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Ninja1001

Ninja1001
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Sammelthema
Hallo.
Wer von euch war schon in einer Psychiatrie und mag darüber berichten?
Ich würde mich über Antworten freuen.

15.02.2021 x 1 #1


94 Antworten ↓
calinmagique

calinmagique
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@ratmat Ui - das freut mich ja für Dich, dass Du einmal die Woche Deine Kinder sehen darfst! freuen

Ich betrachte es wie meine Vorredner als Vorteil, dass Du ein Einzelzimmer beziehen durftest. Ähnlich wie im allgemeinen Krankenhaus können Zimmergenossen seeehr schwierig sein. Allerdings wäre es vielleicht gut, wenn Du nach dem Abendessen nicht immer die restlichen Stunden vor dem Zubettgehen alleine im Zimmer sitzt, sondern in den Aufenthaltsraum gehst und - wenn es geht - die Gesellschaft anderer Patienten suchst. Dann mußt Du nicht ständig an deine Lieben denken, sondern bist abgelenkt.
Auch dass die Mahlzeiten und Therapien Pflicht sind, sehe ich positiv. Das gibt Struktur,
und Du kannst an Dir arbeiten.

Gibt es Abends eine Art Sozialprogramm oder geht jeder auf seine Stube?
1998 war ich einer Klinik, die nichts für die Freizeitgestaltung anbot, aber einen Tagessatz von 1000 Mark hatte. stirnrunzeln Auf die ständigen 3- und 4-Gängeluxusmenüs hätte ich gerne verzichtet, wenn ich dafür hatte Billard und Tischkicker oder Dart hätte spielen dürfen. Nein, es verzogen sich nach dem Diner alle auf ihre Bude.

Hoffentlich hast Du es da besser.

Hast Du schon Deinen Therapieplan für diese Woche bekommen?

Herzliche Grüße

calin

12.12.2017 16:12 • x 2 #60


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Wer war schon mal in einer Psychiatrie?Erfahrung

x 3


calinmagique

calinmagique
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Liebe @Ratmad ,
vielen lieben Dank für Dein Erzählen und sorry, dass ich mich erst jetzt melde. :-/

Bei Medikation kenne ich mich leider nicht so gut aus, aber ich glaube, dass meine
Vorredner gute Ratschläge gegeben haben - vor allem, sich nicht durch Berichte aus
dem Internet verrückt zu machen.

Eine Frechheit finde ich das von den Ärzten, dass sie Dich gebeten haben, Deinen Mitpatienten nichts über Deine Trauer zu erzählen! Evil or Very Mad
ist doch bekannt, dass der Austausch und das Sichauffangen unter den Patienten
oft mehr zur Heilung beiträgt als die Therapiestunden. stirnrunzeln
An Deiner Stelle würde ich mich an das Gebot nicht halten; schließlich geht es um Deine Gesundung! Auch würde ich mich nicht auf die Akutstation verlegen lassen,
denn dort wärst Du allein, zumal Du ja schon Kontakt zu anderen Patienten geknüpft hast.
Und warum muss Deine Familie Dich außerhalb der Station besuchen?

Muss echt ne komische Klinik sein, in die Du da geraten bist.

Ich hab am Wochenende öfter an Dich gedacht, wie es Dir zuhause wohl ging.
ich habe zwar keine Kinder, aber ich stell es mir einfach zehnmal so schwer vor, wie meine Freundin (die es grad leider nicht gibt seufzen ) am Sonntagabend auf den Zug zu bringen...
Gelingt es Dir, an die schönen Stunden zu vorauszudenken, die Dich nächstes Wochenende erwarten, und nicht an den Abschiedsschmerz?
Ich hoffe es für Dich.

Alles Liebe

calin

P.S.: Danke für Deine guten Wünsche. Ja, aus dem depressiven Loch bin ich gekrochen, muss aber schauen, dass es nicht gen Manie kippt.
Auch kann ich das Band zu meiner Exfreundin nicht lösen. jeden Tag schleudert mich
ein äußerer Auslöser, z.B. der park, in dem wir spazierengingen, in das quälende Bad der Erinnerung. weinen Hoffentlich heilt die Zeit diese Wunde oder eine neue Bekanntschaft.

19.12.2017 10:52 • x 1 #82


Zum Beitrag im Thema ↓


V
Hallo,
ich hatte bereits Aufenthalte dort, welche allerdings sehr lange zurück liegen und von mir nicht unbedingt als "Erfolgserlebnisse" (wie die Unterkategorie hier heißt) wahrgenommen wurden. Darüber möchte ich mich nur ungern äußern, um niemanden zu entmutigen, der vielleicht eine stationäre Behandlung in Erwägung zieht. Zumal es auch vom persönlichen Empfinden, dem Hilfebedarf und natürlich von der jeweiligen Klinik abhängt. Als Erste-Hilfe-Maßnahme bei akuten Krisen kann die Psychiatrie schon ganz nützlich sein.

x 2 #2


Flo1890
Ich war vor 12 Jahren für 5 Wochen in der geschlossenen,die wussten aber nicht so wirklich was sie mit mir machen sollten,arbeiten halt auch nur nach "Schema F",wer da nicht reinpasst hat Pech gehabt.Diese Erfahrung habe ich zumindest gemacht.

x 1 #3


Joschi
Hallo Ninja...ich war schon drei mal in der Psychiatrie und zweimal psychosomatische Klinik insgesamt 9Monate und hab nen guten Vergleich.Ich denke es kommt auch auf die Station an welche Patienten dort sind in der Psychiatrie.Bei der Psychiatrie wird grossen Wert auf Medikamente gesetzt.In psychosomatischen Klinken weniger bis gar nichts Medikamentöses....Bei akuten Krisen ist die Psychiatrie eine gute Anlaufstelle,weil bei psychosomatischen Kliniken oft lange Wartezeiten sind....Falls Du weitere Informationen über Behandlung/Therapien möchtest kannst Du mich gerne per PN anschreiben....Liebe Grüsse Joschi

x 3 #4


petrus57
Es kommt wohl darauf an ob du eine gute Klinik erwischt. Erwischt du eine schlechte Klinik kann das schon mal nach hinten losgehen.

Ich kam kranker raus wie rein.

x 1 #5


petrus57
Ich muss wenn ich an Psychiatrie denke immer an "Der goldene Reiter" von Joachim Witt denken.

#6


C
Ich war mal 3 Monate stationär. Die Gesprächstherapie half mir sehr.
Yoga/ Muskelrelaxation unter Anleitung, war auch klasse.
Um jeden Morgen spazieren zu gehen (war ein Muss !)
und jeden Abend nach Anweisung "Mensch ärgere Dich nicht" zu spielen , hätte ich in keine Klinik gemusst.
Es war aber 24 Std. jemand für einen da, falls man das gebraucht hätte. Das war sehr beruhigend.
Man lernt Menschen mit ganz anderen Krankheitsbildern kennen.
Es wurde auch niemand mit Medikamenten ruhig gestellt,
wie es ja manchmal so dargestellt wird.
Bereut habe ich es nie, stationär gewesen zu sein.

x 4 #7


Joschi
Zitat von Castro:
Ich war mal 3 Monate stationär. Die Gesprächstherapie half mir sehr.
Yoga/ Muskelrelaxation unter Anleitung, war auch klasse.
Um jeden Morgen spazieren zu gehen (war ein Muss !)
und jeden Abend nach Anweisung "Mensch ärgere Dich nicht" zu spielen , hätte ich in keine Klinik gemusst.
Es war aber 24 Std. jemand für einen da, falls man das gebraucht hätte. Das war sehr beruhigend.
Man lernt Menschen mit ganz anderen Krankheitsbildern kennen.
Es wurde auch niemand mit Medikamenten ruhig gestellt,
wie es ja manchmal so dargestellt wird.
Bereut habe ich es nie, stationär gewesen zu sein.

mit Ruhig stellen:Ich war auf ner Depressionsstation und da ist die Tedenz doch einige Tabletten für jeden am Tag und wenn diese nicht vertragen werden gibt es schon nen Kampf mit den Psychiatern so zumindest war es bei mir...

#8


Hurt
Hier in Deutschland ist es so, dass es ein Makel ist, in der Psychatrie gewesen zu sein.

Es ist zwar jetzt lange her, aber ein Richter hat mir mein Kind abgesprochen und es dem Vater "übergeben", weil ich Jahre vorher mal 3 Wochen in der Psychatrie gewesen bin. Dass ich den Vater wegen Kindesmissbrauch angezeigt habe, hat da nie eine Rolle gespielt. Selbst das Jugendamt hat da mitgespelt.

Aufgrund dieser Erfahrungen würde ich niemals wieder freiwillig in eine Psychatrie gehen. Meine Erfahrung war, dass der Mensch entmachtet und entwürdigt wird. Hilfe habe ich dort überhaupt nicht bekommen. Im Gegenteil. Ich war dort mit derart wahnsinnigen Personen zusammen "gesperrt", dass ich danach jahrelang ein Trauma hatte!

#9


Verena87
Therapiestation super!
Offene Akutstation fand ich für mich nicht so toll- eben oft sehr unruhig, Medikamente im Vordergrund

#10


C
Auch wenn man stationär ist, ist man immer noch ein Mensch mit Rechten und eigener Meinung. Hätte mich jemand zu Medikamenten gezwungen, die ich nicht wollte, hätte ich die Station verlassen. Zum Glück war das aber nicht so.

#11


Joschi
Hallo Castro..ich vertrage allgemein keine Psychopharmaka und das nem Psychiater beizubringen ist nicht einfach.Deshalb werd ich in keine Psychiatrie mehr gehen sondern psychosomatische Klinik z.b.Windach am Ammersee ist da Top

#12


C
Zitat von Joschi:
Hallo Castro..ich vertrage allgemein keine Psychopharmaka und das nem Psychiater beizubringen ist nicht einfach.Deshalb werd ich in keine Psychiatrie mehr gehen sondern psychosomatische Klinik z.b.Windach am Ammersee ist da Top

Ich bin auch kein Freund von Psychopharmaka. Nahm sie nur mal kurz als Notfallmedi, während einer Lebenskrise (Tavor, Diazepam) .
Dann wünsche ich Dir eine gute Zeit in dieser Klinik.
Daumen hoch

#13


F
Huhu, war zweimal in Klinik stationär und einmal Tagesklinik an Psychiatrie angeschlossen. Ich würde Klinik empfehlen, Psychiatrie ist zwar im Wandel, aber hab es auch stark medikamentenlastig und iwie weggesperrt empfunden in Tagesklinik. Kommt aber auch immer auf Beschwerdebild an.

x 1 #14


Ratmad
Hallo, ich habe da auch einpaar Fragen an euch. Wieviele Menschen sind zusammen in einem Zimmer? Werden die Patienten nach ihren Krankheiten "sortiert"? Und ist es im Zimmer so, wie in einem normalen Krankenhaus oder anders? Darf man mitgebrachte Medikamente einnehmen? Ist das wirklich so, dass jemand für einen 24 Stunden da ist, falls es ihm sehr schlecht geht?

#15


F
Zitat von Joschi:
Bei der Psychiatrie wird grossen Wert auf Medikamente gesetzt.


Das war bei mir genau das Gegenteil,wie wollten mir nichts geben trotz schwerer Depression und Angststörung.
Bis sie irgendwann ein Einsehen hatten.

Ich war letztes und dieses Jahr in der Psychiatrie.
Es gab gute und schlechte Dinge.

x 1 #16


Joschi
Hallo Flame...das ist mir jetzt neu bzw. hab ich noch nie gehört,dass in ner Psychiatrie es keine Medikation gibt...

#17

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F
Zitat von Joschi:
Hallo Flame...das ist mir jetzt neu bzw. hab ich noch nie gehört,dass in ner Psychiatrie es keine Medikation gibt...


Das hab ich auch nicht gemeint.
Nur ICH bekam erstmal nichts.
Sie waren der Meinung,ich müsse mich noch mehr mit der Angst konfrontieren,bis ich irgendwann merken würde,dass sie von alleine verschindet.
Sie verschand aber nicht,ich war am Ende suizidal.

Alle anderen bekamen Medikamente,was ja auch sinnvoll ist in schweren Krisen.

#18


Ninja1001
Zitat von Ratmad:
Hallo, ich habe da auch einpaar Fragen an euch. Wieviele Menschen sind zusammen in einem Zimmer? Werden die Patienten nach ihren Krankheiten "sortiert"? Und ist es im Zimmer so, wie in einem normalen Krankenhaus oder anders? Darf man mitgebrachte Medikamente einnehmen? Ist das wirklich so, dass jemand für einen 24 Stunden da ist, falls es ihm sehr schlecht geht?

Hi.
Ich kann nur von mir sprechen.
Ich war noch mit zwei anderen auf dem Zimmer.
Sortiert waren wir nicht.
Im Prinzip wie im Krankenhaus,ausser Besuch,der durfte nicht mit aufs Zimmer.
Mitgebrachte Medikamente mussten abgegeben werden.
Und es war immer jemand da falls es einem schlecht geht.
Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen.

x 1 #19


Ratmad
Zitat von Ninja1001:
Hi.
Ich kann nur von mir sprechen.
Ich war noch mit zwei anderen auf dem Zimmer.
Sortiert waren wir nicht.
Im Prinzip wie im Krankenhaus,ausser Besuch,der durfte nicht mit aufs Zimmer.
Mitgebrachte Medikamente mussten abgegeben werden.
Und es war immer jemand da falls es einem schlecht geht.
Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen.

Ich danke dir für die Antwort! Komisch, mein Arzt meine ich SOLL sogar was mitnehmen (z.B. Lorazepam) für den Nottfall, weil die im Krankenhaus nicht gerne Benzodiazepine geben (eher starke Neuroleptika), aus Angst vor Abhängigkeit...

#20


A


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