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jennifer007


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Hallo Kiwi,
mir geht es genauso wie Dir! Ich bin älter als Du ,diese Einsamkeit kam immer wieder und jetzt ist sie seit fast 10 Jahren permanent da. Habe weder Familie noch Freunde, keine Haustiere, nicht berufstätig.
Ich denke auch, daß es Schicksal ist , bzw. die kindliche soziale Prägung!
Meine Eltern UND Großeltern hatten auch kein Freunde! Das wird meiner Meinung nach in der "Ahnenreihe" weitergegeben bzgl. der Erziehung.
Therapien haben alle nix gebracht, nur kognitives Blabla, Hobbies suchen, Ehrenamt.
Es klappt einfach nicht, Freundschaften zu finden und zu halten, selbst im Fitness-Studio nicht.
Spreche unterwegs oft Fremde an, es sind meist sehr nette! Gespräche, aber es bleibt auch dabei.
Es geht sich ja auch um das Zugehörigkeitsgefühl, daß nicht da ist, aber jeder Mensch braucht das!
liebe Grüße Jennifer

18.09.2019 15:27 • #21


Cloudsinthesky

Cloudsinthesky


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Hallo, ich habe sehr oft ein Gefühl innerer Einsamkeit, ich weiß nicht, wie das bei euch ist und habe, sorry, nicht alles gelesen.
Freunde habe ich, aber das innere einsam sein bleibt

Ich lese gerade "Aussöhnung mit dem inneren Kind" wo es viel diese Einsamkeit geht
Vielleicht ist das was für euch.

Ich zb scheue aus irgendeinem Grund zurück vor Menschen, von denen ich das Gefühl habe, sie wären bedürftig sozusagen. Das überfordert mich und ist anstrengend für mich, aber ich kann mich auch schwer abgrenzen.
Ich brauche ein Gegenüber, dem ich mich überhaupt nicht verpflichtet fühle. Wobei noch sagen möchte, dass ich garnicht weiß, ob das Gegenüber so ist, wie ich es empfinde.

Aber der Buchtitel, vielleicht ist es was für den einen oder anderen

19.09.2019 14:35 • #22


Inkompatibel


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Zitat von Kiwi12:
Ich hab seit ich denken kann immer viel mühe Menschen zu halten.


Wäre es möglich das du Menschen festhalten willst und sehr früh den Eindruck hinterlässt sie für dich zu vereinnahmen?
Also eine normale Bekanntschaft schon gleich zur Freundschaft machen willst ohne dieser Beziehung Zeit zu geben sich zu entwickeln? Das mögen viele Menschen nicht, weil ihnen das zu schnell geht und dadurch als klammern werten könnten.

Du darfst nicht vergessen, dass stabile Beziehungen wie Freundschaft auch Vertrauen voraussetzt, dass sich erst über Zeit entwickelt.

Ähnlich wie zwischen Mann und Frau bei der ein Mann den Eindruck von emotionaler Abhängigkeit hinterlässt
und dadurch keine Beziehung entstehen kann weil der Mann von Anfang an zuviel von einer Fremden erwartet.

11.10.2019 18:27 • #23


Violettblau


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Liebe Kiwi,
ich teile dein Erleben... Und auch die Frage, ob dieses grundsätzliche Einsamkeit erleben schicksalshaft ist. Ich glaube immer mehr, dass es so ist! Es gibt Menschen, die brauchen sich nicht wesentlich um die Nähe zu anderen Menschen zu bemühen - schon weil sie in eine funktionierende Familie (mit Geschwistern, vielen Verwandten) hineingeboren sind. Weihnachten, Geburtstage usw. sind dann kein Thema! Aber auch sonst erlebe ich, dass Menschen, die z.B. verschlossen, unachtsam oder sogar ein wenig missgünstig durchs Leben gehen, durchaus einen ansehnlichen Freundeskreis haben.
Dein Text kommt für mich sehr angemessen und sozial kompetent rüber; ich denke nicht, dass du klammerst und forderst.
Vielleicht geht es dir ähnlich wie mir: alle....hmm: Bekannten glauben, man habe doch bestimmt einen großen Freundeskreis, würde aus purer Leidenschaft stets allein in den Urlaub fahren und wird als stark und erfolgreich eingeschätzt.
Auch ich habe zwei sehr liebe Freundinnen, beide schwer krank, so dass die Kontakthäufigkeit sehr eingeschränkt ist. Ansonsten sind fast sämtliche Familienangehörigen und Freundinnen z.T. sehr jung gestorben...
Wo hast du die Fremden für's Weihnachtenfeiern aufgetan? Und wie sind deine Erfahrungen damit? Finde ich klasse: Fremden "eine Herberge" zu geben, ist doch ein Thema der Weihnachtsgeschichte.
Liebe Grüße

P.s. wg. deines Themas hab ich mich eben registriert

Gestern 19:46 • #24


Inkompatibel


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Zitat von Violettblau:
Dein Text kommt für mich sehr angemessen und sozial kompetent rüber; ich denke nicht, dass du klammerst und forderst.


Es wäre auch denkbar, dass Kiwi eher jemand ist die sich um andere kümmert aber sich selbst dabei vergisst..
Sie sorgt zwar für Gesellschaft aber es hat keinen Bestand weil den anderen der Moment reicht.

Was das Beispiel an Weihnachten auch bestätigen würde.

Gestern 22:12 • #25


Violettblau


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Ja, liebe(r) Inkompatibel,
das wäre gut möglich!
Umso mehr stellt sich die Frage, warum sie (bzw. wir) so oft mit Menschen zu tun haben, die keine weitergehenden Bedürfnisse nach Nähe und Beständigkeit haben. Suchen wir uns das unbewusst aus, um Beziehung zu vermeiden (Kindheitsprägung) oder "spült" das Schicksal fast ausschließlich solche Menschen in unser Leben, damit wir Einsamkeit als Lebensthema zu bearbeiten haben?

Vor 7 Stunden • #26


Inkompatibel


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Zitat von Violettblau:
Umso mehr stellt sich die Frage, warum sie (bzw. wir) so oft mit Menschen zu tun haben, die keine weitergehenden Bedürfnisse nach Nähe und Beständigkeit haben.


Weil man durch "Oberflächlichkeiten" ohne sich zu sehr öffnen zu müssen, seine Mitmenschen auf Distanz halten kann und dadurch der Selbstschutz immer gewahrt bleibt. Ähnlich wie bei Mann und Frau wenn sie ewig ihre "Kennenlern Spielchen" spielen, weil keiner verletzt werden will.

Gerade eben • #27



Dr. Reinhard Pichler


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