Pfeil rechts
22

Hallo,
ich bin neu hier weil ich dachte vielleicht könnte ich hier erzählen wie es mir geht nach der Amputation meines gesamten Beines inklusive Hüftgelenks und vielleicht sogar auf Verständnis treffen.
Denn momentan scheint mir alles so fremd und ich habe das Gefühl ganz alleine damit zu sein!

Würde mich freuen über Antworten, Fragen oder sonstiges...

07.11.2015 20:16 • 16.11.2015 #1


21 Antworten ↓


Oh Gott, das klingt ja echt schlimm. Was ist denn passiert?
Du Arme!

07.11.2015 20:19 • x 1 #2



Amputation meines gesamten Beines inklusive Hüftgelenks

x 3


Hotin
Hallo QR1234,

herzlich willkommen hier bei uns.

Du befindest Dich ja in einer richtig schwierigen Situation. Hast Du Lust uns
etwas darüber zu erzählen, was der Grund war, das Du Dein Bein verloren hast.
Gibt es eine Familie, die Dich ein wenig auffangen kann, oder Freunde?

Viele Grüße

Hotin

07.11.2015 20:25 • x 1 #3


Hallo QR1234,


das tut mir leid. Das muß schrecklich für Dich sein. Vielleicht magst Du erzählen,
das erleichtert, manchmal.

Liebe Grüße

Abendschein

07.11.2015 20:28 • x 1 #4


Ich sage auch Hallo an dich.Bin zwar auch noch neu hier ,fühl dich aber trotzdem schon festgehalten. liebe Grüße;)

07.11.2015 21:07 • x 2 #5


Danke für die vielen Antworten

Naja, eigentlich ist es schon länger (seit ein paar Tagen genau 2 Jahre) her, trotzdem fühlt es sich für mich an als wäre es gestern gewesen...
Ich kann immer noch nicht damit abschließen! Ich gehe mit Krücken da die prothetische Versorgung bei dieser Amputation sehr schwer ist...
Meine Familie und Freunde unterstützen mich enorm, aber das Problem ist, dass sie denken das es mir gut geht und ich es langsam akzeptiert habe, weil ich nach außen hin fröhlich bin und darüber gut lachen kann. Doch in Wirklichkeit zerreißt es mich und ich könnte jedes Mal wenn ich mich im Spiegel sehe weinen...
Denn es fehlt etwas, und ich weiß, dass es nie wieder da sein wird...

07.11.2015 23:27 • #6


Icefalki
Liebe QR, das ist fürchterlich schrecklich, aber hier kannst du dich ausweinen.

Hier musst du nicht tapfer sein, hier kannst du erzählen.

Wir sind alles Menschen, die, zwar nicht sichtbar wie bei dir, aber auch schon durch die Hölle gegangen sind oder noch gehen. Und dein Verlust und die damit einhergehende psychische Belastung ist enorm.

Wie sieht es mit psychologischer Betreuung bei dir aus? Bekommst du da Hilfe?

07.11.2015 23:37 • x 2 #7


Danke!

Nein, ich bekomme keine psychologische Betreuung, weil eben jeder denkt alles ist ok...

Es ist nämlich durch Krebs passiert und jeder sieht nur, was ich damals durchmachen musste, keiner bemerkt, dass es für mich jetzt nach dem Krebs mindestens noch genauso schlimm ist, da ich jetzt erst realisiere, dass mein Bein weg ist (unfreiwillig, ich wusste davon nichts!)...

Ich kann mir meine Zukunft mit einem Bein einfach nicht vorstellen!

07.11.2015 23:42 • #8


Hotin
Hallo QR1234,

Zitat:
Ich kann immer noch nicht damit abschließen!


So einfach ist so etwas ja auch nicht. Andersherum ist es auch so, Du kannst
nicht von anderen erwarten, dass sie Verständnis für etwas zeigen, was Du nicht offen ansprichst.
Kannst Du Dir vorstellen, anderen gegenüber nicht nur Deine Sonnenseite zu zeigen,
sondern auch mal zu sagen. Also, so genau gesagt, komme ich mit der veränderten Situation noch nicht zurecht.

Zitat:
Ich kann mir meine Zukunft mit einem Bein einfach nicht vorstellen


Dies ist es ja gerade. Schau mal, wie viele Leute es mit dergleichen Situation geschafft haben, zurecht zu kommen.
Keiner von denen wird sagen, es sei einfach gewesen. Wie Icefalki es schon gesagt hat. Es gibt viele Schicksale, mit
denen man allein nicht zurecht kommen muss.
Bitte suche Dir ärztliche Hilfe und Unterstützung. Die wissen, was Du brauchst.
Und schau mal, ob Du eine Selbsthilfegruppe findest, wo Du mit anderen reden kannst, die ähnliches durchmachen.
Und natürlich kannst Du uns hier auch von Deinen Bedenken und Nöten schreiben.

Für Dich gibt es bestimmt einen Weg, eine hilfreiche Einstellung zu Deinem schweren Schicksal zu finden.
Dafür wünsche ich Dir viel Erfolg. Glaube daran, dass Du es schnell und gut schaffen wirst. Dieser Glaube an Deine
eigene Kraft und den Erfolg sind die Grundlage für eine glückliche Zukunft mit Deiner gesundheitlichen Einschränkung.
Bei allem Respekt - Auch mit einem Bein kannst Du ein schönes Leben leben. Es ist auch eine Frage der Sichtweise.

Du wirst das schaffen!

Viel Erfolg und einen schönen Sontag für Dich

Hotin

08.11.2015 01:26 • #9


Zitat:
Schau mal, wie viele Leute es mit dergleichen Situation geschafft haben, zurecht zu kommen.

Zitat:
Bei allem Respekt - Auch mit einem Bein kannst Du ein schönes Leben leben. Es ist auch eine Frage der Sichtweise.


Natürlich weiß, dass es möglich ist sein Leben mit einem Bein zu leben.
Und ich weiß auch, dass es genug Leute gibt die ein ähnliches Schicksal haben.
Trotzdem kann man kein einziges mit dem anderen vergleichen, da jeder Fall anders ist und jeder anders damit umgeht und fertig wird.
Und für mich ist es nun einmal so, dass ich es hasse abhängig von anderen Personen zu sein.
Ich kann mir nicht einmal ein Glas Wasser zum Esstisch tragen ohne fremde Hilfe da meine Hände einfach permanent die Krücken halten müssen, geschweige denn meine eigenen Bücher in der Schule zu tragen. Ich brauche IMMER jemanden der mir hilft. Auch wenn ich weiß das die Leute es gerne tun, bleibt IMMER das „Danke“ nach jedem Mal wenn einem geholfen wird. Es ist einfach grauenhaft IMMER freundlich bleiben zu müssen und höflich zu fragen ob, vielleicht, eventuell dir jemand dieses oder jenes tragen könnte. Man darf dann auch nie irgendwen verärgern, denn man ist doch angewiesen auf ihn. Also schön brav freundlich bleiben.
Es ist für mich einfach furchtbar zu wissen, dass mein Leben jetzt erst richtig los geht und ich jetzt schon weiß, dass ich immer auf jemanden angewiesen sein werde.
Ich würde auch gerne mal alleine wohnen. Wer hilft mir dann?
Dazu kommt, dass das Krücken gehen eine enorme Anstrengung ist. Einfach durch die Stadt spazieren, einkaufen gehen, geht nicht mehr, weil ich nach einer Zeit einfach nicht mehr kann. Und zu wissen, dass meine Wirbelsäule immer schiefer wird durch die automatische schiefe Haltung durch das fehlende Bein „stärkt mich auch richtig und muntert mich enorm auf“! Von allen Seiten täglich angestarrt zu werden und ständig unter Beobachtung zu stehen ist für mich einfach grauenhaft und erinnert mich ständig daran was ich verloren habe und dass einfach nichts so werden wird wie ich mir das vorgestellt habe.

Auch wenn ich das alles weiß und auch das ich es nicht ändern kann, kann ich es trotzdem nicht einfach so hinnehmen und akzeptieren und suche weiter nach einer Lösung. Einer Lösung die es mir vielleicht irgendwann ermöglicht wieder ohne Krücken zu gehen und mein Bein, nicht ersetzt denn das ist unmöglich, aber vielleicht in gewisser Weise vertritt...

08.11.2015 11:52 • #10


PsychoZwerg92
Hallo, Ich bin grade beim durchforsten der Themen hier rein gestolpert und musste erstmal schlucken ...
Das tut mir unendlich leid was geschehen ist.
Ich kann mir sehr gut vorstellen wie Du dich in deiner Lage fühlen musst vielleicht haben in diesem Forum nicht viele mit solch einer belastenden Situation zu kämpfen jedoch muss ich sagen haben wir auch sehr starke Probleme und sind in ähnlicherweise beeinträchtigt.
Ich kann nur von mir aus sagen das ich seit Wochen überhaupt nicht mehr allein aus der Wohnung treten kann ohne zu denken das ich gleich Tod umfalle.
Ich weiß nicht ob das in gewisserweise einen Trost darstellen kann ich glaube es ist auch nicht so leicht passende Worte dafür zu finden.

Auf jeden fall musst Du wissen, bist Du nicht allein mit deiner Situation und es gibt heutzutage soviele Methoden das ein Mensch im Laufe der Zeit wieder einigermaßen so leben kann wie er es getan mal hat.

Es hört sich sehr gemein an, was ich nicht beabsichtige aber Du weißt wie viele Menschen es überhaupt garnicht schaffen den Krebs zu besiegen und daran sterben.... ich finde man sollte sich grade das vor Augen halten und sagen, es ist nicht schlimm ich habe zwar nur noch ein Bein ABER ich habe es geschafft, und darauf bin ICH sehr stolz !
Ich finde es ist trost genug zu wissen das man am Leben noch teilhaben darf, trotz zu wissen das man sein Leben neu gestalten muss.

ICH HOFFE sehr das DU mir meine Worte nicht übel nimmst, aber zu verzweifeln ist auch nicht das Beste mach das nicht.... glaub mir. Du kannst auch in deiner Situation noch soviele schöne und auch neue Dinge erlebe.
Freue dich , genieße dein Leben und sei nicht zu bestürzt darüber.
Ich kann dich sehr gut verstehen ich denke das können wir alle hier.
Tu dir den gefallen und gib dich nicht auf!
Ich bin mir sicher das es auch Foren gibt für Menschen die damit nicht zurecht kommen EVTL kann dies auch eine stütze für dich sein damit Du weißt das Du nicht allein bist.
Mir geht es auch besser seitdem ich in diesem Forum hier bin , da ich nun weiß das es viele Menschen gibt die Probleme haben und ich nicht allein bin mit meiner Situation.

Ganz liebe grüße und viel Kraft wünsche ich dir. Ich freue mich auch über private Nachrichten von Dir wenn du Interesse daran hast .

08.11.2015 12:13 • x 1 #11


Hallo QR1234,

herzlich willkommen auch von mir.....

schön das du hier hin gefunden hast, sicher kannst du hier Unterstützung und Anregungen finden.

Was dir passiert ist , hört sich schlimm an...sicher ist man verzweifelt und hinterfragt viele Dinge. Aber wie schon geschrieben,verliere nicht den Mut und sage dir immer wieder das du es schaffst . Auch mit dieser Behinderung....Ich wünsche dir das du einen guten Weg findest und den Mut nicht verlierst.

L.G. Waage

08.11.2015 12:25 • x 1 #12


Hotin
Hallo QR1234,


Zitat:
Trotzdem kann man kein einziges mit dem anderen vergleichen, da jeder Fall anders ist und jeder anders damit
umgeht und fertig wird.


Das ist richtig. Auch für mich ist es schwer, mich in Deine Situation so richtig
hinein zu versetzen, obwohl ich schon vieles erlebt habe.


Zitat:
Und für mich ist es nun einmal so, dass ich es hasse abhängig von anderen Personen zu sein.


Na klar, wer möchte das schon. Deshalb tust Du gut daran, zu lernen, wie Du weitgehend gedanklich lernst,
Dein Schicksal zu akzeptieren. Dies öffnet Dir dann
den Blick für Wege zu etwas mehr Selbständigkeit zu kommen.

Zitat:
Es ist einfach grauenhaft IMMER freundlich bleiben zu müssen und höflich zu fragen ob, vielleicht, eventuell dir jemand dieses oder jenes tragen könnte. Man darf dann auch nie irgendwen verärgern, denn man ist doch angewiesen auf ihn. Also schön brav freundlich bleiben.


Dies scheint mir eine ehern falsche Einstellung zu sein. So lange Du das so siehst, wirst Du natürlich unglücklich bleiben.
Du musst nicht immer freundlich bleiben. Schließlich hast Du Gefühle wie jede andere und gute und schlechte Laune wie
jede andere. So hin und wieder kannst Du Deine Aggressionen auch schon mal richtig raus lassen. Dies geht auf dem
Weg, dass Du anderen ein einigermaßen ehrliches Feedback gibst
Dies ist in Ordnung. Nur ungerecht solltest Du nicht sein. Weil andere können nichts für Deine schwierige Situation.
Und dann mache Dir bewusst, dass Du anderen auch vieles geben kannst.
Dir fehlt zwar ein Bein. Aber wie ich das lese scheint Dein Kopf dafür ganz gut drauf zu sein scheint. Also kannst Du
vielen mit Deinen Ansichten und mit Verständnis auch sehr viel helfen. Es gibt so viele Menschen, die suchen einfach nur
einen, der versucht einen zu verstehen. Kannst Du so etwas? Wenn ja findest Du auf diesem Weg nette Menschen und
Freunde. Und dann hast Du auch etwas zum tauschen.
Ist an dem, was ich sage eventuell etwas dran?


Viele Grüße

Hotin

08.11.2015 12:40 • #13


Zitat:
Du weißt wie viele Menschen es überhaupt garnicht schaffen den Krebs zu besiegen und daran sterben
....

Zitat:
Ich bin mir sicher das es auch Foren gibt für Menschen die damit nicht zurecht kommen EVTL kann dies auch eine stütze für dich sein damit Du weißt das Du nicht allein bist.


Erst einmal danke für die liebe Antwort.

Ja, ich weiß nur zu gut wie viele es nicht schaffen. Mittlerweile sind fast alle die so wie ichKrebs hatten die ich damals im Krankenhaus kennengelernt habe gestorben und es erschüttert mich jedes Mal wenn ich höre, das schon wieder jemand von uns gegangen ist.
Es ist einfach nur so unfair, da ich weiß, wie sehr diese Kinder leben wollten, was sie alles durchmachen mussten, wie lebensfroh sie mir trotz allem von ihren Zukunftswünschen erzählt haben. Und es ist einfach nicht fair, dass genau diese Kinder die es doch so sehr wollten völlig umsonst diese ganzen Qualen durchstehen mussten. Und hätte ich irgendetwas tun können um sie davor zu bewahren, hätte ich es sofort getan....

Ich weiß es soll helfen, sich mit gleichgesinnten auszutauschen, aber das ist eigentlich genau was ich nciht will, denn dann würde ich mich nur noch mehr damit auseinandersetzen und mich noch tiefer hineinsteigern...

Mir persönlich hat schon immer geholfen in schwierigen Situationen mir einfach alles von der Seele zu schreiben und zu wissen, dass es gelesen und vielleicht sogar verstanden wird hilft mir schon sehr...

08.11.2015 12:43 • x 3 #14


Zitat:
Dies scheint mir eine ehern falsche Einstellung zu sein. So lange Du das so siehst, wirst Du natürlich unglücklich bleiben.


Ich weiß, dass das die falsche Einstellung ist und das ich wahrscheinlich unfair und übertrieben reagiere. Aber das heißt nicht das ich das von heute auf morgen ändern kann. Es ist für mich einfach (immer noch) verdammt schwer all das hinzunehmen. Und wer weiß, vielleicht werde ich das auch niemals,...
Ich muss gerade für mich selbst einen neuen Lebensweg finden und mir über mich selbst klar werden.
Die Situation ist schließlich immer noch neu für mich und ich versuche auf meine Art damit umzugehen.
Mir scheint auch alles noch so unreal, dass ich denke, dass so klischeehaft das auch klingt, all das nur ein Traum ist und ich bald aufwache, mit zwei Beinen, mit meinem alten Leben und all das erreichen kann, was ich mir immer vorgenommen habe!

08.11.2015 12:54 • x 3 #15


Hotin
Hallo QR1234,
Zitat:

Ich weiß, dass das die falsche Einstellung ist und das ich wahrscheinlich unfair und übertrieben reagiere.


Das ist doch gut. Wer das als unfair und übertrieben bezeichnet, der kann ja mal
ein halbes Jahr mit Dir tauschen. Es ist einfach sauschwer. Aber es gibt einige
Lösungen für Dich. Finde diese.

Zitat:
Mir scheint auch alles noch so unreal, dass ich denke, dass so klischeehaft das auch klingt, all das nur ein Traum ist und ich bald aufwache, mit zwei Beinen, mit meinem alten Leben und all das erreichen kann, was ich mir immer vorgenommen habe!


Weißt Du, was Deine Aussage bedeutet.
Ich kann und will es immer noch nicht akzeptieren!
Das kann ich verstehen. Leider gibt es nur eine Lösung für uns Menschen. Du darfst und solltest Träumen.
Nur lenke Deine Träume dorthin, wo Du träumst, wie Du mit Deiner neuen Situation klar kommst.
Dann kannst Du es nämlich akzeptieren und dann beginnt die neue Zeit für Dich.
Und Deine Sorgen erscheinen nicht mehr so groß. Und bitte vergiss nicht
immer mal zu schauen, was Du für andere tun kannst. Auch wenn es nur zuhören ist.
Auch das ist manchmal schwer.


Viele Grüße

Hotin

08.11.2015 13:46 • x 1 #16


Zitat:
Und bitte vergiss nicht immer mal zu schauen, was Du für andere tun kannst.


Dazu möchte ich nur sagen, dass ich momentan wahrscheinlich mehr für andere tue als umgekehrt.
Jede Person die mich kennt weiß, dass ich immer für sie da bin und zuhören und helfen kann oder zumindest versuche. Ich bin wirklich die letzte die für andere nicht da ist. Auch wenn es mich noch so sehr belastet, mich mit Problemen anderer auseinanderzusetzen würde ich immer versuchen zu helfen!
Ich würde mir nur wünschen, dass das vielleicht ein bisschen öfter auch umgekehrt passiert, denn ich habe das Gefühl das Thema über meine Situation nervt viele schon, oder sie trauen sich nicht darüber reden und ich will auch nicht ständig damit anfangen, da ich nicht will, dass sie denken ich will Aufmerksamkeit oder Mitleid, es beschäftigt mich einfach...
Aus diesem Grund schreibe ich auch in diesem Forum!

08.11.2015 15:21 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Icefalki
Und darum schreibst du auch bitte weiter mit uns.

Ja, verflucht nochmal, ja es ist zum kotzen. Die. Verlust ist schei., das Angewisensein, die Hilflosigkeit, die Vorstellung des weiteren Leben und und und....

Du darfst weinen, Schreien , wüten, trauern was auch immer.

Und wenn das vorbei ist, dann blicke auf das, was du hast. Ein Leben. Es ist anders als bei den Normalen. Du bist jetzt anders. Aber du lebst.

Krankheiten zu akzeptieren ist enorm schwer. Aber unumgänglich. Weil sie eben da sind, uns zwar verändern, aber, wenn wir Glück haben, uns leben lassen.

Deine Arbeit an dir ist jetzt ein Leben mit einer enormen Behinderung.

Was jetzt ansteht, das wirst du besser wissen. Wie ist es mit einem Rollstuhl, wenn du weiters weg willst. Hilfsmittel, Auto umbauen, wenn's soweit ist.

Gibt es in deinem Fall Prothesen? Was geht, was nicht?

Bein ist weg, aber dein Hirn und der Rest noch da. Krebs besiegt?

Was ich damit sagen will, wenn du akzeptieren lernst, bleibt noch genug. Muss genügen.

Und akzeptieren dauert. Bleib bei uns. Zumindest mental können wir dir versuchen, zu helfen.

08.11.2015 19:35 • x 3 #18


Ja, es ist wirklich zum kotzen, ich weiß gar nicht wie ich das was ich fühle in Worte fassen soll...das geht vermutlich gar nicht!

Ein Rollstuhl kommt für mich in keinem Fall in Frage. Ich will mich nicht unterkriegen lassen, denn ich sehe mich selbst nicht als behindert und ich will es auch nicht sein, darum auch die Krücken!
Aber die sind für mich keine Dauerlösung! Sie ziehen zwar die ganze Aufmerksamkeit auf mich, aber der einzige Grund warum mich jemand der mich nicht kennt ansieht ist aus Mitleid oder Schock. Niemand sieht mich dahinter als Person und das ich trotzdem wie alle anderen bin! Ich will endlich wieder angesehen werden ohne das mein abnormales Körperbild im Vordergrund steht!

Wegen einer Prothese; es ist wie gesagt sehr schwer, da mir das gesamte Hüftgelenk fehlt und somit ein Stumpf an dem eine Prothese halten könnte, aber ich bin gerade dabei eventuell eine für mich geeignete Prothese zu bekommen, ich hoffe, dass es funktioniert!

08.11.2015 23:10 • #19


Hotin
Hallo QR1234,
Zitat:
denn ich habe das Gefühl das Thema über meine Situation nervt viele schon, oder sie trauen sich nicht darüber reden


ja sicher haben die Angst, mit Dir über Deine gesundheitliche Situation zu reden.
Wenn Dir das klar ist, hast Du den Anfang schon mal gefunden.

Zitat:
und ich will auch nicht ständig damit anfangen, da ich nicht will, dass sie denken ich will Aufmerksamkeit oder
Mitleid, es beschäftigt mich einfach...


So klar, wie Du das hier schreibst, wird wohl kaum jemand von Mitleid haben wollen ausgehen.

Zitat:
Niemand sieht mich dahinter als Person und das ich trotzdem wie alle anderen bin! Ich will endlich wieder angesehen
werden ohne das mein abnormales Körperbild im Vordergrund steht!


Das glaube ich nicht. Du solltest allerdings etwas lernen. Viele sind mit der Situation,
einer behinderten Frau gegenüber zu treten richtig verunsichert. Um von ihnen als normal angesehen zu werden,
wirst Du vermutlich erst mal ihr „gaffen“ und erstaunen ertragen müssen. Meistens gibt sich das nach wenigen Minuten.
Und dann werden die meisten wieder normal. Lies mal einen Artikel in einer Zeitung und schau mal, wie Deine Augen
während des lesens wie magisch auf ein Bild gezogen werden. In uns laufen Dinge ab, die wir nur zum Teil
kontrollieren können.

Viele Grüße

Hotin

09.11.2015 08:28 • x 1 #20



x 4


Pfeil rechts