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j_1411
Hallo zusammen,

ich habe in meiner Therapie eine Übung gelernt, die die Aufmerksamkeit umlenken soll, wenn man merkt, dass die Angst wieder kommt.
Ich persönlich finde sie super, hilft aber nicht jedem und ich kriege das auch nicht in besonders schlimmen akuten Situationen hin. Aber wenn man merkt, die Angst kommt, hilft diese Übung wunderbar. Man kann sie auch beim Autofahren anwenden oder irgendwo in der Stadt, in der Disco, im Bus, eigentlich überall. Niemand sieht oder hört, dass man grad diese Übung macht. Oft hilft es aber auch, die Dinge laut zu benennen. Dies geht gut, wenn man Auto fährt oder zu Hause ist.

Man beginnt mit 5 Dingen, die man sieht.. zB Ich sehe die Lampe.
Dann nennt man 5 Dinge, die man hört.. zB Ich höre ein Auto vorbeifahren.
Danach noch 5 Dinge, die man spürt.. zB Ich spüre die Stuhllehne am Rücken.

Wenn man die 5 Dinge hat, macht man in der nächsten Runde mit 4 Dingen weiter. Auch wieder 4 Dinge die man sieht, hört und spürt.
Auf diese Weise fährt man mit drei, zwei und zum schluss mit einer Sache fort.
In jeder Runde kann man die Dinge auch öfters benennen. Grade beim spüren ist es schwierig so viele verschiedene Sachen zu erkennen, wenn man auf einem Stuhl sitzt.

Ziel ist es, sich zu entspannen und die Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu lenken und wieder in die Gegenwart zu gelangen.

Wenn man mit der Abfolge durcheinander kommt, ist auch das nicht schlimm, sondern ein Zeichen dafür, dass man es richtig macht und sich schnell entspannen kann.
Man kann bei der Übung auch die Augen schließen und nur hören und spüren.

Vielleicht möchte es der ein oder andere ja mal probieren
Viel Erfolg

20.04.2015 13:14 • 23.04.2015 x 2 #1


6 Antworten ↓


Die Methode kannte ich noch gar nicht. Aber liest sich gut. Werde ich auf jedenfall mal austesten ^^

20.04.2015 14:31 • #2



5, 4, 3, 2, 1 Übung

x 3


Nadi-Jan26
Das gefällt mir ganz gut, da ich als Bus fahre kann ich es machen.

20.04.2015 15:02 • #3


Narisomo
Das klingt wirklich gut.

Ich habe keine Angst, aber depressives Gedankenkreisen. Möglicherweise kann man sich mit dieser Methode in den Anfängen ablenken, bevor man richtig gefangen ist. Das probiere ich auf jeden Fall mal.

20.04.2015 22:51 • x 1 #4


Hotin
Hallo Narisomo,

Zitat:
Ich habe keine Angst, aber depressives Gedankenkreisen.


was ist denn depressives Gedankenkreisen?

Und Du glaubst, Du hast keine Angst?
Grüße

Hotin

20.04.2015 23:04 • #5


Narisomo
Zitat von Hotin:
was ist denn depressives Gedankenkreisen?

Unschön.

Die Gedanken kreisen nur um Negativität, ohne daß man davon abkommen kann. Folglich kann man auch nichts anderes tun und sich auf nichts anderes konzentrieren.

Zitat:
Und Du glaubst, Du hast keine Angst?

Jedenfalls nicht im Sinne einer ausgeprägten Angststörung. Angst habe ich aber schon, vor einer einsamen Zukunft beispielsweise, aber das sind eher »normale« Ängste.

21.04.2015 23:25 • #6


Hotin
Hallo Narisomo,
Zitat:
Die Gedanken kreisen nur um Negativität, ohne daß man davon abkommen kann.


Wenn ich das richtig sehe, beschreiben sowohl Fachleute und auch Laien
das als klare Angststörung.
Warum ist Dir das wichtig, das es keine Angststörung sein soll?

Gruß

Hotin

22.04.2015 23:38 • #7