DrSeltsam
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Zitat von Micholilu:da ich mittlerweile keinen normalen Umgang mehr mit Symptomen habe
Ja, und nicht nur der Umgang mit Symptomen ist oft gestört, das ganze Körpergefühl ist völlig im Eimer.
Ich kann mich noch erinnern als es mir richtig schlecht ging und eigentlich nur aus Angst (vor allem und jedem - nicht nur Krankheiten) bestand, habe ich mich mal fürchterlich auf die "Schnauze" gelegt.
Ich dachte im ersten Moment, ich hätte mir alle Knochen gebrochen und würde jetzt an inneren Verletzungen sterben, während meine Freundin lachen musste, weil es wohl zu komisch ausgesehen hat.
Was sich herzlos anhört, hat mir damals richtig gut getan. Weil ich gemerkt habe, was für ein absurdes Verhältnis ich mittlerweile zu meinem Körper aufgebaut hatte. Und auch der Schmerz tat eigentlich gut, weil hier endlich mal direkte Wirkung und Ursache zusammengekommen sind und ich gemerkt habe: "Ach sieh mal. SO fühlt sich das also an und mein Körper kommt trotzdem damit zurecht".
Und in den nächsten Tagen ist mir vor allem eines klar geworden:
Der Körper ist nichts statisches und der Mensch ist keine Maschine.
Wir leben, und das bedeutet dass sich unser Körper ständig ändert und auch ununterbrochen irgendwas "repariert".
Nicht nur, wenn wir us offensichtlich verletzt haben oder krank sind, sondern auch einfach so. Und das merkt man eben manchmal – aber das sind keine Symptome für etwas, was aus dem Ruder läuft, sondern dafür dass der Körper gut funktioniert und seine Aufgaben erledigt.
Eine Waschmaschine muss repariert werden wenn sie kaputt geht. Unser Körper kann das in weiten Teilen selbst. Wir können ihn dabei unterstützen, durch Lebensweise, Medikamente oder Impfungen usw. Aber er wird sich immer wieder mal zwischendurch mir diesem oder jenem Zipperlein melden.
Erst, wenn unser Körper nicht mehr selbst klar kommt, müssen wir fremde Hilfe (Untersuchung, Operation, Therapie, Medikamente ...) in Anspruch nehmen.
Zitat von Sonja77:was man in diese Symptome und Schmerzen hineininterpretiert
Und deswegen bin ich der Meinung, dass die "Symptome" in den meisten Fällen weder nur körperlich noch nur psychisch bedingt sind. Ganz oft steckt wirklich etwas körperliches dahinter, ES HAT NUR KEINE RELEVANZ.
Die entsteht nur im Kopf und das fatale ist, dass dann im schlimmsten Fall ein richtiger Herzinfarkt von einem eingebildeten nicht mehr zu unterscheiden ist. Was man niemandem zum Vorwurf machen kann.
Sorry für den langen Text ...
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