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Hallo Ihr,

Ich habe da mal eine Frage. Ich habe schon seit zig Jahren Krankheitsängste. Mal mehr, mal weniger. Insgesamt ist es in den letzten Jahren aber besser geworden.
Grad hab ich allerdings mal wieder eine Phase in der ich zuerst HIV hatte, dann mal wieder Lungenkrebs und jetzt mal wieder die böse Muskelkrankheit (ich mag sie gar nicht aussprechen/schreiben). Alles immer ein paar Wochen lang, bis ich irgendwann mal kapiere, dass doch nix ist.
Bei letzterem habe ich seit einiger etwas Zeit Schmerzen Schulter/Oberarm. Während meiner Lungenkrebsangst, war das kein Thema, war auch nur ab und zu und ich hab auch so hier und da mal Schmerzen. Danach hatte ich aber wieder Zeit was neues zu suchen und da ist mir aufgefallen, dass die Muskeln im linken oberarm nicht ganz so ausgeprägt sind wie rechts (eigentlich logisch als Rechtshändler) . Die drei Teile des Deltamuskel links liegen nicht ganz soweit beisammen, so dass man da eine Lücke Tasten kann. Diese Lücke ist mir auch schon vor zwei Jahren (da hatte ich das letzte Mal diese Angst) aufgefallen. Also kanns eigentlich nicht schlimm sein, hat sich ja nichts geändert (außer meine Aufmerksamkeit darauf). Ich hab auch andere Stellen die beidseitig recht unterschiedlich sind (und alle bisher gefundenen haben natürlich auch eine Angst ausgelöst). Also die erste Frage hiermit, habt ihr das auch? Unterschiedliche Muskelpartien auf beiden Seiten, die Euch auch beunruhigen/beunruhigt haben?

Die andere Frage ist allgemeiner. Ich bin jemand, der meistens dreimal nachschaut, ob die Tür zu ist, ob das Bügeleisen ausgesteckt ist, ob ich meinen Geldbeutel dabei hab usw... und obwohl ich weiß es ist so, schau ich nochmal nach, könnte sich ja was geändert haben. Also etwas zwanghaft, aber nicht ganz extrem, aber schon deutlich.
Ich überlege in letzter Zeit ob auch daher meine Krankheitsangst kommt. Da schaue ich ja auch ständig nach, ob der Muskel noch da ist, obwohl ich's vor 15 min schon gemacht hab oder ob ich immer noch so gut atmen kann wie vor ner Stunden oder oder. Könnt ihr das bei euch auch beobachten, hängen die beiden Zwänge/Ängste bei Euch auch zusammen?

Würd mich über Eure Rückmeldungen freuen.

07.08.2017 10:20 • 07.08.2017 #1


7 Antworten ↓


Joelle76
Hallo,
kann deine Ängste sehr gut nachvollziehen,da ich diese Muskelsache auch mal vor ein paar Jahren hatte.
Mir hat die Aussage einer Ärztin sehr geholfen und zwar,dass ein Körper nie symmetrisch ist.. er fühlt sich anders an,er sieht anders aus und er funktioniert anders.. und klar hat das was mit unserer Lieblingsseite zu tun.. es ist normal dass man als Rechtshänder mehr Muskeln bzw ausgeprägtere Muskeln rechts hat..
Man könnte ja mal ein Jahr alles mit links machen,dann sähe es bestimmt anders aus,aber dafür würde ich wahrscheinlich 1000 Sachen kaputt machen

Mit den Zwängen kann ich dir leider nicht weiterhelfen,aber kann mir vorstellen,dass es da einen Zusammenhang gibt.. sind ja Beides Zwänge

07.08.2017 10:28 • #2



Unterschiedliche Muskelpartien - prüfen ob Muskel vorhanden ist?

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Hallo Joelle,

Danke für Deine Antwort.
Da muss ich Dir recht geben, ich weiß es quasi selbst, es geht nur nicht in meinen Kopf rein .
Ich hatte die Angst vor 10 Jahren schon mal, da ist mir ein Muskel, diesmal sogar am rechten Arm aufgefallen, der anders war als Links. Es fühlte sich an wie ein Loch. Naja gut, das Loch ist jetzt nach 10 Jahren immer noch da, aber der Arm ist weiterhin dran .
Meine Waden sind auch sehr unterschiedlich. Und das jetzige weiß ich auch schon seit zwei Jahren. Also wenn da was abgestorben wär, würde der nach 2 Jahren wohl nicht mehr da sein und ich könnte auch keine 10 Kilo mit ausgestrecktem Arm hochheben. Aber kaum kommt der nächste Kleine Schmerz/Zuckerer... ists vorbei mit der Vernunft...

07.08.2017 10:49 • #3


Joelle76
Ich fühle links übrigens auch ein Loch... rechts nicht... Ich kenne das leider mit der Vernunft.. die ist bei mir auch ganz weit weg im Moment.. reine Fantasiewelt.. ganz schlimm...

07.08.2017 11:18 • #4


Leider kenne ich das Überprüfen von Muskeln auch, da ich seit nun mehr einem Jahr diese Angst habe. Mal mehr mal weniger,aber immer da. Seit ein paar Tagen wieder massiv-trotz Therapie. Ich überprüfe derzeit wieder ständig bis zu 30x am Tag meine Zunge. Ich komme nicht dagegen an. Meine Therapeutin meint ich soll es nicht machen (gilt im übrigen allgemein für Zwänge) und die Angst die dann aufkommt aushalten, bzw.mich mit etwas abkenken wenn ich merke,dass ich wieder überprüfen muss(z.B.laufen, Gartenarbeit, stricken, mit der falschen Hand etwas abschreiben, in ne Chillischote beißen etc.). Sie hat mir da so ne Skillsammlung für Hochstressphasen mit vorgeschlagenen Tätigkeiten gegeben. Vielleicht lässt sich da was googlen. Bei mir klappt es leider gar nicht. Aber nur so gelingt es laut ihr diese Zwänge zu bekämpfen: Man soll die Angst aushalten und merken,dass nix passiert.
Nur schwer wenn man einfach die Befürchtung hat,tatsächlich krank zu sein...

07.08.2017 11:20 • #5


Plumbum
@mucler auch auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt komplett in die Nesseln setze...Du bist sooooo süß! Ich lese Deine Liste von Ängsten/Zwängen und möchte Dich einfach knuddeln oder besser den kleinen, verängstigten Jungen, der grad emotional Amok läuft.

Der Körper ist ein, in sich geschlossener Kreislauf. Sollte da ein Muskel absterben (Wie zur Hölle kommst Du nur auf sowas?) dann würdest Du das merken, mach Dir da mal keine Sorgen.

Woher kommt dieses Gefühl, dass mit Dir was nicht stimmen könnte? Wer hat Dir das eingeredet?

@schneekönigin Skillsammlung, soso...Zockerweibchen.

Grüssle
Plumbum

07.08.2017 11:27 • #6


Hallo Schneekönigin. Früher war ich auch mal beim Psychologen, da habe ich ähnliches gehört, ich habe aber auch gelernt, dass es irgendwie nichts bringt mit jemanden drüber zu reden, der das selber nicht durchgemacht hat. Erzählen können sie viel aus ihrem Schulwissen, das hat aber wenig mit der Realität zu tun. Natürlich ist es besser sich abzulenken, aber in den extremen Situationen kann man abgelenkt sein wie man will, wenn die Angst stark ist, dann kommt sie auch in den Situationen.
Ich hab mich deutlich besser in Griff als früher, als ich mich ins Bett verzogen hab. Mittlerweile Schaffe ich es schon, nicht den ganzen Tagesablauf NUR auf die Angst auszurichten, aber es ist nicht einfach. Es kann noch so deutlich sein, dass es eine bestimmte Krankheit gar nicht sein kann, wenn diese Angst erstmal da ist, braucht man lange um sie loszuwerden.
Muskelzucken beunruhigt mich zumindest mittlerweile nicht mehr. Beunruhigt Dich ein bestimmter Muskel oder allgemein? Hast Du auch Unterschiede auf beiden Seiten die Dich beunruhigen?

07.08.2017 16:01 • #7


Hallo Plumbum,

Hör ich gern, dass ich süß bin . Aber was findest Du daran süß?

Klar kann ein muskel absterben. Bzw bei dieser Krankheit stirbt der Nerv ab, der den Muskel steuert. Damit hat ist der Muskel unnütz und bildet sich zurück.
Das ist allerdings wieder was, was mich beruhigt. Wenn der Nerv abgestorben wäre, dann könnte ich den Muskel wohl nicht mehr bewegen und um den es mir grad geht, der tut zwar weh, ist aber definitiv funktionstüchtig.

Woher das kommt? Keine Ahnung. Das ist ja grad meine Frage. Kommt es durch diesen Kontrollzwang? Immer sicher sein zu müssen, dass man gesund ist, was man sich aber nunmal nie sein kann. Vielleicht Kommts auch durch Krankheiten in der Familie, Todesfälle in der Familie... Kann ich nicht sagen. Ich such auch lieber was, was mir in der Situation hilft. Meistens ist es das Reden mit Leuten, die einen Verstehen. Deswegen habe ich auch schon mehrere Leute kennengelernt, mit denen ich dann auf Whatsapp befreundet war/bin und man sich in solchen Situationen geholfen hat. Klappt sehr gut .

07.08.2017 16:14 • x 1 #8




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