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Angstmary

Angstmary
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Hallo in die Runde,
hat hier jemand Erfahrungen oder kann mir bei meiner Frage weiterhelfen?
Zur Zeit nehme ich 30 mg Mirtazapin abends und 7,5 mg morgens gegen innere Unruhe, Angststörung und Depressionen.
Ich bemerke, dass Mirtazapin mich nicht mehr ruhiger macht. Im Gegenteil, ich schlafe zwar ein, wache aber jede Nacht 3 bis 4 mal auf. Nebenbei nehme ich kontinuierlich zu, obwohl ich auf das Essen achte.
Das gehört bekannterweise ja zu Mirtazapin NW 🥴
Jetzt habe ich gelesen, dass Trazodon (Trittico) in der höheren Dosierung (gegen Ängste und Depressionen) seine beruhigende Wirkung nicht verlieren würde.
Kann jemand dazu etwas sagen?
Über Antworten wäre ich glücklich.
Liebe Grüße
Angstmary

• • 10.09.2026 #1


14 Antworten ↓

Schlaflose
Zitat von Angstmary:
ich schlafe zwar ein, wache aber jede Nacht 3 bis 4 mal auf.

Das ist doch nicht schlimm. Ich wache an die 10 Mal, manchmal auch öfters auf. Wenn ich innerhalb von 10-15 Minuten wieder einschlafen kann, nenne ich das einen guten Schlaf. Du wirst kein Mittel finden, womit du jede Nacht durchschlafen kannst.
Mir persönlich hat weder Trazodon (bis 150mg) noch Mirtazapin (bis 30mg) geholfen, beide hatten keinerlei beruhigende oder gar schlaffördernde Wirkung. Dafür aber Doxepin. Man muss selbst ausprobieren, was bei einem selbst wirkt oder nicht. Auf die Erfahrung von anderen kann man da nicht setzen.

• x 3 #2


A


Trazodon oder Mirtazapin? Beruhigender Effekt

x 3


Angstmary
@Schlaflose Du wachst bis zu zehn Mal auf? Das ist heftig. Tut mir echt leid für Dich.
Ja, ich weiß, dass die Medikamente bei jedem anders wirken.
Man muss es eben selbst probieren.
Mirtazapin hat mich anfangs und noch bis 15 mg recht gut schlafen lassen, höher dosiert nicht mehr. Auch das ist ja bekannt.
Ich bin tagsüber ziemlich unruhig und nervös, generell instabil. Als ich das meinem Psychiater sagte, meinte er, dann solle ich morgens noch 15 mg Mirta nehmen.
Logischerweise machte mich das auch nicht ruhiger. 😐
Jetzt hatte ich Sonntag eine fette PA und voll die Depressionen. Ein ganz übler Tag.
Da stand für mich fest, dass es so nicht weitergehen kann.
Heute bekam ich dann Trazodon.
Soll Mirta alle drei Tage um 25 mg reduzieren und dann Trazodon mit 50 mg anfangen.
Einnahme abends.
Die Halbwertszeit von Trazodon ist relativ niedrig. Ich befürchte, dass ich tagsüber dann wieder ein nervöses Bündel bin. 😥
Bin echt bisschen verzweifelt. SSRI vertrage ich nicht mehr.
Gibt es denn keine wirkliche Alternative?😢

• #3


S
Ich nehme seit über zwei Wochen Trazodon, nachdem ich meinen ersten Mirta Entzug abbrechen musste, durch die schlimmsten Entzugserscheinungen die ich jemals erlebt habe. Ich habe zuerst drei Tage 50mg genommen und danach auf 100mg hochdosiert. Seitdem geht es mir psychisch so gut wie seit Jahren nicht mehr, ich schlafe so tief dass ich mich meistens gar nicht mehr bewege im Bett und dann hab ich morgens oft Rückenschmerzen😂, es braucht ca 1 Stunde zum wirken aber dann bekomme ich nichts mehr mit, ich wache auch meistens nicht mehr auf. Es wirkt ganz anders als Mirta und hat eine extrem beruhigende Wirkung auf mich, ich habe keine Panikattacken, Angstattacken und Zwangszustände mehr, ich ärgere mich so darüber, dass ich es erst jetzt angefangen habe, nach dem Mirta Horror. Ich würde es jedem empfehlen weil es nicht so extrem reinhämmert wie das Mirta. Ich habe davor Promethazin versucht und das hat gar nicht gewirkt, das hab ich nun als Bedarfsmedikament auf Vorrat.

• x 1 #4


L
Mirtazapin wirkt nur bis 15 mg sedierend, 30 mg und mehr wirken antriebssteigernd, also genau das Gegenteil.
Kein Wunder dass du mit höherer Mirtazapin Dosis schlechter schläfst und alle antriebssteigernden Symptome hast.

• x 3 #5


Schlaflose
Zitat von Smarty_:
Ich würde es jedem empfehlen weil es nicht so extrem reinhämmert wie das Mirta.

Bloß wirkt es nicht bei jedem so. Ich hatte weder von Mirta noch Trazodon überhaupt eine Wirkung. Ausprobieren kann man es natürlich.

• x 1 #6


L
Zitat von Angstmary:
@Schlaflose Du wachst bis zu zehn Mal auf? Das ist heftig. Tut mir echt leid für Dich. Ja, ich weiß, dass die Medikamente bei jedem anders wirken. ...

Mirta alle 3 Tage um 25 mg reduzieren? Wieviel davon hast du eingenommen? Dass eine Reduktion alle 3 Tage zu schnell ist, ist dir hoffentlich bewusst?

• #7


Angstmary
@luciana Vielen Dank für die Antwort.
Ich habe mich vertippt, es soll 15 mg heißen. Aber auch das ist, glaube ich, zuviel, um alle drei Tage zu reduzieren. Hab es jetzt langsam angegangen und bin erst mal von 37,5 mg auf 30 mg runter. Anfangs etwas komisch, aber jetzt, nach 7 Tagen, ok.
Mittlerweile bin ich, fast wie @Schlaflose bei stündlichem Aufwachen in der Nacht. Ich werde etwa 1 Std nach Einnahme müde und schlafe auch ein, wache aber dauernd auf. Danach wieder einschlafen klappt nach etwa gefühlten 15 Minuten. Aber es fehlt halt der erholsame Schlaf.
Ich habe vor, mit dem Mirta in etwa 7 Tagen nochmal um 7,5 mg runterzugehen. Dann wäre ich 2 Wochen mit 30 mg stabil gewesen. Mal schauen, wie es klappt.
Oder ist dieser Schritt schon zuviel auf ein Mal? Hast Du da Erfahrung?

• #8


Angstmary
@Smarty_ Vielen Dank für Deine Antwort.
Das hört sich ja traumhaft an.
Es wäre schön, wenn es bei mir auch so wäre, alleine der Glaube fehlt mir 😢
Wie bist Du denn von Mirtazapin weggekommen und wie lange hast Du es in welcher Dosierung

• #9


Angstmary
@Smarty_ Ich habe gerade Deinen Beitrag wegen Mirtazapin gefunden und gelesen.
Erschreckend. Hast Du es denn mittlerweile ganz absetzen können?
Das mit der hohen Rezeptorbesetzung, schon bei geringen Dosen, habe ich in einem Video von Jan Dreher gehört.
Wenn man von einem hyperbolischen Tapering ausgeht, könnte ich ja theoretisch sofort die Hälfte der Dosis weglassen, oder?

• #10


L
Zitat von Angstmary:
@luciana Vielen Dank für die Antwort. Ich habe mich vertippt, es soll 15 mg heißen. Aber auch das ist, glaube ich, zuviel, um alle drei Tage zu ...

Ha, ich habe Erfahrung mit Mirta. Das ist viel zu schnell.
Alle 7 oder 14 Tage um 7,5 mg Reduktion ist in meinen Augen Wahnsinn.
Mach bitte langsamer. Mirta hat eine lange Halbwertszeit, und du würdest Absetzsymptome erst sehr zeitversetzt merken.
Man sollte nur 10% der letzten Dosis alle 4 Wochen reduzieren. Ja, damit dauert es sehr lange.
Leider merken es alle erst wenn der Entzug voll zuschlägt. Dann wird von den Ärzten immer behauptet es wäre die Grunderkrankung. Du tust dir keinen Gefallen das jetzt in diesem Höllentempo abzusetzen.

• x 2 #11


S
@Angstmary Ich bin jetzt mittlerweile bei Tag 15 oder 16, also genau da wo es richtig reinhaut wenn man kalt absetzt, durch das Trazodon merke ich bis jetzt gar nix, es ist ein Segen, ich hoffe es bleibt so. Ja beim ersten Entzug hatte ich Promethazin genommen und das war ein kompletter Reinfall. Ich hätte eigentlich auch nochmal tapen müssen aber wenn ich ehrlich bin, es dauert mir zu lange und nachdem ich das Trazodon so gut vertrage, denke ich war das erstmal die richtige Entscheidung. Leider kann man ja wirklich nie sagen welches Medikament jetzt passt, das ist das Blöde...Aber Trazodon ist auf jeden Fall nicht so ne Bombe wie das Mirta, das mit dem aufwachen nachts kenne ich übrigens auch gut, es wirkt minimal sedierend und irgendwann schläft man einfach ein und merkt nicht mal davon was. Zumindest ist das bei mir so. Da es ja auch ab ca 100mg antidepressiv und verstärkt angstlösend wird, sehe ich es als gute Kombi.

• x 1 #12


S
@Schlaflose Das stimmt natürlich. Ich habe es auch nur verschrieben bekommen weil meine Mama es Jahre lang genommen hat gegen ihre Panikattacken abends, mein Psychiater wollte mir eigentlich Doxepin verschreiben aber da ich das nicht kenne, wollte ich erstmal Trazodon versuchen. Bei dir dürfte das wie bei mir mit dem Promethazin sein, manche haut das total um, ich hab mich nur gefüllt als wär ich in einer Narkose, richtig widerlich

• #13


Angstmary
@luciana Danke für Deine Einschätzung. Ich denke, ich werde es auch so machen.
Mein Arzt meinte, durch das Ansetzen von Trazodon würde es abgefedert werden. Aber irgendwie traue ich der ganzen Sache nicht.
Bin leider ein gebranntes Kind

• #14


Angstmary
@Smarty_ Hab ich das richtig verstanden? Du bist jetzt seit etwa 15/16 Tage ganz ohne Mirta?
Promethazin hatte ich auch schon, sogar zeitgleich mit Lorazepam. Sollte die NW vom (viel zu schnellen) Ausschleichen Opipramols und Einschleichen Escitalopram und Pregabalin abfedern.
Promethazin null Wirkung, der Rest dieses „Cocktails“ ließ mich gefühlt durch die Hölle gehen 😞

• #15


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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