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25

M

Marie1981
Mitglied

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292
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Mitglied seit:
Hallo,

ich habe Angst vor vielen Menschen. Aus diesem Grund gehe ich nicht in große Supermärkte und nur zu den Randzeiten. Gern möchte ich aber auch Mal wieder in große Supermärkte und das Leben nicht nach der Angst ausrichten. Meine Angst ist, umzufallen, die Kontrolle zu verlieren.

Ich war jetzt im Theater. Habe Außenplatz gewählt und habe durchgehalten. Das war so toll und ich war stolz auf mich. So kommen immer die Gedanken, dann wird mir so schwummrig und ich denke ich falle um. Beim Blut ziehen bin ich sogar schon umgekippt vor Angst.

Nun ja wie habt ihr es geschafft wieder unter Menschen zu gehen?

09.07.2026 x 6 #1


16 Antworten ↓

Micholilu
@Marie1981 durch systematische Stress Tests. Immer genau das getan wovor ich Angst hatte und dass dann immer wieder. Irgendwann wird es dann besser. Alles Gute dir 🍀

x 1 #2


A


Angst besiegen durch Konfrontation

x 3


E
Ich finde es super dass du den Mut hattest ins Theater zu gehen und ich denke gerade solche Positive Erlebnisse machen es aus.

Wie soll ich das genau sagen, ich habe einiges noch nicht überwunden und manche Vorstellungen sind auch nicht immer so hilfreich, ich mache es manch mal so, dass ich einfach gehe und ich dann einfach Hoffe dass es gut ausgeht, oder ich schaue wie du, dass ich es so einrichten kann, dass ich mich sicherer fühle, oder wähle Sachen wo ich denke das könnte erträglich sein.
Ich habe manch mal auch nicht immer den Mut dann ab zu sagen und dann sitze ich in der Tinte und Muss dann einfach mit gehen und ich tue dann etwas innerlich gequält mich mit freuen aber meine Gedanken sind ganz anders wie, was hast du dir bloss dabei gedacht oder selber schuld jetzt musst du da durch oder hoffentlich falle ich nicht um oder vermassle alles.

x 3 #3


Gaulin
@Elemente genauso handhabe ich das auch. Muss aber noch dazusagen, dass es phasenweise besser klappt bzw nicht jeder Tag gleich ist. Das was gar nicht geht und nicht nötig ist, lass ich dann auch bewusst sein.

x 2 #4


E
Zitat von Gaulin:
@Elemente genauso handhabe ich das auch. Muss aber noch dazusagen, dass es phasenweise besser klappt bzw nicht jeder Tag gleich ist. Das was gar nicht geht und nicht nötig ist, lass ich dann auch bewusst sein.

Das stimmt, es ist nicht immer gleich, manch mal geht es gut aus und manch mal kämpft man innerlich mit den Ängsten und hofft dass es nicht zu sehr überhand nimmt. Ich sag auch nicht immer dass ich gerade Ängste habe, ich gehe auch einfach raus oder hole mir ein Getränk suche Abstand, oder an die Frische Luft und hoffe dann ich komme wieder etwas runter. Aber wie du sagst kann es auch gut ausgehen.

x 2 #5


Flousen
2012 fingen meine Ängste an. Es war so anstrengend einkaufen zu gehen, unter Menschen mich aufzuhalten, geschweige Zug zu fahren. 2013 konnte ich nach meinem Umzug die Wohnung nicht mehr verlassen. Wie kam ich wieder raus? Zu erst habe ich mit Freunden darüber geredet, mich hier angemeldet und mich ausgetauscht, dann war der nächste Schritt mein Hausarzt. Dort wollten sie mir Antidepressiva verabreichen aber ich wollte es ohne Medikamente schaffen. Ich habe innerhalb einer Woche einen Therapie Platz bekommen, und dort ging es richtig los. Lernen was in mir vorgeht, wieso das ganze so ist, und die Konfrontation täglich. Ich habe mir mein Leben zurück erkämpft. Jetzt juckt mich das ganze nicht mehr aber die Ängste suchen sich gern was neues.

x 4 #6


Icefalki
Zitat von Flousen:
Ich habe mir mein Leben zurück erkämpft. Jetzt juckt mich das ganze nicht mehr aber die Ängste suchen sich gern was neues.


Grins. Tja, wir sind und bleiben eben Neurotiker. Das einzige Gute an allem, Resilienz haben wir drauf. Dauert zwar, bis die einsetzt, aber wir bleiben ja in Übung. Hihi.

Zitat von Marie1981:
Meine Angst ist, umzufallen, die Kontrolle zu verlieren.


Ja, das ist ganz häufig das Problem. Nur nicht auffallen- auffallen ist der Supergau. Warum eigentlich? Darüber nachdenken lohnt sich viel mehr, als sich mit der Angst vor dessen Symptome zu beschäftigen.

x 4 #7


bory
@Marie1981 Genau wie Du. Konsequent. Immer wieder kontrolliert mich dem ausgesetzt. Dabei aber aufgepasst mich nicht zu überfordern, nicht zu viel zu machen. Kleine Schritte, aber die durchhalten. Steigern. Dem Nervensystem Schritt für Schritt zeigen "das ist nicht gefährlich"! Und mich selber dafür loben. Stolz darauf sein, das ist nichts kleines!

Halte Durch! Das mit dem Konzert war großartig!

x 1 #8


M
Danke für eure Antworten. Meine Therapeutin möchte mit mir gemeinsam gehen . Finde es auch sinnvoll, Allee ja e ich sorge das es mir an den Tag nicht gut geht und ich dann wirklich noch umfalle.

@bory wie lange hast du geübt?

#9


M
@Micholilu wann ist irgendwann?

Ich muss halt dran bleiben und das ist eher mein Problem. Ich schaffe es und dann muss ich eigentlich in die nächste Situation. Und das ist das Problem. Durch arbeit und danach bin ich nicht immer fähig mich auch noch zu konfrontieren. Aber so wird die hürde immer wieder höher. Habt ihr euch denn gezwungen und die panikattacken ausgehalten?

x 1 #10


Micholilu
@Marie1981 das ist individuell, da gibt es leider keine Zeitangabe. Ich bin immer in der Attacke geblieben.

#11


bory
@Marie1981 Es ist für mich eine Grundeinstellung geworden, was durchaus positiv ist. Ich kann mittlerweile mit Situationen umgehen die ich vor meiner Angstgeschichte gemieden hätte. Das die Angst auf so fruchtbaren Boden gefallen ist, hat ja auch seinen Grund.

Mein Tiefpunkt war, daß ich kaum mehr aus den Haus gehen konnte und selbst enge Freunde zuhause nicht ertragen habe.
Das Thema hatte ich nach einem halben Jahr Therapie - ein Termin ca. alle 2 Wochen - abgeschlossen.
Die Angst hatte sich über Jahre tief eingegraben und insbesondere das Zutrauen zum Körper bracht viel länger.

Ich habe extra Tagebuch geschrieben, da merkst Du erst wie weit deine Einschränkungen waren und wann sie sich auflösen.

Es ist ja nicht so, daß es eine Fanfare gibt "LEVEL 16 - Angstbewältigung! Glückwunsch". Teilweise fällt Dir Dein Fortschritt gar nicht auf.

#12


bory
@Marie1981 Ich hatte meine Angst- und Panikattacken auch bei der Arbeit. Wobei ich meist online Arbeite, da konnte ich es gut verbergen und mich rausnehmen.

Ja, dran bleiben, aber jetzt auch nicht die Schlagzahl zu hoch nehmen. Was nicht passieren darf ist, dass du der Angst recht gibst. Kneifst. Mal zu sagen, das muss ich mir heute nicht geben ist sehr ok. Wenn Du dann aber einmal dran bist, keine Umkehr. Ja, ich habe mich gezwungen. Ob das jetzt so richtig war, weiß ich nicht. Jeder ist ja auch anders. Viel wichtiger als sich durch die Situation zu prügeln ist es die Angst anzunehmen. Sie zu akzeptieren, Deine Situation zu akzeptieren. Das nimmt den ganzen Druck aus der Seele. Das Nervensystem wird immer noch reagieren, schwächt sich aber schneller ab und lernt neu

#13


bory
Hi, ich mache gerade eine unfreiwillige Konfrontations Übung. Der Hausarzt hat meine Frau nach einem Insektenstich ins Krankenhaus geschickt. Nein, es ist nicht kritisch. Dennoch ist es Krankenhaus.

Unabhängig von ihrer Situation Triggert mich das natürlich auch. Ich habe selber Krankenhäuser von innen erlebt und ich kenne auch dieses. In guten und schlechten Zeiten.

Jetzt.. die Angst zulassen. Die Sorge. Ohne sich zu verlieren. Handlungsfähig bleiben.

Atmen. Ich lade die Angst zu. Sie ist da, hat aber keine Macht über mich.

Warten in der Notaufnahme

#14


Flousen
Zitat von bory:
Hi, ich mache gerade eine unfreiwillige Konfrontations Übung. Der Hausarzt hat meine Frau nach einem Insektenstich ins Krankenhaus geschickt. Nein, ...

Gute Besserung an die Frau.

Dann wachs an der Situation und geb dich ihr hin. Am Ende wirst du stolz auf dich sein es gemeistert zu haben.

x 1 #15


bory
Alles Gut.

Ich bin gut durchgekommen und meiner Frau geht es gut.

#16


SilentRoG
Zitat von Marie1981:
Hallo, ich habe Angst vor vielen Menschen. Aus diesem Grund gehe ich nicht in große Supermärkte und nur zu den Randzeiten. Gern möchte ich aber ...

Angst wird schwächer, wenn du solche Situationen durchlegst und feststellst, dass sie nicht so lebensbedrohlich sind, wie dein Kopf es behauptet.

In einem Supermarkt umzukippen ist absolut kein Problem. Da sind dann super viele Menschen sofort zur Stelle, die Hilfe holen.

Bei uns haben geiße Supermärkte meist Sitzmöglichkeiten, z.B. Parkbänke in den Gängen, damit man sich hinsetzen kann um zu pausieren.
Vielleicht kannst du einen Bekannten bitten, solch ein Supermarkt für dich auszuspähen und ggf. eine Parkbankrunde zu planen. Wenn diese Schuh Abteilung haben, gibt es meist auch Hocker zum hinsetzen.

Das kannst du ja alles mit einplanen.
Vor allem würde ich bei den ersten Versuchen nicht unbedingt den Wocheneinkauf machen wollen, sondern nur eine Cola kaufen.
Abnehmen am besten eine Bauchtasche oder kleine Handtasche mit und eine kleine Flasche Wasser, die du an der Kasse als mitgebracht markieren lassen kannst. Dann kannst du, wenn die Angst kommt einen Schluck Wasser nehmen. Dies signalisiert dem Körper, dass alles Ok ist.
In welcher Welt würde nämlich ein Mensch auf der Flucht vor einem Säbelzahntiger kurz Pause machen um zu trinken? Trinken assoziiert der Körper mit Schutz.

Und dann lass es langsam angehen. Am besten mit Begleitung. Und versuch deine 'Reise nach Jerusalem" Stuhlreise immer weiter auszuführen und zu verlängern.

Kleine Schritte machen. Erst kurze Strecken im Markt. In der nähe der Tür. Und dann bis zur abgelegenen Käsetheke in den Tiefen des Marktes.

Du schaffst das.
So wird aus bedrohlich dann unangenehm und dann egal ..

#17


A


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