MaKaZen
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Zitat von Azure:ausserdem interessiert es mich jetzt doch wo Eltern und Schüler stark unterschiedliche Bedürfnisse haben. Bisher hatte ich immer das Gefühl dass aus "offizieller" Sicht eine Trennlinie zwischen Eltern und Schülern auf der einen, sowie Lehrer auf der anderen Seite ist.
Ich bin hauptberuflich Klavierlehrer und arbeite mit Motivation und nicht mit Pauken. Die Kids können relativ früh Stücke auswählen und ich bringe ihnen diese bei. Ich mach auch viele Theoriespiele, alles ziemlich locker. Ich rede zwar über das Üben, aber verlange es nicht in erster Linie. Sie sollen in erster Linie Spass an der Musik haben und beim Erlernen des Instruments. Einige Eltern finde das cool und andere weniger, da irgendwie zu frei.
Ein Mutter erzählt mir, dass ihr Kind seit einiger Zeit nur noch wenig übt und meldet ihren Sohn ab. Ich erkläre ihr, dass ihr Sohn in der Vergangenheit gut geübt hat und tolle Fortschritte gemacht hat. Es ist normal, dass es Phasen gibt, wo die Motivation tiefer ist. Ich nehme auch ihre Position wahr, die möchte, dass ihr 8-jähriger Sohn selbständig übt und sie hat keinen Lust, in der Angelegenheit hinter ihm her zu sein. Ich erkläre ihr, dass ihr Vorstellung nicht altersgerecht ist. Das sind irgendwie anstrengende Gespräche, da es mir für das Kind leid tut, der das ganze emotional nicht verarbeiten kann. Er hat ja nix falsch gemacht!
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