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Gibt es einen Unterschied zwischen einer Depression / Traurigkeit und einer somatoformen Störung? Kann man eine somatoforme Störung haben ohne traurig zu sein? Treten die Symptome einer somatoformen Störung in Gesellschaft in den Hintergrund, weil man im Beisein angenehmer Menschen glücklich ist? Oder ist eine somatoforme Störung die körperliche Manifestation von Traurigkeit, die man selbst nicht spürt?
Oder wird die somatoforme Störung von Ängsten befeuert, so dass man, auch wenn man glücklich ist, die Ängste jedoch nicht besiegt sind, weiterhin Befindlichkeitsstörungen hat? Fragen über Fragen, die ich mir stelle.

Ich frage vor allem, weil Hausärze bei somatoformen Störungen immer von belastenden Ereignissen und Traurigkeit ausgehen.
Ich habe seit einigen Monaten eine somatoforme Störung, bin jedoch (ausschließlich) im Beisein meines Freunds und Kollegen unfassbar selbstbewusst und fröhlich. Jedoch habe ich auch dann die Befindlichkeitsstörungen, sodass ich mich nach dem Zusammenhang frage.

05.01.2022 19:26 • 07.01.2022 x 2 #1


6 Antworten ↓


Ich kann nur für mich sprechen: ich habe eine Art somatoformer Störung und bin nicht traurig oder depressiv. Ich habe symptome auch in (guter) gesellschaft. Allerdings nehme ich auch ein SSRI, was vllt. die Trauer unterdrückt.

05.01.2022 21:16 • #2



Depression vs somatoforme Störung

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NIEaufgeben
Ich leide an einer somatoformen Störung und dazu noch an einer somatoformen schmerzstörung

Aber leide in keinster Weise an Depressionen Traurigkeit oder ähnlichen

05.01.2022 21:18 • #3


Eine somatoforme Störung und eine Depression sind zwei verschiedene Dinge. Von einer somatoformen Störung spricht man, wenn der Körper unbegründete Krankheitssymptome aufgrund psychischer Ursachen entwickelt. (Sehr vereinfacht gesagt.) Man fühlt sich krank, müde, und hat irgendwelche störenden Symptome, wie zB Herzstolpern, irgendwelche schmerzen oder ähnliches. Aber nichts davon hat dann eine organische Ursache.
Das kann natürlich mit einer Depression gemeinsam auftreten, muss es aber nicht.

05.01.2022 21:33 • x 3 #4


Salzarina
Ich verstehe es so, dass man z. B. durch Stress (psychisch) Burnout bekommt. Daraus kann dann z. B. ein Tinnitus (somatisch) entstehen.

05.01.2022 22:07 • x 1 #5


Lina60
Ich selbst leide an einer Angststörung, doch eine nahestehende Freundin quält sich seit Jahren mit somatoformen Störungen ab: Sie hat fast ständig Magen-Darm-Probleme und oftmals ist ihr übel. Bei sämtlichen ärztlichen Kontrollen zeigte sich kein organisches Problem. Auch Allergien oder Nahrungsunverträglichkeiten gibt es nicht.

Leider weigert sie sich seit Jahren ein Psychopharmaka ein zu nehmen, obwohl sie seit Jahren an mittelschweren Depressionen leidet, und die Medikamente ihr von ihrem Hausarzt immer dringender nahe gelegt werden. Obwohl ja bei weitem nicht immer alle Nebenwirkungen von Medikamenten eintreffen müssen, schrecken sie meine Freundin dermassen ab, dass sie selbst extreme gefährliche innere Zustände durchsteht. Leider geht es ihr kontinuierlich schlechter.
Psychotherapien versuchte sie erfolglos zu machen und jetzt mag sie diesen Weg nicht mehr zu probieren.

Gestern 12:39 • x 1 #6


Schade, dass Sie keine Psychotherapie machen möchte. Mir hat diese bisher auch noch nicht geholfen, aber ich profitiere sehr von den Gesprächen und der Meinung einer unbeteiligten Person.

Wichtig ist meines Erachtens, dass man die Beschwerden als psychisch bedingt akzeptiert. Wenn man das ernsthaft tut und sich die Beschwerden dann verändern, kann man, wenn man rational genug denkt, eigentlich nur noch von einer seelischen Ursache ausgehen.

Mich macht die Beschäftigung mit mir selbst, die durch die Psychotherapie angestoßen wurde, zu schaffen. Ich habe erkannt, dass ich fast keine meiner Gefühle erkenne, in einem Abhängigkeitsverhältnis zu meinem narzisstischen Vater stehe und nur einen wirklichen Freund habe und wohl auch nie wieder jemanden finden werde, bei dem ich ähnlich selbstbewusst bin. Demnach hat die Therapie erst mal viel verschlechtert. Hoffentlich geht es bald einmal in die andere Richtung.

Aber bei jahrelangen mittelschweren Depressionen kann es eigentlich nur besser werden...

Vor 24 Minuten • #7




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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser