Hallo zusammen, ich würde gerne mal eure Erfahrungen mit Sertralin hören.
Ich habe vor kurzem Escitalopram ausprobiert, damit aber leider keine guten Erfahrungen gemacht und es schließlich wieder abgesetzt, weil ich die Nebenwirkungen einfach nicht ausgehalten habe. Mir ist bewusst, dass gerade am Anfang einer Behandlung Nebenwirkungen auftreten können, allerdings war es für mich wirklich kaum auszuhalten. Bin aktuell in einer Tagesklinik und möchte nun in Absprache mit meinen behandelnden Ärzten Sertralin ausprobieren. Mich würde interessieren, wie eure Erfahrungen damit waren: Wie habt ihr den Einstieg vertragen? Hattet ihr anfangs eine Verstärkung eurer Ängste oder belastende Gedanken? Wann habt ihr erste positive Veränderungen bemerkt? Hat euch Sertralin langfristig geholfen?
Natürlich weiß ich, dass jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente reagiert. Trotzdem würde es mir gerade ein bisschen Sicherheit geben, ein paar persönliche Erfahrungen von euch zu hören, da ich vor dem erneuten Medikamentenstart etwas Respekt habe.
Es war für mich ganz ok, den Dünnpfiff ging bei mir nie weg die 5 Jahre. Also 4 von 7 Tage probleme mit dem Stuhlgang.
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Erfahrungen mit Sertralin
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kaputtes0hr Mitglied
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Hey ich habe schon 2 erfolgreiche Psychotherapien mit zusätzlicher medikamentöser Hilfe von Sertralin hinter mir und beide male haben sie mir geholfen Und auch jetzt stehe ich aufgrund einer jetzigen etwas längerwierigen Depressiven Episode wieder kurz davor wieder sertralin einzuschleichen Das erste mal wo ich es genommen habe war 2015 im Rahmen eines Stationären Aufenthaltes da hatte ich 0 Erstverschlimmerung nach 9 Monaten einahme ging ey mir psychisch wieder gut und hab sie im schnellverfahren ausgeschlichen keine Nebenwirkungen weder beim ein noch beim ausschleichen Das 2 mal war 2022 da hatte ich für ca 1 Woche Erstverschlimmerung beim Einschleichen Panikattacken, Suizidale Gedanken, innere Unruhe, um das abzufedern half mir immer eine 0,5 mg tavor und vorallem der Gedanke dass Erstverschlimmerung ein Anzeichen dafür ist dass das Antidepressiva etwas im zentralen Nervensystem bewirkt d.h. Erstverschlimmerung sollte nicht als Negativ angesehen werden sondern als positiv, wäre nämlich keine Erstverschlimmerung da würde das Medikament garkeinen Effekt im Gehirn auslösen und das wäre viel negativer, dies würde nämlich bedeuten das jeweilige Antidepressiva wäre bei einem Wirkungslos, gut.....natürlich widerspricht sich diese "These" meinerseits meiner Erfahrung meiner ersten Therapie wo ich ja 0 Erstverschlimmerung vernommen habe, aber auch dass kann ich plausibel erklären, bei meiner ersten Therapie mit Sertralin war ich wie gesagt in stationärer Behandlung und es wurde erst nach dem ich mich schon 2 Wochen auf Station befand angefangen Sertralin einzuschleichen, weil ich mich erst dagegen entschieden habe ein AD einzunehmen nach 2 wöchigem "auf-mich-ein-reden" hab ich im Endeffekt doch einer Behandlung mit Sertralin eingestimmt, das Ding war nur....... zu dem Zeitpunkt war ich schon 2 Wochen auf Station und fühlte mich psychisch, aufgrund der der verschiedenen Therapien welche angewandt wurden, eigentlich schon wieder völlig normal, trotzdem wollte ich sicherheitshalber die vollen 5 Wochen bleiben, aber der Chefarzt wollte halt dass ich sertralin mal ausprobiere, weil ich immer sehr lange geschlafen habe, was für mich aber schon immer völligst normal war und auch heute noch ist, lange Rede garkein Sinn, ich hatte halt damals beim ersten mal denke ich 0 Erstverschlimmerung, weil ich damals zum Zeitpunkt des Einschleichens psychisch wieder fast bis völlig stabil war Beim 2 mal war ich psychisch weitaus instabiler und somit waren die Erstverschlimmerungen relativ heftig Aber ich wäre trotzdem nicht auf die Idee gekommen abzubrechen, ich habe mir einfach Tag für Tag mir den Gedanken vor Augen geführt dass eine Erstverschlimmerung etwas positives ist, warum habe ich ja weiter oben erklärt Naja was ich aufjedenfall zu nach meiner Erfahrung meiner beiden Therapien mit Sertralin sagen kann ist, die Erstverschlimmerung ist nicht nur abhängig von der Wahl des Antidepressivum, sondern auch vom Psychischen Zustand des Patienten und m.M.n. gehört eine Erstverschlimmerung einfach dazu ohne Erstverschlimmerung keine Wirkung des Antidepressivum
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maria1005 Mitglied
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@Somatom Ich muss ehrlich zugeben, solange es mir psychisch besser geht, wäre mir das egal. Aber so lange ist natürlich belastend.
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maria1005 Mitglied
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@Somatom Gab es aber auch einen positiven Effekt?
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#5
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maria1005 Mitglied
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@kaputtes0hr Vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Ja das mit der Erstverschlimmerung hört man ja fast immer und macht auch Sinn. Hoffe nur, dass es nach 1-2 Wochen besser wird.
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Greta__ Mitglied
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Escitalopram SSRI Sertralin SSRI
Ich denke die Nebenwirkungen werden die gleichen sein.
Ich nehme Escitalopram und bin derzeit am erhöhen und das ist wirklich nicht ohne. Würde denken bei Sertralin wird es genauso sein.
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kaputtes0hr Mitglied
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@maria1005 ja also bei mir war es auf jedenfall so, dass ich beim letzten mal die psychischen Symptome der Erstverschlimmerung (innere Unruhe, Panikatacken, allgemeine Schlechte Gedanken) nach gut 1 woche völlig verschwanden, in der 2 Woche litt ich dafür aber vermehrt an körperlichen Symptomen wie nächtlichen Kopfschmerzen und schweißausbrüchen und psychischen Symptomen wie sehr real wirkende Träumen darunter auch teilweise sehr real wirkende Albträume, aber auch diese Symptome verschwanden ab ca. Woche 3-4 vorallem die nächtlichen Kopfschmerzen und nächtlichen Schweißaubrüche ließen sich durch vermehrtes Wasser trinken gut in den Griff kriegen Mein eigentliches "Hauptproblem" warum ich überhaupt Sertralin eingenommen habe verschwand natürlich auch mit viel Arbeiten an mir selbst ca ab der 5. Woche
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maria1005 Mitglied
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@Greta__ Sie können die selben sein, muss aber nicht sein. Es gibt Menschen, die manche AD einfach überhaupt nicht vertragen lt. meiner Ärztin. Deswegen hoffe ich einfach, dass ich das Sertralin besser vertrage.
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#9
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maria1005 Mitglied
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@kaputtes0hr Ok, bin echt mal gespannt. Hat es dir bei negativen Gedanken geholfen, falls du das Problem hattest?
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#10
kaputtes0hr Mitglied
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@maria1005 ja hat es wobei ich dazu sagen muss dass negative Gedanken nicht der Großteil meiner Symptome ausmacht, bzw. die Beschreibung "negative Gedanken" ist ja sehr verallgemeinert Ich leide halt hauptsächlich an spezifischen Psychosomatischen Symptomen und kann quasi wenn diese sich einmal fest in meinem Gehirn manifestiert haben kaum noch von selbst von diesen lösen und dieses unaufhörliche scannen dieses Symptoms wird dann zu einer art Zwangsgedanken. ich komm dann ohne medikamentöser und psychotherapeutischer therapie quasi nicht mehr von diesem Gedanken los dieses Psychosomatische Symptom zu scannen und zu fokussieren wie eine art Zwang halt und dieses Verhalten fördert dann Angst, Depressionen, Suizidale Gedanken etc. Also ja ich hatte 2022 die ganze Palette und mithilfe von psychotherapie und Sertralin habe ich das in den Griff bekommen Bis jetzt halt
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Somatom Mitglied
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@maria1005 achso na klar 😉 meine Dauerangst ging weg also mein Nervensystem wurde runtergefahren. Meine stärkeren Ängste wurden leider nicht beseitigt aber besser als nix. Meine Depression verschwand und es war wie ein Lichtschalter der anging, war eindrücklich. Sertralin hat mich aber sehr gepusht und bei meiner geberalisierten Angststörung war das vielleicht nicht das Beste. Bin aktuell bei einem anderen Präparet das sediert 🫠
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maria1005 Mitglied
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@kaputtes0hr Das klingt auch sehr anstrengend. Ich hoffe natürlich, dass es nicht allzu doll wieder ausartet. Ansonsten erzähl doch gerne, falls du wieder Sertralin nehmen solltest. Alles gute wünsche ich!