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SunnyLee
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Zu Beginn des Jahres habe ich (w, 42, ADHS) über eine Hobbyplattform einen autistischen Mann kennengelernt. Wir haben uns auf Anhieb super verstanden. Weil wir mehrere gemeinsame Interessen haben und sehr tiefgründige Gespräche führen können, hat sich zwischen uns eine wunderbare platonische Freundschaft entwickelt. Wer sich mit Autismus auskennt, kennt die Bedeutung von engen Freunden für diese Menschen. Ich war seine "Special Person". Wir waren quasi ständig im Austausch, haben den Großteil unserer Freizeit zusammen geplant und uns mehrmals in der Woche getroffen. Natürlich habe ich auch andere Freundschaften, aber die Sache mit ihm, das war etwas ganz Besonderes.

Leider hat er sich im Frühjahr als Folge eines Missverständnisses von mir distanziert. Nur vier Wochen später hat er mich wieder kontaktiert. Seit Juni haben wir zwar wieder Kontakt, aber diese Innigkeit, diese Vertrautheit der ersten Monate ist nicht mehr da 😢.

Nachdem die ersten paar Treffen innerhalb der Hobbygruppen schön entspannt waren, ging ich davon aus, dass er mich bald wieder auch privat kontaktieren und nach Treffen zu zweit fragen würde. Nach einiger Zeit musste ich feststellen, dass er sich mit einer anderen Frau angefreundet hat und mittlerweile mit ihr diese exklusive Zweierfreundschaft lebt, die er in den ersten Monaten mit mir gelebt hatte. Diese Erkenntnis war verdammt schmerzhaft.

Als die andere Frau einige Wochen nicht im Land war, habe ich ihn mehrmals angeschrieben und Treffen zu zweit vorgeschlagen. Er ist zwar darauf eingegangen und es war auch schön. Aber eines Tages hat er mich um eine Aussprache gebeten, die zwar wirklich gut war. Wir konnten alles klären, es steht nichts mehr zwischen uns. Nur leider hat er mir auf meinen Wunsch, dass ich mir wieder eine richtig enge Freundschaft mit ihm wünsche, nicht die Antwort geben können, die ich mir erhofft hatte. Wer sich damit auskennt, weiß dass Autisten sehr begrenzte Kapazitäten haben, wenn es um soziale Kontakte geht. Und so wie es sich bei ihm angehört hat, hat er nicht vor, den intensiven Kontakt mit der anderen Frau zumindest ein wenig zu reduzieren, um wieder mehr Zeit für mich zu haben.

Mich zieht das extrem runter, denn unsere Freundschaft hat mir so viel gegeben, so viel Glück und Freude. Früher hat er sich so ziemlich immer Zeit für mich genommen, wenn ich ihn sehen wollte. Jetzt verbringt er viel mehr Zeit mit der anderen Frau. Mit mir alleine gibt es derzeit nur ein festes Treffen im Monat, mit ihr gleich mehrere in der Woche. Ansonsten sehe ich ihn nur noch bei Hobbytreffen. Mir ist das viel zu wenig.

Kennt sich jemand damit aus? Kann mir jemand sagen, ob sich das evtl. wieder ändern kann und ob es eine Chance gibt, dass ich wieder seine Special Person werde?

• • 22.10.2026 #1




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