Hallo Leute!

Heute möchte ich etwas zu dem psychologischen und sozialen Aspekt der Hypohydrosis loswerden.

Mich würde interessieren, warum hier im Forum viele so schüchtern und unselbstbewußt sind. Habt Ihr irgendwelche erniedrigenden Erlebnisse gemacht?

Denn ich für meinen Teil habe mich trotz Hyperhidrosis vom "Mauerblümchen" zu einem selbstwußten und aufgeschlossenen Menschen entwickelt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich meist kein Problem damit habe mit meiner Hyperhidrosis offen umzugehen. Ich wurde schon manches mal auf die riesigen Schweißflecken unter meinen Achseln angesprochen, aber anstatt gleich den Kopf in den Sand zu stecken, erklärte ich den Sachverhalt und stieß damit fast immer auf Verständnis.
Vor einigen Jahren hatte ich noch einen sehr großen Freundeskreis, der sich nach der Schulzeit jedoch dezimierte, und ich wurde nie kränkend angesprochen oder gemustert, es machte sich auch kein Ekel bei den anderen breit. Um ehrlich zu sein, bin ich mir noch nicht einmal sicher, ob alle gecheckt haben was bei mir los war.

Selbstverständlich gibt es Situationen in denen diese Erkrankung sehr störend oder peinlich ist, z.B. wenn ich ein Mädchen ansprechen will oder gar ein Date habe. Aber davon sollte man sich nicht unterkriegen lassen, denn mit (zumindest geheucheltem) Selbstbewußtsein kommt die Offenheit und geht die lähmende Anspannung. Ihr solltet auch immer daran denken, dass sich ein Mensch nicht durch die Größe seiner Schweißränder auf dem T-Shirt definiert! Und wer ein Problem damit hat, der ist vielleicht nicht so toll wie Ihr dachtet, denn oberflächliche Personen können immer einen Grund finden einen vorzuverurteilen. Meist dient das aber auch nur dazu um über eigene Unzulänglichkeiten hinwegzutäuschen. Ihr wißt ja, "nobody's perfect".

Also steht zu Euch und seid selbstbewußt, dann klappt's auch mit dem Nachbarn

13.06.2002 18:34 • 16.06.2002 #1


6 Antworten ↓


Hallo Michael,

zunächst einmal zu Deiner Frage, warum hier in diesem Forum angeblich viele "so schüchtern und unselbstbewußt" sind:
Diesen Eindruck hatte ich eigentlich nie, wenn ich die vielen Fragen und Antworten gelesen habe. Bei sehr vielen hatte ich eher das Gefühl, daß sie hier nach Hilfe rufen und das auch ganz offen tun können, weil jeder anonym bleiben und sich hier endlich öffnen darf. Ein Hilferuf, verbunden mit freiwilligem Outing, kann doch kein Anzeichen für Unselbständigkeit sein.

Deinen Ratschlag zum "zumindest geheucheltem Selbstbewußtsein" kann ich überhaupt nicht verstehen. Glaubst Du wirklich, daß sich Selbstbewußtsein spielen läßt?

Ich wünsche Dir, daß Dein beschriebenes Selbstbewußtsein wirklich echt ist und Du Dir nicht selbst etwas vorheuchelst.

Deiner (wiegemeinten?) Empfehlung, immer daran zu denken, "dass sich ein Mensch nicht durch die Größe seiner Schweißränder auf dem T-Shirt definiert" werde ich natürlich nicht nachkommen; sei mir nicht böse, aber was zuviel ist, ist einfach zuviel .....

Benutzt Du eigentlich AlCl, wenn ja warum?
Bei Deinem Selbstbewußtsein hättest Du das doch gar nicht nötig.

13.06.2002 20:10 • #2


Hallo Nepomuk!

Anscheinend hast Du meinen Beitrag irgendwie in den falschen Hals bekommen, denn ich wollte hier wirklich niemanden beleidigen - vielleicht habe ich mich ja auch mißverständlich ausgedrückt.

Mir ist wirklich aufgefallen, dass zumindest einige wenig Selbstbewußtsein (das hat nichts mit unselbstständig zu tun!) haben. Wie anders ist es sonst zu erklären, dass es ihnen sooooo doll unangenehm ist, dass sie noch nicht einmal mit ihren besten Freunden oder engsten Familienangehörigen über ihr Problem sprechen können, geschweige denn sich trauen beim Apotheker nach AlCl zu fragen?
Wohlgemerkt, dass soll doch kein Vorwurf sein, sondern ist lediglich eine Feststellung und gleichzeitig ja auch mit einer Frage verbunden gewesen. Denn mich interessiert es wirklich, ob andere schlechte Erfahrungen gemacht haben und ich selbst vielleicht einfach von meiner Umwelt "verwöhnt" worden bin.

Das Leute hier im Forum nach Hilfe suchen (wie ich es selbst getan habe) und sich outen können, finde ich absolut super, auch, dass hier eine durch und durch freundliche Atmosphäre herrscht, ist schön. Nur ist es natürlich auch einfacher sich (anonym!) vor Leuten zu outen, die das gleiche Problem haben.

Zu Deiner Frage: Selbstbewußtsein läßt sich in einem gewissen Maße spielen oder denkst Du wirklich, dass Musikstars, Fernsehmoderatoren oder Schauspieler alle so cool sind, wie sie wirken? Auch bei meinen Prüfungen habe ich gelernt, dass Lehrer einen mit ihren Fragen bei weitem nicht so verwirren können, wenn man bewußt (auch wenn man vielleicht unsicher ist) auf seinem Standpunkt beharrt. Und stellt man fest, dass man souverän ist und auch diese Wirkung bei seinem Gegenüber erzielt, dann baut sich nach und nach ein echtes Selbstbewußtsein auf! Das ist wie mit der Angst, die man ja auch in gewissen Grenzen beeinflussen kann. Stellt man sich seinen Ängsten immer wieder und jedes mal ein bißchen mehr, dann verschwindet sie irgendwann. Ich hatte früher z.B. panische Angst vor Hunden (habe die Straßenseite gewechselt, wenn ich einen gesehen habe, etc.) und ich habe das mittlerweile ganz gut im Griff!

Der Satz "Ein Mensch definiert sich nicht durch die Größe seiner Schweißränder auf dem T-Shirt!" ist doch absolut positiv gemeint! Gemeint ist, dass man sich nicht verstecken soll oder auch keine Komplexe bekommen soll, nur weil man stark schwitzt. Denn jeder von uns hat als Individuum eine Menge zu bieten! Da wirst Du mir doch sicherlich zustimmen, oder?
Wieder ein persönliches Beispiel: Ich habe früher echte Probleme mit meinem Äußeren gehabt und mich nie getraut nur daran zu denken ein Mädchen anzusprechen, weil ich mich einfach für zu häßlich gehalten habe. Doch Freunde haben mir gezeigt, dass ich mehr zu bieten habe als nur eine Hülle. Man kann Menschen auch durch Freundlichkeit, Charme oder Humor für sich gewinnen. Dadurch erlangt man auch eine Menge Selbstvertrauen! Im Prinzip lautet diese Botschaft nur "Schau auf die inneren Werte!", auch wenn das natürlich sehr abgedroschen klingt.

So, ich hoffe, damit alle Klarheiten beseitigt zu haben und betone nochmals, dass dies nicht als Beleidigung gedacht war, sondern als Ermutigung oder Plädoyer für die HHler!

Liebe Grüße, Michael!

PS: Ich benutze seit neuestem auch AlCl. Selbstverstänldich laufe auch ich lieber trocken durch die Gegend. Man liest ja auch immer wieder von Brandopfern oder andersartig entstellten Menschen, die wieder Mut zum Leben gefaßt haben und selbstbewußt anderen Menschen entgegetreten. Trotzdem würden die ja wohl auch ein Heilung nicht ausschlagen, wenn es eine gäbe.

13.06.2002 21:28 • #3


Hi Michael,

auch ich hatte den Eindruck, daß offenbar viele Menschen, die mit Hyperhidrosis zu tun haben, gleichzeitig scheue und leicht zu verunsichernde Charaktere sind, so daß es naheliegt über Zusammenhänge zwischen "schwitzen" und "Selbstbewußtsein" nachzudenken. Bis ich auf dieses Forum gestoßen bin hatte ich keine Möglichkeit mich mit jemandem so intensiv über diese Thematik auszutauschen, obwohl ich ein "Kopfmensch" bin, will heißen, daß ich Lösungsansätze gerne theoretisiere.
Mag sein, daß ich bisweilen unter Komplexen leide und ein eher introvertierter Typ bin, schüchtern und nachdenklich. Fakt ist, daß meine axillare Hyperhidrosis nur indirekt mit psychischen Einflüssen zu tun hat. Sicher schwitze ich vermehrt, wenn ich im Streß bin, irgendwie verunsichert, Kaffee getrunken habe, oder einfach nur weil es warm ist. Aber ich schwitze auch unabhängig hierzu, wenn ich mich entspannt fühle es mit gutgehen lasse. Es hat eher mit einem tageszeitlichen Rhythmus zu tun, also immer Beginn morgens, mittags am stärksten und dann immer weniger bis dann nachts gar nicht mehr. Ich arbeite im Schichtdienst und gerate durchaus in unangenehme Situationen, die, sofern sie in die Nachmittagsstunden fallen, keinerlei Auswirkungen auf meine Schweißdrüsen haben.
Mein Eindruck ist, daß es sich bei unserem Schwitzen um das handelt, was man als "vegetative Dysfunktion" bezeichnet, die ihre Ursache im autonomen Nervensystem hat. Warum es hier zu Störungen kommt, darüber läßt sich wohl nur spekulieren. Die Auswirkungen können vielfältig sein.
Für mich selbst möchte ich behaupten, daß erst das Schwitzen da war und dann die Unsicherheit, die Hemmung, schon alleine durch die marionettenhaften Bewegungsabläufe, zu denen man bei Schweißausbrüchen und den damit verbundenen Schamgefühlen gezwungen ist. Ich finde mein übermäßiges Schwitzen in ähnlicher Weise beschämend, wie z.B. einnässen mit Urin, oder Blähungen in der Öffentlichkeit. Wenn man es nicht steuern kann ist es geradezu mit lähmender Unsicherheit verbunden.
Ich bewundere deinen Mut mit diesem Problem auch außerhalb dieses Forums so offensiv umzugehen. Mein Ding ist das nicht und ich möchte nicht mit jedem offen darüber reden müssen, um mich zu erklären, sondern diese Dinge in den Griff kriegen und lenken können. AlCl ist für mich eine Offenbarung, ich bin ein neuer Mensch und jetzt schon weit weniger unsicher, weil ich bei sozialen Kontakten meine Körpersprache besser zum Einsatz bringen kann und nicht ständig durch mein Versteckspiel abgelenkt werde.
Mit "Outing" habe ich eher schlechte Erfahrung gemacht. Viele Menschen kennen diese Problematik nicht, sind voller Vorurteile und halten einen für wenig gepflegt, eklig, oder psychisch gestört. Was soll´s! Mag sein, daß hier Aufklärung nötig wäre, aber ich setze meine Energie lieber für Lösungen im Bereich des geringsten Widerstandes ein, also der Suche nach Normalität und Symptomfreiheit.
Ich hoffe mein Endlosvortrag hat dich jetzt nicht gelangweilt, aber ich wollte diese Dinge gerne einmal loswerden. Danke für den Denkanstoß und die Möglichkeit einer auch gerne kontroversen Diskussion.

Liebe Grüße von Kerstin

14.06.2002 19:26 • #4


Hallo allerseits,

mit dem Aufbauen von Selbstbewusstsein durch gespieltes Selbstbewusstsein in deinem 2. Beitrag, Michael, hast du recht. Aber mit jedem darüber zu reden.... nein danke!

Mir fallen spontan 2 erniedrigende Ereignisse ein: Als ich noch in der Schule war, zog ich an einem warmen Tag meinen Pullover aus, und das T-Shirt hatte Schweissflecken. Kommentar eines Mitschülers, quer durch die Klasse gerufen: "Ey, (dann mein Name) hast du dich nicht gewaschen? Iih." Da hab ich dann einigermassen cool reagiert, aber es war schon schei..
Und bei einem ziemlich guten Bewerbungsgespräch hatte ich anfangs normale Hände, als ich reinkam. Beim Verabschieden waren sie aber total nass, und der Personalchef guckte mich echt komisch an. Auch später bei diesem Job, wenn ich ihm die Hand geben musste, war sie meist nass und dementsprechend sein Blick.

Klar sollte man eigentlich nicht allzu viel darauf geben, aber wenn es jemand nun mal echt eklig findet und auch nichts dagegen machen kann, was soll ich da tun?

Außerdem gibt es noch ein Problem mit dem gespielten Selbstbewusstsein: Manchmal klappt es ja, aber was ist, wenn man dann rot wird? Das passiert mir leider ziemlich oft, und dann kann man schlecht schauspielern!

Wozu ich aber auf jeden Fall zustimme, ist, dass ich mir gegenüber zu anspruchsvoll bin. Ich will immer perfekt sein, und ärgere mich total, wenn mir etwas, was mir wichtig ist, nicht so gut gelingt oder wenn ich merke, dass die Leute, mit denen ich zu tun habe, mich nicht ALLE mögen, sondern nur manche. Ich weiss, dass das normal ist, aber irgendwie habe ich zu hohe Ansprüche an mich. Doch ich arbeite an der ganzen Sache, und hoffe, mehr Selbstbewusstsein zu bekommen und weniger selbstkritisch zu werden.

Viele Grüße

PS. Interessante Diskussion übrigens!

15.06.2002 14:36 • #5


Hallo allerseits!

Ich freue mich, dass Ihr auf meinen Beitrag geantwortet habt und schon die Länge Eurer (wohlgemerkt interessanten!) Beiträge zeigt doch schon die Brisanz des Themas. Auch die Reaktion von Nepomuk, der mich allerdings mißverstand, zeigte mir dies bereits.

Ich nehme auch an, dass es einen Zusammenhang zwischen psychischem Stress und dem Schwitzen gibt. Denn gleichwenn ich keine Angst oder dergleichen verspüre, wenn ich beim Arzt sitze oder mich mit meinem Chef unterhalte, bin ich doch innerlich immer sehr aufgeregt. Das ist wie so ein innerliches Kribbeln, außerdem habe ich dann meistens einen Puls um 100 rum. Und der Kaffee ist der Sache auch nicht gerade zuträglich...

Auch mir ist es unangenehm, wenn ich sehr stark schwitze, aber peinlich ist es mir nicht! Deswegen bin ich erstaunt, dass es Kerstin genauso unangenehm findet wie Inkontinenz! Das ist ja doch ein ganz schön krasser Vergleich... allerdings finde ich den Vergleich mit den Blähungen sehr treffend Jedoch habe ich auch dabei schon Leute erlebt, die mit absoluter Gelassenheit darüber hinweggegangen sind, mit Kommentaren wie "Ups, das war ja ein frecher Wind...".

Da sieht man mal wieder, wie man durch unerschütterliches Selbstvertrauen (vielleicht sogar ein bißchen Arroganz) selbst peinlichste Situationen entschärfen kann. Mir ist es auch schon manches mal passiert, dass ich einen roten Kopf bekommen habe, allerdings merke ich es persönlich immer erst, wenn dann jemand sagt "Mensch, brauchst doch nicht gleich rot zu werden!". Ich finde durch so etwas macht man eine Situation erst ungenehm. Meine beste Freundin hat's aber noch schlimmer erwischt. Wenn sie sehr aufgeregt ist, wird sie ganz rot am Hals und im Gesicht, allerdings bleiben einige Flecken weiß - sie sieht dann aus wie ein Fliegenpilz! So hat ebend jeder seine eigenen Probleme... Ich habe Ihr übrigens von diesem Forum und AlCl erzählt und sie hat sich total für mich gefreut und war aber auch sehr interessiert, obwohl sie gar nicht betroffen ist. Vielleicht habe ich wirklich Glück, solche Freunde zu haben!

Vielleicht sollte auch mehr Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit geleistet werden. Denn die meisten wissen doch noch nicht einmal, dass es diese Krankheit gibt! Im Forum habe ich auch schon mal gelesen, "Ist das wirklich eine Krankheit? Ich meine jeder von uns schwitzt doch mal mehr mal weniger.".
Ich frage mich bloß, wie Leute zu der Schlussfolgerung gelangen, dass man sich nicht wäscht, nur weil man riesen Schweißflecken hat. Selbst wenn sich ein Nichtbetroffener 4 Wochen nicht waschen würde, würde er immer noch nicht so schwitzen. Außerdem geben HH-Betroffene vielleicht mehr Acht auf Hygiene als andere, gerade um solchen Vorurteilen entgegen zu wirken!
Ich habe mir übrigens vorgenommen, meiner Allgemein-Ärztin (eine sehr nette, verständnisvolle Frau) nächstes Mal von diesem Forum zu berichten und ihr den Tipp mit der Methylzellulose zu geben, für den Fall, dass sie mal von anderen HH-Betroffenen nach Hilfe gefragt wird.


So ich hoffe auf noch viele interessante Antworten und Diskussionen!

Liebe Grüße, Michael

16.06.2002 12:05 • #6


Hi Michael.
Ich verstehe was du meinst, weil es ja offensichtlich einige Leute gibt, die sich noch nicht einmal trauen in die Apotheke / zum Arzt zu gehen. Da kann ich nur sagen, dass es dann vielleicht noch nicht krass genug ist. Denn irgendwann ist normalerweise der Ärger über HH größer als das Schamgefühl. Manch einer denkt sich wohl "ich würde alles tun damit..." aber dann muss man eben auch alles tun! Und man kann auch in eine andere Apotheke gehen, in eine andere Stadt. Ärzte sind sowieso der Schweigepflicht unterworfen und Apotheker sollten auch nicht alles rumplappern. Und selbst wenn es rauskommt, dass ihr AlCl benutzt oder gekauft habt: bei den meistens wirkts ja dann. Und in einer Woche redet da spätestens niemand mehr drüber. Andere haben Allergien oder andere Sachen. Es ist eben eine überreaktion / überproduktion der Schweißdrüsen, das müsste eigentlich jeder verstehen, vor allem weil man ja auch was dagegen machen kann.
Allerdings kann ich deine Einstellung nur bewundern, Michael. Ich habe das niemandem erzählt, noch nicht mal meiner Mutter und die raffts heute noch als nicht. Ich habs mal einem Freund erzählt. Der hat mir nicht den Kopf abgerissen, aber geholfen hats nicht. Die Unsicherheit ist ja dann immer noch da. Das einzige was hilft, ist die Heilung / Linderung.

Zu Kerstin möchte ich noch folgendes sagen: Du hast wohl recht, dass man schnell ein introvertierter Mensch wird. Ich hatte dann irgendwann einfach kein Bock mehr auf Gesellschaft, auf viel Leute (weil viel Leute in engem Raum - höhere Temperatur ; oder: viel Lachen - höhere Körpertemperatur). Meinem Arzt hab ich damals gesagt, dass mich das mit HH schon sehr mitnimmt und er hat mir gleich einen Psychater angeboten. Man sollte die psychischen Folgen nicht unterschätzen. Man kann einfach nicht mehr "man selbst" sein. Man kann nicht mehr im Jubel die arme hochreißen, andere umarmen, anderen nah sein, sich frei bewegen. Das führt einfach zwangsläufig dazu, dass man eher introvertiert wird.
mfg
martin

16.06.2002 14:16 • #7




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