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JTK

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Ich bin kein Arzt oder Psychologe aber seit über 45 Jahren in Behandlung wegen Depressionen und einer generaliserten Angststörung.


Durch die vielen Psychiater, Psychologen, Psychotherapeuten und Gutachter habe ich im Laufe der Zeit jede Menge Diagnosen bekommen die sich zum Teil wiedersprechen.

Vor ein paar Jahren wurde ich dann von einem Psychiater bipolar 2 diagnostiziert während zeitgleich mein damaliger psychologischer Psychotherapeut diese Diagnose ablehnte
und meinte ich hätte eine emotional - instablie Persönlichkeitsstörung.

Meiner Meinung nach kann man psychische Störungen nicht so klar und deutlich definieren wie z.B bei einer körperlichen Krankheit.
Die Psyche ist immer im Fluß und auch abhängig von Kultur und Gesellschaft, Zeitgeist und Gesellschaftspolitik.

Ich bekomme mehrere Tabletten die gezielt gegen Angst und Stress und Einschlafstörungen wirken oder stimmungsaufhellend sind.

Gerne würde ich langfristig gesehen OHNE Medikamente auskommen, aber meine Erfahrung spricht dagegen, weil ich seit ca. 45 Jahren Medikamente nehme und bei jedem noch
so diszipliniertem Versuch sie abzusetzen wieder kränker wurde, und ich habe den Eindruck das das alles im Alter immer schlimmer wird. Ich bin jetzt 63.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen und wie geht ihr damit um ?

• • 21.10.2026 #1


1 Antwort ↓

Idefix13
Also gerade bei Ängsten spricht man davon, dass sie fließend sein sollen. Deshalb ist es manchmal schwierig hier klare Grenzen zu ziehen. Nehmen wir dafür die soziale Phobie & die Ävps, die sich doch in vielen ergänzen und gleichen und doch gibt es auch hier gewisse Punkte bei denen man erkennen kann ob man eher das eine hat oder das andere hat.
Denn die soziale Phobie wird als Ich-dyston empfunden - also Gedanken, verhalten oder Impulse fühlen sich fremd und störend an. Wohin hingegen die Ävps zumeist als Ich-synton empfunden wird. Hier wird das Verhalten, die Impulse und die Gedanken eher als fester Persönlichkeitsteil angesehen und erlebt.

Ich denke dass es wichtig ist, dass der Patient mitmacht und sich auch selbst beteiligt und sich die Diagnosen anschaut und selber mit den Fachleuten erörtert und so beide miteinander auf die richtigen kommt und man dann daran arbeitet, wie bzw. was man dagegen oder dafür machen kann um die Symptome besser in den Griff zu bekommen. Als wenn man sich in den vielen Jahren eine Fülle an Diagnosen und Verdachtsdiagnosen ansammelt und nichts wirklich stimmt.
Auch reicht es meiner Meinung nach wenn man ungefähr den Weg und die Richtung kennt, um damit arbeiten zu können und man nicht jedes zweite, dritte Jahr wieder hingeht, nur weil sie jetzt noch zig andere neue etabliert haben, weil sie jetzt hier noch getrennt oder zusammen gefasst haben.
Ähnlich wie bei der PTBS und der kPTBS. Will den komplexen Grad nicht absprechen und womöglich wurden neue Therapien ausprobiert und entwickelt um besser mit den komplexen Traumatas umzugehen. Will nur sagen, dass sich an den Ansätzen die man selber leistet will und muss und der Umgang in nichts nachstehen.
Sprich ohne Eigeninitiative und eigener Arbeit wird sich nichts verbessern.

Was die Medikamente betrifft, halfen mir nur Schmerzmittel, alles andere hat die Symptome die die von der Störung oder Krankheit, aber auch von Ko-Morbiditäten verschlimmert, deshalb nehme ich keine.
Leider gilt man dann in den KH gleich als geheilt, was nicht der Wahrheit entspricht. Aber Dro. gehört ja jetzt in der Schulmedizin wohl schon automatisch dazu.

• #2





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