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Gleichklang
Hallo Damaris,

jetzt verstehe ich deine Situation auch nochmal besser.
Was ich meine ist die Wohnsituation. Ich wohne in einer Gegend, wo es ringsum schon viele Angebote gibt, aber davon sind auch 80% mit Geld verknüpft. Hinzu ist hier eine größere Stadt in der Nähe. Das heißt aber nicht, dass ich wenn es mir finanziell miserabel geht und das tut es ebenso, dass es dadurch leichter ist.

Ich finde hier alles so anonym. Immer wieder frage ich mich, liegt es mir, an den Umständen, die Gegend, was ist es?
Ich werde hier nicht warm mit nix.
Bin psychisch auch unheimlich erschöpft von vielem und schon mit nicht sooo viel Energie ausgestattet. Zurzeit zumindest.

Wenn man dann hinzu wie du wie ich verstanden habe in einem Dorf wohnt, dann ist es natürlich nochmal schwerer für einen das passende Angebot zu finden.

Auf einem Dorf glaube ich ebenso muss man irgendwie in Vereinen, Schützenverein, Feuerwehr oder dergleichen integriert sein oder aber irgendwie Glück mit den Nachbarn haben.

Dorf und Stadt, beides hat Vor- und Nachteile.

So wie ich es nun bei dir verstanden habe, hast du keinerlei Möglichkeiten weiter aus dem Ort raus zu kommen bzw. es ist nichts an Möglichkeiten weit und breit oder eben mit Geld verbunden? So hab ich dich nun verstanden.

Magst du Hunde? Würde die Möglichkeit bestehen vielleicht einen Aushang zu machen, dass du mit Hunden gassi gehst?
1. Bekommst etwas Geld, 2. Kommst raus in die Natur 3. Die 4Beiner freuen sich und die 2Beiner die Besitzer ebenso 4. Du bekommst Kontakte.

Wie verbringst du derzeit so deinen Tag?

21.01.2020 11:29 • #21


Hallo Damaris,
ich weiss ja nicht wo du wohnst, vielleicht liegt es an der Gegend dass du solche Erfahrungen machst.

Mein gesamter Freundeskreis besteht aus Menschen die nur wenig Geld haben.

Rehasport (Schwimmen, Fitnesstudio) kann man kostenlos über die Krankenkasse bekommen. Da findet man aber nur Gesellschaft keine Freunde.

Wenn du bei den Reichen u Gesunden nach Freundschaft fragst wird das nix da findest du bestenfalls Bekannte.

Freunde ohne Geld auszugeben fand ich beispielsweise an einer Bushaltestelle durch Smalltalk, während eines Ehrenamtes, Tageszentrum für Behinderte (Fahrtkosten dorthin wurden vom Staat erstattet) , Selbsthilfegruppen.

Evt fallen Fahrtkosten an, ich u meine Freunde handhaben das so dass wir uns wechselseitig nur 1x im Monat besuchen so dass diese Kosten nur alle 2 Monate anfallen.

21.01.2020 13:24 • #22



Hallo Damaris,

Chronisch krank / Einsam und Depressiv

x 3#3


Butterfly_
Ich hab's glaube ich an anderer Stelle schonmal erwähnt, aber ich kann nur das ambulant betreute Wohnen empfehlen. Dort kommt in regelmäßigen Abständen jemand zu dir nach Hause und hilft bei Dingen wo du Hilfe brauchst.
Dort wo ich bin gibt es auch regelmäßig Freizeit Angebote für alle die beim betreuten Wohnen sind.
Darüber habe ich, als jahrelang chronisch psychisch kranke Person ohne Geld ein paar sehr liebe Freunde gefunden, auch ich war vorher jahrelang einsam.

21.01.2020 16:30 • x 1 #23


Yvonnchen68
Hallo liebe Damaris, Herzlich willkommen.

Liebe Grüße

21.02.2020 19:56 • x 1 #24


Hoffnungsblick
Hallo Damaris,

dein Schicksal geht mir nahe und ich fühle mit dir.
Gerne würde ich dir etwas sagen, was dir gut tut.
Das Leben ist manchmal für viele Menschen nicht einfach.
Habe festgestellt, dass, wenn ich mich in einer Situation befinde, wo ich Hlfe suche, dass es dann meist nur dann gut klappt, wenn ich selbst bereit bin, anderen Menschen in der gleichen Lage zu helfen.
Freundschaften entstehen meist in Gegenseitigkeit.
Vielleicht gibt es in deinem Dorf nicht so viele Möglichkeiten. Darum kannst du leider auch nicht wählerisch sein.
Vielleicht kannst du zunächst mal da eherenamtlich mitarbeiten, wo es möglich ist. Vielleicht doch erst mal in einer Kirchengemeinde? Das kostet nichts und es gibt dort vielleicht auch verständnisvolle Menschen.
Es ist schon so, dass man meist erst selbst aktiv werden muss und selbst seine Situation erst mal akzeptieren muss.
Liebe Grüße und alles Gute

25.02.2020 18:02 • #25


Pressline63
Hallo, ich bin auch neu hier und kann dein Problem nur zu gut nachvollziehen, denn mir geht es genau so. Ich habe copd und mein Freund, der 15 Jahre jünger ist als ich, hat mich nach 20 Jahren rausgeschmissen. Ich bin dann in die Gegend gezogen, wo meine Tochter lebt, die aber berufstätig ist und somit wenig Zeit hat. Ich kenne hier niemand und fühle mich schrecklich. Ich leide auch noch unter einer generalisierten Angsterkrankung und das hier macht mir Angst. Vielleicht können wir in Kontakt bleiben und uns gegenseitig etwas Mut machen.
LG Dagmar

26.02.2020 12:04 • #26


Hallo Damaris,


mir geht es ähnlich. Auch ich bin Chronisch Erkrankt und leider noch unter PTBS/Depressionen. Auch ich versuche neue Leute Kennenzulernen,doch immer wieder kommt die Frage; Was arbeitest Du? Wenn ich Frage,warum das soo wichtig wäre, kommen Sprüche wie; "Ich will nicht jemandem mit meinem Lohn durchfüttern!". Das tut echt weh..warum ist es wichtig was man arbeitet oder überhaupt arbeitet?( Sagt das etwas über mein Charakter aus,was ich arbeite?) Damit man ansehen hat und man mit Geld prallen kann. Ich finde sowas schrecklich und das Deprimiert mich.Immer nur Geld hier,Geld da und arbeit hier arbeit da-doch ist das wirklich das wichtigste im Leben? Für mich ein klares;Nein.

Und auch ich Frage mich-für was Lebe ich noch? Jeden Tag der Krampf niemanden zu haben-aber wer versteht es?
Ist das bei Dir auch so,wenn man jemanden Kennenlernt,dass derjenige/diejenige,zu weit weg Wohnt?

Gruß Jenie

26.02.2020 15:52 • x 1 #27


Yvonnchen68
Hallo Cati.

ich wollte nur ein bisschen was schreiben.In moment geht es durch mein Entzug nicht ganz so
Herz schmerz liegt am Entzug war etwas viel in letzter Zeit ich bin aber in Behandlung da ich vor Jahren eine Herz Op hatte. Das hat alles mit der Lungenfibrose zu tun wegen der innerlichen Organe die davon betroffen sind.Ich bin aber kein hympochhonder das ist schon so,ich wäre auch lieber gesund, man ist halt angeschlagen. Hoffentlich geht es dir einigermaßen. Die Krankheit ist echt nicht schön wünsch ich kein.Ich habe lange gebraucht um damit klar zu kommen. Meine Psyche ist deswegen auch etwas angeknackst...Wird auch wieder der Mensch ist zäh.

27.02.2020 18:02 • x 1 #28


Ibreaktogether
Zitat von Jenie:
Hallo Damaris,mir geht es ähnlich. Auch ich bin Chronisch Erkrankt und leider noch unter PTBS/Depressionen. Auch ich versuche neue Leute Kennenzulernen,doch immer wieder kommt die Frage; Was arbeitest Du? Wenn ich Frage,warum das soo wichtig wäre, kommen Sprüche wie; "Ich will nicht jemandem mit meinem Lohn durchfüttern!". Das tut echt weh..warum ist es wichtig was man arbeitet oder überhaupt arbeitet?( Sagt das etwas über mein Charakter aus,was ich arbeite?) Damit man ansehen hat und man mit Geld prallen kann. Ich finde sowas schrecklich und das Deprimiert mich.Immer nur Geld hier,Geld da und arbeit hier arbeit da-doch ist das wirklich das wichtigste im Leben? Für mich ein klares;Nein. Und auch ich Frage mich-für was Lebe ich noch? Jeden Tag der Krampf niemanden zu haben-aber wer versteht es? Ist das bei Dir auch so,wenn man jemanden Kennenlernt,dass derjenige/diejenige,zu weit weg Wohnt?Gruß Jenie

Ich würde garantiert keine Frau verurteilen, die keine Arbeit hat. Weil ich genau weiß, dass es mich jederzeit genauso treffen könnte bei meiner labilen Verfassung.

Aber ich würde dich gerne fragen, ob es dir umgekehrt was ausmachen würde, wenn ein Freund überdurchschnittlich viel verdienen würde. Selbst wenn er es nicht sagen würde, du es aber in Erfahrung bringen würdest.

Dass Menschen sagen, dass sie niemanden mit ihrem Lohn durchfüttern wollen, ist erbärmlich. Ich hatte vor fünf Jahren mal eine Partnerin, die mittelschwer depressiv war. Sie hatte kaum Geld, ging aber arbeiten. Ich war zu der Zeit gerade in heftigen wirtschaftlichen Problemen. Das zog sie runter. Wenn ich aber immer gutgelaunt gewesen wäre und was mitgebracht hätte, dann hätte sie das auch irgendwie belastet. Weißt du, was ich meine? Man müsste sich erst mal eine Freundschaft aufbauen, die völlig frei von Auf- und Abwertungen wäre. Und das ist gar nicht so einfach. Erst diese Woche sprach ich mit einem Kollegen darüber. Bei Geschwistern kannten wir kaum Fälle, wo es lebenslang ohne Neid- oder Schuldkomplexe abläuft. Es läuft fast immer zwischen den Extremen Neid und Häme ab (wenn es einem schlecht geht). Und bei Freundschaften habe ich mal gelesen, dass die meisten ohnehin nach fünf Jahren in die Brüche gehen. Freundschaften über 30 Jahre sollen heute Seltenheitswert haben.

Ich leide unter Einsamkeit und habe die gleichen Probleme wie die meisten hier. Ich frage garantiert keine wirtschaftlichen Eckdaten ab, aber möchte umgekehrt auch nicht bewertet werden. Wir müssen uns davon frei machen.

28.02.2020 23:53 • x 2 #29


Zitat von Ibreaktogether:
(....)Aber ich würde dich gerne fragen, ob es dir umgekehrt was ausmachen würde, wenn ein Freund überdurchschnittlich viel verdienen würde. Selbst wenn er es nicht sagen würde, du es aber in Erfahrung bringen würdest.(...)


Hallo,

entschuldige das ich jetzt erst schreibe-hatte Probleme mit meinem Laptop gehabt.

Ich habe keine Probleme wenn ein/eine Bekannter/Bekannte viel verdienen würde,auch würde ich dadrauf nicht neidisch werden.Warum? Weil ich nicht auf Geld,Materielle dinge uvm. achte. Mein Vater verdient z.b. sehr viel und möchte mir vieles auch schenken,(was ich danken ablehne),da er für sich arbeiten geht,soll er auch für sich was kaufen oder sparen. Wenn ich mir was schönes kaufen möchte,(meistens sind es Bücher) dann kaufe ich es mir,auch wenn ich ein bisschen ansparen müsste.
Warum viele Menschen bis heute immer noch auf Materielle dinge und Geld wert legen verstehe ich einfach nicht!

Nur dadurch gibt es doch viele Menschen die Einsam sind-weil es immer nur um Geld geht! Hat man kein Status oder keine 3.000EuroNetto-5.000EuroNetto auf dem Konto ist man nicht Wert.
Gruß Jenie

16.03.2020 12:36 • #30


moin moin
das kenn ich zwischenzeitlich auch, seit meinem schlaganfall von vor 3,5 jahren hat sich meh zeine frau auch immer weiter von mir entfernt, so bin ich nun quasi alleine und leide darunter
ich hatte vor ca 4 wochen eine schädel op im kh: da hatte sie nix besseres zu tun als meine habseligkeiten in den keller zu räumen und sich einen anderen ins haus zu holen.
so lebe ich nun alleine im kalten keller und kann zusehen, wie ich zurecht komme
so suche ich nach gleichgesinnten, zwecks austausch.
bitte nicht falsch verstehen, ich suche keine neue beziehung: wer will das schon mit einem alten und kranken mann?

19.03.2020 13:11 • x 1 #31


Dore
Hallo saengerknabe,

erst mal Willkommen im Forum.

Was deine Frau da abzieht...mir fehlen fast die Worte...ist unter aller S.... Ich könnte ausrasten!

19.03.2020 14:08 • x 1 #32


danke für deine tröstenden worte, das höre/lese ich in letzter zeit sehr selten, weil unsere sozialen kontakte eigentlich alle von ihr gekommen sind und die logischer weise zu ihr halten(ich könnte heulen)andererseits hat es meine partnerin auch nicht leicht:- zwei kleine kinder
- kranker und pflegebedürftiger mann
- haushalt
- job
würdest du tauschen wollen?

19.03.2020 14:17 • #33


Dore
Ich habe auch schon genug durch, und habe auch immer noch genug an der Backe.

Nun nimmst du sie auch noch in Schutz. Es geht einfach gar nicht, wenn eine Person sich vom Partner distanziert, wenn er krank wird. Und dann noch einen neuen Mann ins Haus holen. Abartig kann ich dazu nur sagen.

Wenn sie gesagt hätte:"Ich liebe dich, aber ich schaffe das alles nicht alleine, wir müssen eine Lösung finden," dann hätte sie Herz und Charakter. Aber dich direkt austauschen?

19.03.2020 19:44 • x 1 #34


Hoffnungsblick
Hallo saengerknabe,

ich fühle mit dir. Das ist schon hart, was du erlebst. Aber halte durch und sei gut zu dir.
Für deine Frau habe ich kein Verständnis, sorry. Wenn sie einen anderen Mann in dieser Situation anschleppt, dann ist das charakterlos und schamlos. Sie hätte sich ja in aller Form von dir trennen können, wenn sie ihre Aufgaben nicht schafft. Oder eben sich Hilfe holen von außen. Du hast trotz allem Verständnis für sie. Das spricht für dich.
Wünsche dir herzlich alles Gute!

19.03.2020 22:27 • x 2 #35


schnapper
Dazu passt ein Spruch den ich gerade im Film "joker" gehört habe. Das schlimmste an einer psychischen Erkrankung ist, dass andere erwarten dass du dich so verhältst als hättest du keine.

19.03.2020 22:51 • x 1 #36


Akinom
Ja Schnapper für psychische Erkrankungen hat fast Niemand Verständnis, manchmal glaube ich sie haben Angst davor. Liebe Grüße

19.03.2020 23:00 • x 2 #37


das ist der einfachste weg, einfach weg damit augen und ohren zu und verkriechen. ich weiss nicht was ich tun würde, wenn die situation umgekehrt wäre. wie gesagt, sie hat eine vierfachbelastung, das ist nicht ohne, jetzt auch noch der corona-scheissich hab 20 jahre lang geschuftet und ordentlich moos gescheffelt, bringt aber jetzt alles nix mehr, tabletten hab ich mir schon besorgt, bin nur zu feigeeigentlich hab ich noch hoffnung, das das wieder wird, das ist wohl nur wunschdenken, allerdings bete ich jeden abend dafür, naja, ich könnte jetzt noch ein paar ping-pong- bälle bringen

20.03.2020 09:25 • x 1 #38


Yvonnchen68
Man soll die Hoffnung nie aufgeben

20.03.2020 09:27 • #39


das sagt sich so leicht, geht nur nicht wenn es rasant den berg runtergeht... immer weiter und weiter
wohnst du im kalten keller? stell es dir mal vor, seit 5 wochen hause ich jetzt da und hoffe jeden tag, das die hütte zusammenbricht

20.03.2020 09:33 • #40





Dr. Reinhard Pichler