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Diese Frage des Therapeuten um die es hier geht, ist Teil der Therapie und die zentrale Frage. Mich hat bei meiner Therapie diese Frage auch beschäftigt, denn ich hatte keine Antwort darauf. Als ich nach dieser Frage in die nächste Stunde kam, sagte ich direkt, daß ich keine Antwort darauf habe, weil ich auch dachte, mir kann niemand helfen. Wenn man sich selbst nicht helfen kann, wie kann man dann wissen, wie andere einem helfen können? In dem man diese Frage klärt, hat man bereits viel über sich selbst mitgeteilt, wonach ein Therapeut seine Möglichkeiten findet. Bei mir ergaben sich daraufhin 3 Schwerpunkte.

Niemand hat wirklich spontan eine Antwort auf diese Frage, aber was hindert einen daran, die Antwort gemeinsam mit dem Therapeuten zu finden?
Wie ist es denn nun eigentlich weitergegangen @Fashion_Angel

09.01.2017 17:49 • #21


Hat sich denn dieses Denken "Mir kann eh keiner helfen" bei dir gelegt, @Reenchen ?
Wie lange bist du schon in Therapie?

Davor habe ich nämlich echt Angst, dass ich danach noch demolierter bin als vorher schon... Weil ich mich bestätigt sehe oder irgendwas schief geht...
Einerseits heißt es, ohne Behandlungsauftrag kann dir auch keiner helfen. Heiß: Wenn ich nicht dran glaube, dass es mich weiterbringt... Passiert auch nichts?
Sicher arbeitet man mit dem Therapeuten zusammen, immerhin geht es ja um einen selbst, ich werde mich gewiss nicht quer stellen...
Aber ich hab so meine Zweifel...

09.01.2017 17:59 • x 1 #22



1 Psychotherapie Stunde abgebrochen vom Therapeuten

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Zitat von Kirschkern:
Hat sich denn dieses Denken "Mir kann eh keiner helfen" bei dir gelegt, @Reenchen ?
Wie lange bist du schon in Therapie?

Davor habe ich nämlich echt Angst, dass ich danach noch demolierter bin als vorher schon... Weil ich mich bestätigt sehe oder irgendwas schief geht...
Einerseits heißt es, ohne Behandlungsauftrag kann dir auch keiner helfen. Heiß: Wenn ich nicht dran glaube, dass es mich weiterbringt... Passiert auch nichts?
Sicher arbeitet man mit dem Therapeuten zusammen, immerhin geht es ja um einen selbst, ich werde mich gewiss nicht quer stellen...
Aber ich hab so meine Zweifel...



Also ich kann aus Erfahrung sagen einfach wird es nicht, Du wirst sehr gefordert wirst manchmal ratlos sein, im Moment drehe ich mich in einem Kreis, zurück kann ich nicht dafür bin ich zu weit gegangen und wie es weiter geht weiß ich auch nicht ich stecke gerade fest, ich bin durch die Gespräche mit meinem Psychologen so der Art aufgewühlt worden da sind so viele Gefühle denen ich zum Teil noch keinen Namen geben kann aber ich bin schon besser geworden, ich kann immer mehr Gefühlen einen Namen geben.
Und wie sagte mein Psychologe, anfangs wird es Kurz gut aber es wird immer schlechter bevor es besser wird und in diesem schlecht befinde ich mich grade und es ist schrecklich.
Aber es ist es aufjedenfall wert weil ich kann absolut kein normales Leben mehr führen.
Ich würde dir raten auch wenn du bedenken hast und es vielleicht das härteste ist was du vielleicht durchmachen musst es lohnt sich keiner muss leiden.

09.01.2017 18:08 • x 1 #23


Ich muss gerade sehr bitter aber herzlich auflachen.
Das klingt ja furchtbar! Aber auch realistisch.
Ich danke dir für deine Antwort!

09.01.2017 18:14 • #24


Zitat von Kirschkern:
Hat sich denn dieses Denken "Mir kann eh keiner helfen" bei dir gelegt, @Reenchen ?
Wie lange bist du schon in Therapie?

Davor habe ich nämlich echt Angst, dass ich danach noch demolierter bin als vorher schon... Weil ich mich bestätigt sehe oder irgendwas schief geht...
Einerseits heißt es, ohne Behandlungsauftrag kann dir auch keiner helfen. Heiß: Wenn ich nicht dran glaube, dass es mich weiterbringt... Passiert auch nichts?
Sicher arbeitet man mit dem Therapeuten zusammen, immerhin geht es ja um einen selbst, ich werde mich gewiss nicht quer stellen...
Aber ich hab so meine Zweifel...

Meine Therapie hat 2,5 Jahre gedauert und obwohl ich anfangs Zweifel hatte und ich mitten in der Therapie in eine schwere Episode gerutscht bin, war die Therapie sehr hilfreich. Zurückblickend kann ich sagen, daß sie mir das Leben gerettet hat.

Therapie ist Arbeit und es zeigt sich an Fragen wie dieser, ob man selbst Antworten hat oder völlig aufgelöst gar nichts mehr spürt. Bei mir kam erschwerend hinzu, daß ich schizoid bin (nicht schizophren) und eigentlich mit niemandem spreche. Und unter der Vorraussetzung hat meine Therapeutin das Maximale für mich herausgeholt. Das ist für einen Therapeuten sehr schwierig, weil die Autonomie erstmal durchbrochen werden muß.
In der letzten Stunde warf ich von mir aus diese Frage aus den Anfangsstunden nochmal auf und sagte, daß ich im Therapieverlauf angenehm überrascht war, daß es plötzlich viele Antworten darauf gab, was meine Therapeutin für mich tun konnte und vieles aus der Therapie behalte ich heute noch bei, obwohl meine Therapie schon fast ein Jahr vorrüber ist.

09.01.2017 18:22 • x 1 #25


Hm, verstehe...
Es freut mich aber sehr, dass du einen Therapeuten gefunden hast, der da wirklich dran war, Reenchen.
Hab auch schon ganz andere Geschichten gehört...

Danke an euch... Das gibt mir, trotz nun etwas größerer Angst vor einem noch tieferen Abgrund, Mut mich dem zu stellen...

09.01.2017 18:37 • #26




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