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klaus-willi
[url=/post2412289.html#p2412289]Zitat von Pauline333[/url]
Darf ich fragen, wie du auf diese Strategie kommst? Ich kenne nur die schrittweise Reduktion der täglichen Dosis alle 4 bis 6 Wochen möglichst kleinschrittig, idealerweise ca. 10%-Schritte, was oft nicht so einfach ist hinsichtlich Tabletten-Zerteilung.






Ich meinte dann nur Samstags keine und das ein paar Monate.
Habe mir das selber ausgedacht......möchte nicht zu schnell weil ich Mirtazapin ja schon bestimmt 7 oder 8 Jahre nehme.

01.01.2022 14:43 • #21


Zitat von klaus-willi:
Ich meinte dann nur Samstags keine und das ein paar Monate.
Habe mir das selber ausgedacht......möchte nicht zu schnell weil ich Mirtazapin ja schon bestimmt 7 oder 8 Jahre nehme.


Das hatte ich verstanden, wie du es meinst. Ich habe von dieser Absetzstrategie nur noch nie gehört.
Ich kenne wie gesagt nur die schrittweise Reduktion der täglichen Dosis und die erscheint mir auch sinnvoll, damit der Medikamentenspiegel kontinuierlich sinkt. So, wie du es vor hast, würde ich starke Schwankungen erwarten, die zu unnötigen Absetzerscheinungen führen könnten.
Wenn du es ganz sanft machen willst, reduziere höchstens alle 4 bis 6 Wochen - immer erst, wenn du mind 2 Wochen stabil bist nach 2 Wochen Reduktion - 10% der Dosis. Notfalls mit einer Feingrammwaage oder mit der Wasserlösmethode.

01.01.2022 15:00 • #22



Frage zum Absetzen von Mirtazapin

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portugal
@klaus-willi musst Du absetzen?

Ich hab damit so so schlechte Erfahrungen gemacht. War bei 25mg Sertralin und dachte, ach, dann kann ich sie auch ganz weglassen.

Nach 6 Wochen den schlimmsten Absturz, ganz schwere Depressionen, Job verloren und und und.

Möchte Dir keine Angst machen aber meine Ärztin meinte, ich soll lieber eine geringe Dosis dauerhaft nehmen.

01.01.2022 15:04 • #23


Zitat von portugal:
@klaus-willi musst Du absetzen? Ich hab damit so so schlechte Erfahrungen gemacht. War bei 25mg Sertralin und dachte, ach, dann kann ich sie auch ...


SSRI besetzen die Serotinrezeptoren degressiv. Bei Citalopram ist es z.B. so, dass bei 10mg bereits 60 bis 70 % der Rezeptoren besetzt sind. Geht man auf 15mg hoch, liegt man vielleicht bei 85 bis 90%. Bei 20mg vielleicht bei gut 90%.
D.h. im Umkehrschluss, dass man beim Ausschleichen am Anfang größere Schritte machen kann, weil nur wenige Rezeptoren frei werden und je weiter man Richtung 0 kommt, desto kleinschrittiger muss man werden, weil man mit immer kleineren Dosisreduktionen immer mehr Rezeptoren frei macht. Von 25mg auf 0 ließ dich vermutlich einfach zu tief fallen.

Bei Citalopram darf man z.B. bis 40mg dosieren. Angenommen jemand würde diese Höchstdosis seit 7 Jahren nehmen, dann erscheint mir folgende Strategie machbar: 40/30/20/15/12,5/10/7,5/5/2,5/1,25mg über mind. 12 Monate. Die einzelnen Dosen sollten über mind. 4 bis 6 Wochen gehalten werden und erst dann weiter reduziert werden, wenn man einige Zeit sicher stabil ist. Ist man es nicht, weiter auf der Stufe bleiben oder ggf. wieder auf die Stufe davor hochgehen und die Reduktion erst nach einer Zeit der Stabilität erneut angehen, evtl sogar mit einer geringeren Reduktion.

01.01.2022 15:16 • #24


Islandfan
Nur einmal die Woche aussetzen, wird meiner Meinung nach nicht funktionieren. Ich nehme seit 2008 Mirtazapin. Meine Psychiaterin hat gesagt, dass es zwei Möglichkeiten gäbe. Die beste wäre es immer in kleinen Schritten zu reduzieren, also quasi 2 Wochen lang statt 30 15 und dann wieder 2 Wochen lang 7,5. Oder man kann damit anfangen , sie nur jeden zweiten Tag zu nehmen, das ist auch eine Möglichkeit.

01.01.2022 16:45 • #25


Cryptopax
Hey kleiner Vorschlag von mir. Mirtazapin wirkt primär Antihistamin. Um es genau zu sein, ist es mit das stärkste Antihistaminikum, welches Weltweit verfügbar ist. Daraus ergibt sich die krasse Müdigkeit und das verlangen nach Essen durch Mirtazapin. Ich empfehle dir zum ausschleichen das Antiübelkeit Medikament Vomex A. Dadurch ist wenigstens das Histamin etwas befriedigt und gewisse Absetzerscheinungen lassen nach!

01.01.2022 23:15 • #26




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