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K

KopfChaos22
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Hallo zusammen,

ich hab hier schon länger nichts mehr geschrieben, aber gerade bin ich wieder in einer extremen Angst-Welle und komme nicht mehr zur Ruhe. Es ist kaum auszuhalten und ich könnte den ganzen Tag heulen. Ich hoffe jemand hat vielleicht ein paar positive Gedanken oder eine Idee, wie ich da wieder raus komme.

Ich leide seit ich denken kann an Krankheitsangst und Angst vor dem Tod. Seit meine Kinder auf der Welt sind ist es noch extremer geworden. Ich mache mir ständig Sorgen um sie, bei den kleinsten Symptomen bekomme ich Panik, dass sie eine schlimme Krankheit haben.

Gerade bei meiner großen Tochter kommen immer wieder extreme Ängste hoch. Ich weiß nicht, ob das hier jemand nachvollziehen kann, ich fühle mich immer sehr allein mit Allem, weil keiner meine Sorgen versteht.

Meine große Tochter ist 13 Jahre alt und hatte mit 5 Jahren einen sehr heftigen Sonnenbrand auf dem Rücken und den Schultern. Ich mache mir bis heute große Vorwürfe, dass ich nicht besser aufgepasst habe. Es war ein recht kühler, aber sonniger Tag am Strand, ich hatte begonnen sie einzucremen, dann hatte meine kleine Tochter aber irgendein Problem, ich habe mich dann erstmal um sie gekümmert und anschließend vergessen den Rest bei meiner großen Tochter zu Ende einzucremen. Am nächsten Tag konnte sie vor Schmerzen nicht mal ein T-Shirt tragen, hatte sogar an einer Stelle Blasen auf der Schulter. Es hat einige Tage gedauert bis es halbwegs verheilt war. Kurze Zeit später habe ich das erste Mal gelesen, dass gerade Sonnenbrände in der frühen Kindheit das Hautkrebsrisiko deutlich erhöhen. Seitdem kommt es immer wieder hoch… Ich mache mir große Vorwürfe, habe Schuldgefühle und bekomme Panik, dass ich mit meiner Nachlässigkeit dafür gesorgt habe, dass sie später Krebs bekommt. Gerade im Sommer holt es mich immer wieder ein… seit 8 Jahren.

Dazu kommt eine große Angst vor Schadstoffen in Lebensmitteln die immer wieder aufkommt und mich aktuell wieder extrem einnimmt. Meine Tochter isst für ihr Leben gern Reis. Sie hat seitdem sie 3 oder 4 Jahre alt war immer sehr viel Reis gegessen… als sie älter wurde teilweise bis zu 250g Rohgewicht (2-3 große Teller). Erst vor ein paar Jahren habe ich dann von der Arsenbelastung in Reis gelesen und das zu viel Arsen krebserregend ist. Gleiches mit Acrylamid in Pommes… meine Tochter hat immer gern sehr krosse Pommes gegessen, nicht verbrannt, aber schon recht dunkel gebräunt. Dann habe ich vor ein paar Jahren von Acrylamid in Kartoffelprodukten gelesen, was ebenfalls krebserregend sein soll.

Und häufiger, so wie aktuell gerade wieder, kommt mir das alles in den Kopf und ich bekomme eine furchtbare Angst, dass ich ihre Gesundheit durch meine Unwissenheit und Nachlässigkeit gefährdet habe. Dass sie jetzt wegen dieser Stoffe, die sie über Jahre aufgenommen hat und/oder dem Sonnenbrand Krebs bekommt. Ich kann mich aktuell gerade wieder nicht beruhigen. Dann google ich, um irgendwas beruhigendes zu finden, was mir die Angst nimmt, aber das klappt natürlich nicht. Ich werde noch verrückt.

Vielleicht hat jemand eine Idee, wie ich mit All dem umgehen kann und da gerade wieder raus komme. Ich muss dazu sagen, dass ich bis vor kurzem 1 Jahr wegen meiner diversen Ängste und einer Sozialphobie in Therapie war. Allerdings mit mäßigem Erfolg wie man sieht. Mein Therapeut ist jetzt in den Ruhestand gegangen und ich stehe wieder allein da mit Allem und komme nicht klar.

Es tut mir leid, dass es so super lang geworden ist und hoffe, jemand macht sich die Mühe bis zum Ende zu lesen.

Liebe Grüße
Maike

04.08.2026 #1


6 Antworten ↓

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@KopfChaos22 Hi Maike! Ich verstehe dich gut, ich kreise auch ständig um meine Kinder. Bei mir sind es aber Infekte, die mir Angst machen deswegen habe ich einen ziemlichen Handwaschzwang.

Zum Sonnenbrand. Ich hatte als Kind der 80er Jahre unzählige und habe keinen Hautkrebs bisher bekommen.

LG Nicky

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A


Schuldgefühle und große Angst

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Zitat von KopfChaos22:
Hallo zusammen, ich hab hier schon länger nichts mehr geschrieben, aber gerade bin ich wieder in einer extremen Angst-Welle und komme nicht mehr zur ...

Hallo Maike, ich kann mir vorstellen, wie belastend das ist. Du hast dir schon Hilfe geholt, leider vergebens. Du leidest auch schon seit jeher an diesen Ängsten ohne, dass sich da anscheinend (dauerhaft) Verbesserung einstellt
Du kannst dir bestimmt vorstellen, wie sich deine Ängste auf die Kinder übertragen könnem und was das für ihr Leben bedeuten würde.

Du solltest dir also dringend richtige Hilfe suchen.
Kassentherapie hilft oft nicht so richtig. Letzten Endes liegt die Hauptarbeit aber ohnehin bei einem selbst, denn die eigenen Gedanken sind das Problem. Die kannst nur du selber in andere Bahnen lenken. Dafür benötigst du die richtigen Impulse und Hinweise, wie du dabei vorgehen kannst.

Hast du schonmal Fachbücher zum Thema gelesen? Wenn nein, fang damit an, dich in die Hintergründe deiner Krankheit einzulesen.
Zusätzlich zu Literatur zu deiner Angststörung kann ich dir als Tool für "Gedankenarbeit" die Akzeptanz und Commitment Therapie empfehlen. Mir gefällt das Buch "Das Leben annehmen".
Auf Youtube und Instagram gibt es viele sehr gute Accounts von Therapeuten mit Schwerpunkt Depressionen und Ängste. Wenn du gut Englisch kannst: Ich finde den Account "Therapy in a Nutshell" sehr gut.
Krankenkassen bieten Onlinetherapien an, weiß nicht, ob das nach abgeschlossener Therapie auch möglich ist.
Wenn du das Geld hast, empfehle ich dir eine private Therapeutin, die sind meist viel effizienter als Kassentherapeuten, zumindesr bei Selbstzahlerm. Schau ggf auch national, viele bieten Onlinecalls an.
Vielleicht gibt es bei dir eine Selbsthilfegruppe, wo du dich austauschen könntest.

Es gibt sehr viel, was man über Kassentherapie hinaus tun kann, um sich ganz viel Wissen zu holen, mit dem man sich selbst helfen kann.
Stürze dich da richtig rein mit dem festen Entschluss, deinen Kopf, deine Denke und Gefühlswelt so umzubauen, dass deine Ängste zurückgehen bzw bestenfalls auf ein normakes Niveau reduziert werden.
Es gibt sehr viele Möglichkeiten, sich Hilfe zu holen.

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K
@Nicky78 Ganz lieben Dank für deine Antwort!

Ich denke ganz oft, dass das Leben ohne Kinder für mich wesentlich erträglicher wäre. Nicht falsch verstehen, ich liebe meine Kinder unendlich und will sie niemals wieder missen, aber ich hätte nie gedacht, das es mit den Ängsten so viel heftiger wird, wenn ich Mama werde.

Ich habe doll Probleme damit, wenn meine Kinder Fieber haben und ich den Grund nicht kenne. Da bekomm ich direkt Angst, dass etwas schlimmes dahinter steckt. Ich bin immer froh, wenn ihnen dabei die Nase läuft oder sonst irgendwas auf eine normale Erkältung hinweist.

#4


K
@Pauline333 Vielen lieben Dank für deine Antwort! Ich habe tatsächlich auch große Angst davor, meinen Kindern meine Ängste weiterzugeben. Ich möchte ihnen auf der einen Seite keine Angst machen, auf der anderen Seite hab ich aber so große Angst vor Krankheiten, dass ich das Gefühl habe, sie vor diesen ganzen Schadstoffen schützen zu müssen. Deshalb warne ich sie immer davor und weiß aber genau, dass ich ihnen damit nichts Gutes tue. Ich weiß nicht so recht, was ich tun soll. In meinem Kopf sind diese Gefahren so extrem real. Das scheint aber niemand anders so zu sehen.

Ich weiß aber, dass du recht hast. Ich glaube, ich bin immer auf der Suche nach jemanden, der mir die Sorgen nimmt… der eine „Zauberformel“ hat und alles ist gut. Die gibt es natürlich nicht, das weiß ich. Ich glaube ich habe immer darauf gewartet, dass er bei der Therapie irgendwas sagt und es in meinem Kopf plötzlich „klick“ macht. Schalter umgelegt und alles wird besser. Aber der Psychologe hat auch immer gesagt, dass das Wichtigste die Zeit zwischen den Sitzungen ist und ich immer wieder selbst an mir und mit meinen Gedanken und Gefühlen arbeiten muss. Aber es fällt mir so verdammt schwer diese Gedanken loszulassen und die Gefühle zu akzeptieren. Ich habe einfach das Gefühl, wenn ich aufhöre mit dem Schlimmsten zu rechnen, dann passiert was.

Ich werde mir deine Buchempfehlungen zu Herzen nehmen. Danke dafür! Du hast vollkommen recht, am Ende liegt es wohl allein bei mir, das auf die Reihe zu kriegen.

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P
Ich glaube, der Klick der da kommen müsste, ist: Du machst dir diese Ängste mit deinen Gedanken selbst. Du kannst genauso gut - klar, genau das ist das Schwerste - nicht das Schlimmste annehmen. Das nicht-Schlimme ist meistens das Wahrscheinlichste.
Und der zweite wichtige Punkt könnte sein, dass du dich - auch das ist schwer, weil ja extrem eingeschliffen bei dir - von der falschen Annahme lösen musst, dass deine Katastrophengedanken Katastrophen verhindern könnten. Dem ist nicht so, manchmal ist sogar das Gegenteil der Fall: Katastrophisieren führt zu schlechteren Situationen als wenn du positiv denkst.

Vielleicht wäre auch das hilfreiche Literatur für dich: Alles über positives Denken. Aber natürlich von professionellen, psychologischen Qiellen, nicht so esoterisches Zeug.

Ich habe die Erfahrung gemacht, je mehr ich rund um ich nenn das mal "Kraft der Gedanken" gelesen oder gehört habe, desto mehr konnte ich meine eigene Gedankenwelt erst erkennen und dann anfangen, sie in gute Bahnen zu lenken.

Vielleicht ist da auch sowas was für dich: https://soulsweet.de/the-happiness-academy

Bei Dr. Bossmann habe ich vor einigen Jahren einen Stressmanagementkurs gemacht (gesponsert durch meine KK), der mich wirklich sehr viel weiter gebracht hat, was meinen Umgang mit Stress angeht. Stress war ein riesen Trigger meiner Angststörung.
Sie ist Vertreterin der positiven Psychologie und bietet auf Instagram und ihrem eigenen Blog wertvollen Content.

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thokrifu
Na gut, keine Frau, keine Mutter, keine Kinder, spielt aber keine Rolle. Unser Gehirn funktioniert gliech. Im Moment sieht es so aus, als hätte sich da eine "Gedankenautobahn " gefestigt, und es läuft dann gewissermaßen meist dasselbe Schema ab. das wird von allein nicht besser. Lerne umzudenken. Trainiere dein Gehirn anders zu denken. Erinnere dich bei jedem negativen Gedanken daran, und schieb ihn sofort beiseite und denke den gleichen Gedanken prinzipiell positiver.

Es gäbe noch mehr zu schreiben, doch ich war lange Zeit nicht mehr hier, und möchte es nicht übertreiben.

Jedenfalls hatte ich eine Chronische Angststörung, und habe sie mit Hilfe auflösen können.

#7





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Dr. Matthias Nagel
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