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Hallo,

ich habe gestern bereits geschrieben, wie schlecht es mir geht. Leide momentan unter riesen panikattacken mit kaum auszuhaltenden , körperlichen Symphtomen: Heiße Ohre, Hitzewallungen, Unruhe

eigentlich ging es mir heute ETWAS besser mit meiner Panik. Und schon drehe ich mich in eine neue spirale.
Habe heute morgen meinen Psychologen angerufen wegen der akuten Panikattacken. Er hat mir gleich für morgen einen Termin gegeben. Nun hab ich aber so eine mega Angst, dass ich hier fast umfalle, vor dem morgigen Weg und dass ich es nicht schaffe, da morgen bei dem zu sprechen, ohne umzufallen.
Erschwerend kommt hinzu, dass er mir als Tip gegeben hat, dass ich auch was einnehmen kann, zur Unterstützung, wenn es so schlimm ist. Sollte mich dann heute schonmal beim Hausarzt beraten lassen. Nun geht es mir aber noch viel schlechter, weil ich mich nun erst recht darin bestärkt fühle, sehr krank zu sein (denn bisher bin ich ohne Medikamente ausgekommen) und quasi schon Panikattacken kriegen zu müssen.
Und Angst davor Medikamente zu nehmen, hab ich ohnehin. Angst vor Nebenwirkungen, gleichzeitig aber auch Angst (fast schon idiotisch), dass mir die Medikamente nicht helfen und es alles noch schlimmer wird. Meine größte angst ist , dass ich in die Klinik eingewiesen werden muss und da sehe ich mich jetzt schon, weil ich mich da so reinsteigere. Mit Horrorszenarien. Ruhig stellen u.s.w.
Mein VERSTAND sagt mir, dass das Quatsch ist. Dann geht es mir nun halt mal schlechter und ich muss eventuell Tabletten nehmen. Aber dann geht es mir vielleicht auch besser. Und warum gleich an die schlimmste Situation denken?! Einweisung. Warum? Bin nicht der einzige Mensch mit Panikattacken und ich glaube es ist bei einigen auch mal ziemlich schlimm. Aber genau, das ist wohl der punkt. Ich empfinde die attacken als so schlimm, dass ich mir gar nicht vorstelle kann, die wieder in den Griff zu kriegen. kennt ihr das?
Auch die starken körperlichen Symptome?
Gepaart mit der Panik vor morgen (ich muss auch noch mit einer Person fahren, die mir noch nicht so Nahe steht und das verunsichert mich auch) ist das echt schlimm. Weil ich mich so unter Druck setze, dass ich das morgen schaffen muss,damit ich nicht in der Klinik lande:-)

Spirale, Spirale...mach ich wohl selbst, dass es mir soo mies geht..?

02.02.2017 19:09 • 02.02.2017 #1


2 Antworten ↓


Maldur
hey takie
also erst mal ist es richtig, dass du zu nem psychologen gehst. natürlich bist du da vorher aufgeregt, was sich in ne panik steigern kann. ich kenn das nru zu gut. leider.

die sache mit den tabs, ich hab damals zu beginn auch absolut nichts haben wollen, ich hab gesagt ich und tabletten, soweit kommt das noch bis irgendwann der punkt kam, wo nichts mehr ging. mitte 2008. seitdem nehme ich citalopram. und bei bedarf seit 2 jahren auch tavor. mir helfen die schon, wenngleich es mir momentan auch nicht so prickelnd geht. aber, bei ner wirklichen panikattacke hilft tavor zb sehr gut, wobei man aufpassen muss, nicht nur wg dem möglichen abhängigkeitspotential (also das sind wirklich nur notfalltabs, ich nehme so 4, 5 im jahr, evtl dies jahr ma bissel mehr, ich kenn aber auch leute die das wochenlang genommen haben ohne davon nun süchtig geworden zu sein, aber da kann am besten ein psychiater (nicht hausarzt) weiter helfen. zudem muss man schauen wie man auf tavor reagiert, viele sin ddann erst mal wirklich ruhig gestellt, also am besten nehmen wenn man zu haus ist ioder irgendwo liegen kann. ich zb nehme die und mir gehts nach ner halben stunde halbwegs gut, manchmal richtig gut un dich bin dann fit. ich kenne aber auch leute, die es ohne tabs schaffen ihr leben hin zu bekommen. hier muss man selber mit sich das klären was es einem wert ist, dass es einem besser geht. mir ging es damals so dreckig, mir war es egal ob ich tabs bekomm oder erschossen werd. gut, die tabs waren die bessere wahl

zum thema einweisung, solange du nicht suizid gefährdet bist wird dich schon keiner einweisen. evtl wird man dir einen klinikaufenthalt raten, entweder psychososamtisch oder psychiatrisch. ich persönlich (und das ist nur meine meinung) halte nichts von psychosomatischen kliniken, wenne s einem richtig mies geht. war 2 mal in kliniken, war so lala. wirklich geholfen hat mir 2012/13 als es mir wieder richtig mies ging ein 13 wochen aufenthalt in der hiesigen psychiatrie. aufgrund panik und depris. das war neben harter arbeit an sich selbst insg echt super. viele neue nette leute kennen gelernt, mit denen ich heute noch viel zu tun habe. man hatte nen strukturierten tag, viel ergotherapie (also handwerkliche sachen), gruppensitzungen, dazu einzelgespärch eun dsportliche aktivitäten. dazu kamen freiwillig entspannungsverfahren lernen und gruppenaktivitäten (zb zusammen kochen). es wurde bowling zuammen gespielt, einmal in der woche in ein weiter entferntes schwimmbad gefahren (was gerad für mich zu beginn noch hart war aber irgendweann war es kein thema mehr) usw. zudem hatte man ab 16 uhr bis bettruhe war (so 22 uhr) freie zeit bzw konnte von 16-1930 das klinikgelände verlassen (auf dem klinikgelände konnt man ehg so rumlaufen, es war ja keine geschlossene station). die zeitenregelung schwankten je nach station, auf meiner war das frühe wieder da sein gewollt, damit man abends mit den anderen patienten was unternimmt (waren ja auch viele mit einer sozialphobie da). medis hat man so bekommen wie man vorher nahm. es waren immer pfleger da zum reden, unter der woche auch ein ärzteteam bzw psychologen, man war nie allein.

ich hatte vorher auch bedenken, psychiatrie und so. aber das war echt gut.

ich kann es nur jedem raten, dem sein leben entgleitet.

02.02.2017 19:27 • #2


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Zitat von Takie:
Meine größte angst ist , dass ich in die Klinik eingewiesen werden muss und da sehe ich mich jetzt schon, weil ich mich da so reinsteigere. Mit Horrorszenarien. Ruhig stellen u.s.w.

Dank Hollywood und der eigenen, bunten Vorstellungskraft kann folgendes Szenario in dem Kopf entstehen:

Es ist halt so, dass die Psychiater Provision bekommen. Und zwar von dem Hersteller der bequemen, beige-farbenen Jäckchen mit den Lederornamenten und Schleifchen. Also für jeden Patienten der eine solche angepasst bekommt. Damit finanzieren sich viele Psychiater ihre schicken Sportwagen oder einen Langzeit-Urlaub auf Tahiti. /ironie.

*Scherz*


Da muss schon sehr sehr viel passieren, damit du Zwangseingewiesen wirst. Auch eine Fixierung ist nur das letzte Mittel zur Wahl.

Geh Du da morgen mal einfach hin und lass dich von ihm auffangen.

02.02.2017 19:31 • #3




Dr. med. Andreas Schöpf