30

Oh! Ich freue mich sehr, dass noch Antworten dazu gekommen sind. Ist auf jeden Fall noch einiges dabei, worüber ich nachdenken und was ich ausprobieren könnte.

Ich möchte trotzdem noch dazu sagen, dass ich bspw. heute irgendwie das Gefühl hatte, dass sich das alles sowieso nicht lohnt. Ich habe genauso viele gute wie schlechte Erlebnisse in meinem Leben, und wenn ich mal gute Tage habe, dann folgen darauf wieder schlechte. Dass es eigentlich keinen Grund gibt, sie schlecht zu finden, macht es noch schlimmer.

Ich meine, ich leide nicht an Depressionen oder ähnlichem. Aber trotzdem habe ich das Verhältnis mal so "ausgerechnet" und habe das Gefühl, dass ich viel zu wenig positive Dinge in meinem Leben erfahre. Und ich kann mich über gute Dinge gar nicht mehr freuen, weil ich weiß dass das nur von kurzer Dauer ist und mein ganzes Leben so ablaufen wird, wie eine Achterbahn

15.10.2019 17:27 • #21


heartstowolves
Zitat von HaileyCherry:
Ich meine, ich leide nicht an Depressionen oder ähnlichem. Aber trotzdem habe ich das Verhältnis mal so "ausgerechnet" und habe das Gefühl, dass ich viel zu wenig positive Dinge in meinem Leben erfahre. Und ich kann mich über gute Dinge gar nicht mehr freuen, weil ich weiß dass das nur von kurzer Dauer ist und mein ganzes Leben so ablaufen wird, wie eine Achterbahn


Das hat aber auch damit zu tun, dass du unterbewusst auf negative Dinge wartest, weißt du wie ich meine? Das soll nicht als Angriff klingen. Aber ich glaube das Problem ist, wenn man im Hinterkopf das irgendwo hat, dass gute Erlebnisse eh nur von kurzer Dauer sind und wieder etwas schlechtes kommt das auch so passiert. Ich beschäftige mich seit kurzem mit dem Gesetz der Anziehung und was negative aber auch positive Gedanken mit einem machen. Vielleicht kannst du es mal ausprobieren, dass du jeden Abend vor dem Schlafen ein paar positive Dinge vom Tag aufschreibst. Man mag sich am Anfang denken Heute war aber nix positiv! aber das stimmt nicht. Es kann schon positiv sein, wenn man sich z.B. bewusst macht "Heute hat die Sonne geschienen", "Ich hab ein Dach über den Kopf", "Ich habe eine gute Mahlzeit gehabt". Ich schreib das seit einiger Zeit auf und habe tatsächlich gemerkt, dass ich nicht so schnell in das negative Denken verfalle. Es dauert natürlich alles seine Zeit und es ist auch ok Tage zu haben, an denen man denkt "Lohnt sich das überhaupt" aber da muss man sein Gehirn austricksen und beibringen Ja, es lohnt sich!

15.10.2019 18:15 • #22


Odradek
Heartstowolves, das mit dem DankbarkeitsTB ist auf jeden Fall auch interessant! Gute Idee. Danke!

15.10.2019 18:34 • #23


was ist ein BS? Brainstorming?
Bin auch kreativ und muss mal schauen was mir so einfällt. Es muss ja nicht "den einen Beruf" geben. Ich habe für mich erkannt, dass ich einen Brotjob haben kann, der mir meine Miete usw. finanziert. Zudem kann ich mich ansonsten austoben in Form eines Ehrenamts, eines Nebenjobs oder nebenberuflicher Selbständigkeit.

Dankbarkeitsbuch schreibe ich auch jeden Abend. Das ist echt gut.

15.10.2019 19:22 • #24


heartstowolves
Zitat von Odradek:
Heartstowolves, das mit dem DankbarkeitsTB ist auf jeden Fall auch interessant! Gute Idee. Danke!


Gerne doch

15.10.2019 21:39 • #25


heartstowolves
Zitat von Kornblümle:
was ist ein BS? Brainstorming?Bin auch kreativ und muss mal schauen was mir so einfällt. Es muss ja nicht "den einen Beruf" geben. Ich habe für mich erkannt, dass ich einen Brotjob haben kann, der mir meine Miete usw. finanziert. Zudem kann ich mich ansonsten austoben in Form eines Ehrenamts, eines Nebenjobs oder nebenberuflicher Selbständigkeit.Dankbarkeitsbuch schreibe ich auch jeden Abend. Das ist echt gut.


Eben, es können auch verschiedene sein. Ich bin derzeit auch am hin- und herüberlegen wie es nach meiner Krankschreibung weitergeht beruflich. Vollzeit als Krankenschwester werde ich mir auf gar keinen Fall antun. Ich würde gerne was kreatives noch nebenbei machen oder ein Fernstudium zur Heilpraktikerin und nach und nach ne eigene Praxis aufmachen.
Darf ich dich fragen was du machst bzw. wann für dich der 'Aha'-Moment kam?

15.10.2019 21:42 • #26


[quote="heartstowolves"][/quote]

ich habe schon so einiges gemacht. Ich war Zahnarzthelferin (gelernt) und wollte mir den Job nicht mehr bis zur Rente antun. Das ist sicherlich bei Krankenschwester ein ähnliches Thema. Dann habe ich Gesundheitsmanagement studiert, bin nun über Umwege aber in der Personalabteilung gelandet. Mein Thema ist defintiv Gesundheitswesen/Prävention und ich habe tatsächlich auch schon überlegt in Richtung Heilpraktikerin bzw. nebenberuflich selbständig etwas zu machen. Mir reicht mein Job nicht aus. Mir fehlt der Sinn. Vielleicht hätte ich auch soziale Arbeit studieren sollen. Käme das für dich nicht in Frage?

Ahso ha der Aha Moment. Gute Frage. Ich lese wahnsinnig viele Bücher zu den Themen und jetzt ab 30 sieht man vieles anders als früher. Ich merke, dass ich eben immer unzufriedener werde. Ich möchte einen Beitrag leisten udn mitgestalten. Das kann ich in meinem jetzigen Job weniger. Aber es bringt mir ein gutes Gehalt. Sozialarbeiter mit 100% könnte ich mir glaube ich nicht so gut vorstellen. Ich bin nicht so mega belastbar.

LG

16.10.2019 08:47 • #27


Elisabeth0705
Vielleicht wäre es eine Möglichkeit sich ehrenamtlich zu engagieren. Da fühlt man sich hoffentlich schneller sinnvoll und da gibt's ja unterschiedlicheste Möglichkeiten sich zu engagieren.

16.10.2019 08:54 • #28


heartstowolves
@Kornblümle Wow, da hast du auch schon einige Bereiche durch, Respekt! Ich überlege wie gesagt schon eine ganze Weile was genau ich in dem Bereich weitermachen möchte. Recht hast du definitiv, dass ich mir den Job nicht bis zur Rente antun möchte. Ich denk da gleichen sich viele medizinische Berufe, die direkten Patientenkontakt haben und so wie es zum Teil auch in (Zahnarzt)Praxen zugeht, kein Wunder.
Ich hab ein Jahr nach meinem Examen direkt die Weiterbildung zum Wundexperten gemacht, da mir einfach etwas gefehlt hat. Dann kam die Hauptzuständigkeit für Chemotherapie bei Multiple Sklerose dazu - das hat mich auch sehr lange erfüllt aber durch Personalmangel, Mobbing und zig Aufgaben die man von Ärzten abgewälzt bekommen hat bin ich unzufrieden geworden. Leider sieht es ja in dem Bereich fast überall nur noch so aus. Ich könnte mir vorstellen, dass ich in die Patientenberatung oder Begleitung gut reinpasse z.B. bei Krebspatienten oder im Hospiz. Da ist der Einstieg unfassbar schwer. Zur Zeit ist der Gedanke so, dass ich mir nach Reha und Genesung vorstellen kann in einer anderen Einrichtung zu arbeiten, aber nur in Teilzeit und eben nebenbei das Fernstudium machen...da weiß ich schon welche Bereiche mich interessieren wie Akkupunktur, TCM, Onkologie, Osteopathie und Ernährungsberatung. Ich kann mir nicht vorstellen ausschließlich nur im Büro zu arbeiten oder so. Mit dem Thema soziale Arbeit studieren hab ich mich noch nicht beschäftigt, aber das werde ich mal googlen was man alles damit anstellen kann.

Ja, das kann ich nachvollziehen, ich geh auch langsam aber sicher auf die 30 zu. Welche Bücher liest du denn? Ich hab auch einige die ich noch lesen möchte hier rumliegen im Bezug auf dem Leben einen Sinn geben, etc. Hast du dir mal überlegt in die Richtung Ärzte ohne Grenzen zu gehen? Die suchen ja auch immer Leute für verschiedene Bereiche

Lg

Zitat von Elisabeth0705:
Vielleicht wäre es eine Möglichkeit sich ehrenamtlich zu engagieren. Da fühlt man sich hoffentlich schneller sinnvoll und da gibt's ja unterschiedlicheste Möglichkeiten sich zu engagieren.


Ja das ist eine gute Idee. Ist bei manchen Berufen jedoch schwer miteinzubinden. Ich persönlich könnte neben dem 100% Arbeiten (gut ich bin zwar jetzt krankgeschrieben aber wenn es nicht der Fall wäre) mit täglichen Überstunden und Schichtwechseln + Nachtdienst nicht noch ehrenamtlich an einem freien Tag etwas machen, weil ich zu kaputt wäre. Aber wenn man sich die richtigen Bedingungen schafft ist das eine tolle Sache

16.10.2019 09:29 • #29


@heartstowolves : ja ich habe tatsächlich schon einiges gemacht und bin noch lange nicht am Ziel
bist du dann jetzt krankgeschrieben und was hattest du? Ich finde es heftig als Krankenschwester zu arbeiten. Hut ab! Ich habe mein Praxissemester damals im Krankenhaus gemacht und miterlebt wie man Personal eingespart hat und viele krank waren. Diese Klinik wurde damals privatisiert und du kannst dir vorstellen was dann was. Woher bist du denn?
Tatsächlich mache ich jetzt schon ein Ehrenamt in der Familienhilfe kümmere ich mich dann um Kinder. Möchtest du dich ganz umorientieren? Es werden ja oft Krankenshcwester im Casemanagement gesucht bzw.Pflegeüberleitung oder?
Oh du fragst mich was wegen der Bücher. Ich habe einiges von Svenja Hofert gelesen, dann Anne Heintze (das betrifft aber mich als Scannerpersönlichkeit und ist nicht für jeden das passende), Cordula Nussbaum (kreative Chaoten usw.). Sie schreibt auch sehr gut, Barbara Sher (du musst dich nicht entscheiden, wenn du 1000 Träume hast). Letztere hat mir sehr geholfen mich anzunehmen wie ich bin...ich habe viele Interessen und kann mich nicht entscheiden. Daher auch mein Lebensentwurf. Warum einen Job machen, wenn man ein alternatives Berufsleben haben kann.

16.10.2019 18:19 • #30


heartstowolves
@Kornblümle das find ich echt super! Drücke dir da auf jeden Fall die Daumen, dass du zu diesem Punkt gelangst!

Ja, ich bin seit November '18 krankgeschrieben. Also einordnen lässt sich mein Zustand als mittelgradige Depression mit generalisierter Angststörung durch sehr viele Ursachen, die Arbeit hat da auch einen sehr großen Beitrag zugesteuert. Wie sieht es bei dir aus, wenn ich fragen darf?

Danke! Ich muss sagen trotz alldem ist es ein Herzjob für mich. Ja, das mit den privatisierten Krankenhäusern ist in meiner Umgebung genauso bzw. ich arbeite auch in einem. Vor 2 Jahren waren wir noch 5 Kliniken im Verbund und da die beiden kleinen Häuser nicht mit den Großen mithalten konnten wurden diese geschlossen. Seit 2017 haben wir einen Neubau, der noch nicht fertig ist und jede Station hat 72 Betten mit dem gleichen Personalschlüssel wie auf einer 29 Betten-Station. Da ist es üblich im Frühdienst nur 2 Leute zu sein. Ich arbeite noch im alten Bau und auf meiner Station bin ich in jedem Dienst alleine und hab zusätzlich mehr Arbeit (Blutabnahme, Venenzugang legen, Chemo, Punktionen, Terminvergabe, Zusammenarbeit mit Laboren im Ausland usw.)
Ich wohne in der Nähe von Stuttgart und du?

Oh, das hört sich interessant an! Kommen die Kinder dann in die Einrichtung oder gehst du zu den Familien nach Hause?

Das ist eine gute Frage, das weiß ich noch nicht. Ich hatte letztes Jahr versucht z.B. ins Forschungsteam der Klinik zu kommen (mir fällt die genaue Bezeichnung gerade nicht ein) das wäre dann Büro mit Patientenkontakt. Man erhebt Studien für die Forschung bei Krebs und begleitet die Patienten, macht Laborkontrollen usw. aber da bin ich leider wegen meinem Alter ncht reingekommen.

Das hört sich so ähnlich an wie die Bücher, die ich lese. Hab vor einer Weile "Gelassenheit beginnt im Kopf" von Thomas Hohensee gelesen und bin dabei meinen Bücherstapel klein zu bekommen da sind auch welche dabei um der Frage auf den Grund zu kommen was der persönliche Sinn für das eigene Leben ist.

16.10.2019 18:41 • #31


echt? ich bin auch aus der Nähe von Stuttgart (nahe Tübingen wenn dir das was sagt). Also ich bin hier einfach so angemeldet, weil ich mal etwas gegoogelt hab und hier hängen geblieben bin. Ich bin nicht krank geschrieben und habe keine Diagnose. Aber ich denke ich bin schon ein Mensch mit Ängsten, mache mir schnell Sorgen und kann mich reinsteigern. Hypchonder bin ich irgendwie auch. Ich leben aber damit und es gehört zu mir. Ich lass da nichts behandeln und werde auch nichts einnehmen.
Hast du es schon mit Akkupressur probiert? Meine Schwester wendet das bei sich an und das hilft ihr (sie hat eine soziale Phobie und ein paar Sachen attestiert bekommen und arbeitet auch im sozialen Bereich). Ich glaube Menschen, die sozial eingstellt sind und empathisch sind, sind sehr gefährdet krank zu werden und müssen gut aufpassen. Vor allem Menschen mit Helfersyndrom erkennen oft die Grenzen nicht. Ich bin da ein bisschen anders gestrickt. Bin nicht so aufopferungsvoll und auch nicht so perfektionistisch wie meine Schwester.

Bei Akkupressur srückt man oft verschiedene Punkte und es gibt oft eine Kombination für ein Beschwerdebild. Ich glaube es hilft und ich werde das auch mal ausprobieren. Ich kann dir gerne Büchertipps geben, falls du Interesse hast.

Also bei mir ist es so, dass ich zu der Familie gehe und der Mutter dann helfe, wenn sie überfordert ist. Wenn ich Vollzeit arbeiten würde, hätte ich das auch nicht stemmen können. So habe ich aber den Ausgleich zum eher tristen Büroalltag. Nur Büro ist nichts für mich, es fehlt Abwechslung und Bewegung. Schade, dass viele Jobs entweder das eine oder andere sind.

lg

16.10.2019 19:26 • x 1 #32


heartstowolves
In Tübingen lag ich als Baby lange in der Uniklinik, also ja, kenne die Stadt! Ist ja ein Zufall..

Diagnosen finde ich auch nicht so sehr wichtig, muss ich ehrlich sagen. Und vorallem, wenn du damit umgehen kannst und du in deinem Leben nicht sehr eingeschränkt bist musst du auch nichts behandeln lassen oder Medikamente einnehmen. Ich persönlich nehme auch keine Medikamente.
Ängste hat jeder von uns - der eine mehr, der andere weniger und das ist auch ok. Wichtig ist nur zu lernen, wie man mit ihnen umgeht und in wie weit man sich von seinen Ängsten steuern lässt.

Akkupressur hab ich bisher nur bei Kopfschmerzen angewandt aber wenn du da noch Infos hast, gerne her damit.
Da hast du recht. Ich denke was auch noch dazu kommt ist wie die Person selber auf Stress reagiert oder wie das Selbstbewusstsein und dergleichen ist. Ich habe viele Kollegen erlebt, die ein Helfersyndrom hatten/haben aber sich trotzdem jedes Mal bremsen konnten. Bei mir ist das etwas anders..das hab ich mittlerweile verstanden und auch angenommen. Ich komme mit Stress nicht gut klar, will alles perfekt machen, hab ein niedriges Selbstbewusstsein, hochsensibel und dazu introvertiert. Und wenn man sich da nicht um sich selbst kümmert und hinten anstellt, passiert irgendwas etwas und kann sich in Burn out, Depressionen, Zwängen, Ängsten, Panikattacken und dergleichen zeigen

Ich hoffe deiner Schwester geht es soweit gut und kommt mit ihrer sozialen Phobie zurecht. Das ist im medizinischen Bereich ja noch schwieriger

Das stelle ich mir auch interessant vor..und du tust was gutes dabei ! Ja, ich weiß was du meinst aber da fällt mir ein es gibt auch Stellen beim MDK da machst du Büro aber auch Außendienst..also du fährst in Einrichtungen und begutachtest sie. Wäre das was? Oder als Beratung im Sanitätshaus mit Hausbesuchen

16.10.2019 20:07 • #33


Ich für meinen Teil bin zumindest im Moment in einer Phase, wo es wieder läuft. Die Arbeit ist interessanter, ich nutze jede Minute in meiner Freizeit aus und mache viele Pläne für die Zukunft. Ich weiß nicht, wie lange dieser Zustand bleibt aber ich bin gespannt.

24.10.2019 06:52 • x 1 #34




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