Zitat von Romanaxx: es gibt meines Erachtens halt Zustände die man nicht schön reden kann. Ganz objektiv
Es gibt hier auch nichts schön zu reden. Es ist wie es ist.
Zitat von Romanaxx: Was soll Blumen Wind in Analogie jetzt sagen zu dem Auto?
Das war eine Frage an Dich, inwiefern Du jetzt, nachdem Du weißt wie es den Menschen geht, weitermachen willst.
Zitat von Romanaxx: Ich nehme jetzt mal das Beispiel mit dem ‚ „ es fährt ja noch“. Soll sie sich sagen „ hey, ich bin krank, arm,isoliert, übergewichtig, habe das Gefühl nichts auf die Reihe zu bekommen ,habe sozialphobie und bin voller Neid auf die Menschen mit normalem Leben, aber mein Herz schlägt ja noch, also lebe ich zumindest noch und lieg nicht im Krankenhaus und bin ans Bett gefesselt?“
Ich weiß nicht, ob eine Relativierung als Bewältigungsstrategie hilfreich ist.
Bei mir wäre es das nicht.
Was bringen mir gesunde Nieren, wenn die Leber krank ist.
Zitat von Romanaxx: Ich glaube in manchen fällen kann man einfach das eigene Leben nicht als schön bewerten
Sich selbst etwas vorzumachen, bringt vermutlich in den wenigsten Fällen etwas und wenn, dann nicht nachhaltig. Irgendwann fällt so ein Kartenhaus zusammen.
Zitat von Romanaxx: Daher schrieb ich ja auch, dass ich sie absolut verstehe, nur eben keine Lösung dafür hab.
Genau darum ging es mir.
Der Berg an Herausforderungen ist so groß, dass es da von außen für Laien wie uns keinen Zugang gibt, zumal die Voraussetzungen auch gar nicht gegeben sind. Die Hilflosigkeit überträgt sich auf den Fragesteller.
Allerdings, und deshalb schrieb ich ja bereits die Frage an @blumenwind kann der Mensch selbst einen Ansatz der Selbstdistanzierung finden, indem derjenige, der in der Situation steckt und der alle Details kennt zu sich selbst als dritte Person spricht.
Denn was diese dritte Person sagt, kann die subjektive Wahrnehmung beeinflussen.
Es geht darum die eigenen Inhalte der Subjektivität zu verändern und das kann hier mMn niemand leisten. Das kann nur der TE.
Was ich weiß:
Ich kann an der Situation nix ändern und mir fehlen die Mittel, die Zeit und der Zugang, um mir selbst in die Tasche zu lügen, dass ich wüsste was hier eine Lösung sein könnte.
Tipps oder Handlungsanweisungen ala mach Dir doch mal die Haare, dann ändert sich was, halte ich für Blödsinn. Wer bin ich schon, die Autonomie von irgendwem mit solchem Firlefanz zu untergraben, der zudem nicht dumm ist, selbst zu wissen, was er gerne wollen würde.
Ich kann nur sagen was in der Situation von Nachteil ist und das ist die Einkreisung durch die eigene Subjektivität.
Der Hase hat drei Möglichkeiten: Weglaufen, sich tot stellen oder kämpfen.
Je nachdem wie er die Situation bewertet, kann er zwischen den Optionen switchen, aber der Fuchs wird immer Fuchs bleiben - so viel steht fest.