Zitat von Grace_99:
Was mich halt umtreibt ist die Frage warum es jetzt wieder so schlimm geworden ist.
Wir wurden in der Kindheit "beschädigt", jeder auf seine Art. In uns drin ist etwas kaputt, zerstört, beschädigt. Lassen wir Schuldzuweisungen dafür einfach mal weg, sondern akzeptieren diese Tatsache.
Um damit umgehen zu können, haben wir uns über diese Verletzungen eine Pseudohaut angeschafft, irgendwas, damit wir irgendwie damit umgehen können. Ob nun Medis, Therapie, Partner, Familie, Erfolg, ......... vollkommen egal, wir sind ständig am zusammenkitten. Mal gut, mal schlecht.
Und deswegen gleicht unser Leben einer Achterbahn: Je nach Stressor, Umstände und/oder Gefühle können wir mal mehr, mal weniger damit umgehen.
Ich empfinde das jedes mal als Angriff auf mein Leben. Und dementsprechend reagiere ich dann: Angst, Panik, Depression, Verzweiflung und bin dann wieder am Zusammenflicken meiner Seele. Je nach Intensität einer "Verletzung" reagiere ich.
Und im Moment hängen wir intensiv drin, weil wir unser Leben als bedroht ansehen. Und das kann man nicht so schnell wieder regulieren, wie wir das gerne hätten.
Da muss man jede Minute durchleben. Ich kenne das jetzt schon seit 30 Jahren. Immer wieder verspult es mich, je nach Lage und Veränderung. Und jedes Mal geh ich dabei am Stock. Immer.
Geh doch mal rein ins Gefühl, Grundlage ist doch, dass du um dein Leben fürchtest. Und deswegen hast du diese tiefen, verzweifelten, negativen Gefühle, da uns ein echter Kampf mit einem wirklichen Gegner fehlt. Wir kämpfen gerade gegen uns selbst, weil wir das schon ein ganzes Leben getan haben.
Würden wir uns entspannt zurücklegen, denken, ok, das wird schon wieder, wären wir schon drüber weg. Aber nein, wie kämpfen weil das unser Leben ist. Schon immer war.
Und in Extremsituationen haben wir nichts anderes, als uns die Köpfe an der Wand einzuschlagen, da wir nicht akzeptieren wollen, dass manches nicht zu ändern ist.
Deshalb tut das auch so weh.