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C

cheldera
Mitglied

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Guten Morgen,

normalerweise reg' ich mich ja über meine Mutter auf, ihre Art, der ganze seminarzisstische Sermon.

Nur seit April ist sie wirklich "durch", sie hatte scheinbar einen nicht diagnostizierten kleinen Hörsturz (plötzlich Rauschen, Dröhnen, nichts mehr gehört usw), Zweitmeinung bestätigte dies. Nur scheint dieser Vorfall nun auch alles andere ins Zusammenbrechen gebracht zu haben. Sie wiegt sich dauernd, glaubt sie verliert Gewicht (bis sie mir wieder erzählt was sie alles isst. Nicht viel), Krebsangst meets Panikstörung, Depressionen, das gesamte Programm.

Ich als Tochter steh' da so "daneben", sie ist kaum zu bewegen zu einem Arzt zu gehen, und wenn sie dann geht wird sich dort gekümmert wie der Notstand es erwarten lässt: Oberflächlich. Ich wohne nicht gerade um die Ecke und meine eigene Verfassung ist auch nicht die beste. Zumal, wie bereits erwähnt, als Tochter kann ich sie kaum zu etwas zwingen. Ich glaube warten auf einen Rehaplatz irgendwann und irgendwo reicht nicht mehr aus.

Auch den Widerspruch zum Pflegegrad verfolgt sie nicht weiter, des weiteren ist sie ohnehin sehr negativ - und ich weiss wirklich nicht mehr was ich tun soll!🤪

Kennt das jemand hier, und hätte vielleichtlleicht eine Idee? Ich wäre sehr dankbar!

09.06.2026 #1


10 Antworten ↓

P
Das tut mir leid, solche Situationen sind sehr anstrengend. Ich habe das mit beiden Eltern zum Teil durch.
Aber das einzige, was man da sagen kann ist: So lange die Person geschäftsfähig ist, muss man ihr ihre Entscheidungen lassen.
Ist sie es nicht, evtl auch nur phasenweise, bleibt Einweisung oder sogar ein Betreuer oder mehrere Betreuerin.

Manchmal kann es helfen, Dritte mit einzubinden, die die Person mithelfen zu überzeugen. Ärzte, Freunde, Familie.

x 2 #2


A


Mutter depressiv/Panikstörung/Gewichtsverlust- Klinik?

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C
@Pauline333 Danke für Deine Antwort - verstanden fühlen ist ne gute Sache zwinkern Nur leider gibts keine Freunde und keine Familie. Ärzte siehe oben - zumal sie dort "neu" ist und ich die nicht kenne.

#3


User_0815_4711
Zitat von cheldera:
und ich weiss wirklich nicht mehr was ich tun soll!

Deine Mutter lebt vermutlich alleine.
Wie schaut es mit Körperpflege, Wäsche, Haushalt aus? Macht sie das alles noch selber? Ernährung scheint eher nur dürftig zu sein. Hast du einen Verdacht auf eine Demenzerkrankung?

#4


Burn
Oh ja ich kann dich so gut verstehen!
Ich Stecke da auch mitten drin. Ich bin das einzige Kind und wohne ca 900 km von ihr entfernt.
Es war Schrecklich sie hat mich dauernd angerufen und ich konnte nicht wirklich viel machen.
Sie wohnte auch alleine.
Tja und dieses Leid ging über 9 Monate in denen sich nichts wirklich bewegt hatte…
Sie hat auch nichts geregelt und sich gegen alles gesperrt weil sie so arg „ Angst“ hatte. Nunja letztendlich ist ihre Panikstörung mit Depressionen und Schmerzen so schlimm geworden, dass bei ihr ein „ Wahn“ hinzugekommen ist.
Dies ging noch eine Weile so weiter bis sie irgendwann auch ihre Haustür nicht mehr geöffnet hat und auch das Telefon nicht m abgenommen hat.
Meine Tante die zumindest noch näher wohnt als ich ist dann mit dem Wohnungsschlüssel reingekommen. Meine Mutter lag dehydriert und völlig abgemagert auf dem Boden.

Tja dann war es trotzdem noch ein Problem bis sie eingewilligt hatte das der Notarzt sie mit ins Krankenhaus nehmen konnte.

Von da aus ging es dann in die Psychiatrie.
Dann hat sich etwas bewegt. Dort wurde Pflegeanstrag gestellt und gesetzliche Betreuerin beantragt.
Meine Mutter ist dann 3 Monate in der Psychiatrie gewesen und danach direkt ins Pflegeheim gekommen.

Jetzt will sie dort natürlich nicht bleiben und terrorisiert alles und jeden.

Es ist schwer damit umzugehen.

Wenn sie sich nicht helfen lassen will kann man nur leidvoll zusehen bis der große Knall kommt.

Wenn du die Kraft hast und sie dafür offen ist bleibt dir nichts anderes übrig als zu ihr zu fahren und Widersprüche , Verfügungen etc. mit zu managen

Ich konnte es nicht schon alleine aufgrund der Entfernung und des rapiden Abbaus meiner Mutter.

x 1 #5


Burn
Zitat von User_0815_4711:
Deine Mutter lebt vermutlich alleine. Wie schaut es mit Körperpflege, Wäsche, Haushalt aus? Macht sie das alles noch selber? Ernährung scheint ...



hör könntest Du versuchen noch einzuhaken wie User schon schreibt.
pflegegrad muss neu „ Widerspruch“eingelegt werden

dann könnte Pflegedienst kommen.
es gibt auch Anträge auf Haushaltshilfe etc.
es gäbe Verbände bei denen Du Dich erkundigen könntest… Caritas und co
aber mehr als zu sagen was Du tun kannst und euch mit Anträgen helfen können die auch nicht.diese Gespräche/Hilfe ist ab einem gewissen rahmen nicht mehr kostenlos aber durchaus im Rahmen.

aber deine Mutter muss kooperieren. Wenn sie das nicht tut geht es dir wie mir, es ist schlimm und nervenaufreibend das mitzumachen.
mir hilft in dem Fall etwas die Entfernung, obwohl es gleichzeitig auch das Hindernis ist, da ich nicht schnell bei ihr bin.
es ist schwierig damit umzugehen.
da ich jetzt durch den endgültigen Zusammenbruch von ihr schon ein Stück weiter bin als Du „ muss ich nur noch „ mit meinen Grenzen und Gefühlen umgehen. Das Gewissen , die Wut, die Hilflosigkeit und die Zukunftsangst.
alles Wechsel zwischen „es ist doch meine Mutter“ bis hin zu „ Ich könnte Sie gegen die Wand klatschen und nur noch schreien „

x 2 #6


C
@Burn dein letzter Satz trifft es wirklich sehr gut. Ich komm nicht drauf klar, wie es ihr geht - und ihre grundsätzlich negative Weltanschauung, die eine "Gesundung" praktisch unmöglich macht. Darf ich es sagen? Mir dient das größtenteils als abschreckendes Beispiel. Und ich hab wahrlich nicht immer die Sonne im Leben. Aber so will ich wirklich nicht werden 😟

#7


Burn
Zitat von cheldera:
@Burn dein letzter Satz trifft es wirklich sehr gut. Ich komm nicht drauf klar, wie es ihr geht - und ihre grundsätzlich negative Weltanschauung, ...

Auch das verstehe ich gut! Ich habe so ähnliche Gedanken auch immer mal wieder.
hatte mal auf dein Profil geschaut, du bist auch noch gleich alt wie ich 😅

x 1 #8


C
@Burn Tja, in dem Alter werden dann die Eltern komisch zwinkern Guten morgen ☕☕

#9


C
@User_0815_4711 Nein, gottseidank nicht. Sie wäscht (sich), sie macht ihre Sachen, fährt einkaufen. Nur hangelt sie seit vielen Jahren immer am Rande des Zusammenbruchs. Vor ein paar Jahren konnte sie nach einem Unfall auch ihrem Nebenjob nicht mehr nachgehen und hockt nu meist zuhause. Weil sie sich absolut nicht aufraffen kann, sich ein Hobby, ein Ehrenamt, eine Beschäftigung zu suchen.
Freunde hat sie so gut wie keine mehr - wie das so ist, im Laufe eines Lebens entwickelt man sich auch mal in unterschiedliche Richtungen. Das ist jetzt der Ausgangspunkt.

x 1 #10


User_0815_4711
@cheldera , du beschreibst eine ganz normale Entwicklung. Wehwechen, Unfälle, Rückzug, Freunde und Bekannte sterben weg, Energie wird immer weniger. Alltag schafft man noch, aber für alles andere bleibt keine Energie mehr bzw. hat keine Bedeutung mehr. Bei einem früher passiert die Entwicklung früher, beim anderen später.
Habe viele solche Menschen in meinem Umfeld, jeder ganz eigen, aber dann doch wieder irgendwie gleich.

x 1 #11


A


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Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
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