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Hallo.. ich bin neu hier..
Ich kam durch Zufall auf dieses Forum und habe mich mal angemeldet, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß..

Ich leide eig. schon seit meinem 4. Lebensjahr an einer Angststörung..
es hat damals angefangen, als ich plötzlich, aus unerklärlichen Gründen, keine Luft mehr bekam und ins Krankenhaus musste.. man konnte nie genau erklären was das war.. von dem Tag an hab ich eine Angst vor'm ersticken entwickelt...
was auch zu den Ängsten beigetragen hat ist, dass ich als Kind überversorgt wurde.. meine Familie hat mich zum Mittelpunkt gemacht.. meine große Schwester hat fast die Muterrolle übernommen, mich ständig verwöhnt.. ich habe nie gelernt, mich etwas zu lösen und mal alleine mit Wut und Trauer klar zu kommen.. ich habe nie gelernt mal alleine zu sein..
Also wurde ich viel zu sensibel und habe starke Verlustsängste entwickelt..
Ich konnte nicht alleine schlafen, nicht alleine zu Hause sein usw.

Ich habe aber auch oft wichtige Menschen verloren..
meine Oma ist gestorben als ich 9 war.. an ihr habe ich sehr sehr gehongen.. dann ist meine Schwester, die ich sehr liebe, weggezogen (800km weit weg) da war ich dann 12..

Die Ängste wurden immer schlimmer, ich hatte Angst zu Essen (dachte ich ersticke dran) hatte Angst allein zu sein.. konnte nicht mehr in die Schule usw.

Dann musste ich zu einem Psyschologen, bei dem ich auch bis Juni 08 in Behandlung war...

Mir ging es einfach Prima, ich konnte endlich allein sein, wieder ganz normal essen usw. alleine in meinem Bett schlafen, mit Freunden weggehen etc.

Seit 2 Jahren ging es mir eigentlich wunderbar !!
Seit 2 Jahren war wirklich ALLES perfekt, ich habe ein ganz normales Leben geführt wie jeder andre auch..

Aber im November 09 hat es angefangen, dass es meiner Oma immer schlechter ging ( meine Oma, die bei uns im Haus lebte)
sie hat ständig keine Luft bekommen..hatte es ständig am Herz.. konnte nicht mehr laufen.. und nicht mehr essen ( sie musste immer würgen )

Plötzlich fingen meine Ängste wieder an..
es hat erst so angefangen, dass ich woanders nicht mehr essen konnte.. ich dachte ich könnte nicht mehr atmen un habe angefangen zu würgen...

Dann habe ich plötzlich als ich mit einer Freundin shoppen war das Gefühl gehabt ich würde umkippen und mein Herz würde nicht mehr schlagen..

Also bin ich nicht mehr shoppen gefahren und habe nur noch zu Hause gegssen..

Aber Anfang des Jahres, als es absehbar war, dass meine Oma bald sterben wird, wurde es immer schlimmer..

Mittags bekam ich im Schlubus plötzlich so eine innerliche Leere..
das Gefühl als würde alles in mir absinken.. ich konnte nicht mehr wahr nehmen un dachte ich würde sterben..
ich habe nur noch geweint zu Hause.. und ab da war mir klar, die Angst ist zurück...

Noch etwa bis Anfang Feburar hab ich mich durchgekämpft ...
aber dann ist meine Oma am 11. Feburar gestorben..
ich hab sie sterben gesehn und sie tot gesehn..
ich hab gesehn, wie sie nicht mehr essen konnte, wie sie nur gewürgt hat. ich habe gesehn, wie sie keine Luft bekam dann ihr Herz stehn geblieben ist und sie tot war..

von dem Tag an war die Angst einfach nur noch Horror..

Ich kann nicht mehr in die Schule gehen,
nur noch zu Hause essen
nicht mehr mit Freunden weggehen, nicht mehr aus dem Haus gehen usw.

Seit Feburar sitze ich nur zu Hause und es wird immer schlimmer,
obwohl ich wieder in Therapie bin, seit März..

aber es wird einfach nicht besser..

Im März hat es angfeangen dass ich beim Essen da Gefühl hatte nicht atmen zu können und starke Schmerzen im Oberbauch hatte..
Ich habe immer mehr abgenommen musste dann ins Krankenhaus..
die Magenspieglung hat ergeben, dass ich eine Bakterie im Magen hab und eine Magenschleimhautentzündung..

dies wurde dann mit Medikamenten behandelt..
aber es wird einfach nicht besser..

Ich habe ständig Herzstechen, so ein Krampfgefühl in der linken Brust,
habe ständig das Gefühl, mein Herz würde nicht mehr schlagen.. ich fühle alle 5 min meinen Puls.. manchmal spüre ich ihn nicht sofort und bekomme Panik..

Ich kann immernoch nichts essen.. ich bekomme Krämpfe im Bauch und Schmerzen.. und denke ich könnte nicht atmen..

es wurde ALLES untersucht.. es heißt, ich wäre vollkommen gesund..

aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass DAS ALLES psyschich ist

und seit ein paar Wochen habe ich ein starkes Unwirklichkeitsgefühl..
wenn ich mit jmd. rede oder Menschen um michr um sind, fühle ich mich als würde ich träumen.. ich fühle mich, als würde ich nur Unsinn reden.. als wäre ich in einem Körper in den ich nicht gehöre..
ich kann meine Umwelt garn icht mehr realisiern..

Ich hab so schlimme Angst und Panik und weiß einfach nicht mehr was ich tun soll:(

Es tut mir leid für den langen Text aber ich hoffe, dass jmd antwortet un das vllt jmd kennt
und mir etwas dazu sagen kann..

Liebe Grüße !!

18.05.2009 11:58 • 13.08.2009 #1


5 Antworten ↓


Zitat von Merry92:
Hallo.. ich bin neu hier..
Ich kam durch Zufall auf dieses Forum und habe mich mal angemeldet, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß..
Hallo und herzlich willkommen! Ich habe Deinen Text gelesen und bin echt erschrocken,wie lange Du Dich schon mit der Angst quälst.Ich habe so eine schlimme Zeit auch hinter mir allerdings nicht so lang. Mein ganzer Körper und ich denke jeder kleinste Teil davon wurde untersucht ,es war immer alles perfekt und ich hörte immer nur gesünder kann man nicht sein.Aber die Symptome blieben und ich hatte den Glauben an die Ärzte verloren. Bis ich dann beim Psychiater saß,ihm alles schilderte und er mir direkt sagte das sind Panikattaken. Wie vielseitig und auch ständig an Symptomen wechselnd sie sein können ist schlimm. Ich habe eine lange Therapie hinter mir und damals gelernt damit umzugehen.Vor einiger Zeit kamen diese Attacken bei mir wieder mit neuen häßlichen Symptomen.Seit kurzer Zeit lese ich hier regelmäßig Beiträge und fühle mich nicht so allein mit der Angst. Ich hoffe Du sprichst mit Deinen nächsten darüber,denn auch die Leute die es nicht betrifft können so etwas gar nicht verstehen.Hörst Du sehr viel in Dich hinein? Das verstärkt bei mir jedenfalls die Angst noch mehr.Versuch`s mal(falls Du es nicht schon machst)mit leichten Mitteln zur Beruhigung(da kann man auch mal eins mehr nehmen).Johanniskraut,Baldrian,Bachblüten...helfen immer gut.Und vorallem viel ablenken und sich nicht ständig auf sich selbst konzentrieren.Aber Du bist nicht allein mit solchen Ängsten.LG silha
Ich leide eig. schon seit meinem 4. Lebensjahr an einer Angststörung..
es hat damals angefangen, als ich plötzlich, aus unerklärlichen Gründen, keine Luft mehr bekam und ins Krankenhaus musste.. man konnte nie genau erklären was das war.. von dem Tag an hab ich eine Angst vor'm ersticken entwickelt...
was auch zu den Ängsten beigetragen hat ist, dass ich als Kind überversorgt wurde.. meine Familie hat mich zum Mittelpunkt gemacht.. meine große Schwester hat fast die Muterrolle übernommen, mich ständig verwöhnt.. ich habe nie gelernt, mich etwas zu lösen und mal alleine mit Wut und Trauer klar zu kommen.. ich habe nie gelernt mal alleine zu sein..
Also wurde ich viel zu sensibel und habe starke Verlustsängste entwickelt..
Ich konnte nicht alleine schlafen, nicht alleine zu Hause sein usw.

Ich habe aber auch oft wichtige Menschen verloren..
meine Oma ist gestorben als ich 9 war.. an ihr habe ich sehr sehr gehongen.. dann ist meine Schwester, die ich sehr liebe, weggezogen (800km weit weg) da war ich dann 12..

Die Ängste wurden immer schlimmer, ich hatte Angst zu Essen (dachte ich ersticke dran) hatte Angst allein zu sein.. konnte nicht mehr in die Schule usw.

Dann musste ich zu einem Psyschologen, bei dem ich auch bis Juni 08 in Behandlung war...

Mir ging es einfach Prima, ich konnte endlich allein sein, wieder ganz normal essen usw. alleine in meinem Bett schlafen, mit Freunden weggehen etc.

Seit 2 Jahren ging es mir eigentlich wunderbar !!
Seit 2 Jahren war wirklich ALLES perfekt, ich habe ein ganz normales Leben geführt wie jeder andre auch..

Aber im November 09 hat es angefangen, dass es meiner Oma immer schlechter ging ( meine Oma, die bei uns im Haus lebte)
sie hat ständig keine Luft bekommen..hatte es ständig am Herz.. konnte nicht mehr laufen.. und nicht mehr essen ( sie musste immer würgen )

Plötzlich fingen meine Ängste wieder an..
es hat erst so angefangen, dass ich woanders nicht mehr essen konnte.. ich dachte ich könnte nicht mehr atmen un habe angefangen zu würgen...

Dann habe ich plötzlich als ich mit einer Freundin shoppen war das Gefühl gehabt ich würde umkippen und mein Herz würde nicht mehr schlagen..

Also bin ich nicht mehr shoppen gefahren und habe nur noch zu Hause gegssen..

Aber Anfang des Jahres, als es absehbar war, dass meine Oma bald sterben wird, wurde es immer schlimmer..

Mittags bekam ich im Schlubus plötzlich so eine innerliche Leere..
das Gefühl als würde alles in mir absinken.. ich konnte nicht mehr wahr nehmen un dachte ich würde sterben..
ich habe nur noch geweint zu Hause.. und ab da war mir klar, die Angst ist zurück...

Noch etwa bis Anfang Feburar hab ich mich durchgekämpft ...
aber dann ist meine Oma am 11. Feburar gestorben..
ich hab sie sterben gesehn und sie tot gesehn..
ich hab gesehn, wie sie nicht mehr essen konnte, wie sie nur gewürgt hat. ich habe gesehn, wie sie keine Luft bekam dann ihr Herz stehn geblieben ist und sie tot war..

von dem Tag an war die Angst einfach nur noch Horror..

Ich kann nicht mehr in die Schule gehen,
nur noch zu Hause essen
nicht mehr mit Freunden weggehen, nicht mehr aus dem Haus gehen usw.

Seit Feburar sitze ich nur zu Hause und es wird immer schlimmer,
obwohl ich wieder in Therapie bin, seit März..

aber es wird einfach nicht besser..

Im März hat es angfeangen dass ich beim Essen da Gefühl hatte nicht atmen zu können und starke Schmerzen im Oberbauch hatte..
Ich habe immer mehr abgenommen musste dann ins Krankenhaus..
die Magenspieglung hat ergeben, dass ich eine Bakterie im Magen hab und eine Magenschleimhautentzündung..

dies wurde dann mit Medikamenten behandelt..
aber es wird einfach nicht besser..

Ich habe ständig Herzstechen, so ein Krampfgefühl in der linken Brust,
habe ständig das Gefühl, mein Herz würde nicht mehr schlagen.. ich fühle alle 5 min meinen Puls.. manchmal spüre ich ihn nicht sofort und bekomme Panik..

Ich kann immernoch nichts essen.. ich bekomme Krämpfe im Bauch und Schmerzen.. und denke ich könnte nicht atmen..

es wurde ALLES untersucht.. es heißt, ich wäre vollkommen gesund..

aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass DAS ALLES psyschich ist

und seit ein paar Wochen habe ich ein starkes Unwirklichkeitsgefühl..
wenn ich mit jmd. rede oder Menschen um michr um sind, fühle ich mich als würde ich träumen.. ich fühle mich, als würde ich nur Unsinn reden.. als wäre ich in einem Körper in den ich nicht gehöre..
ich kann meine Umwelt garn icht mehr realisiern..

Ich hab so schlimme Angst und Panik und weiß einfach nicht mehr was ich tun soll:(

Es tut mir leid für den langen Text aber ich hoffe, dass jmd antwortet un das vllt jmd kennt
und mir etwas dazu sagen kann..

Liebe Grüße !!

18.05.2009 15:05 • #2



Unwirklichkeitsgefühl und Somatoforme Störung

x 3


wieso wurd mein Text jetzt nochmal geschickt?

18.05.2009 16:18 • #3


Liebe Merry,

ich kann Dir so gut nachfühlen!

Ich leide seit ich 10 Jahre alt bin an einer Angststörung mit Panikattacken. Die schlimmsten Phasen hatte ich mit 14 und 24 Jahren.
Aber ich kann Dich trösten. Es wird besser!
Sicher wirst Du Deine Ängste eventuell nie ganz wegkriegen, aber Du lernst mit ihnen umzugehen. Wenn es nicht anders geht, gibt es auch viele verschiedene Medikamente, die einem helfen können das durchzustehen.

Du darfst die Hoffnung nicht aufgeben!

Ich bin damals ein ganzes Jahr lang nicht zur Schule gegangen, weil ich es einfach nicht konnte.
Meine Eltern haben mich aus lauter Verzweiflung in eine Klinik gebracht und aus irgendeinem Grund hatte ich dort keine Ängste. Ich wollte keine Ängste mehr haben, weil ich wieder nach Hause wollte. Ich wollte der Psychiaterin keinen Grund liefern, mich in der Klinik zu behalten.

Es kommen im Leben immer Situationen in denen man seine letzten Kraftreserven zusammen kratzen kann... wie auch immer man das macht... aber es geht!
Und glaub mir, Du schaffst das auch!

Ich würde mich freuen hier mal wieder von Dir zu hören und zu erfahren wie es Dir geht.
Gib nicht auf!!

Liebe Grüße und eine dicke Umarmung
Motte80

11.08.2009 21:49 • #4


Hallo Merry,

Du bist hier unter lauter Gleichgtesinnten.
Mir geht es genauso wie Dir, hab Angst vor einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall oder Ähnlichem. Und dadurch bekomme ich ständig PAs, ich denke ich falle um, Schwindel, Brustenge, Herzrasen,.... Hab es auch nicht geschafft meine Medis abzusetzen, ich brauche sie.

Du darfst nicht aufgeben, wir alle werden es schaffen wieder gesund zu werden!

Und die Symptome sind wirklich psychisch bedingt, unsere Ängste und Sorgen sprechen durch unseren Körper. Hab mich auch schon oft untersuchen lassen, da ich das auch nicht glauben konnte, aber es ist so.

Lass Dich nicht unterkriegen!!
Viele Grüße
meffi

13.08.2009 18:58 • #5


Auch ich kenne dieses unrealistische Gefühl!
Ich glaube dann manchmal, dass ich so umfalle oder verrückt werde. Total krass.
Wie geht es DIr denn momentan?
Kennst Du auch das GEfühl , dass Dein Körper nicht mehr von alleine atmet? Oder aufhört zu atmen?
Was genau für eine Therapie machst Du? VErhaltenstherapie?

Ganz liebe Grüße

13.08.2009 19:51 • #6




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