ist

Das ist ein riesiger unterschied

Für mich die weis was es heißt gefangen in der eigenen Wohnung zu sein ist dieses Statement von dir wie ein Schlag ins Gesicht
Denn für mich wäre es damals die ganze Welt gewesen hätte ich auch nur einkaufen gehen können
Du hast keine Ahnung was es heißt seine Wohnung wirklich nicht mehr verlassen zu können

Entweder du gehst zum Arzt
In die Klinik
Oder du bleibst ohne Medis
Aber stell dich nicht als das Opfer hin was du nicht bist

x 2 #37

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S
@Dunkelbunte Ich wiederhols gerne nochmal: der Arzt, zu dem ich theoretisch wie praktisch hin - kann -, will ohne Fachbericht keine Medikamente verschreiben - auch wenn er mich theoretisch wie praktisch sehen könnte. Der verweist mich auf seinen "Chef", welcher in einem völlig anderen Ort liegt. Und - der - verweist mich wieder zurück !

Das hat auch nichts mit "Faulheit" zu tun, sondern ist an die Tatsache gebunden, das bei mit, wohl durch die PTBS, die Phobie / Flashbacks getriggert werden, sobald ich mich irgendwohin auf dem Weg mache. Wenn die nicht, oder nur abgemildert in jener Situation auftreten - sollten -, dann kommen sie Nachts, und das unter Garantie.

Und das ist "richtig gut", bei Nacht das Gefühl zu haben, dem nicht entkommen zu können. Unter solchen Konstellationen ist es völlig klar und legtim, das ich die Trigger nicht provozieren will; vor allem ,weil mir durch die fehlenden Medis das "backing" fehlt, das die Folgen aus solchen Versuchen weitestgehend wenigstens ansatzweise vermieden hat. Ansonsten ist da praktisch niemand, der unterstützend eingreifen könnte, weil ich alleine lebe. Ich bin, was den derzeitigen Zustand angeht, irgendwo dort angelegt, wo ich vor 15 Jahren mal war.

Klar will sich der Arzt absichern, aber meint der allen ernstes, das die Verweigerung von Medis für ihn keine rechtlichen Konsequnzen hätte, wenn ich mir zB zwecks Überlastung irgendwas antun würde, weil eben mindestens das "backing" in Form der Medis fehlt (das hatte und hat schließlich seinen Grund, warum ich die langjährig bekam)? Wie kann der sich sicher darüber sein, das ich so eine Aktion schadlos überstehe, ohne mich gesehen zu haben?

Alle Einrichtungen wissen per Mails um meinen in den letzten Monaten gegebenen derzeitigen Zustand, und das der nicht auf eine Verbesserung hinweist; das interessiert die praktisch aber nicht; der HA lässt mich praktisch in eine Falle laufen und die Fachklinik / PIA "hat ihre Regeln" bzw schiebt mich ebenfalls beiseite. Und die Medis sind, wie gesagt, "nur" eine Überlebensgrundlage, für mich keine Entfernung der Grundproblematik, die mir plötzlich alles ermöglichen würde, wenn ich sie hätte. Mein Zustand ist deutlich schlimmer, als wohl allgemein vermutet.

x 1 #38


Dunkelbunte
Dann schalte doch einen Anwalt ein.

x 1 #39


Lbusch
Deine Situation tut mir ernsthaft sehr leid. Ein plötzliches Absetzen von solchen Medikamenten ist eigentlich eine Katastrophe und auf jeden Fall zu vermeiden. Ich kann zwar schon verstehen, dass dich die Ärzte persönlich sehen müssen, aber andererseits kann ich nicht verstehen, dass man ein plötzliches Absetzen verantwortet. Das kann ja im Ernstfall wirklich schlimme Folgen haben.

Ich wüsste übrigens auch nicht wirklich, ob du nun einfach wieder die genannten Medikamente einnehmen könntest und alles wäre beim Alten. Ich denke, es können sich auch Probleme bilden beim plötzlichen Ab- und wieder Ansetzen. Insofern würde ich jetzt leider auch nicht mehr darauf bauen, dass es dir nach Wiedereinnahme sofort wieder so gehen würde wie vorher.

Du wirst halt leider definitiv nicht an einem Besuch beim Arzt herum kommen. Wenn nicht mehr bei dem MVZ, dann wirst du wahrscheinlich stationär gehen müssen. Vielleicht wirst du das eh müssen, wenn du jetzt die alten oder neue Medikamente nimmst.

Was ist denn beim Einkaufen und beim Arztbesuch anders? Ich frage aus ernsthaftem Interesse, da du ja gesagt hattest, du schaffst es einzukaufen, aber nicht zum Arzt. Welche Umstände bräuchtest du, um zum Arzt zu kommen? Vielleicht eine Begleitperson? Hast du schonmal an ambulant betreutes Wohnen gedacht oder an Soziotherapie? Das letztere hatte mal mein Psychiater angesprochen und ich glaube, das ist speziell dafür da, Menschen zu unterstützen, Therapie und Arzttermine wahrzunehmen. Vielleicht kannst du dich da mal in der Zukunft mit beschäftigen.

Im absoluten Notfall, wenn gar nichts mehr geht, könntest du in die Notaufnahme und dort die Situation schildern. Dort könnte man dann ja auch Blut abnehmen lassen und ein EKG schreiben. Wenn dir ernsthafte Schäden drohen, wenn du die Medikamente nicht mehr einnehmen kannst, ist das ja wirklich ein Notfall und in dem Fall könnte man dir dort auch die notwendigen Medikamente verschreiben. Wäre aber natürlich besser, wenn du es anders regeln kannst.

Auf jeden Fall viel Glück. Du tust mir sehr leid.

x 2 #40


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Dr. med. Andreas Schöpf
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