Zitat von Schwarzes_Klee: Man kann nicht jedem helfen?
Nein.
Leider nicht.
Zitat von Schwarzes_Klee: Wenn man auch stur nach Lehrbuch behandelt und schon aufgibt bevor man richtig anfängt
Das hat nicht nur etwas mit dem Lehrbuch zu tun, sondern neben dem Therapeuten auch damit, dass man als Mensch bereit sein muss, sich grundlegend selbst auf den Prüfstand zu stellen.
Nicht indem man sich selbst problematisiert, sondern indem man, auch unter Hilfe, in sich geht und hinterfragt, wieso die Dinge so sind, wie man denkt, dass sie sind.
Die Herausforderung dabei, hat etwas mit der Art und Weise zu tun, wie das Gehirn funktioniert.
Stell dir ein Teleskop vor, um dir nachts die Sterne oder Planeten anzugucken. Du siehst diese Sterne und Planeten nur deshalb, weil du dich selbst nicht in dem Okular des Teleskop spiegelst. Ansonsten würde dir dein Spiegelbild selbst im Weg stehen. Du blendest dich selbst aus.
Die Crux an der Sache ist - wenn du in dich selbst schaust, stößt du auf das gleiche Problem wie beim Teleskop. Du blendest dich selbst aus.
Das Bewusstsein kann sich selbst, dh warum es denkt, was es denkt, ausblenden, und unsere eigenen Fehlschlüsse bzw. Verzerrungen werden unsichtbar. Hin und wieder bemerken wir mal einen "Fehler" in der Matrix, aber das ist sehr selten. Andere Menschen sehen diese "Fehler" aber deutlicher, weil sie von außen durch ihr "Teleskop" schauen, und nicht durch sich selbst geblendet werden.
Die Frage ist allerdings - nehme ich das an oder nicht? Denn wenn ich es nicht annehmen kann, weil ich das Gefühl habe, mich versteht ohnehin niemand, bleibe ich in diesem Gefängnis meiner Selbst gefangen. Und dann wird es unmöglich diesem Menschen zu helfen.