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ScavIrl

ScavIrl
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Hey zusammen,

ich bin 28 und habe schon seit einigen Jahren mit einer Angststörung zu kämpfen. Angefangen hat das Ganze bei mir 2016, damals vor allem mit der Angst, ohnmächtig zu werden oder in bestimmten Situationen nicht mehr rauszukommen. Zwischenzeitlich ging es mir auch wieder ziemlich gut, aber seit 2022 habe ich wieder deutlich mehr Probleme damit. Dazu habe ich auch schon mal einen älteren Post, vor ca. 3 Jahren erstellt.

In den letzten Jahren hat sich meine Angst vor allem auf meine Gesundheit verlagert. Meistens ging es dabei um mein Herz, Herzstolpern oder die Angst, dass ich plötzlich umkippe oder irgendwas Schlimmes passiert.
Seit ein paar Tagen habe ich mich allerdings total auf das Thema Hirntumor beziehungsweise Erkrankungen im Kopf festgebissen und komme gedanklich kaum noch davon los.
Ich habe schon seit ungefähr zwei bis drei Jahren sehr regelmäßig Kopfschmerzen, teilweise fast täglich. Meistens sind das eher drückende Schmerzen an der Stirn, am Hinterkopf oder oben auf dem Kopf. Dazu habe ich oft einen verspannten Nacken, gerade bei der Arbeit oder wenn ich länger am PC sitze.
Bisher war es meistens so, dass die Kopfschmerzen nach etwas Ruhe, Hinlegen oder einer Entspannungsübung wieder besser wurden oder ganz verschwanden.
Seit einigen Tagen ist das aber irgendwie anders. Die Kopfschmerzen sind zwar nicht besonders stark, halten dafür aber teilweise den ganzen Tag an und verschwinden auch durch Entspannung nicht mehr so richtig. Mal ist der Druck stärker, mal schwächer, manchmal merke ich ein kurzes Stechen an irgendeiner Stelle am Kopf.
Dazu kommt, dass ich mich manchmal irgendwie benommen fühle, als wäre ich nicht ganz richtig da. Gelegentlich habe ich auch für ein paar Sekunden ein kurzes Schwindelgefühl. Manchmal habe ich beim Laufen das Gefühl, etwas unsicher zu sein, obwohl ich eigentlich ganz normal laufe und nicht wirklich taumele.
Auch mit meinen Augen habe ich manchmal so ein komisches Gefühl, als würde irgendwas nicht stimmen, obwohl ich eigentlich ganz normal und scharf sehen kann.
Und genau da fängt bei mir das Problem an.
Ich beobachte mich mittlerweile praktisch den ganzen Tag selbst. Wenn ich mich beim Schreiben verschreibe, mir ein Wort nicht sofort einfällt oder ich irgendeine ungewöhnliche Empfindung im Kopf habe, kommt sofort der Gedanke, dass etwas mit meinem Gehirn nicht stimmt.
Ich weiß eigentlich, dass Angst und Anspannung sehr viele körperliche Symptome verursachen oder verstärken können. Ich weiß auch, dass ich mich extrem auf meinen Körper konzentriere. Trotzdem bekomme ich diesen Gedanken an einen Hirntumor einfach nicht mehr aus meinem Kopf.
Besonders schlimm ist für mich, dass die Kopfschmerzen gerade nicht mehr so auf Entspannung reagieren wie früher. Mein Kopf macht daraus sofort, dass es diesmal etwas Ernstes sein muss.
Ich war deswegen heute auch bei meinem Hausarzt. Er hat mir eine Überweisung zum MRT gegeben, um eine mögliche Ursache im Kopf auszuschließen. Einen Termin habe ich allerdings erst am 7. Dezember bekommen, also in ungefähr fünf Wochen.
Und diese Wartezeit macht mir jetzt natürlich auch wieder Angst. Ich denke ständig darüber nach, ob bis dahin irgendwas passieren könnte oder ob vielleicht etwas übersehen wird.
Was mich daran besonders belastet, ist, dass ich kaum noch abschalten kann. Selbst wenn ich spazieren gehe, mit anderen zusammen bin oder eigentlich etwas Schönes mache, bin ich gedanklich ständig bei meinen Symptomen.
Ich merke mittlerweile selbst, dass dieses ständige Kontrollieren, Googeln und Nachlesen wahrscheinlich alles noch schlimmer macht. Aber aus dieser Spirale rauszukommen ist gerade unglaublich schwer.
Ich schreibe das hier nicht, weil ich erwarte, dass mir jemand sagen kann, was ich habe, oder weil ich eine Diagnose möchte.
Ich würde einfach gerne wissen, ob jemand von euch diese extreme Fixierung auf eine bestimmte Krankheit kennt. Gerade dieses Gefühl, ständig auf den eigenen Kopf, das Gleichgewicht, die Augen oder die Konzentration zu achten und jedes kleine Symptom sofort als etwas Gefährliches zu interpretieren.
Vielleicht kennt auch jemand diese Situation, dass sich bekannte Beschwerden plötzlich etwas anders anfühlen und dadurch die ganze Angst wieder von vorne losgeht.
Ich würde mich einfach freuen, mich mit Menschen auszutauschen, die sowas selbst schon erlebt haben. Gerade fühle ich mich mit diesen Gedanken ziemlich allein.

• • 30.10.2026 #1


3 Antworten ↓

Kruemel_68
Zitat von ScavIrl:
Ich würde einfach gerne wissen, ob jemand von euch diese extreme Fixierung auf eine bestimmte Krankheit kennt. Gerade dieses Gefühl, ständig auf den eigenen Kopf, das Gleichgewicht, die Augen oder die Konzentration zu achten und jedes kleine Symptom sofort als etwas Gefährliches zu interpretieren.

Das kennen hier ganz viele. Das nennt sich Hypochondrie oder Krankheitsangst. Alles, was du schreibst, passt geradezu lehrbuchmäßig dazu.

Hingegen passen deine Symptome absolut nicht lehrbuchmäßig zu einem Hirntumor.

Hast du schon einmal eine Therapie in Erwägung gezogen?

• #2


A


Seit Tagen extreme Angst vor einem Hirntumor

x 3


ScavIrl
@Kruemel_68 Ich hatte bis vor ca. 2 Jahren eine Therapie. Leider bekomme ich dort zur Zeit keine Termine, die nicht in meiner Arbeitszeit liegen, aber ich bemühe mich drum.

Mein Problem ist nur, dass ich, selbst wenn ich gerade keine große Angst oder Panik habe, diesen permanenten Druck im Kopf spüre. Das macht mich verrückt.

• #3


Schlaflose
Zitat von ScavIrl:
Mein Problem ist nur, dass ich, selbst wenn ich gerade keine große Angst oder Panik habe, diesen permanenten Druck im Kopf spüre. Das macht mich verrückt.

Bei einem Hirntumor fühlt man aber keinen Druck im Kopf und auch keine Kopfschmerzen an wechselnden Stellen. Das ist eher typisch für Spannungskopfschmerzen.
Wenn ein Tumor eine bestimmte Größe erreicht hat steigt der Hirndruck, was sich hauptsächlich mit Kopfschmerzen nachts bzw. im Liegen und mit starker Übelkeit und Erbrechen begleitet wird. Darüber hinaus verursacht das auch ungleiche Pupillenreaktionen. Und natürlich kommen auch andere neurologische Ausfallerscheinungen dazu wie z.B Doppelbilder, Sprachstörungen, Gangstörungen, Lähmungserscheinungen, Krampfanfälle u.ä. dazu.
Wenn dein Arzt einen ernsthaften Verdacht auf einen Hurntumor hätte, hätte er dafür gesorgt, dass du umgehend einen MRT Termin bekommst.

• #4





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Dr. Matthias Nagel
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