Ich kann das kann das aufgrund der inneren Unruhen zu dem Thema nicht gut sprachlich fassen.
Aber die Kinderärztin, die die folgende Seite im Internet betreibt, kann es relativ gut. Und das finde ich, sollte jeder Mensch und vor allem jeder, der Medizin macht, mal gelesen haben.
https://www.doktormami.de/traumatisieru...rztpraxis/Und dieser folgende Link bezieht sich auf die Studie, die vor wenigen Jahren an der Charite Berlin durchgeführt wurde. Und zwar ging es da um Behandlungen von auf der Intensivstation von Erwachsenen. Sehr viele hatten danach eine PTBS und sie haben mit Vorwürfen, Wut und Aggressionen auf die zurückliegende ITS-Behandlung reagiert.
https://www.lecturio.de/magazin/trauma-intensivstation/Es hilft nun mal einfach nichts, wenn man den Tatsachen nicht ins Auge sieht. Und die Menschen reagieren ebenso und es ist normal.
Man kann eben nicht so auf den Menschen, auf das Kind, auf den Körper und die Seele losgehen, ohne dass man dadurch viel Unheil auslöst.
Und es ist die Verantwortung derer, die in der Medizin arbeiten, dass sich damit richtig umgehen.
Und wir haben es ganz oft als Patienten mit abgestumpften Menschen in der Medizin zu tun. Das mag für die praktisch sein, aber es ist für Patienten schrecklich.
Und in so vielen Ländern wird es besser gemacht als hier in Deutschland. Und wir sind sicher nicht das Land mit dem schlechtesten Gesundheitswesen. Dass aktuell extrem der Wurm drin ist, dass das Abrechnungssystem das Problem in den Kliniken ist, dass im ambulanten Bereich von Seiten der Politik gedeckt wird, um die Kosten zu senken, wissen mittlerweile auch alle.
Aber das Abgestumpfte und die Grenzüberschreitungen und das Ruppige, das hängt nicht am System, sondern an denen, die drin arbeiten.
Ich habe in Deutschland auch positive Beispiele erlebt: Es gibt eine Klinik, wo ein absolut lieber Arzt arbeitet, der auch für die Mitarbeiter sozusagen die psychologische Betreuung stellt. Und in der Klinik ist alles viel besser. Die haben es sich zur Aufgabe gemacht, menschlich zu bleiben. Der Chef dort lebt es allen vor. Es hängt alles daran, ob man will, oder ob man das als unnötige Liebesmühe ansieht. Die meisten haben sich zurecht gelegt, dass das halt alles nicht so schlimm ist und dass die Kinder bzw. Erwachsenen ein bisschen Zeit brauchen und dann renkt sich das wieder ein. Es wird als schlechte Erfahrung einsortiert. Dass man damit das komplette Nervensystem eines Menschen ins Aus katapultiert, darüber denken sie nicht nach und dass sowas todkrank machen kann.
Man kann Medizin menschlich gestalten. Und ich höre es aus der Schweiz, aus Frankreich, aus GB, aus den Niederlanden, aus Polen, aus den USA, aus Kanada und vielen anderen Ländern, dass die Ärzte dort wesentlich netter und einfühlsamer sind, auch das Pflegepersonal. Dort wird Wert darauf gelegt, dass man den Patienten menschlich behandelt.
Und in Deutschland rennen immer noch viele im medizinischen Bereich durch die Gegend und meinen: Nur die Harten kommen in Garten!
Und diese Einstellung ist das Problem. Wenn ein sensibler, einfühlsamer Chirurg von seinen Kollegen immer noch als Weichei hingestellt wird und Kliniken nur noch operieren, um Geld reinzuholen, dann sind die Patienten nicht schuld, sondern Opfer dieser Unsitten.
Dass die Arbeitsbedingungen für die in der Medizin Arbeitenden sicherlich katastrophal sind, das bezweifelt keiner. Und natürlich wird es dafür Lösungen geben müssen. Endlos können die Profis die Systemschwächen nicht abfedern. Ich kenne Leute, die im Krankenhaus arbeiten und die schwitzen Blut und Wasser, wo sie noch qualifizierte Kräfte herkriegen sollen. Diese Ärztin in der folgenden Doku sagt ja auch ganz klar, dass operiert wird, um die Klinik finanziell auszustatten. Dieses Abrechnungssystem für die Krankenhäuser mit der Klinikpauschale hat diese Folgen.
ABER:
All diese Fakten nützten dem traumatisierten Patienten gar nichts. Der hat es und der muss damit leben. Und die, die ihn traumatisiert haben, die wissen nichts von seinem Elend und wollen auch nichts davon wissen. Sie sitzen zu Hause vorm Fernseher, haben ihre Familien oder zumindest irgendwas, sie haben die Gemeinschaft mit ihren Kollegen, mit ihrem Team. Bei allem Stress und allen Sorgen bleibt ihnen wenigstens irgendwas.
Aber die Kinder oder Menschen, die schwer traumatisiert aus der Medizin entlassen werden, die stehen allein da mit den Folgen.
Ich habe mehrere Suizidversuche hinter mir und x Therapien, die mich nur gequält haben. Die waren damals nicht so weit. Die ersten 10 Jahre hat man mir nur die Borderline-Diagnose verpasst. Von meinen Traumatisierungen wollte keiner was wissen. Damals war eine Borderline-Diagnose eine infauste Diagnose. Niemand wollte diese Patienten und man musste nehmen, wer einen genommen hat. Natürlich wurde davon nichts besser, sondern immer schlimmer.
Im Laufe der Zeit wurden meine SVen immer tiefer. Die Notärzte in der Chirurgie standen im Kreis um mich rum, keiner hat sich getraut was zu sagen, weil ich mich so zugerichtet hatte. Aber das das mit Ärzten angefangen hatte, das hätten sie nie geglaubt....
Mir sagen immer wieder Fachpersonen, dass sie dafür keine Zeit hätten, es so zu machen. Freundliche Worte kosten nicht mehr Zeit als mit abgetumpfter Routine und abgebrüht und abgeklärt zu arbeiten.
Das Problem ist, dass die Profis die Folgen unterschätzen und nicht verstehen, wie sehr das Klima und die Umgebung und die Grenzachtung mit Traumatisierung zusammenhängt.
Sie meinen, es sei nicht wichtig, dabei ist es extrem wichtig.
Wenn man das nicht beachtet, dann kann man sich gleich alles vornedran sparen. Weil einen Menschen zu behandeln, um ihn im Gegenzug dann doch kaputt zu machen, gibt keine Sinn. Das ist einmal nach links gerannt und dann nach rechts gerannt, Das kommt auf's Gleiche raus. Da kann ich es gleich sein lassen.
Und wenn ich sehe, wegen was zT. giftige Untersuchungen gemacht werden, die sich später als total unnötig rausstellen. Oder die Methoden, die man durch schonendere Methoden ersetzen könnte, aber keiner tut es, weil niemand es in Frage stellt.
Man muss nicht alles machen, was geht! Und man sollte nicht alles machen, was geht!
Und wenn man am Ende sieht, was für brutale Folgen es hat, wenn Kinder traumatisiert werden, dann versteht man, warum ich hier so einen Aufstand mache.
Und an Schmerzmittel sparen, ist das sowieso das Allerletzte. Was wir alles finanzieren in diesem Staat und Gesundheitswesen, aber dann spart man Schmerzmittel bei Kindern ein und riskiert, dass die ihr Leben lang krank sein werden.
Es gibt so viele solcher Geschichten, wo man wirklich toben könnte und muss, damit das aufhört. Ich habe auch einige Fachärzte ins Gebet genommen und protestiert, dass sie ihr Vorgehen und ihre Leitlinien überprüfen müssen und wir keine Kindermedizin brauchen und wollen, die aus psychisch gesunden Kindern psychische Wracks macht.
Man kann das alles als übertrieben ansehen und abbügeln. Aber alle Traumatherapeuten, die heute führend sind, sehen es genauso wie ich. Und die meisten davon sind Ärzte und sie sehen die Zwickmühle, wo alle drin stecken. Das wissen wir alle: Ohne Medizin sind wir aufgeschmissen. Dh aber nicht, dass alles, was unter Medizin läuft, akzeptiert werden kann.
Und natürlich macht das wütend! Es macht die wütend, die das aushalten müssen. Und es macht die Angehörigen wütend, die das miterleben müssen und danach mittragen müssen!
Medizin hat zwei Seiten und beide muss man sehen und nicht nur die Lobeshymne darauf singen.
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