yellow-belly

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Hallo an alle,

ich versuche es kurz zu halten... Ich leide seit fast genau 10 Jahren an panikatacken, in manchen phasen mal mehr mal weniger. 1 jahr fast gar nichts, dann in phasen fast täglich. Vor 2 jahren hat meine therapheutin (hin und wieder kann ich zu ihr wenn es mir sehr schlecht geht) zusätzlich depressionen festgestellt. Mein problem ist es, dass ich mich immer an negativen oder schlechten dingen die passiert sind aufhänge.Der Tot meiner Grosseltern zb was aber der normale lauf des lebens ist. Ich bin zum beispiel wütend auf mich wenn ich mal einen schönen tag hatte weil ich glaube es nicht verdient zu haben einen tollen tag haben zu dürfen. Ich hab einen guten job, ich bin mit dem mann verheiratet mit dem ich alt werden will, haben einige dinge bewältigen müssen usw. .... ich habe ständig angst davor wenn meine mutter irgendwann einmal stibt, was ebenfall irgendwann passieren wird. Sie ist mit die einzigste die ich noch habe. Viele freunde habe ich auch nicht. Eine um genau zu sein und mein Mann. Der Rest sind Bekannte, Kollegen usw. ...
Ich will auch nicht mehr um mich haben. Nur hab ich ständig dieses gefühl in mir das mir sagt du darfst nicht glücklich sein, du bist ein schlechter Mensch weil du keinen Grund hast glücklich zu sein Phasenweise hasse ich mein Leben und mich selbst so sehr, dass ich hin und wieder darüber nachdachte wie erleichternd es vielleicht für mein Umfeld wäre nicht mehr da zu sein. Ich weiss nicht warum ich so bin. Ich versuche wirklich jeden Tag mit positiven Gedanken aufzustehen, ich bin auch nicht jemand der sagt war ein schei. Tag heute. Die ganze Sachen die so passieren wie sie passieren denk ich immer Es hätte schlimmer kommen können Aber unterm Strich bin ich einfach immer nur unglücklich. Das liegt nicht an meinem Mann, an meinen Job oder ect. Ich bin diejenige.

Kennt jemand dieses Gefühl? Oder habt ihr Tipps für mich? Ich will einfach nur dann glücklich sein, wenn es andere auch wären. Nicht mal überschwänglich, nur mit einem guten Gefühl glücklich sein.....

19.07.2018 23:11 • 21.07.2018 #1


1 Antworten ↓

Hotin

Hotin


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Hallo yellow-belly,

bei dem, was Du hier schreibst, wundert es mich nicht, dass Du gelegentlich in depressive Phasen hineinruschst.
Ich versuche mal etwas zu beschreiben.

Zitat:
Ich will einfach nur dann glücklich sein, wenn es andere auch wären.


Manchmal geht so etwas. Da aber viele Menschen unterschiedliche Ziele, Vorlieben und Wunschbilder in ihren
Köpfen selbst zusammengebaut haben, musst Du Deine eigenen Ziele und Wünsche herausfinden.

Zitat:
Nicht mal überschwänglich, nur mit einem guten Gefühl glücklich sein.....


Was bedeutet denn Glück für Dich? Wann und womit wärst Du glücklich? Und wann und womit bist Du normalerweise
zufrieden in Deinem täglichen Leben.

Zitat:
Mein problem ist es, dass ich mich immer an negativen oder schlechten Dingen die passiert sind aufhänge.
Der Tod meiner Grosseltern zb was aber der normale lauf des lebens ist.


Warum wurde der Tod Deiner Großeltern für Dich zum Problem? Kannst Du das beschreiben?
Hattest Du eine besonders enge Beziehung zu ihnen?
Kannst Du Menschen, die Du einmal liebgewonnen hast auch wieder loslassen, wenn es die Lebensumstände erfordern?

Zitat:
Ich bin zum beispiel wütend auf mich wenn ich mal einen schönen tag hatte weil ich glaube es
nicht verdient zu haben einen tollen tag haben zu dürfen.



Wie soll ich so etwas ohne zusätzliche Informationen verstehen? Warum hältst Du Dich
für eine so schlechte Frau, dass Du etwas Schönes nicht verdient hast? Wer hat Dir das eingeredet und
wann war das? Von selbst kannst Du kaum darauf gekommen sein.

Zitat:
.. ich habe ständig angst davor wenn meine mutter irgendwann einmal stibt, was ebenfall irgendwann passieren wird.
Sie ist mit die einzigste die ich noch habe.



Wie kann es sein, das Du so redest? Was stimmt in Deinem Leben nicht? Deine Mutter kann unmöglich die einzige sein,
die Du noch hast.
Hauptsächlich musst Du Dich selbst erst einmal haben, um glücklich sein zu können.
Was ist mit Deinem Mann? Ist Dir Deine Mutter eine viel größere Stütze, als Dein Mann?

Zitat:
Phasenweise hasse ich mein Leben und mich selbst


Dies bedeutet doch, genaugenommen wolltest Du schon immer anders leben.
Wie möchtest Du denn leben? Was hätte Dich glücklicher gemacht, als dieses Leben, was Du jetzt lebst?

Zitat:
Ich weiss nicht warum ich so bin.


Noch nicht. Finde es heraus. Das kann eine spannende Gedankenreise sein, welche Dir hoffentlich zeigen wird,
wie Du zufriedener wirst.


Zitat:
Ich versuche wirklich jeden Tag mit positiven Gedanken aufzustehen, ich bin auch nicht jemand der sagt war ein
schei. Tag heute. Die ganze Sachen die so passieren wie sie passieren denk ich immer Es hätte schlimmer kommen
können. Aber unterm Strich bin ich einfach immer nur unglücklich. Das liegt nicht an meinem Mann, an meinen Job
oder ect. Ich bin diejenige.



Kann es sein, das Du nicht lebst, sondern seit vielen Jahren gelebt wirst?
Was Du schreibst hört sich so an, als wenn Du Dich nicht gegen andere Menschen und ihre Meinungen
wehren kannst oder willst.
Das macht depressiv! Dann hättest Du auch Recht damit, dass Du diejenige bist, die einen
Großteil der Schuld daran trägt, das Du nicht glücklich sein kannst.

Kann an meiner Sichtweise etwas dran sein?
Auf Deine Antwort freue ich mich.

Viele Grüße

Bernhard

21.07.2018 06:47 • #2



Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser