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Luna70
Das hört sich doch ganz vernünftig an, was dir geraten wurde. Sieh es mal so, zwei Ärzte sehen unabhängig voneinander keine akute Gefahr für deine Mutter.

01.04.2019 14:37 • x 1 #21


Schlaflose
Zitat von kalina:

Niemals würde ich es forcieren dass meine Eltern entmündigt werden. Das ist ein schrecklicher Vertauensbruch. Ich möchte im Alter auch zu nichts gezwungen werden.

Man kann jemanden höchstens versuchen zu überzeugen.


Meine Cousine musste das genau aus den Gründen, die dasomen genannt hat, bei ihren Eltern machen. Der alzheimerkranke Vater hat die Pflegekräfte nicht ins Haus gelassen, die kommen sollten, um die Mutter zu pflegen, die sich nach einer misslungenen Hüftoperation nicht mehr allein versorgen konnte. Meine Cousine und ihr Bruder konnten sich nicht kümmern, weil die beide berufstätig waren. Die Vormundschaft wurde meiner Cousine (selbst Ärztin) übertragen und das lief alles sehr gut. Die beiden kamen zusammen ins göeiche Pflegeheim.

Vertrauensbruch ist, was die Eltern von dasomen machen, nämlich den Sohn erpressen.

01.04.2019 14:47 • #22



Zwei Blutdruck-Tabletten genommen (toxisch)

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dasomen
Es erpresst mich niemand...

Wisst Ihr, mein Vater und ich hatten noch nie ein gutes Verhältnis, er beschimpft mich ununterbrochen, beleidigt mich auf
furchtbare weise, versucht alles um mich verbal zu verletzen...

Meine Mutter hingegen ist die einzige Person, die ich im Leben habe, die mir freundlich gesinnt ist.

Bei meinem Vater denke ich mir halt nur: Ich werde im Alter keine Kinder haben, die sich um mich kümmern, aber
ich bin Humanist genug, mich anständig zu verhalten, soweit es nur geht. Aus ihm spricht ja auch seine Erkrankung.

Und ich habe halt die Hoffnung, wenn ich mich einigermassen anständig verhalte bei der Betreuung meiner Eltern
und es noch ein bisschen Gerechtigkeit gibt auf dieser Welt, dass ich im Alter vielleicht auch auf einen Menschen
treffe, der anständig genug ist, sich um mich einigermassen anständig und menschlich zu kümmern.

Ich war als Kind vielleicht auch nicht immer einfach und meine Eltern haben sich gekümmert und jetzt
versuche ich mich halt ein wenig zu kümmern.

Heilige sind meine Schwester und ich aber sicherlich nicht, wir versuchen das auch auf ein Maß zu reduzieren,
das nötig ist und schaffen das beide nicht rund um die Uhr bei jeder Kleinigkeit zur Hand zu sein, aber halt
dann wenn es Sinn macht und anders nicht oder nur schwierig geht.

Das, was meine Eltern können, sollen sie auch alleine tun. Nicht nur für ihre Selbständigkeit, sondern auch
weil sie bei den meisten Dingen sehr spezielle Vorstellungen haben, die wir nie 100%ig genauso umsetzen
würden, wie sie das eben tun.

01.04.2019 15:05 • #23


Schlaflose
Zitat von dasomen:
Es erpresst mich niemand...


Ich nenne es Erpressung, wenn die Eltern nicht dulden, dass jemand ins Haus kommt, um sie zu betreuen, so dass den Kindern nichts anderes übrig bleibt, als es selbst zu machen.

01.04.2019 15:45 • x 2 #24


Luna70
Wie geht es deiner Mutter denn jetzt?

02.04.2019 09:16 • #25


Erpressung ist meistens bewusst. Deine Eltern sind alt, krank, haben dadurch ihre Ängste, haben ihr Leben gelebt in diesem Haus und haben durch Gehörtes und vielleicht Erlebtes Angst ihr Leben "in fremde Hände" zu geben.
Ich glaube, dieses Gefühl kann man erst beurteilen, wenn man sich vielleicht eines Tages in dieser Situation befindet.

So lange wie halbwegs noch alles gut funktioniert, egal ob du, deine Schwester oder deine Eltern noch viel selbstständig erledigen - wird niemand "entmüdigt" und irgendwo untergebracht.
Zum Glück sind wir hier ein Rechtsstaat und nicht bei den Hottentotten.
Eines sollte dir aber klar sein, so lange deine Schwester und du viele Arbeiten erledigen wird diese Einsicht bei deinen Eltern nicht kommen, dass sie Hilfe benötigen.
Es ist ja immer jemand da, der hilft und dafür sorgt, dass es weiter geht. Vielleicht kannst du dich mit deiner Schwester absprechen und nur noch Dinge erledigen, die deine Eltern in Gefahr bringen würden - wie zum Beispiel die Tabletten richten.
Ich und das soll auch nur meine persönliche Sichtweise darstellen, bin der Meinung, dass es nur so funktioniert, dass deine Eltern Hilfe zulassen - wenn deine Eltern merken, dass sie Hilfe benötigen und diese nicht von euch im kompletten Umfang erledigt werden.

Wenn du darauf bedacht bist nicht mit deinen Eltern anzuecken, dann musst du so weiter machen wie bisher. Ob du nun versucht eine Betreuung zu beantragen oder du dich jetzt wie bei meinem Vorschlag weigerst weiterhin sehr viele Dinge zu übernehmen - unangenehm in Bezug auf den Umgang mit deinen Eltern wird es bei beiden Varianten. Eine Veränderung wird immer Stress geben, denn nur wie ihr beide jetzt agiert ist ja dass, was deine Eltern wollen - keiner von aussen und die Kinder übernehmen.

Ich kenne dich nicht und kenne nicht deine ganze Situation. Aber dich macht diese Situation jetzt schon psychisch zu schaffen und du wohnst laut eigener Angabe in deinem Elternhaus in einer verschimmelten Wohnung - hast keine Arbeit, keine Freunde und psychische Probleme.
Was glaubst du, wo du dich psychisch befindest, wenn du so weiter machst wie bisher und es so noch über Jahre mit deinen Eltern weitergeht?
Sollten Eltern nicht auch ein bisschen ihr Kind lieben und sich fragen, was diese Situation mit ihrem Kind macht - und noch dazu - wenn dieses Kind im Elternhaus lebt in einer Wohnung mit Schimmel, ohne Arbeit und keinen einzigen Freund.

Versuche dein leben auf die Reihe zu bringen und investiere etwas weniger Zeit für deine Eltern. In meinen Augen befindest du dich in einer Opferrolle und hast - warum auch immer - große Schuldgefühle, die aber nicht gerechtfertigt sind.

Alles Gute für dich.

02.04.2019 12:36 • x 1 #26


dasomen
Nee, ich sehe mich eher in der gegenteiligen Rolle, ich bin einfach der Meinung die Verwechslung mit den Tabletten hätte nicht passieren dürfen...und ab und an könnte ich eher noch mehr machen für meine Eltern...aber ich bin so oft so kraftlos...und komme selbst kaum aus meinem Bett...mein Körper hat so wenig Energie...da fällt es manchmal schwer, gute Laune vorzuspielen und immer hilfsbereit zu sein...wenn es Tage gibt, an denen man es selbst kaum zum Briefkasten schafft...

Heute morgen war ich mit meiner Mutter bei einer Orthopädin. Leider ziemlich vergebens. Sie meint ihre HWS ist so abgenutzt und verformt, da könnte man nichts mehr machen...Schmerzmittel darf sie wegen ihrem Blutverdünnungsmittel nicht nehmen.

Der Blutdruck ist immer noch tendenziell zu niedrig, ändert sich aber ständig...

Die Orthopädin meinte aber, von der Wirbelsäule könnte das nicht kommen...

Ich habe meine Mutter gebeten, bei der HÄ nach den Blutwerten zu fragen, das will sie aber wieder nicht, weil die HÄ sie erst für DO bestellt hat und sie Angst hat, dass die HÄ wieder beleidigt ist, wenn sie "drängelt".

Jetzt kam meine Mutter auf die Idee, dass mit ihrem Gasofen im Schlafzimmer etwas nicht stimmen könnte und sie sagt sie riecht Abgase. Weil der Blutdruck wohl immer nach dem Schlafen dort so niedrig wäre... Ich selbst rieche diese nicht, der Ofen ist auch erst vor 3 Monaten geprüft worden vom Schornsteinfeger, aber ich habe ihr gesagt sie kann gerne den Schornsteinfeger nochmal bestellen, ich kann das jetzt nicht auch noch auf mich nehmen, das zu ignorieren...aber tendenziell würde ich sagen dass da nix dran ist...jetzt hat sie aber wieder Angst der Schornsteinfeger könnte sehen, dass ihre Küche nicht ordentlich genug geputzt ist...

...seufz...ihr seht schon, es ist manchmal nicht einfach...

Und so geht es bei uns den ganzen Tag. Seit heute Nacht um 4 erzählt mein Vater wieder in Dauerschleife, dass er glaubt am ganzen Körper zu verwesen, er möchte sterben, aber nicht verwesen...natürlich ist auch da nix dran...bis auf die Psyche und ein paar Wehwehchen ist mein Vater der Gesündeste von uns allen mit seinen 88 Jahren...

02.04.2019 13:00 • #27


dasomen
@Woiza

Ja, wir machen weiter, um mich mache ich mir auch keine Sorgen...mich vermisst sowieso niemand wenn ich hier irgendwann mal umippe in meiner Wohnung...ich möchte nur wenn ich mich irgendwann von meinen Eltern verabschieden werden muss zu mir selbst sagen können, dass ich von meiner Seite wenigstens alles getan habe, was richtig und wichtig war. Die Sache mit den Tabletten hat mir dieses aber alles zunichte gemacht...denn ich werde nie wissen, was die falschen Tabletten nun genau zu ihrem Gesundheitszustand beigetragen haben...

@Luna70

Sie sagt es ist ihr quasi den ganzen Tag schlecht und schwindlig, der Schwindel kann natürlich von der HWS kommen...aber der Blutdruck...

Sie leidet halt sehr im Moment und kein Arzt kann/will ihr helfen...

02.04.2019 13:13 • #28


Ok, wenn du dir selber nicht wichtig bist und dir egal ist was aus dir wird und du dich so gut es geht um deine Eltern kümmern möchtest, bleibt ja alles wie bisher.

Dann alles Gute weiterhin.

02.04.2019 13:27 • #29


med
Zitat von dasomen:
Ja, wir machen weiter, um mich mache ich mir auch keine Sorgen...mich vermisst sowieso niemand wenn ich hier irgendwann mal umippe in meiner Wohnung...


Das ist eine Aussage, die erkennen lässt, wie weit Deine psychischen Probleme schon vorangeschritten sind und dass Du sehr wahrscheinlich depressiv ( und zwar nicht nur leicht ) bist.

Ich habe die Geschichte mit Deinen Eltern nicht ganz mitverfolgt, aber ich kann eines sagen, da ich auch selbst Mutter bin: Ich will niemals mein Kind, das ich über alles liebe, in so einer Situation wissen. Niemals soll es sein eigenes Leben vergessen, um mich zu pflegen und nicht in ein Pflegeheim zu geben. Ich wäre kreuz unglücklich, wenn das so wäre. Liebende Eltern wollen, dass ihr Kind glücklich ist, Freude und Freunde hat und gut im Leben steht!

Im Übrigen: Wieso ist die Wohnung verschimmelt? Und wieso musst Du darin wohnen und kannst nichts dagegen tun?

Weisst Du, das Leben ist nicht fair und ob Du auf Grund Deiner "Opferbereitschaft" selbst mal einen Menschen findest, der Dich so pflegt, wage ich zu bezweifeln bzw. es gibt dafür halt keine Garantie.

Du und Deine Schwester, Ihr solltet Euch umfassen beraten lassen, welche Hilfsmöglichkeiten es noch gibt und diese dann auch in Anspruch nehmen.

Wenn Du allerdings Dein Leben so wenig wert schätzt, wie es für mich aus Deinen Zeilen rüberkommt, dann kann Dir niemand helfen! Jeder entscheidet für sich. Übrigens auch, ob mal sich wegen eines Fehler, der in meinen Augen noch nicht mal einer ist, ein Leben lang fertig machen will.

p.s. es gibt sehr wohl Schmerzmittel, die man nehmen kann, auch wenn man Blutverdünner einnimmt.

02.04.2019 14:11 • #30


dasomen
Nur fürs Protokoll: Der Titel meines Beitrags wurde offenbar von einem Moderator geändert...ich habe das nicht geschrieben.

03.04.2019 21:02 • #31



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