Zitat von Mich84:Hi Floetilf,
Das liest sich jedenfalls so , als hättest Du immer wieder Erkenntnisse erlangt, bei was es Dir einigermaßen gut geht. Liege ich richtig mit der Annahme?
Ich wünschte, ich haette nicht Entscheidungen getroffen, die mir so viel an Leichtigkeit geraubt haben. Aber dieses mangelnde selbsteinschaetzungsvermoegen und beeinflussbarkeit durch andere wird wohl immer ein teil von mir bleiben
Darf ich fragen, zu welchem Zeitpunkt das mit dem IQ festgestellt wurde?
Also, die Formulierung "Das wird wohl immer ein Teil von mir bleiben.", die streich jetzt aus dem Wortschatz

! Du bestimmst Dein Leben, nur Du!
Ich habe viel gekämpft, weil ich Hoffnung hatte, dass alles mal besser wird, wenn ich mich wieder an die Normalität gewöhne. Und ich habe meine Schwierigkeiten häufig verdrängt und nicht eingestanden. Manche Rückschlüsse konnte ich erst nachträglich ziehen und so locker wie jetzt habe ich z.B. den Abbruch der Uni damals nicht gesehen.
Das Ganze ist ein Prozess, durch den man sich erstmal bewegen muss.
Mein IQ wurde damals in der Dro.therapie mal getestet, aber da war ich so durch den Wind, dass ich mich schon nach 10 Minuten nicht mehr konzentrieren konnte. Letztendlich lag er bei 109, glaub ich, also eher Durchschnitt. Was auch ganz gut zu meiner Selbstwahrnehmung passt, allerdings bin ich klug genug um zu kapieren, dass die Aspekte dieser Tests unmöglich die ganze Intelligenz widerspiegeln können:-)!
Das Problem an der Uni war halt diese enorme Lernerei, die mir noch nie gut lag. Und diese ganze wissenschaftliche und praxis-ferne Art und Weise fand ich selten dämlich und unnütz. Ich bin Pragmatiker und als ich danach alternativ eine Weiterbildung für den Bereich gemacht habe, hab ich mich sehr viel wohler gefühlt.
Seitdem weiss ich, was mir dahingehend eher liegt, aber das muss man halt erstmal erfahren.
Und dann gab es natürlich auch bei mir Diskussionen mit meiner Mutter oder Bekannten, die mich einfach nur als faul abgestempelt hatten oder ähnliches. Bis heute rafft meine Mami immer noch nicht 100% was es mit meinen Schwierigkeiten wirklich auf sich hat und wie wenig belastbar ich bin. Sie versteht das ansatzweise theoretisch, aber nicht wirklich. Was anderen auch so geht, weil man mir davon so erstmal nichts anmerkt und weil die Leute das selber nie erlebt haben.
Da tut es dann ganz gut, wenn man regelmäßig mit einem Therapeuten oder Betroffenen spricht (nicht nur in Foren schreiben, sondern wirklich und persönlich reden). Meine Zeitrente wurde auch auf Anhieb bewilligt und verlängert, so dass meine Ma z.B. schwarz auf weiss sieht, dass Fachleute und selbst Versicherungen sofort merken, dass ich nicht nur simuliere. Seitdem akzeptiert sie das auch und hört genauer zu, wenn ich ihr erkläre, warum ich kein ganzes Wochende mit ihr Urlaub machen kann .-)!
Du machst das schon!
Probier was aus, lass Dir was einfallen, gehe aufrichtig und e3hrlich mit Deinen Problemen um und such Dir Unterstützung / professionelle Hilfe!