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Hallo ihr Lieben,

ich suche Gleichgesinnte. Jetzt gerade im Frühling, wo alle Menschen aus ihren Häusern kommen und das Leben genießen und sich sportlich betätigen, merke ich, wie groß der Unterschied zu diesen Menschen ist. Seit Januar plage ich mich mit starken körperlichen Symtomen herum, die mich so weit im Griff haben, dass ich einer absoluten Schonhaltung verfallen bin und die Wohnung nur noch sehr ungerne und in Begleitung verlasse. Es fing an mit einem starken Krankheitsgefühl, Sinustachykardien bis zu einer 170er Pulsfrequenz, Schmerzen in der Leiste, Schmerzen in der Wade, Schwindel, Benommenheit, schwache Beine, Sehstörungen.
Ich habe zwischenzeitlich alle Untersuchungen durch. Aber nichts rechtfertigt diese Beschwerden. Hat jemand ähnliche Probleme? Ich war am Anfang des Jahres dreimal in der Notaufnahme. Man konnte mir nicht sagen, ob ich tatsächlich Herzgesund bin. Ich bin weiblich, 30 Jahre alt, normalgewichtig, habe früher gerne viel Sport getrieben und konnte aktiv am Leben teilnehmen. Mittlerweile fühle ich mich sehr alleine mit meinen Problemen. Dann merkt man erst einmal, was es bedeutet, anderen Menschen eine Last zu sein, wenn man nicht mehr Lachen kann, wenn man keine Freude mehr empfindet, wenn man ständig nur mit sich und seinen Symtomen beschäftigt ist.

Ich würde mich freuen, von Euch zu lesen.

Alles Liebe
Andrea

18.04.2010 17:52 • 19.04.2010 #1


13 Antworten ↓


jadi
mir geht es leider genau so wie dir.....mich plagen seit monaten immer wieder verschiedene symptome zur zeit sind es auch herzschmerzen....ständigrs herzstolpern....puls und blutdruck waren auch eine zeitlang sehr hoch(durch betablocker geht wieder)vor den herzsymtomen plagten mich bauchschmerzen....mal unter mal oberbauch......steissbeinschmerzen.....drehschwindel.....schwankschwindel.....zur zeit auch übelkeit.....schmerzen in den beinen abends vorm einschlafen.....usw.....habe fast alles abgeklärt ......wurde fast alles auf die phyche geschoben.....muss die woche nochmal zum orthopäden röntgen dann hab ich die woche pyhsiotherapie(das vermutet wurde das ich ein hws und bws syntrom habe)durch andauernde verspannungen......im mai hab ich ein herzecho........siehst du dir geht nicht alleine so....wahrscheinlich leidest du unter einer krankheitsangst....

18.04.2010 18:56 • #2



Agoraphobie - somatoforme Störung

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Hallo Jaleandi,

eigentlich kann das Herz nicht schmerzen. Das hat mir mal eine Hausärztin gesagt. Sie meinte, dass kommt vom Rippenfell oder von den Nerven, die bei Verspannungen gereizt werden. Sie hatte mir damals autogenes Training oder progressive Muskelentspannung empfohlen, auch Rückengymnastik. Bei mir wurde es durch Sport besser. Seit einiger Zeit kann ich allerdings durch meine körperlichen Symtome keinen Sport mehr machen. Bin in eine absolute Schonhaltung geraten. Das beängstigende Herzgefühl bleibt. Kenne ich also auch. Das Herzecho hat bei mir bei mehreren Untersuchungen in verschiedenen Zeitabständen über Jahre nie etwas ergeben. Hab also keine Angst davor. Bei Dir wird auch nichts dabei raus kommen. Ich denke oft, wenn es eigentlich keinen körperlichen Grund gibt, kann es ja nur das vegetative Nervensystem sein. Aber es ist so schwer, da wieder raus zu kommen. Ich habe übermorgen einen Termin für die stationäre Aufnahme in einer Klinik für Psychosomatik.

Ich wünsche gute Besserung und alles Liebe

Andrea

18.04.2010 19:28 • #3


jadi
ja ich kenn das auch mit der schonhaltung ....hab ich auch so oft schon gemacht...ab und zu mache ich es auch noch...aber ich raff mich immer wieder auf.......muss ich ja auch da ich 2 kinder hab und die jüngste gerade mal anderthalb jahre ist....und ich sie auch zuhause habe kommt erst im august in die kita...und mein mann muss immer lange arbeiten....meine grosse ist 10 jahre.....wenn du schon soviel herzechos hattest und sie jedesmal nix gefunden haben...warum kannst du den ärzten nicht vertrauen?ich kenn das manchmal komm ich mir such net ernst genommen vor.....ich habe mir auch gesagt wenn sie nix finden beim echo dann bin ich beruhigt....zumal die herzschmerzen jetze langsam abklingen nicht mehr den ganzen tag sind.....hatte sie 3 wochen am stück.....und das hat mich tierisch verängstigt....ich versuche auch meine kleine net mehr so auf der linken seite zutragen und net mehr so doof vorm lappi zuhängen(von der haltung her)weil denke hatte viel damit zutun....aber die schei. stolperer nerven mich noch ganz doll und machen mir immer eine heiten angst.......obwohl jeder sagt die sind harmlos........aber sie sind machmal so heftig......ich drück dir die daumen mit der klinik.....kannst mir ja dann berichten.....leidest du auch unter panikattacken?

18.04.2010 19:38 • #4


Davon können Deine Beschwerden durchaus kommen. Es ist nicht gut, wenn Du den Rücken einseitig belastest. Versuch es doch mal mit einem Tragetuch, so dass Du die Kleine vor Deinem Körper trägst. Ich glaube nicht, dass dein Herz geschmerzt hat. Es war sicherlich ein Nerv, der an der Stelle gereizt war. Das kommt dann irgendwie vom Rücken. Ja, ich kenne Panikattaken von früher. Das was ich jetzt im Winter hatte, war so eine Art Dauerpanikattake. Ich konnte nichts mehr machen. Es war wie eine Art Totenstarre. Es geht seit Ende März erst wieder langsam bergauf. Erst konnte ich stundenweise das Bett verlassen, dann war ich tagsüber auf den Beinen mit Ruhephasen im Bett und mittlerweile geht es auch, dass ich in Begleitung mit meinem Mann das Haus verlassen kann. Ich fühle mich aber draußen nicht sonderlich wohl. Heute hatte ich erst wieder Probleme. Es war für mein Empfinden sehr warm, dann ging das Herzpoltern wieder los, dann ein Schwächegefühl in den Beinen mit Schwere. Ich kann im Moment auch nur ganz langsam gehen. Ich fühle mich wie meine eigene Großmutter Alles nur Panik? Schon irgendwie erschreckend. Für Dich alles Gute.

18.04.2010 19:48 • #5


jadi
ja das kenne ich ....an manchen tagen kann ich auch kaum raus...hab das gefühl meine beine können mich net tragen....und ab und an meine ich auch das wetter net zuvertragen......manchmal hatte ich phasen da bin ich wochenlang net raus....und zu hause musste ich mich überall festhalten um irgentwo hin zukommen.....

18.04.2010 20:31 • #6


Du Arme, das kenne ich auch. Ich habs manchmal nur aus dem Bett geschafft, um zur Toilette zu kommen. Hatte viele Wochen das Gefühl wie bei einer starken Grippe und extremen Druck auf der Brust und auf dem Hals. Das hat mich fast wahnsinnig gemacht. Du wohnst in Berlin? Das ist meine Lieblingsstatt. Ich habe im vergangenen Jahr dort geheiratet. Leidet Deine Beziehung auch unter Deiner Krankheit? Das macht mich im Moment sehr traurig. Aber wir halten einfach die Ohren steif und hoffen auf bessere Zeiten, nicht wahr? Ich kenne das mit der Wetterfühligkeit auch. Vielleicht reagieren wir ja auf alles sehr viel empfindlicher als "normale" Menschen.

Bist du eigentlich in psychotherapeutischer Behandlung?

LG

18.04.2010 21:42 • #7


jadi
ja komme aus berlin....haben auch letztes jahr geheiratet im august....wo wohnst du?wie alt bist du?
ich bin 30.
ja ab und an bin ich verzweifelt und mein mann auch....aber er kennt mich ohne die krankheit und mit....und er sagt immer er hätte mich net geheiratet wenn er es so kacke findet....klar er ist oft hilflos....ich bin seit letztes jahr in therapie ....mache eine verhaltentherapie...und wir sind gerade dran konfrontationsübungen zumachen.....sprich ich gehe mit meinen therapeuten raus....einkaufen usw...und bald muss ich es alleine machen und er wartet um die ecke usw.....schritt für schritt,dabei muss ich lernen die angst zu zulassen....das ist die einzigste möglichkeit....nehme uch keine medis ,weil ich dagegen bin........hast du schon mal eine therapie gemacht?seit wann leidest du da dran?ich seit 2006...die ersten 2 jahre konnt ich noch alles machen und nach der geburt der kleinen ging garnix mehr.....also seit 2 jahren gehe ich nicht mehr alleine aus dem haus:(

18.04.2010 22:12 • #8


Ich wohne in Köln und bin auch 30. Ich habe leider keine Kinder. Ich leide seit meinem 16 Lebensjahr mal mehr mal weniger daran. Ich konnte aber über Jahre hinweg gut damit umgehen. Im Januar hatte ich großen Druck wegen des Studiums und dann bin ich zusammengeklappt. Ich glaube, der Schwindel ist das schlimmste an der ganzen Sache. Man hat immer das Gefühl, dass alles schwindet und so unwirklich ist. Kennst Du das? Ich finde das gut, dass du die Therapie machst. Damals habe ich eine Psychotherapie gemacht über ca. 3 Jahre. Seitdem nicht mehr. Ich war im Februar 2 Wochen in der Fachklinik für Psychotherapie. Dort fühlte ich mich nicht so gut aufgehoben. Ich habe übermorgen einen Termin in einer Klinik für somatoforme Störungen. Die werden mich hoffentlich stationär aufnehmen. Hast Du eigentlich ein Hobby? In den zwei Wochen habe ich gelernt, dass man sich mit anderen Dingen, als mimt sich selbst und der Krankheit beschäftigen sollte. Vielleicht malen, töpfern oder sowas. Hast du eigentlich auch eine Depression? Bei mir ist das wohl so. Ich habe das über die Jahre gar nicht gemerkt, dass ich depressiv bin, weil ich so eingespannt war. Nur dann habe ich mich irgendwann gefragt, wann ich das letzte mal gelacht habe oder mich über irgendwas gefreut habe. Und da wurde mir das bewusst. Wir schaffen das schon. Glaube versetzt ja Berge... Es braucht nur alles seine Zeit. Ich vergleiche meine Seele immer mit einem eingegipsten Bein. Sie braucht halt ein bischen Ruhe, um sich wieder mit Licht und Energie zu füllen.

18.04.2010 22:25 • #9


jadi
in einer klinik würde ich es persönlich net aushalten......wegen den kids...aber ich denke wenn ich keine hätte würde ich vielleicht gehn.....nein irgentwie hab ich kein hobby....hab mal ne zeitlang meene mädels(freundinnen)die nägel gemacht...aber dann kam die kleine und ich hatte keine zeit mehr dafür...man sitzt ja mindestens 2 stunden dran....bin sehr kreativ räume und dekoriere ständig alles um.....grins........ich glaube nicht wirklich das ich eine depression habe...denn lachen kann ich noch sehr oft...und mich freuen über sachen....aber ich denke ich bin oft depressiv verstimmt(wo mir mal gesagt wurde das es bei angst und panikattacken dazu gehört)weil man ja oft verzeifelt ist.....also heule auch oft weil ich kein ende sehe.....zudem kommt bei mir das ja nun auch mit der krankheitsangst seit letztem jahr dazu.....durch diese vielen symptome....und weil mein dad letztes jahr mit verdacht auf herzinfakt in die klinik kam.....gott sei dank war es fehlalarm....und meine richtige mutter mit 32 starb an krebs....naja das alles wird zusammenhängen.....ich finds auch super das du in die klinik gehst....ich denke die wird dir vielleicht helfen....ich wünsche es dir von herzen....

18.04.2010 22:47 • #10


Hallo nochmal,

das mit der Krankheitsangst kenne ich auch zu gut. Vor allem, wenn man eine Krankheit mental durchlebt hat, kommt die nächste. Mich wundert es immer wieder, wie real diese Krankheiten dann auch wirklich durchlebt werden müssen. Ich weiss, dass ich diese Krankheiten selber durch mein Denken und meine Ängste erzeuge. Ich weiss auch, dass sie verschwinden würden, wenn ich keinen Gedanken mehr an Krankheiten verschwänden würde. Jetzt kommt das große ABER. Ich schaffe es aus unerklärlichen Gründen nicht, das Leben zu genießen, worauf es doch letztendlich hinauslaufen soll. Ich beneide die Menschen, die ihr Leben unbeschwert leben und glücklich sind und dann irgendwann einfach tot umfallen, ohne sich Gedanken über Krankheiten gemacht zu haben. Da frag ich mich immer, wer hat das glücklichere Leben geführt. Man hat halt leider nie eine Sicherheit, ob man gesund bleibt. Aber eins ist sicher, man wird krank, wenn man sich zu viel mit Krankheiten beschäftigt. Schon alleine das mentale wirkt sich sehr negativ auf den Körper aus. Eine gewisse Zeit kann der Körper diese negativen Gedanken kompensieren nur irgendwann spielen die Feinabstimmungen im Körper verrückt und es kommt zu Symtomen. Unternimmt man mental nichts dagegen, manifestieren sie sich und machen letztendlich wirklich krank. Bsp. vom nervösen Magen zum Magengeschwür usw.

Also sollten wir uns keine Gedanken mehr um Krankheiten machen, sondern den Fokus auf schöne Dinge legen, wie beispielsweise Wohnraumgestaltung oder Fingernägelmachen in Deinem Fall und ich für meinen Fall die Fotografie und das Zeichnen. )

Ich wünsche Dir eine schöne Woche ohne eigens produzierten Psychoterror.

Alles Liebe

Andrea

19.04.2010 15:24 • #11


jadi
ja da hast du wohl recht....und ich hoffe sobald ich wieder raus kann alleine entdecke ich noch andere hobbys......hab ein hobby vergessen...habe bis 2008 noch gemodelt und sobald ich mich besser fühle werd ich wieder vor der cam stehn....

wir schaffen das

19.04.2010 15:35 • #12


Das sind doch tolle Aussichten. Modeln kann nicht jeder. Das ist ein Geschenk, was man ausbauen sollte. Im Grunde könnten wir jetzt schon alles machen, wenn wir unsere negativen Gedanken überwinden würden und vertrauen in unseren Körper hätten, dass er das schon richtig macht, wenn wir ihn nicht beobachten. Blindes Vertrauen darin, dass Gott unseren Körper so geschaffen hat, dass er reibungslos funktioniert, wenn wir ein gelassenes Herz haben. Unsere Gedanken hindern ihn einfach im Moment daran, normal zu funktionieren ) Aber im Grunde sind wir nicht krank. Es passiert uns draußen auch nichts. Es kostet einfach nur viel Kraft, um das negative Denken zu überwinden. Ist Dir auch schon mal aufgefallen, dass man immer irgendwelche Katastrophengedanken hat, bevor man das Haus verlässt und es dann schon mit der Panik los geht. Der Körper wird dann in Alarmbereitschaft gesetzt und das Herz-Kreislauf-System angekurbelt, Adrenalin ausgeschüttet, wodurch man schlechter sieht, Beklemmungen bekommt usw. Wir stecken wirklich nur in einer großen negative Gedankenblase, die durchbrochen werden will. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und viel Kraft beim Zulassen Deiner Ängste.
Alles Liebe
Andrea

19.04.2010 18:38 • #13


jadi
ich dir auch liebe andrea ...von herzen.....
ja heute kommen bei mir ständige attacken hoch aber irgentwie kann ich sie wieder wegzaubern....bekomme ständig dieses aufkommende gefühl...jetze auch gerade aber ich versuche mir zu vertrauen....

19.04.2010 18:41 • #14



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