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Ich weiß ja nicht wo genau du hinwillst aber mittlerweile kann man sich tatsächlich aus jedem Winkel auf der Welt irgendwie zurück in die Heimat melden, sei es per Internet, Telefon, oder ganz altmodisch per Postkarte oder Brief
Ich kenne einen Jungen der hat an der afrikanischen Südküste ein Praktikum gemacht, lebte in einem Dorf in dem sich 40 Menschen ein Plumsklo teilten, und sogar dort gab es einen Gemeinschafts-PC von dem aus man mit superlangsamen Internet eMails verschicken konnte Zweimal hab ich auch einen Brief bekommen, denn in regelmäßigen Abständen wurde da die Post eingesammelt und dann in der nächtgrößeren Stadt auf die Reise geschickt. Oder man ist einfach selber hingefahren in den nächstgrößeren Ort.
Ich hab auch mal ne Doku gesehen über Eskimos die noch immer traditionell in ihren Hütten wohnen wenn die Jagdsaison eröffnet wird, und die hatten ein Telefon um im Notfall Jemanden anrufen zu können, und in der nächsten Stadt, 2h entfernt, gab es sogar einen Supermarkt in dem sie sich Dosensuppen kaufen konnten.
Ich selbst mach gerne Hüttenwanderungen und sogar von da aus kann man mit dem Telefon Jemanden anrufen, obwohl der Hubschrauber die täglichen Essensratonen bringen muss weil man das Zeug anders nicht hoch transportiert bekommt.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen dass es dir wochenlang absolut unmöglich sein wird - ich meine unmöglich obwohl du es versuchst - dich zu melden und ihr zu sagen dass es dir gut geht.
Wenn meine Mutter eine ewig lange Reise machen würde tät ich sicherlich in keine Existenzkrise stürzen und mein Studium deswegen abbrechen. Aber ich würde schon hoffen dass es ihr gut geht und sie sich wenigstens alle paar Wochen mal melden kann damit ich weiß wie es ihr geht. Das hat nix mit Am-Rockzipfel-Klammern oder Flügeln zu tun, finde ich. Man macht sich in einer Familie eben im Idealfall Sorgen umeinander und will dass es den Eltern/den Kindern gut geht. Egal wie alt und erwachsen man schon ist.
Vielleicht ist sie längst erwachsen, du gestehst es ihr nur nicht ein.
Das gleiche Problem hat meine kleine Schwester derzeit. Als ewiges Nesthäkchen wird sich ständig um sie gekümmert - aber eigentlich will und braucht sie das gar nicht mehr.
Eventuell habt ihr das selbe Problem.
Liebe Grüße,
Bianca