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Lisa2000
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Hallo zusammen,

ich bin neu hier im Forum und es hat mich ehrlich gesagt einiges an Überwindung gekostet, diesen Beitrag zu schreiben. Ich hoffe einfach, dass ich hier auf Menschen treffe, die mich verstehen oder vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Bei mir geht es um ein Problem mit Essen, das mich im Alltag ziemlich belastet. Vor allem habe ich starken Ekel vor angebrochenen Lebensmittelpackungen, zum Beispiel bei Käse oder Wurst. Sobald etwas geöffnet ist, fühlt es sich für mich irgendwie „nicht mehr richtig“ an, auch wenn es eigentlich noch völlig in Ordnung sein müsste.

Ähnlich ist es auch bei Brot oder anderen Lebensmitteln: Wenn sie ein oder zwei Tage offen oder schon angefangen sind, fällt es mir extrem schwer, sie noch zu essen. Oft kommt dann die Angst dazu, dass es vielleicht schon schlecht geworden sein könnte, selbst wenn es objektiv noch gut aussieht und riecht.

Dieses Gefühl ist schwer zu beschreiben, aber es ist eine Mischung aus Ekel und Unsicherheit, die ich nicht einfach ignorieren kann. Dadurch werfe ich leider auch öfter Sachen weg, obwohl ich weiß, dass das eigentlich unnötig ist.

Mich würde interessieren, ob es hier jemanden gibt, dem es ähnlich geht oder der vielleicht einen Weg gefunden hat, besser damit umzugehen.

Danke fürs Lesen.
Lisa

06.03.2026 #1


18 Antworten ↓

N
@Lisa2000 ja das kenne ich. Ich verpacke dann oft um in Tupperdosen, dann geht es besser. Schlimm ist es im Büro zb oder aber in der Klinik werde ich auch nichts aus dem Gemeinschaftskühlschrank essen können

x 2 #2


A


Ekel vor angebrochenen Lebensmitteln

x 3


L
@Nicky78
Danke für deine schnelle Antwort!
Ich habe auch angefangen alles umzupacken aber ich habe immer noch das Gefühl es sei nicht wirklich hilfreich. Wenn ich mir morgens mein Brot für die Arbeit mache, dann muss ich es auch bis mittags gegessen haben, weil ich es sonst zu eklig finde.
Hast du sonst schon Tricks rausgefunden die dir helfen?

#3


N
@Lisa2000 für Käse und Wurst habe ich so spezielle flache Tupperdosen, da kann es dann ein paar Tage drin bleiben. Ist es Angst vor einer Lebensmittelvergiftung, die Dich antreibt? Bei mir ist es so.

x 3 #4


-juli
@Lisa2000 ich kenne es auch. Grade, wenn ich bei anderen Leuten bin, bei denen ich nicht weiß, wie lange sie diese Packungen schon offen rumliegen lassen haben. Grade bei Wust bin ich da eigen. Wenn ich sie selbst aufmache, geht es, weil ich den Belag dann schnell aufbrauche. Aber wenn ich das mal vergesse, werfe ich ihn unter Umständen leider auch zu früh weg. Ich bin auch sehr eigen, was Reste vom Mittag betrifft. Ich kann es irgendwie nicht ab, wenn das Gekochte mehr als zwei Tage alt ist. Manchmal sehe ich so meal prep reels bei Insta, in denen Leute Essen für die ganze Woche vorkochen und es dann in den Kühlschrank stellen. Das würde ich nicht essen...

x 4 #5


L
@Nicky78 so welche habe ich tatsächlich auch. Ich habe auch den Tipp bekommen mich mal mit der Haccp auseinanderzusetzen. Da steht wohl drin was man in der gastro für Hygienevorschriften hat. Da mal durchlesen und schauen ob ich was davon zu Hause anwenden kann. Ich habe mir nur noch nicht damit beschäftigt.

Bei mir ist es wirklich vorwiegend der Ekel dann davor. Aber auch mit einer Mischung aus Angst mir den Magen mit zu verderben. Kommt immer eher auf die Lebensmittel dann an. Bei Milchprodukten ist es dann eher die Angst krank zu werden davon.

#6


L
@-juli
Oh ja das kenne ich zu gut. Z.B wenn ich bei meiner Schwester esse, dann probiere ich immer neue Sachen zu essen oder mir Belag von zuhause mitzunehmen 😅
Ich finde diese meal prep Geschichten eigentlich echt super und würde das super gerne machen aber ich habe genau das gleiche Problem. Alles was gekocht und länger als 1-2 Tage steht kann ich nicht mehr essen.
Ich finde das so schade.

x 2 #7


Gaulin
Zitat von Lisa2000:
Mich würde interessieren, ob es hier jemanden gibt, dem es ähnlich geht oder der vielleicht einen Weg gefunden hat, besser damit umzugehen.

Oh ja, das kenne ich sehr gut. Habe für mich persönlich die 3-Tage-Grenze gesetzt. Alles was länger offen ist, muss leider weg oder wenn ich es zuvor weiß, dass ich das nicht schaffe, friere ich ein (wenn das möglich ist). Schlimm ist es bei Milch zb. Da wird es mit den 3 Tagen schon "kriminell". Meist steht ja drauf: innerhalb von 3 Tagen verbrauchen, zb. Aber bei solchen Infos fühle ich mich am 3. Tag schon unwohl damit...

Gibt aber auch Dinge, die ich selbst am nächsten Tag nicht mehr esse. Fisch zb.

x 4 #8


L
@Gaulin oh ja bei Milchprodukten bin ich auch sehr penibel. Ich liebe Frischkäse und Quark aber kaufe mir die nicht mehr, da ich es eh nicht schaffe und fast alles dann wegschmeißen muss. Kaufe mir immer nur welche die in Einzelpackungen sind. Da habe ich dann das Problem nicht aber die finde ich leider nicht so oft.

x 2 #9


-juli
@Lisa2000 geht mir auch so... Das eine Mal war ich zu einem Familienessen eingeladen, es gab viele verschiedene Speisen und jemand (der aber als Koch tätig war), hatte ein Gericht mitgebracht, das wohl schon ne Woche alt war. Daran war alles okay, soweit ich gehört habe. Aber ich wollte das dann nicht mehr essen, als ich das gehört hatte. Es ging allen super, die probiert hatten.

x 1 #10


-juli
@Gaulin ich finde es auch schwierig, manche Lebensmittel kurz vor dem Ablaufen zu kaufen...

x 4 #11


minniemouse47
Ich bin zwar sonst stille Mitleserin. Aber mir geht es genauso. Da ich eh ein Problem habe mit Viren, Bakterien etc und ja die Histaminintoleranz habe muss es immer frisch zu sein. Und die Angst vor Symptomen ist da immer größer kann es schon nach 1 Tag nicht mehr essen. Auch bei Brot nicht. Bei anderen Leuten kann ich gar nichts essen .. Egal was. Wenn ich jemanden nicht kenne. Ist schon bei Restaurants außer Pizza oft ein Problem.. Also hab es noch ein wenig schlimmer da mir auch vor den Lebensmitteln anderer Leute ekelt und den Kühlschränken wenn ich nicht weiß wie die Sauberkeit ist. Und ob die Sachen wirklich frisch sind. Auch beim Einkaufen nehme ich generell die Dinge die sich lange halten. Wenn man es anderen Leuten sagt wird man oft ausgelacht.. Leider.. Mein Mann ist der einzige der mich versteht. Drücke euch mal alle und ihr seid nicht allein

x 3 #12


Abendschein
Zitat von Nicky78:
@Lisa2000 ja das kenne ich. Ich verpacke dann oft um in Tupperdosen, dann geht es besser. Schlimm ist es im Büro zb oder aber in der Klinik werde ich auch nichts aus dem Gemeinschaftskühlschrank essen können

Oder keine verpackten Lebensmittel kaufen. Das wäre auch eine Idee. Brot selber backen. Frischwurst kaufen.

Woher kommt die Angst? Man kann sich immer und überall eine Lebensmittelvergiftung holen. Niemand ist davor geschützt. Auch andere Krankheiten und je mehr man aufpasst, umso empfindlicher wird man. Ist leider so. Ich mache mir solche Gedanken nicht. Ich komme selbst aus der Lebensmittelbranche. Wenn man danach geht, müßte man alles selber machen, dann weiß man wo es her kommt.

x 2 #13


L
@Abendschein
tatsächlich kann ich dir nicht genau sagen woher dieser Ekel kommt. Ich habe seit 5 Jahren mit Depressionen und einer Angststörung zu kämpfen. In dieser Zeit wurde es auch immer auffälliger.
Ich habe auch kein Problem in einem Restaurant oder so zu essen. Mein Problem ist wirklich eher das optische dann. Wenn ich also schon sehe, dass der Käse z.B. einen trockenen Rand hat. Meine Mutter hat fast ihrer ganze berufliche Laufbahn in der Lebensmittel-Biologie gearbeitet. Daher weiß ich auch, dass die Sachen ja eigentlich noch gut sind. Ich ekel mich trotzdem davor und esse es wenn dann nicht mit Appetit.

x 1 #14


L
@minniemouse47
oh man dich hat es ja noch doller getroffen!
Wie kommst du damit im Alltag klar?
Ich bin auch ganz schön erleichtert, dass ich anscheint doch nicht alleine mit meinem Problem bin. Ich danke dir, dass du es mit uns teilst. 🍀

#15


N
@Abendschein es hat mit meinen kontrollzwängen zu tun. Bei öffentlichen zugänglichen Kühlschränken hab ich Angst, dass jemand es anfasst oder verunreinigt. Genauso kann ich im Büro keine Wasserflaschen stehen lassen und später oder am nächsten Tag trinken.

x 2 #16


Abendschein
Zitat von Nicky78:
@Abendschein es hat mit meinen kontrollzwängen zu tun. Bei öffentlichen zugänglichen Kühlschränken hab ich Angst, dass jemand es anfasst oder verunreinigt. Genauso kann ich im Büro keine Wasserflaschen stehen lassen und später oder am nächsten Tag trinken.

Wie kommst Du denn mit Deinem Leben, in diesen Situationen zurecht? Liebe @Nicky78 ?

#17

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N
@Abendschein ich vermeide diese Situationen. Aber manchmal klappt es auch. Es ist keine große Einschränkung für mich, da hab ich andere Probleme 😊

x 1 #18


KimchiKati
Das klingt zwar jetzt böse, aber ich bin froh solche Kommentare zu lesen, denn mir geht es auch so. Das schlimmste war als ich in einer Grundschule gearbeitet habe und dann Feste waren, alle griffen beherzt zu, mir schnürte sich der Magen zu. Oder Geburtstsge von Kindern, wo ich auch noch wusste das Hunde und Katzen in der Wohnung sind und mir mit leuchtenden Augen von dem Kind Kuchen überreicht wurde. Ich kann auch nur in "ausgewählten" Restaurants essen. Komischerweise habe ich auch oft Schmerzen und Durchfälle danach- auch wenn ich bei Verwandten essen muss. Zuhause habe ich das ein bisschen besser im Griff, da ich selbst für die Hygiene zuständig bin, aber länger als 3 Tage darf bei mir auch nichts offen sein 😣. Das Problem kommt glaube ich bei mir aus der Kindheit, mein Vater ist Schädlingsbekämpfer und die Stories aus Restaurants und Wohnungen waren teilweise schockierend. Gerne hat er die Geschichten zum Abendessen erzählt.

x 3 #19


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