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petrus57
Ich denke AD sind nicht zur Langzeiteinnahme gedacht. Man sollte die, wenn es geht, nach 6 Monaten Beschwerdefreiheit wieder langsam ausschleichen. Ich habe jetzt Escitalopram, die ich gut 2 1/2 Jahre genommen hatte ohne Probleme in gut 5 Wochen ausgeschlichen. Wenn ich genug Mut gesammelt habe, werde ich mich an die Mirtazapin ran machen. Ganz zum Schluss kommen dann die Tavor dran.

02.06.2019 14:18 • x 1 #21


Nicfienja
Vielen Dank für deine Antwort,
essen geht einigermaßen.
Habe nur so Panik, dass es noch schlimmer wird.
Ich hoffe, ich schaffe es morgen zum meinem Arzt und er verschreibt mir was anderes und ist nicht böse, dass ich das venlafaxin nicht genommen habe.

Ich hoffe so sehr, dass alles wieder gut wird und ein Medikament wieder anschlägt.
11 Jahre ging alles gut mit dem citalopram.

Kann man denn dann überhaupt noch ein ssri nehmen, oder wirkt dann gar keins mehr?




Zitat von Nette73:

Das ist schwer zu sagen. Die Absetzsypmptome werden mit der Zeit nachlassen , nur wie lange, kann wahrscheinlich keiner sagen. Bei einigen verschwinden sie nach 1oder 2 Wochen, bei anderen halten sie noch viel laenger an. Bitte halte durch und wenn es nicht geht, nimm erstmal dein Notfallmedikament zur Ueberbrueckung. Kannst du denn ein wenig zur Ruhe kommen und zumindest schlafen und essen? Es wird wieder besser.

02.06.2019 14:40 • #22



SSRI wechseln nach Unverträglichkeit möglich?

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Nette73
Zitat von Nicfienja:
Ich hoffe so sehr, dass alles wieder gut wird und ein Medikament wieder anschlägt.
11 Jahre ging alles gut mit dem citalopram.

Kann man denn dann überhaupt noch ein ssri nehmen, oder wirkt dann gar keins mehr?

Nein, es ist nicht gesagt, dass andere SSRI nicht wirken bei dir. Es gibt viele, bei denen das eine nicht mehr gewirkt hat, dafuer ein anderes. Es ist also moeglich.
Ich drueck dir die Daumen fuer morgen.

02.06.2019 15:03 • #23


Hallo, ich hab 4 jahre venlafaxin genommen und hatte jahrelang symptome die ich vorher nicht hatte, die jetzt immernoch da sind wo mein Artzt sagt das ist von meiner Angst,dysthymie aber ich bin sicher das kam von Venlafaxin, hab dann 6 jahre escitalopram genommen mit pausen dazwischen die symptome verschwanden nie aber alles war gut ertragbar. Ich hab mich bisschen informiert und denke sertralin oder escitalopram sollte das Mittel der ersten Wahl sein. Venlafaxin ist ein Alptraum.

02.06.2019 15:18 • #24


Nicfienja
Ich danke dir ganz doll.

Zitat von Nette73:
Nein, es ist nicht gesagt, dass andere SSRI nicht wirken bei dir. Es gibt viele, bei denen das eine nicht mehr gewirkt hat, dafuer ein anderes. Es ist also moeglich.
Ich drueck dir die Daumen fuer morgen.

02.06.2019 16:11 • x 1 #25


Nicfienja
Hallo mirko82,

was für Symptome hattest du, oder hast du denn?
Hast du auch von dem venlafaxin durchgehend geschwitzt?

Zitat von mirko82:
Hallo, ich hab 4 jahre venlafaxin genommen und hatte jahrelang symptome die ich vorher nicht hatte, die jetzt immernoch da sind wo mein Artzt sagt das ist von meiner Angst,dysthymie aber ich bin sicher das kam von Venlafaxin, hab dann 6 jahre escitalopram genommen mit pausen dazwischen die symptome verschwanden nie aber alles war gut ertragbar. Ich hab mich bisschen informiert und denke sertralin oder escitalopram sollte das Mittel der ersten Wahl sein. Venlafaxin ist ein Alptraum.

02.06.2019 16:13 • #26


Nette73
Muss noch hinzufuegen, dass ich mit V. kein Problem mit dem Schwitzen habe, kann allerdings nur ueber Erfahrungen bei einer Dosis von 37,5 mg sprechen.

03.06.2019 02:04 • #27


01.10.2020 18:39 • #28


Änäynis
Wielange nimmst du es denn schon?

01.10.2020 18:45 • #29


2 Monate 30mg

01.10.2020 18:54 • #30


Ja, das macht Sinn und ist nicht unüblich.

Mann muss aber unbedingt das alte Medikament erstmal vernünftig ausschleichen bevor man wechselt.

Ausschleichen > 4 Wochen nichts > neues Medikament einschleichen.

Sowohl beim einschleichen als auch beim ausschleichen kann es Nebenwirkungen geben, die sehr ähnlich mit die ursprüngliche Krankheit sein können. Und wenn du nicht dich daran hälts, kann es passieren, dass du gar nicht mehr weißt woher die Symptomen kommen. Vielleicht denkst du sogar, das neue Medikament wirke nicht, obwohl die Symptome noch von das alte SSRI kommen.

Solche wechseln überfordert generell dein ZNS und sollte langsam erfolgen.

04.10.2020 18:54 • #31


AntiAD
Wirst du ausschließlich medikamentös behandelt oder bist du in Therapie und bei einem Psychiater?

Mir persönlich haben die ganzen Medikamente leider nichts gebracht, aber durch die Therapie und Musteränderungen lässt sich einiges bewirken.

Alles Gute!

04.10.2020 19:05 • #32


Bin auch in Therapie.
Aber ausschleichen wenn man ein neues ssri nimmt?
Also eigentlich dachte ich, man kann es so wechseln.

05.10.2020 07:34 • x 1 #33


Hazy
Ich musste nicht ausschleichen und habe vom einen auf den anderen Tag gewechselt. Das gab keine Probleme.

Zwei mal hab ich das gemacht, jeweils in Begleitung des Psychiaters bzw in der Klinik.

Einmal von Fluoxetin auf Paroxetin und später von Paroxetin auf Citalopram.

Viele Grüsse

05.10.2020 07:40 • x 2 #34


Also wenn ich jeden mal ein- und ausschleichen muss, gehen ja Jahre ins Land. Ich werde, wenn ich wechseln muss, einfach wechseln.

05.10.2020 07:59 • x 1 #35


Zitat von Die:
Also wenn ich jeden mal ein- und ausschleichen muss, gehen ja Jahre ins Land. Ich werde, wenn ich wechseln muss, einfach wechseln.


Gut, ich denke (hoffe) du klärst das sowieso mit dem behandelte Arzt ab.
Und es mal nicht verkehrt zu wissen, dass es beim wechseln ohne Absetzen - in die ersten Wochen - zu paradoxe wirkungen kommen kann.

Hab hier noch ein Zitat aus der Fachpresse für dich:

Zitat:
Jede Umstellung ist mit einer Neueinstellung zu vergleichen. Dabei müssen die Halbwertszeiten der diversen Substanzen berücksichtigt und das ursprünglich verordnete Antidepressivum ausgeschlichen werden, sofern dieses bereits über mehrere Wochen eingenommen wurde. Beim abrupten Absetzen kann es zu unspezifischen Absetzerscheinungen wie Unruhe, Schwindel oder Übelkeit kommen, die den Patienten zusätzlich verunsichern, mahnt Fleischhacker. Die Absetzphänomene sind Ausdruck einer gestörten Homöostase und kein Anzeichen von Abhängigkeit. Bei mangelhafter Aufklärung kann es passieren, dass die Patienten die Absetzerscheinungen dem neuen Antidepressivum zuschreiben und das Vertrauen in die Umstellung verlieren. Kasper dazu: Die Absetzerscheinungen, die bei Antidepressiva auftreten, sind sehr schwer von Symptomen der Depression zu unterscheiden. Von Entzugserscheinungen zu sprechen ist wissenschaftlich nicht richtig, da dies bei Medikamenten der Fall wäre, die einen Tachyphylaxie-Effekt aufweisen.


Wäre schön wenn du und auf dem laufenden hälts

05.10.2020 18:01 • #36



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Dr. med. Andreas Schöpf