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Hallo zusammen,
ich bin neu hier im Forum und wollte mal nach euren Erfahrungen fragen.

Ich habe Venlafaxin etwa 2–3 Monate genommen – zuerst einen Monat 37,5 mg, danach die doppelte Dosis. Wegen belastender Sehstörungen habe ich es relativ schnell innerhalb von fünf Tagen ausgeschlichen.

Die Sehstörungen sind für mich sehr schwer zu beschreiben: Probleme mit Kontrasten, verschwommenes Sehen, Lichtempfindlichkeit, vor allem bei weißen Flächen oder in Innenräumen. Ich kann das Sehen insgesamt als sehr anstrengend beschreiben. Das macht mir zusätzlich Angst, weil ich es nicht richtig benennen kann. Wenn draußen Draußen bin, ist es etwas besser oder fällt weniger auf? Ein besonderer Punkt bei mir: Ich habe eine Sehschwäche (Minuswerte) und trage normalerweise formstabile Kontaktlinsen. Mit Kontaktlinsen sind die Sehstörungen sehr stark, mit meiner Brille (die etwas schwächer ist) dagegen kaum bemerkbar.

Jetzt meine Fragen an euch:

Hat jemand Ähnliches erlebt – vor allem als Kontaktlinsenträger?
Wie lange haben bei euch die Sehstörungen oder andere Nebenwirkungen nach dem Absetzen noch angehalten? Ich habe das Medikament jetzt seit etwa zwei Wochen abgesetzt und lese immer wieder etwas von 2–4 Wochen, habe aber Angst, dass es nicht weggeht.


Ich bin dankbar über jede Erfahrung oder Rückmeldung.

Viele Grüße

Heute 18:28 • 28.08.2025 x 1 #1


1 Antwort ↓

Ich weiß zumindest, dass Betroffene bei Venlafaxin häufig diese großen Pupillen bekommen.
Schwarze Teddy-Knopfaugen.
Vermutlich wirkt sich das in Zusammenhang mit deinen Kontaktlinsen irgendwie negativ aus.

Ich wurde auch einmal auf meine schwarzen großen Pupillen angesprochen und erst danach fiel es mir dann auch auf und auch bei anderen.
An deiner Stelle würde ich tatsächlich mal beim Augenarzt fragen

Info zu Venlafaxin : https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Venlafaxin_22560
Daraus zitiert:
Nebenwirkungen, Häufig:
Verwirrtheit, Depersonalisation, ungewöhnliche Trauminhalte
Nervosität, Agitiertheit
Libidoabnahme, Anorgasmie
Akathisie, Zittern, Parästhesien
Dysgeusie
Sehstörungen, Akkomodationsstörungen

Letzteres bedeutet die Umstellung von Nah auf Fern-Sicht. Das dauert etwas länger für das Auge. Weshalb manches erstmal verschwommen aussieht.

Also z.B. Handarbeiten machen und z.B. stricken und gleichzeitig TV sehen, kann blöd sein, weil das Auge sich ständig von nah auf fern umstellen muss. Also das kenne ich auch als Nebenwirkung.
Wenn man weiß, warum das so ist, kann man sich damit arrangieren.





Dr. med. Andreas Schöpf
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