Teddy87
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ich traue mich jetzt einfach mal zu schreiben, weil ich langsam nicht mehr weiter weiß und hoffe, dass ich vielleicht jemanden finde, der etwas Ähnliches kennt.
Bei mir geht es nicht um Eitelkeit oder darum, ständig eine neue Frisur zu wollen. Es geht darum, dass ich das Gefühl habe, meine Haare müssten 100 % stimmen.
Schon kleinste Unterschiede oder Stellen, die für andere wahrscheinlich gar nicht auffallen würden, lösen in mir eine starke innere Unruhe aus.
Dann fange ich an zu kontrollieren, vergleiche rechts und links, schaue ständig in den Spiegel und habe das Gefühl, ich müsste "nur ganz kurz" etwas nachschneiden.
Wenn ich das getan habe, ist die Erleichterung meist nur von kurzer Dauer. Kurz darauf fällt mir die nächste Stelle auf und alles beginnt von vorn.
Das geht schon seit ein paar Jahren so, dabei weiß ich eigentlich, dass ich aufhören sollte.
Ich verbringe dadurch unglaublich viel Zeit mit meinen Haaren und im Kopf dreht sich vieles nur noch darum, verstärkt in Stresssituationen. Das kostet so viel Energie und belastet mich sehr.
Ich schäme mich dafür, weil ich Angst habe, andere könnten denken, ich wäre einfach nur eitel. Dabei fühlt es sich überhaupt nicht so an. Es ist eher ein innerer Drang, der kaum auszuhalten ist, bis ich wieder kontrolliere oder schneide.
Ich bin bereits seit längerer Zeit in psychotherapeutischer Behandlung und nehme Escitalopram sowie Elvanse.
Deshalb frage ich mich, ob das, was ich erlebe, möglicherweise in Richtung eines Zwangs geht oder ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Nächste Woche hab ich wieder Therapie, da werde ich es auch mal ansprechen, das kann so nicht weitergehen.
Kennt das jemand von euch? Wurde bei euch ein Zwang diagnostiziert oder steckt etwas anderes dahinter? Was hat euch geholfen, diesen Kreislauf zu durchbrechen?
Ich freue mich über jeden Austausch.
• • 25.07.2026 x 2 #1
