Zitat von Schlaflose: ich wurde von ihr abgöttisch geliebt, auch von der ganzen Familie. Trotzdem habe ich
Vielleicht ging bei Dir der Schuß nach hinten los. Zu behütet aufgewachsen, dadurch niemals die Chance gehabt auch mal negative Erfahrungen zu sammeln und daran zu wachsen.
Zitat von Madame_I: mal abgesehen davon, dass ich mich bei Schäden bei anderen schon frage, ob es meine Schuld jetzt war...
Den Gedanken kenne ich allerdings gar nicht. Zum Glück. Als Kind wurde mir ja für Alles die Schuld zugewiesen, aber das habe ich im Erwachsenenalter zum Glück nicht übernommen.
Zitat von Madame_I: Wenn ich aus dem Haus gehe, habe ich allerdings eher Sorge, dass ich ungeplant etwas in Brand oder Wasser durch meine Abwesenheit setzte, statt Nachbarn bei sich
Ich habe grundsätzlich null Vertrauen in meine Mitmenschen. Ich bin eben ein Kontrollfan. Alles, was ich nicht selbst mache, kann nichts Gutes sein. Ich liebe meine Tiere über Alles, und für die Sachen in meiner Wohnung habe ich gearbeitet. Deswegen habe ich Angst, dass da was passiert. Wenn bei Nachbarn eine Kerze umfällt weil die nicht aufpassen dann brennt schnell das ganze Haus. Und genau davor habe ich Angst. Ich selbst habe übrigens alle Sicherungen ausgeschaltet wenn ich schlafe oder das Haus verlasse. Auch jetzt, wird ausschließlich mein Wohnzimmer mit Strom beliefert. Hier habe ich den Laptop und das Licht an, wenn es hier im Zimmer brennt, hätte ich noch Chancen, es zu löschen oder zumindest meine Tiere in Sicherheit zu bringen.
Zitat von Disturbed: Hast Du denn eine Idee was Du brauchst, um dieses Erfolgserlebnis zu haben?
Wenn ich diese Idee hätte, wäre ich mit meinen Gedanken ein großes Stück weiter !
Zitat von Sonnenblume343: Diese inneren Gespräche, die du führst, führen dich in die Vergangenheit zurück. Somit lenkst du deine Energie dorthin und nährst es. Es lebt also weiter
Und genau deswegen komme ich nicht raus aus dieser Spirale. Weil "Es" in mir weiter läuft. Es reichen Kleinigkeiten. Mich rempelt jemand in der Bahn an, entschuldigt sich natürlich nicht sondern glotzt mich dann noch dämlich an. Dann dreht sich die Spirale langsam nach unten, und schon bin ich wieder die kleine Toschy die von ihren Eltern so verachtend behandelt wird.
Zitat von Windy: Es ist für mich zu bequem jetzt alles meinen Eltern in die Schuhe zu schieben
Wenn Du das so kannst, ist das sehr gut. Ich bin noch lange nicht soweit.
Zitat von Sonnenblume343: Das ist schmerzhaft, weil all die unterdrückten Gefühle in dir hochkommen
Als Kind durfte ich keine Gefühle haben. Egal ob positiv oder negativ. Und genau deshalb schlummert das Alles noch in mir. Da musste alles uterdrückt werden.
Was das Thema angeht, dass meine Eltern selbst kein leichtes Leben hatten, meine Mutter hatte kein leichtes Leben. Zu früh schwanger, überfordert. Da konnte ich aber nichts für, und entschuldigt in meinen Augen gar nichts. Nach der Geschichte mit meinem Vater hat sie sich immer Männer gesucht, welche sie kaputt gemacht haben. Verprügelt worden ist sie von fast jedem, als Gegenleistung haben die ihr dann die nächste Schönheits OP bezahlt. Eine neue Nase, noch größere Hupen etc, ich bin endlos dankbar dass ich nicht so geworden bin.
Mein Vater dagegen ist recht behütet bei liebevollen Eltern aufgewachsen. Warum der in jungen Jahren so abgerutscht ist und sich seinen Verstand weggesoffen hat weiß ich nicht. Es ist mir auch egal. Es hat mich schockiert dass ich 2021 seine Beerdigung bezahlen musste obwohl ich ihn da schon 30 Jahre nicht gesehen habe. Sein Tod war für mich unendlich erlösend.