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minniemouse47

minniemouse47
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Hallo ich hab noch nicht viel geschrieben , ich weiß ja nicht ob es noch Leute mit dem Problem gibt. Seit Corona kann ich kein normales Leben mehr führen. Ich bin total traumatisiert und hatte auch vorher einen schweren Unfall und durch das Krankenhaus dann 2x Corona, also hab mich dort infiziert. Im November hatte ich es wieder dieses Mal hat es wieder mein Mann aus dem Krankenhaus mitgemacht da er dort Krankenpfleger ist. Und ich hab nur noch Angst vor Viren, Bakterien, Krankheiten. Ich gehe nur mit Maske in Innenräumen, auch in medizinische Einrichtungen. Arbeiten (bin Pflegekraft) darf ich auch mit Maske. Ich hatte wirklich schwer Corona und lag lange im Krankenhaus, meine Gerinnung war nicht mehr okay , ich wäre fast erstickt durch mein Asthma da die Atmung auch eingeschränkt war, dann Schwindel, Brain Fog und chronische Erschöpfung und das besteht teilweise nach wie vor. Also ich kann 12 Stunden schlafen bin trotzdem müde. Plötzlich unter dem Tag kann es passieren dass ich einschlafe. Und ich muss auch Kompressionsstrümpfe dauerhaft tragen wegen der Gerinnung und damals Verdacht auf Thrombose also mir wurde damals gleich Heparin gespritzt. Hab nun auch Blutverdünner und eben diese Strümpfe. Und jeder Infekt wirft mich wieder zurück. Ich kann wieder ohne Krükken gehen und stundenweise arbeiten das ist schon wieder viel . Aber jedes Mal wenn ich wieder erkrankt bin geht es fast von vorne los. Es gibt ja keine Medikamente. Ich hatte auch erst die Verdachtsdiagnose MECFS die nicht bestätigt wurde da ich nicht bettlägerig bin sagte die Ärztin. In unserer Region kennt sich fast niemand damit aus. Und oft ist alles belastend. Ich kann mich schlecht konzentrieren. Würde gerne ein Buch lesen schaff aber nicht einmal eine Seite. Dinge die ich früher wusste fallen mir oft nicht mehr ein. Auswendig lernen fällt mir schwer. Und das belastet mich nicht nur körperlich sondern auch seelisch da mein Leben ein komplett anderes ist. Also ich würde gerne mal wieder auf ein Konzert gehen aber ich kann in keine Halle geben. Und wenn ich mit Maske gehe hab ich Angst auf Ablehnung zu stoßen. Werde auch oft mit der Maske blöd angesprochen und das tut oft weh. Ich kann auch nicht mehr Bus oder Bahn fahren da ich so einen Ekel habe und Angst mich trotz Maske anzustecken. Also lebe eher isoliert, einsam und ohne Freunde. Außer meinen Mann wir sind viel in der Natur und da fühle ich mich frei und ich besuche immer ein paar Ziegen die ich füttere. Aber Freunde sind alle weg. Da keiner damit umgehen kann und viele haben mit dem Thema Corona abgeschlossen. Auch meine Psychotherapeutin nimmt mich nicht ernst. Ich kann nicht mal mehr meine Schwiegermutter besuchen ohne Maske aber sie ist alt und dauernd krank und hustet eigentlich immer. Also sprich wenn jemand hustet oder niest bekomme ich Angst. Ich hab auch immer Desinfektionsmittel, Mundspülung etc dabei. Jemanden besuchen kann ich kaum noch. Essen gehen tue ich auch nicht mehr außer man kann draußen sitzen. Es ist teilweise eine Belastung aber ich hab so viele Defizite und wenn man es vermeiden kann möchte ich es. Auf X (ehemals Twitter) gibt es auch ein paar Leute aus aller Welt die dazu stehen dass sie Masken tragen und da fühle ich mich auch ab und zu wohl mit diesen zu schreiben. Ich komme aus dem Pflegeberuf, ich hab viele Leute sterben sehen und viele Pflegekräfte die auch Post Covid oder MECFS haben . Also denke das Trauma beinhaltet bei mir nicht nur die Krankheit sondern auch das Erlebte. Nur denke dass es hier auch keiner versteht da viele nicht einmal mehr über das Thema Corona reden möchten. Und nein es ist keine Erkältung und keine Grippe da gibt es unterschiede. Und dass was die meisten Leute als Grippe bezeichnen ist auch keine Influenza sondern ein grippaler Infekt. Influenza verläuft zwar ähnlich wie Corona allerdings kann es ähnliche Folgeerkrankungen verursachen. Ebenso RSV mit diesem Virus hatte ich nämlich auch schon das Vergnügen. Gibt es hier Leute die ähnlich ein Problem haben. Denke viele denken nun das ich Mords einen an der Waffel habe aber ich stehe dazu und ich kann es ja nicht ändern da es wirklich belastend ist. Man kann sagen es es ist ein Ekel vor Bakterien, Viren und auch Menschen.

18.03.2026 x 2 #1


13 Antworten ↓

S
Oh je, das ist sicher sehr belastend und das tut mir leid, das es dich so schwer mit Corona erwischt hatte. Ich hatte Corona auch recht heftig aber zum Glück keine Folgeschäden davon getragen. Hast du schon mal eine Psychotherapie wegen deiner Angst vor Viren/Bakterien erwogen?

#2


A


Seit Corona kann ich kein normales Leben mehr führen

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E
Es klingt schlimm was du alles erlebt hast auch mit dem Krankenhaus und dass es dir wegen Corona so schlimm ergangen ist und nun auch noch Post Covid zu haben ist noch eine Zusätzliche Belastung. Hast du dich Impfen lassen wenn ich fragen darf, ich weiss nicht wie sehr die Impfung hilft aber bei Personen die in Lebensgefahr kommen sollten sich ja eher impfen lassen?
Ich kann dir aber sagen die meisten stecken sich jährlich mit Corona an, ich stecke mich oft zwei mal pro Jahr an , also ich gehe davon aus, weil die Symptome immer die selben sind und ich bin nicht gross unter Menschen, da muss nur jemand in meinem Wohnblock Corona haben dann geht das wie ein Brand Feuer durch die Wohnungen und man hört die Leute Husten und niessen. Ich glaube es ist sehr schwer sich zu schützen, aber es ist wichtig dass du die richtigen Masken trägst und dein Hände dann desinfizierst. Ich finde es nicht schlimm wenn Menschen mit Masken rumlaufen, mir ist dann klar dass diese besonders aufpassen müssen.

x 2 #3


S
Ich finde das auch völlig okay wenn jemand mit Maske rumläuft. Das ist doch auch ziemlich egal was andere darüber denken und schließlich ist das Tragen von medizinischen Masken ja nicht verboten. Bei stärkeren Infektwellen trage ich in bestimmten Situationen auch Maske. Grundsätzliche Angst vor Viren/Bakterien habe ich aber nicht, lasse mich aber regelmäßig gegen Influenza impfen.

x 4 #4


Burn
Ich kann dich verstehen und du hast auch keinen an der Klatsche! Du hast etwas sehr traumatisches erlebt und davon abgesehen ist es für dich rein gesundheitlich ( nicht psychisch ) auch nicht vorbei!

Ich glaube viele Menschen haben von Corona ihre Spuren davon getragen, aus den unterschiedlichsten Gründen.

Jetzt hast du natürlich auch noch das Dilemma durch deinen Beruf noch öfter mit Viren, Bakterien, Krankheiten und Tod in Berührung zu kommen als andere.

Wenn der Freundeskreis weg ist wäre die Frage welche Menschen/Möglichkeiten passen evtl eher.
Gibt es bei euch in der Region Selbsthilfegruppen? Es muss ja nicht speziell für Covid sein. Ich glaube du hättest viele Möglichkeiten in den unterschiedlichsten Themen anzusetzen.

Eine Therapie machst du wohl nicht?

Was ich allerdings bewundernswert finde ist du gehst trotz diesem erlebten wieder arbeiten! Das ist eine enorme Leistung und es zeigt aber auch du hast irgendwie noch eine Ressource die dich raus treibt und immer wieder in die Konfrontation gehen lässt!

Was könnte das sein? Davon könntest du evtl positiv profitieren.

Ein Berufswechsel ist jetzt wahrscheinlich nicht so einfach möglich, wäre aber evtl ein entscheidender Punkt

x 2 #5


Logo
Seit Corona kann ich auch keine Bücher mehr lesen.
Ansonsten habe ich diese grundsätzliche Angst vor Mikroorganismen nicht.
Hab aber auch diesbezüglich eine gute Ausbildung während meines Studiums und kann so damit umgehen.

x 2 #6


B
Willkommen im Club @minniemouse47 .
Zitat von minniemouse47:
Ich hatte auch erst die Verdachtsdiagnose MECFS die nicht bestätigt wurde da ich nicht bettlägerig bin sagte die Ärztin.

Zitat von minniemouse47:
Auch meine Psychotherapeutin nimmt mich nicht ernst.

Es gibt Anleitungen und Hinweise für Ärzte, damit diese sich dahingehend weiterbilden können.

Was du so schreibst klingt nach ME/CFS. Es gibt verschiedene Abstufungen. Mich hatte das auch immer abgeschreckt, da beim Thema ME/CFS immer die bettlägrigen gezeigt werden. Aber es gibt auch eine milde Form, bei der die Leute arbeiten gehen. Das ist auch das Ziel der Betroffenen, wieder ein gesundes Leben zu führen. Dafür gibt es bereits viele Informationen um die Situation der Betroffenen und auch Angehörigen zu verbessern. PACING ist so eine Methode um PEM mit Brain-Fog und Crash zu vermeiden.

Hier findest du sehr viele dazu und auch "Informationen für Ärzte": https://www.mecfs.de/

Die Krankheit ist seit den 1970er Jahren bekannt. Ich habs schon weit vor Corona. Mit Corona hat es mehr Aufmerksamkeit bekommen. Davor wurde oft gesagt, die Leute seien einfach nur zu faul. Es hat unter anderem etwas mit Histamin und Mastzellen zu tun.

x 3 #7


Trauerweide65
Komme auch aus den Pflegeberuf wurde drei mal geimpft und hatte zwei mal Corona,ich musste mich ins Leben zurück kämpfen und bin bis heute nicht mehr der Mensch der ich mal war!Ich denke es gibt genügend andere die auch leiden nur keiner spricht mehr darüber es kommt ja angeblich alles von der Psychische na klar wenn man nicht mehr weiter weis!

x 3 #8


Butterfly-8539
@Trauerweide65 das war auch ein Satz von Wozlew, die als Krankenschwester sich impfen lassen mußte, sonst ...............
Nachdem ihr Mann auch noch kurz drauf verstarb, stellte sie vieles in Frage. Einer ihrer letzteren Sätze war:" ich weiß nicht was dadurch noch alles auf mich zukommt." Wir unterhielten uns darüber mehrmals, denn jeder hatte genug erlebt, aber offen kann man darüber nicht.................
Ihre letzte Frage sollte sich bewahrheiten. Sie hatte es wohl gespürt, denn damals wollte sie es nicht machen lassen.
Ihr Thread besteht noch.
Du hast auch viel mitgemacht und keiner kann das Urteil fällen, das du dir das einbilden würdest.
Hatte selbst Corona, bin schwer vorerkrankt und wurde aus allen Seiten gedrängt. Je mehr Druck ausgeübt wurde, desto ................
Habe es auch ohne überstanden. War zwar schon heftig, ohne Geschmackssinn, Geruchssinn, starke Schwäche, Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, aber heute ist es wieder in Ordnung.
Hatte sehr viele Jahre zuvor eine viel schlimmere ........................ die mich fast das Leben gekostet hätte. Das war im Beruf, als eine fremde Frau kam und mich ansteckte. Sie hustete mir direkt ins Gesicht und in dem Augenblick atmete ich gerade tief ein. Spürte irgendwie das es gar nicht gut war. Doch da war es schon zu spät. Seither halte ich sofort stets den Atem an, wenn mich jemand beim Vorbeigehen, oder beim Einkaufen, Bahnfahrt................ anbrustet, oder hustet.
Wünsche dir alles Gute und laß dich nicht unterkriegen.

x 1 #9


Glumee99
Hallo @minniemouse47, du bist nicht allein! Ich kann deine Ängste zu 100% nachvollziehen daher es mir genauso geht wie dir. Falls du möchtest, lese gern meine alten Beiträge.

angst-vor-krankheiten-f65/angst-vor-erneuten-infekt-t121163.html
angst-vor-krankheiten-f65/habt-ihr-angst-vor-aktuellen-infekten-t137444.html

Ich hatte 2022 auch den Mist und seitdem hat sich mein Leben auch komplett verändert. Habe nachdem soviel durchmachen müssen und habe genauso wie du, riesen Angst vor Viren, Bakterien usw. Ich arbeite nicht mehr und gehe auch nur mit Maske aus dem Haus. Selbst im Treppenhaus ziehe ich die Maske an. Zum Arzt oder einkaufen fahre ich nur wenn es unbedingt sein muss und ich versuche allgemein Menschen zu meiden. Ich gehe auch regelmäßig in der Natur spazieren und dort fühle ich mich auch sehr wohl (der einzige Ort wo ich keine Maske trage).

Ich möchte seit Jahren eine Online Therapie machen aber mein Arzt sagte mir, dass ich die selber zahlen müsse. Als Gegenangebot vermittelte er mir eine Online Therapie die durch KI gesteuert wird. Da fragte ich ich ihn, wie es funktionieren soll, dass eine künstliche Intelligenz mir aus der Angst helfen soll. Ich brauche einen Menschen der mir zuhört und auf meine Ängste eingehen kann. Leider traue ich mich nicht eine direkte Mensch zu Mensch Therapie zu machen daher ich ja genau davor Angst habe.

Ich wünsche dir von ganzen Herzen alles erdenklich Gute für die Zukunft und hoffe das du irgendwie aus dieser schlimmen Situation wieder rauskommst. Halte mich gerne auf den laufenden.


Liebe Grüße
Glumee 99

x 1 #10


minniemouse47
@silberauge Ja war mal stationär, aber es wurde nicht viel besser da dort zuviele auf der Warteliste waren und damals die Station überlaufen war war auch nach 2 Wochen Therapie Schluss und die nächsten kamen. Mit Long Covid oder Traumatas nach Corona kennen sich auch viele Kliniken noch nicht richtig aus. Und Psychotherapie genauso eine ewig lange Warteliste.. Und bei meinem derzeitigen Einkommen ist eine private Therapie nicht leistbar

#11


minniemouse47
@Logo @Burn Danke Dir ja ich kämpfe mich eben durchs Leben und so lange ich die Maske trage fühle ich mich einigermaßen sicher. Berufwechsel in meinem Alter ist eigentlich nicht mehr möglich ich habe mal darüber nachgedacht aber Chancen nochmal eine Ausbildung oder Umschulung zu bekomme ist fast null. In der Pflege werden eben derzeit die meisten Menschen gebraucht und ich mag meinen Beruf. Wollte eigentlich schon mal umschulen als Behindertenfachbetreuerin hier in Österreich das ist mehr therapeutisches arbeiten und man kann z.B. auch mit blinden oder tauben Menschen arbeiten da man Gebärdensprache und alles lernt aber gibt nur 30 Plätze pro Jahr und man muss Erkrankungen angeben und wenn man schon eine Ausbildung hat oder in meinem Falle zwei dann ist das fast immer eine Absage also bleibe ich in meinem Beruf ich arbeite ja nicht mehr stationär aber die ambulante Pflege passt schon ich arbeite meistens nur zu den Tageszeiten in denen ich die wenigsten Probleme habe.

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minniemouse47
@beside Ich danke Dir gut zu wissen! Ich werde mir das alles einmal durchlesen. Hier in meiner Region kennen sich die meisten mit dem Thema nicht aus bis auf einen Professor der forscht aber den kann sich niemand leisten. Denke die Ärzte müssen da endlich mal umdenken und sich damit beschäftigen. Ich danke dir für die Infos. Dann vielleicht doch MECFS

#13


minniemouse47
@Glumee99 Danke dir werde mir alles durchlesen und dir auch viel Kraft

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