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kadisha

kadisha
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Hallo ihr lieben.

Ich habe escitalopram knapp 17 Jahre genommen. Die letzten zwei Jahre ca ausgeschlichen mit einer Feinwaage. Nun nehme ich vielleicht noch 0,5mg. Also wirklich ein Minikrümmel. Die Waage kann ihn gar nicht mehr wiegen. Es ging mir beim absetzen ganz gut. Nun habe ich seit ca 2 Wochen plötzliche Angstzustände. Wirklich extrem. Habe Angst dass gleich was passiert. Panik. Angst zu sterben. Das hält dann immer eine gewisse Zeit und geht dann weg. Habe in der Zeit auch vermehrt Unruhe. Diese ekelige flaue Gefühl beim aufwachen.
Ich gehe stark davon aus, dass es trotz des langsamen ausschleichen absetzsymptome sind, weil ich es so lange genommen habe. Dennoch habe ich auch Angst, dass mein Körper sich dran gewöhnt hat und ich nicht ohne leben kann.

Hat jemand von euch Erfahrungen?
Ich würde mich über Austausch freuen.

Liebe Grüße

09.05.2026 #1


25 Antworten ↓
S

StefanP
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Zitat von kadisha:
@Greta__ ja, das habe ich auch so gelesen. Habe mich da sehr informiert. Gibt einen sehr guten Arzt aus England meine ich. Dr Mark horowitz oder so ...

Ich meine, dass es nur diese Fälle von Jahren gibt wenn sehr schnell reduziert wurde, was bei dir nicht der Fall ist. Von welcher Dosis bist du denn wann auf 0,5 mg gegangen? Nach einem Reduktionsschritt dauert es bis in Woche 7/8 bis die Rezeptoren sich nachgebildet haben und die Aufgabe der fehlenden Escitaloprammenge wieder übernehmen. Dann hat man ein Fundament welches sich in weiteren 2-4 Wochen festigt. Deswegen würde ich in deiner Situation mir selbst diese 3 Monate Zeit geben. Aussagen wie das ist die Grunderkrankung sind immer sehr schnell getroffen, müssen aber nicht zwangsläufig stimmen, weder wenn Ärzte diese Treffen noch wenn es hier im Forum einem ohne Rückfrage über den zeitlichen Ablauf und Höhe des Reduktionsschritts vor den Latz geknallt wird. Wie gesagt, interessant wäre wann du von wieviel auf die 0,5 gegangen bist und auch die letzten Schritte davor, da sich Absetzsymptome auch akkumulieren können, wenn man sich zwischen den Schritten einen Tick zu wenig Zeit lässt

04.05.2026 07:08 • x 3 #8


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Escitalopram nach 17 Jahren abgesetzt

x 3


Kruemel_68

Kruemel_68
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@kadisha Die Frage ist - hast Du denn in den 17 Jahren was an der Grundproblematik verändert, für die das Medikament ursprünglich mal verschrieben war? Und warum wurde es Dir 17 Jahre lang immer weiter verschrieben? Das ist ja nicht gerade eine leitliniengerechte Behandlung.

Ein AD nach so langer Zeit auszuschleichen ist extrem schwierig. Das Gehirn hat sich über eine extrem lange Zeit an die Zufuhr einer Substanz gewöhnt. Auch wenn Du jetzt sehr langsam ausschleichst (was wirklich sehr gut ist!) stößt das System bei Unterschreitung eines gewissen Levels an seine Grenzen. Und dann braucht mehr viel Geduld und Durchhaltevermögen.

Plus, dass sich ein psychologischer Effekt einstellt - Du hast 17 Jahre lang auf eine Krücke vertraut. Jetzt soll diese Krücke weg. Das funktioniert aber nur, wenn man sie durch etwas anderes ersetzt - z.B. das Vertrauen, in die eigene Selbstwirksamkeit und Fähigkeit, mit den Symptomen umzugehen. Daher meine Frage - hast Du diese Fähigkeiten in den letzten 17 Jahren erworben?

02.05.2026 09:55 • x 1 #3


Zum Beitrag im Thema ↓


Nick21
Zitat von kadisha:
Hallo ihr lieben. Ich habe escitalopram knapp 17 Jahre genommen. Die letzten zwei Jahre ca ausgeschlichen mit einer Feinwaage. Nun nehme ich ...

Du hast super langsam ausgeschlichen. Ich glaube bei dir kommt eher gerade wieder die Grundproblematik hoch.

x 3 #2


Kruemel_68
@kadisha Die Frage ist - hast Du denn in den 17 Jahren was an der Grundproblematik verändert, für die das Medikament ursprünglich mal verschrieben war? Und warum wurde es Dir 17 Jahre lang immer weiter verschrieben? Das ist ja nicht gerade eine leitliniengerechte Behandlung.

Ein AD nach so langer Zeit auszuschleichen ist extrem schwierig. Das Gehirn hat sich über eine extrem lange Zeit an die Zufuhr einer Substanz gewöhnt. Auch wenn Du jetzt sehr langsam ausschleichst (was wirklich sehr gut ist!) stößt das System bei Unterschreitung eines gewissen Levels an seine Grenzen. Und dann braucht mehr viel Geduld und Durchhaltevermögen.

Plus, dass sich ein psychologischer Effekt einstellt - Du hast 17 Jahre lang auf eine Krücke vertraut. Jetzt soll diese Krücke weg. Das funktioniert aber nur, wenn man sie durch etwas anderes ersetzt - z.B. das Vertrauen, in die eigene Selbstwirksamkeit und Fähigkeit, mit den Symptomen umzugehen. Daher meine Frage - hast Du diese Fähigkeiten in den letzten 17 Jahren erworben?

x 1 #3


1660
@kadisha
Hallo
Ich habe Cypralex 15 Jahre genommen . Der Psychologe hat es binnen 2 Wochen auf Sertralin umgestellt. Dann musste ich in die Klinik weil es mir so schlecht ging. Seitdem gehts mir nicht gut. Trau mich aber nicht es wieder einzuschleichen
Romana
Warst Du mit Cypralex auch so unruhig?🍀🍀

#4


Greta__
Nach so kurzer Zeit ohne Escitalopram ist es nicht die Grunderkrankung sondern Absetzsymptome. Da diese der Grunderkrankung ähneln, gehen viele fälschlicherweise davon aus das die Krankheit zurück ist.

Es ist grad sehr hart für deinen Körper und das Gehirn. Das sollte nach einer gewissen Zeit weg gehen.

Gutes Gelingen weiterhin 🌼

x 3 #5


Nick21
Zitat von Greta__:
Nach so kurzer Zeit ohne Escitalopram ist es nicht die Grunderkrankung sondern Absetzsymptome. Da diese der Grunderkrankung ähneln, gehen viele ...

Muss nicht sein, da sie schon so lange ausschleicht. Wenn man eine Weile unter einer Wirksamen Dosis liegt (und 0,5mg ist wenig) kann auch bereits die Grundproblematik wiederkommen. Ich finde es immer sehr schwierig zu sagen was Absetzerscheinungen sind und was von der eigentlichen Erkrankung kommt.

#6


kadisha
@Greta__ ja, das habe ich auch so gelesen. Habe mich da sehr informiert. Gibt einen sehr guten Arzt aus England meine ich. Dr Mark horowitz oder so ähnlich.

Das Problem ist nur, man weiß nie wie lange die Absetzsymptome halten können. Es gibt Fälle von Jahren!

Hast du Erfahrung mit absetzen?

#7


S
Zitat von kadisha:
@Greta__ ja, das habe ich auch so gelesen. Habe mich da sehr informiert. Gibt einen sehr guten Arzt aus England meine ich. Dr Mark horowitz oder so ...

Ich meine, dass es nur diese Fälle von Jahren gibt wenn sehr schnell reduziert wurde, was bei dir nicht der Fall ist. Von welcher Dosis bist du denn wann auf 0,5 mg gegangen? Nach einem Reduktionsschritt dauert es bis in Woche 7/8 bis die Rezeptoren sich nachgebildet haben und die Aufgabe der fehlenden Escitaloprammenge wieder übernehmen. Dann hat man ein Fundament welches sich in weiteren 2-4 Wochen festigt. Deswegen würde ich in deiner Situation mir selbst diese 3 Monate Zeit geben. Aussagen wie das ist die Grunderkrankung sind immer sehr schnell getroffen, müssen aber nicht zwangsläufig stimmen, weder wenn Ärzte diese Treffen noch wenn es hier im Forum einem ohne Rückfrage über den zeitlichen Ablauf und Höhe des Reduktionsschritts vor den Latz geknallt wird. Wie gesagt, interessant wäre wann du von wieviel auf die 0,5 gegangen bist und auch die letzten Schritte davor, da sich Absetzsymptome auch akkumulieren können, wenn man sich zwischen den Schritten einen Tick zu wenig Zeit lässt

x 3 #8


kadisha
Habe immer alle 4 Wochen ca um 10 % des letztens Gewichts der Tablette reduziert. Mit einer Feinwaage. Am Ende konnte ich nicht mehr wiegen weil es zu wenig war. Deswegen ist es geschätzt

#9


kadisha
Habe übrigens mit 5htp unterstütz. Die ganze Zeit. Dies habe ich aber leider von jetzt auf gleich abgesetzt wieder Magenschmerzen. Hatte aber die Dosis auch leider immer auf einmal genommen. Wusste es nicht besser. Und zwei Wochen später fing es an. Und heute Mega gau. Mega Unruhe und Angstschübe. Komme nicht runter. Kann nicht schlafen. Habe vorhin meine alter Dosis genommen. In etwa, weil ich es ja nicht richtig wiegen kann. Und morgen werde ich auch wieder 5htp nehmen. Und auch zur Hausärztin. So halte ich es nicht aus. Vielleicht gibt sie mir was zur Beruhigung. Überbrückend… Es ist die Hölle

#10


Nick21
Zitat von kadisha:
Habe übrigens mit 5htp unterstütz. Die ganze Zeit. Dies habe ich aber leider von jetzt auf gleich abgesetzt wieder Magenschmerzen. Hatte aber die ...

Ich kann natürlich nur raten, habe auch vor kurzem einen neuen Absetzversuch gewagt und bei mir kam definitiv die Grunderkrankung wieder.

Hast du in den 17 Jahren eine Theraphie gemacht?

#11


S
Zitat von kadisha:
Habe immer alle 4 Wochen ca um 10 % des letztens Gewichts der Tablette reduziert. Mit einer Feinwaage. Am Ende konnte ich nicht mehr wiegen weil es ...

Und ging es dir nach den 4 Wochen immer richtig gut? Wie gesagt, Absetzsymptome können auch leicht verzögert auftreten und sich dann akkumulieren. Wie lange bist du denn jetzt auf 0,5 mg. Ich konnte phasenweise bei jedem Reduktionsschritt auch nicht einschlafen weil ich immer hochgeschreckt bin. Habe dann kurzzeitig niedrigdosiert zopiclon zum einschlafen genommen. Der Schlaf ist wichtig.

x 1 #12


kadisha
Bin ca 4/5 Wochen drauf Und nach zwei Wochen fing es an, dass ich plötzlich wieder eine Panikattacke hatte und dann immer mehr. Und gestern/heute Nacht zusammengebrochen

#13


kadisha
@StefanP und 5htp auch vor 4 Wochen komplett abgesetzt 🤦🏽‍♀🤦🏽‍♀🤦🏽‍♀🤦🏽‍♀

#14


S
Zitat von kadisha:
@StefanP und 5htp auch vor 4 Wochen komplett abgesetzt ...

Keine Ahnung, was das 5htp macht. Generell ist es aber viel zu früh um von der Rückkehr der Grunderkrankung zu sprechen. 2-3 Monate sollte man sich Zeit geben. Das ist sehr anstrengend, jedoch hast du ein klares Ziel. Bedarfsmedikamente kann man gelegentlich nehmen, um sich und sein System durchatmen zu lassen.

x 1 #15


kadisha
5htp wurde früher bei Depressionen
eingesetzt. Es erhöht den Serotoninspiegel. Und dann kam die Pharmaindustrie

#16


levana
Ich würde an deiner Stelle, ehe es gänzlich eskaliert, Escit wieder zügig eindosieren (kleine Menge).

Und ja, mMn sind das eindeutig Absetzsymptome, die unterschiedlich lang andauern können.

Infos zum Ausschleichen von ADs gibts z.b. im psyab-Forum, falls du das noch nicht kennst.

x 3 #17

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kadisha
@levana ich sehe du nimmst escitalopram. Hast du es denn auch mal versucht abzusetzen?

#18


levana
@kadisha

Ich hatte Cipralex 7 Jahre lang und beim Absetzen auch Symptome bekommen; wurde aber auf Duloxetin umgestellt, was nach 10J + abruptem Absetzen einen noch viel schlimmeren Entzug auslöste. Bin seitdem schwer krank und berentet.
Man gab mir wieder Escit, aber es deckelt nix.

Mittlerweile sind Psychopharmaka für mich ein rotes Tuch und eigentlich nur legale Dro.gen. Man sollte nichts geben, was derart in die Hirnchemie eingreift.

x 2 #19


kadisha
@levana willst du denn versuchen das duloxetin abzusetzen wenn es nicht wirklich hilft ?

#20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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