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C

circlel
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4
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Der Fall der Eitelkeit

In einem großen, aber schon sehr verfallenen ,Schloß lebte ein junger König .
Er war für seine Eitelkeit und Selbstüberschätzung in seinem Land bekannt .
Als er nun merkte das sein Schloß immer mehr zerfiel , machte er sich daran es zu Reparieren . Als er nun, in der Sonne schwitzend ,auf einer Leiter stand kam ein Mädchen in alten zerlumpten Gewändern zu ihm . Sie bot ihm kühles Wasser wenn er nur ein paar Worte mit ihr wechsele . Er schaute zu ihr herab und dachte bei sich :" Mein Gott , wie ärmlich und häßlich sie doch ist . Nein , mit ihr rede ich nicht . Was sollen denn die Leute von mir denken !" Zu ihr sprach er :" Mädchen geh weiter , du stehst nicht in meinem Stand !" Traurig verließ ihn das Mädchen und ging in den Wald zurück !
Als sie verschwunden war machte er sich weiter an sein Werk . Doch durch die große Hitze war ihm schon recht wackelig in den Beinen und so stürzte er schwer von der Leiter .
Dabei viel er mit dem Gesicht in einen großen Haufen Scherben !
Als er wider zu sich kam lag er im Gras , er stand langsam auf und ging in den Schloßhof an den Brunnen um sich die Wunden zu waschen . Als er sich dabei über den Brunnen beugte sah er sein Spiegelbild im Wasser . Er erschrak gar schrecklich , denn was ihn dort ansah war eine völlig entstellte Fratze die einst sein Antlitz war ! In seinem Wehklagen setzte er sich an die Schloßmauer und wollte nimmer mehr Leben . Er schloß die Augen und legte den Kopf in die Hände .
" Herr " sprach da eine leise Stimme " Herr, nehmt einen Schluck Wasser und sprecht mit mir !" Er sah auf und wider stand das Mädchen bei ihm , in der Hand einen Krug Wasser .
Seine Augen waren geschwollen und so konnte er sie nicht recht erkennen . Also dachte er bei sich " Wenn ich nun hier alleine sitze werde ich verdursten , doch , ich will das Opfer bringen und mit ihr reden !" Als sie nun schon eine Weile saßen und sprachen , merkte der König das ihm ganz leicht war ums Herz , er lachte und hatte Spaß daran mit ihr zu reden !
Als sie ihm anbot ihn zu Pflegen verneinte er ihre Anwesenheit nicht länger .
So gingen Tage und Wochen ins Land und der König wart genesen . So kam der Tag an dem sie ihn verließ und zurück in den Wald ging .
Doch nun waren die Tage des Königs leer und freudlos niemand mit dem er so lachen konnte und ihm fehlten ihre langen Gespräche !
So machte er sich auf in den Wald und fand sie nach kurzer Suche auf einer Wiese . Sie stand im Gras und sah den Rehen beim Fressen zu .
Als er sie sah leuchteten seine Augen auf vor Freude und sein Herz hüpfte vor Erleichterung . Sie sah ihn an und lächelte ............. für wahr solch ein lächeln hatte er noch nie gesehen .......in solch strahlende Augen nie geblickt !
Und er schaute durch ihre Augen direkt in ihr Herz , das Güldener war als Sternenstaub und zerbrechlicher als Elfenflügel. Vergessen wart ihr schäbiges Antlitz und ihre verlumpten Gewänder ................ denn er hatte erkannt was wahre Schönheit ist . Die Schönheit die alles andere in fahlem Licht erscheinen läßt und nur mit Stille spricht . Die Kraft der Herzensgüte und die Schönheit der Seele wiegen Tausendfach mehr als aller Prunk und Makellosigkeit der Welt !
So fanden sich zwei Herzen , die Miteinander mehr als die Welt waren .
Und so lebten sie Glücklich im Schloß bis an ihr Lebensende !!

©Circlel

12.11.2007 #1


1 Antwort ↓

G
Schön diese(s) Geschichte/Märchen!

Bis 25. November 2007 sind in Berlin noch die Märchentage. Beeindruckend sind auch diese.

Eitelkeit gepaart mit Selbstironie ist akzeptabel.
Gianni Versace

#2





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