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B

Bokaj
Mitglied

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Hallo Community,

ich würde mich gerne über die psychischen Aspekte von Hyperhidrose austauschen.

Ja, das alltägliche Leiden durch schwitzen an diversen Körperstellen ist eine Qual, für wohl jeden von uns. Jedoch empfinde ich die psychische Belastung wesentlich einschränkender als die Sache an sich. Die Scham, die Angst, die Unsicherheit. Und alles führt nur dazu, dass man noch mehr schwitzt als man es eh schon tut und sich zurück zieht aus dem sozialen Leben. Und man macht es sich damit noch schwerer als es eh schon ist.

Daher meine Frage: Gibt es hier wen, der oder die einen gesunden Umgang mit Hyperhidrose für sich gefunden hat, weg von allen Eingriffen, Medikamenten und Mittelchen? Habt ihr Strategien für den Alltag, um solch Situationen entspannter gegenüber zu treten? Was sind eure Erfahrungen mit Scham und Zurückweisung? Kurzum, wie lerne ich mich selbst zu akzeptieren und nicht gegen mich zu arbeiten?

Ich freue mich über eure Meinungen! lachen

25.05.2026 x 2 #1


2 Antworten ↓

-juli
@Bokaj ich persönlich habe leider keinen gesunden Umgang damit gefunden. Ich habe ein Produkt gefunden, das für mich funktioniert und schaffe es nicht mal, die Anwendung unter der Woche zu reduzieren, weil ich so panische Angst davor habe, dass die Hyperhidrose wiederkommen könnte. Wenn ich nur für mich bin, kann ich auch mal Pausen machen, ich bräuchte die tägliche Anwendung eigentlich gar nicht mehr.... Aber unter der Woche? Ich bin so dankbar, dass endlich mal was funktioniert und ich wieder Farben tragen kann. Vorher war es mir ständig peinlich und ich habe mich so geschämt.

Wer keine Hyperhidrose hat, kann das häufig nicht nachvollziehen. Das Klatschnasssein, die Ekzeme, die man durch die ständig feuchte Haut bekommt. Das ständige Wechseln von Oberteilen und der Wäscheberg, der sich dadurch aufbaut. Ich glaube, ich wasche eine Maschine pro Woche weniger, seitdem ich ein Produkt gefunden habe. Die Kehrseite ist jedoch, dass die Haut ausgetrocknet wird und dass das Produkt nach der Anwendung für ein paar Stunden juckt. Aber das nehme ich für mich gerne in Kauf, auch wenn es komisch ist, Creme an den Achseln anwenden zu müssen.

Ohne Behandlung hat sich bei mir ein Vermeidungsverhalten entwickelt und es hat meine sozialen Ängste in der Pubertät auf die Spitze gebracht, was die Hyperhidrose wiederum noch schlimmer gemacht hat...

Ich wüsste auch gerne, wie andere Betroffene es ohne Behandlung akzeptieren können. Mir fehlt einfach die Motivation dazu.

x 1 #2


B
@-juli danke für deine Antwort! Es freut mich zu hören, dass du ein Produkt gefunden hast, das für dich gut funktioniert! Das ist eine enorme Hilfe, gerade im Alltag.

Ich bin aktuell dabei mir eine Psychotherapie zu besorgen, um die Angst vor dem Schwitzen zu bekämpfen. Denn ich möchte mich nicht dafür schämen müssen so zu sein wie ich bin, und das solltest du auch nicht müssen! Ich merke für mich, dass Stress ein wesentlicher Faktor ist der mein Schwitzen begünstigt. Aber der Stress kommt aus mir heraus, und nicht von außen... Parallel probiere ich autogenes Training aus, mal schauen wie das funktioniert.

Hast du/habt ihr weitere Ansätze um den ganzen gelassener entgegen zu treten?

#3





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