Zitat von Icefalki:Und eins noch. Hör damit auf, was Gutes tun zu wollen, wenn du auf eine Gegenleistung wartest. In deinem Fall, ich mach es ihm schön, oder koch was tolles und erwarte dann eine Veränderung.
Entweder du tust das, weil du das tun willst, es dir was gibt, oder lass es eben.
Du hast schon Recht damit, aber ich mache dies aber mittlerweile nicht mehr um eine Gegenleistung zu bekommen. Es ging mir nur darum dass er sieht und weiß dass ich für ihn da bin und mir sein Wohl am Herzen liegt.
Ich weiß nicht, was mit mir ist, aber mir ist zur Zeit fast alles egal irgendwie. Ob es darum geht, dass er mir sagt, dass er mich liebt, oder Sex, Blumen, Zettelchen mit einer lieben Nachricht... es ist mir nicht alles vollkommen gleichgültig, aber ich breche auch nicht in Tränen aus. Das alles findet irgendwie nicht mehr (richtig) statt. Wieso auch immer. Ich bin da echt resigniert, sehr abgestumpft. Ich weine darüber nicht, ich habe aber auch keine Panik oder Angst. Irgendwie habe ich keine Lust mehr auf solche Dinge. Letztes Wochenende haben wir gemütlich zusammen gesessen und etwas getrunken und Musik gehört. Das hat mir auch keinen richtigen Spaß gemacht. Meine Lust, ab und an ein Feierabendbier mit ihm zu trinken ist hinüber, ich habe keine Lust auf Alk.. Mir ist auch egal, ob er mich einmal mehr oder weniger umarmt. Ich fühle mich damit zwar ohne Zwang oder soetwas. Aber schön ist es auch nicht. Ich bin nicht klassisch unglücklich aber glücklich bin ich auch nicht... Und mir ist es irgendwie wurscht. Was ist das? Wo kommt das her? Er will auch bei schlechter Laune irgendwie meine Nähe, er kuschelt sich trotzdem an mich und ist nicht böse oder sowas zu mir, halt eben einfach nicht gut drauf. @hereingeschneit : distanzieren tue ich mich von ganz allein, meist möchte er mir trotzdem nahe sein. Ich kann langsam damit umgehen.
Selbst das Hochzeitsthema ist mir egal. Ich konnte mir angucken und anhören im Fernsehen, wie über Hochzeiten gequatscht wurde, in seinem Beisein und ich habe nicht die Flucht ergriffen, sondern es war mir egal.
Ich habe immer an uns geglaubt, daran geglaubt, dass wir für die Ewigkeit geschaffen sind (hört sich kitschig an, ich weiß). Und das glaube ich auch immer noch. Er sagte vor zwei Wochen mal "ich plane sehr sehr lange mit dir, bis zum Tod um genau zu sein". Das ist eigentlich schon die größte Liebeserklärung die man bekommen kann.
So manches Mal habe ich mir gewünscht, einfach abzuhauen oder so. Ganz weit weg. In so Situationen, in denen ich total überfordert war. Aber ich spüre eine sehr große Verantwortung für und gegenüber meinem Partner. Ich glaube, mein Empfinden unterscheidet sich da nicht im Vergleich zu einer Ehefrau. Eigentlich möchte ich einen Trauschein nur für das Offizielle. Der ganzen Welt stolz sagen zu können, dass er mein Mann ist. Die Zeremonie als Solches, diesen großen Tag mit ihm zu erleben. Im Alltag sind wir doch gar nicht mehr von einem richtigen Ehepaar zu unterscheiden. Aber er sagte, wenn er schon mal seinen Sentimentalen hat (nicht abfällig gemeint), dass er dies und jenes, große Gefühle für mich noch nie so sehr mit jemandem erlebt hat wie mit mir, noch nicht mal mit "der eigenen Ehefrau". Also sorry, aber wer das oft so sagt, will mich zwar hervorheben, aber es zeigt mir auch, dass für ihn zwischen Freundin und Frau ein riesengroßer Unterschied liegt, ein ganz ganz großer. Mir ist zwar schon klar, dass das ein Unterschied ist, ich glaube ihr wisst wie ich meine. Es geht mir darum, dass er das so betont. Mir ist im Alltag so ein großer Unterschied nicht bewusst. Der größte Unterschied liegt doch wohl in dem Rechtlichen usw. Im Alltag zusammenleben, das macht doch keinen Unterschied ob man verheiratet ist oder nicht. Für ihn scheinbar schon, sonst würde man das nicht so sagen. Ich kann das sagen, ohne dass ich wer weiß wie traurig bin, habe mich sogar damit abgefunden, dass wir niemals heiraten werden. Egal, was solls. Nur verstehe ich nicht, wieso er gerade mich nicht heiratet. Ich will nicht vermessen klingen, aber wenn er seine Ex geheiratet hat, hätte er mich schon drei Mal heiraten müssen - und bei dieser Aussage gehe ich rein danach, wie er erzählt, klingt und wirkt. Ich selbst würde sowas von mir nämlich nie behaupten.
Trotzdem, es ist irgendwie alles egal, irgendwie auch nicht. Es juckt mich kaum. Und ich bin jetzt nicht klassisch schlecht drauf, ich bin abgestumpft.
Seine Ex hat über ihn mal gesagt, er sei manisch depressiv, diese bipolare Störung. Und er sagte, er würde sich in diesem Krankheitsbild wiederfinden. Ich sehe ihn da auch. Hat uns bisher nichts ausgemacht. Ich glaube, ich passe auch ganz gut in diese Schiene. Aber das ist mir auch egal...