Maylin
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Ich bin gerade verzweifelt.
Seit etwa 4 Wochen geht es mir total mies. Ich habe Angst, was mit mir los ist.
Vor vier Wochen ist mir bei der Arbeit plötzlich ganz komisch im Kopf geworden. So, als wenn ein Druck aufsteigt und der war dann mitten im Kopf. Kein richtiger Schwindel, aber so ein Gefühl von zuviel oder zu wenig Blut oder Sauerstoff im Kopf. Sehr schwer zu erklären. Ich musste mich dann nach Hause fahren lassen und stand unter einem komischen Schock und konnte mich schwer wieder beruhigen. Seit dem ist mein Kopf fast dauerhaft wie Watte, so benommen, duselig. Aber kein richtiger Schwindel. Es dreht sich nicht. Zudem bin ich unglaublich müde und erschöpft. Ich habe auch Druck im Nacken und Kopf und alles ist irgendwie zu viel. Manchmal schwitze ich stark nachts und neulich hatte ich ganz hohen Puls nachts und konnte nicht aufstehen, ohne dass er bis 150 ging. Das EKG am Tag danach war unauffällig. An manchen Tagen ging es etwas besser, da war ich auch arbeiten.
Ein bisschen kam das schleichend. Zuvor die Wochen war ich nach der Arbeit schon immer unheimlich erschöpft. Die letzten Monate waren nicht so einfach. Ich habe meinen Vater verloren und davor war er lange krank. Ich mache mir über alles immer viele Gedanken, habe Angst vor Krankheiten und bin leider sehr perfektionistisch.
Ansonsten ist aber alles gut. Ich habe eine tolle Familie, meine Arbeit macht mir viel Spaß, ist aber auch oft herausfordernd. Es könnte alles so schön sein. Es tut weh, dass ich das nicht leben kann.
Schön länger merke ich, dass ich mich nicht mehr richtig fallen lassen kann. Auch wenn Zeit und Ruhe ist, bleibe ich komisch angespannt.
Nun war ich deshalb beim Arzt. Meine Blutwerte waren alle ok. Gesehen habe ich sie noch nicht. Nur telefonische Auskunft.
Ich vermutete einen Eisenmangel oder B12. Aber Ferritin ist 38 und B12 400. Laut Arztpraxis kein Handlungsbedarf. TSH Wert ist 2,7 und freies T3 und 4 auch in der Norm, keine Antikörper.
Meine Ärztin will jetzt noch ein Langzeit EKG machen, ansonsten sagte sie, sei es wohl psychisch und riet zur Therapie. Darum möchte ich mich auch zeitnah kümmern. Helfen wird es bestimmt, aber es geht mir akut so schlecht, dass ich ganz hilflos bin.
Ich melde mich ständig wieder krank und gerate zunehmend in eine Vermeidungshaltung auf dem Sofa.
Seit zwei Wochen habe ich nun auch noch massive Rückenschmerzen im unteren Rücken. Fühlt sich wie Verspannungen an. Für den Nacken habe ich schon manuelle Therapie. Die hilft bisher aber nicht. Für den Rücken habe ich gestern noch ein Rezept zur Krankengymnastik bzw Physiotherapie erhalten. Ich hatte das öfter schon, da ich auch eine Hüftarthrose habe, aber eigentlich ging es dann wieder weg. Nun hält es sich hartnäckig. Bewegung, habe ich versucht, hilft auch nicht richtig. Übungen für Blockaden verbessern auch nichts.
Meine Frauenärztin sagt ich sollte wegen des TSH Wert Schilddrüsenmedikamente ausprobieren. Mein Hausarzt rät dringend davon ab. Ich hänge da also auch noch so zwischen den Stühlen.
Ich bin 44 und stecke von den Symptomen her wohl auch schon in der Perimenopause. Mein Östrogen ist viel zu hoch und Progesteron im Verhältnis zu niedrig. Ich nehme bioidentisches Progesteron und merke aber nur noch mehr Müdigkeit und Benommenheit, aber sieht keine Verbesserung . Meine Frauenärztin sagt, dass Hormone nicht allein ursächlich sind für meine Symptome. Meine Zyklen sind sehr unregelmäßig geworden. Scheinbar schwanken auch die Werte extrem von Zyklus zu Zyklus.
Fazit: Ich fühle mich völlig durcheinander und nicht mehr im Leben. In mir ist unbändige Freude auf den Sommer, auf anstehenden Urlaub, über meine Kinder, mein Leben insgesamt, aber diese Symptome und vor allem dieses Gefühl im Kopf und ständige Kopfschmerzen bremsen mich aus, sodass ich nur noch rumhänge und nicht mehr kann und statt Freude Traurigkeit entsteht und ich oft weinen muss.
Gestern bin ich etwas spazieren gegangen und bekam sofort heftige Kopfschmerzen danach, oder Migräne. Auch Migräne ist seit Jahren ein Thema. Aber eigentlich nur zu Beginne der Blutung, seit Jahren, nur die letzten zwei Monate nicht, da fiel die aus. Manchmal glaube ich, ich habe dauerhaft leichte Migräne. Es fühlt sich an wie Dauerkater oder wenn die Kopfweh weg sind manchmal wie betrunken. Ibuprofen hilft dann nur selten und ich leide vor mich hin
Ich habe das Gefühl mich Mal schütteln zu wollen und dann geht es wieder.
Ich habe große Angst vor einer Krankheit, die nur nicht erkannt wird aber auch davor, dass es keine Krankheit ist und nun so bleibt
Habt ihr Erfahrungen, Ideen, Tipps, was ich tun kann? Wie es für mich weiter gehen kann? Was mit mir los ist?
Bin für Austausch sehr dankbar und sehe gerade vor lauter Tränen nicht mehr den Weg und auch nicht, dass es bestimmt wieder besser werden kann. Ich stecke total fest und brauche irgendwie akut Hilfe jetzt fürs Wochenende, um wieder klarer zu sehen und vielleicht diesen Nebel im Kopf irgendwie weg zu bekommen.
Liebe Grüße
Maili
• • 15.06.2026 x 1 #1
