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15.04.2014 10:11 • 12.04.2021 #1


14 Antworten ↓


Hallo.
Ja ja, die lieben Krankenkassen...
Magst du mal erklären wo der Unterschied zwischen der Akutklinik ist, in die du gerne gehen möchtest und die, die die Krankenkasse vorschlägt? "Aktuktklinik" sagt mir garnichts. Ich kenne nur Aktutstationen.
"Akut" klingt jedenfalls nicht nach langen Wartezeiten. Deshalb hast du dir die Klinik doch auch ausgesucht, oder? Wenn ich falsch damit liege berichtige mich.
Also ich kann dir, aus meiner persönlichen Erfahrung, nur sagen dass auf Akutstationen wenig bis garnichts angeboten wird an Therapie. Das ist natürlich nichts allgemeingültiges, sondern nur meine Erfahrung.
Das mit "Zuerst eine ambulante Therapie machen" versteh ich nicht. Normalerweise läuft es genau andersrum. Wenn eine stationäre Therapie von Nöten ist wird die immer zuerst gemacht und danach kommt die ambulante dran. Umgedreht hab ich es noch nie gehört.
Finde es gut dass du gleich Widerspruch eingelegt hast. Die Kassen machen das bei bestimmten Anliegen wohl so dass die grundsätzlich erstmal abgelehnt werden, wohl in der Hoffnung dass sich das Thema damit erledigt hat.
Bleib weiter am Ball. Ich drück dir die Daumen.

15.04.2014 10:46 • #2



Stationäre Therapie in Akutklinik abgelehnt

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Die Klinik, wo ich gerne hin möchte, hat eine Akutstation mit 20 Betten. Diese Station ist an eine normale psychosomatische Rehaklinik angeschlossen. Der Unterschied besteht darin, daß die Betreuung und Therapie auf dieser Akutstation wesentlich besser und zielgerichteter ist als auf der Rehastation, wo 200 Betten vorhanden sind.
Der Unterschied zur von der Krankenkasse vorgeschlagenen Klinik besteht darin, daß es sich bei der von der Krankenkasse favorisierten um eine quasi geschlossene Anstalt handelt. Man wird also eingesperrt und liegt mit mehreren Patienten auf den Zimmern, was bei der von mir ausgesuchten Klinik auch nicht der Fall ist.
Der eigentliche Grund diese andere Klinik vorzuschlagen ist wohl nur einer, das Geld. Die werden wohl billiger behandeln, als alle anderen Kliniken. Ist ja auch klar, wenn man den ganzen Tag nur in der Klinik rumhängt und mit Medikamenten vollgepumpt wird.
Mit der Tatsache, daß die Krankenkasse erstmal eine ambulante Therapie vorschlägt, sieht man einmal mehr, daß die anscheinend null Ahnung haben wie die Reihenfolge sein soll und wie lange man hier auf dem Land auf einen Therapieplatz warten muß. Wenn man denn überhaupt einen bekommt. Auch hier zählt wieder nur der Kostenfaktor. Ambulant ist eben billiger als stationär.
Armes Deutschland, kann ich nur sagen.

15.04.2014 13:44 • #3


Ah, okay, danke für die Info.
Akutstationen (geschlossene) haben ja auch ihren Sinn. Man muss ja erstmal psychisch in der Lage sein überhaupt Therapie machen zu können.
In der Stadt muss man auch lange auf einen ambulanten Therapieplatz warten.
Finde auch dass der Faktor Mensch gerne übersehen wird.
Wie gehst du jetzt weiter vor?
Tut mir übrigens leid dass ich dir nicht wirklich helfen kann.

15.04.2014 14:04 • #4


Hast du es denn mal mit einer Therapie ambulant probiert? Ist nicht gesagt, dass du keine Termine bekommst.

15.04.2014 14:16 • #5


Hasengöttin
Hallo Lukas
Ich war vier Wochen in einer Klinik...Nicht Rehaklink.Es ist nicht so schlimm wie man denk und wenn es so Akut ist würde ich es immer wieder machen.....
Du wirst da nicht eingeschlossen usw. Ja man hat allerdings ein 2 Bettzimmer. Mir hat es sehr geholfen.....Therapieplatz zu bekommen ist schwierig aber möglich...Mehrere Therapeuten anrufen und sich auf eine Warteliste setzen lassen.
LG Hasengöttin

15.04.2014 14:18 • #6


Erstmal danke für eure Antworten.
Habe jetzt schriftlich Einspruch bei der Krankenkasse eingelegt.
Die Wartezeiten für eine ambulante Therapie sind bei allen Therapeuten picke packe voll.
Ich stehe noch bei mehreren Therapeuten von Mai letzten Jahres auf der Warteliste. Bis heute habe ich
nichts von Ihnen gehört. Auch mehrmalige Anrufe von mir, brachten nichts.
Ich möchte ja auch deshalb stationär gehen, um mit einem AD anzufangen. Ich habe bereits Citalopram
zuhause versucht. Leider hatte ich verheerende Nebenwirkungen. Mein Neurologe riet mir zum sofortigen Absetzen. Jetzt habe ich Venlafaxin seit 4 Wochen rumliegen. Traue mich aber nicht sie zu nehmen.
Nehme ich die Dinger Zuhause, muss ich weiter funktionieren. Um Tochter kümmern, mit dem Hund raus,
einkaufen usw. Leider unterstützt mich meine Frau wenig bis gar nicht, weil sie null Verständnis für meine Erkrankung hat. Auch deshalb will ich raus hier und stationär gehen.

15.04.2014 16:07 • #7


Schlaflose
Zitat von Lukas1974:
Der Unterschied zur von der Krankenkasse vorgeschlagenen Klinik besteht darin, daß es sich bei der von der Krankenkasse favorisierten um eine quasi geschlossene Anstalt


In jeder Psychiatrischen Klinik gibt es eine geschlossene und eine offene Station, In der geschlossenen werden nur Patienten untergebracht, die für sich oder für andere eine Gefährdung darstellen

15.04.2014 16:10 • #8


Jolande

11.04.2021 08:35 • #9


Kampfmaus
Hey,

mit welcher Begründung denn, wenn ich fragen darf?

LG Kampfmaus

11.04.2021 09:18 • #10


Calima
Nach meiner Erfahrung laufen solche Dinge oft erst nach Widerspruch. Es ergibt bin jedem Fall Sinn, dich hinzusetzen, Widerspruch einzulegen - da reicht zur Not ein Einzeiler- und den zügig abzuschicken. Wenn du gut drauf bist, kannst du die Dringlichkeit deines Aufenthalts noch mal darlegen.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit folgt dann die Zusage. Solche Ablehnungen sind oft ein Test, ob der Patient wirklich diesen Aufenthalt will.

11.04.2021 09:22 • x 2 #11


Schlaflose
Zitat von Jolande:
Jetzt habe ich eine Einweisung für eine Akut Klinik für Psychosomatik bekommen, aber die private Krankenversicherung hat mir eine Ablehnung der Kostenübernahme geschickt.


Das hängt vielleicht mit deinem Tarif zusammen. Wenn ein psychosomatischer Klinikaufenthalt nicht enthalten ist, wird natürlich abgelehnt.

11.04.2021 10:23 • x 1 #12


moo
Meine PKV hat die Kostenübernahme seinerzeit auch erstmal abgelehnt und vor allem gefordert, dass ein Facharzt (und da gilt offenbar der Hausarzt nicht) eine Einweisung nebst Begründung ausstellt. Da muss man stur bleiben...

11.04.2021 10:38 • x 1 #13


Jolande
Danke für eure Antworten.
Ich habe die Einweisung von meinem neuen Psychiater bekommen, bin im Oktober umgezogen und war davor schon mal bei einer Psychotherapeutin, aber diese Termine alle paar Wochen reichen mir nicht aus und ich habe auch das Gefühl, dass ich einfach mal raus muss.
Die PKV hat ohne große Begründung abgelehnt, haben mir so einen Fragebogen für den Arzt mitgeschickt und dann soll ich mich nochmal melden. Aber ich habe erst in 2 Wochen einen Termin beim Psychiater und ich hatte eigentlich gehofft, in den nächsten zwei Wochen in die Klinik gehen zu können.
So muss ich wohl doch länger warten müssen.

11.04.2021 11:55 • #14


silverleaf
Hallo Jolande,

so etwas kommt leider oft vor. Krankenkassen zögern die Genehmigung gerne heraus, aber wenn man am Ball bleibt, wird am Ende zumeist doch genehmigt. Wie moo schon sagte: Man muss stur bleiben, das ist auch meine Erfahrung. Zu Deiner Beruhigung kann ich sagen: Du bist im Verfahren noch absolut im "Normalbereich".

Achten solltest Du auf die Widerspruchsfristen, schicke schnell ein Schreiben los, in welchem Du Widerspruch einlegst (das sehe ich genauso wie Calima).
Warte nicht auf den Bericht vom Psychiater. Schicke der Krankenkasse zügig Deinen Widerspruch und schreibe dort mit rein, dass die geforderte ärztliche Begründung folgt, damit Du diesbezüglich auf der sicheren Seite bist.

Was den Fragebogen angeht, brauchst Du nicht auf Deinen Termin beim Psychiater zu warten (Du möchtest ja, dass es schnell geht, wenn ich Dich richtig verstanden habe). Du kannst ihm das Schreiben der Krankenkasse schicken und ihn bitten, eine entsprechende Begründung zu schreiben und Dir zuzuschicken, dann geht es schneller.

Ich denke, Du kannst durchaus Hoffnung haben, dass die Kasse noch genehmigt, nur was die zeitliche Komponente angeht, fürchte ich, dass Du umdenken musst, eine Aufnahme in eine psychosomatische Klinik geht oft nicht ganz so schnell.
(Es kann passieren, dass die Krankenkasse versucht, erstmal zu fordern, dass Du es zunächst mit ambulanter Psychotherapie beim Psychotherapeuten versuchst, aber auch dem kann Dein Psychiater vorbeugen, indem er gut begründet, warum stationär unumgänglich ist).

Deinen Plan, die Klinik anzurufen, solltest Du auf jeden Fall durchziehen, die werden gerne auf dem Laufenden gehalten (was die Kostenübernahme angeht) und helfen ihren Patienten mit den Widersprüchen (schalten sich zwar meist erst persönlich ein, wenn auch der Fragebogen abgelehnt wird, haben aber oftmals an dieser Stelle schonmal den einen oder anderen guten Tipp). Es kann auch nicht schaden, die Klinik zu fragen, ob sie Deine Anmeldung auch ohne die Kostenzusage schon berücksichtigen (was die Warteliste angeht) und Dir eine zeitliche Perspektive bezüglich der Aufnahme geben.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und Nerven wir Drahtseile!

LG Silver

12.04.2021 00:05 • x 2 #15



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