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mattes

Hallo,
da war ich so gut drauf, bis vor 3 Wochen. 3 Monaten liefs wirklich super und dann fing alles mit einem Hexenschuß an der sich 2 Wochen hinzog. Direkt danach eine spastische Bronchitis mit Halsschmerzen. Als das dann endlich vorbei war bemerkte ich an der Schläfe einen kleinen Knubbel. Nach einer Woche bin ich dann doch zum Arzt der mir sagte das wäre ein Fettgewebelipom, nicht schlimm, nicht behandlungsbedürftig.
Diese 3 Sachen mit allen Symptomen und den dazugehörigen Gedanken haben mich nun wieder in das uns allen bekannte Loch geschmissen. Alles ist verspannt, vom Hals über den Rücken und in den Kopf. Dadurch Schwindel, nicht schlimm aber stetig. Kopfschmerzen natürlich auch. Was nun in dem Schädel an Gedanken geformt wird kennt ihr alle oder könnt es euch vorstellen. Eigentlich ist soweit alles stressfrei momentan, Aufträge sind vorhanden und somit ist auch das Finanzielle abgesichert was immer ein großes Problem für mich war. Sonst läuft auch alles eigentlich ganz rund.
Da hab ich gedacht alles begriffen zu haben und nun das. Vielleicht war ich manchmal zu überheblich was meine Kommis hier betrifft. Ich denke das war die Euphorie, hab mich einfach nach den letzten 1,5 Jahren so gut gefühlt das ich bestimmt hier und da ungerecht war. Ich bitte das zu entschuldigen.

Wie erlebt ihr Rückfälle? Vielleicht können wir den Post dazu benutzen uns darüber auszutauschen und zu lernen damit umzugehen.

07.05.2014 15:21 • 09.05.2014 #1


7 Antworten ↓


bleeny


Hallo mattes,

Rückschläge erfahren wir alle einmal wichtig ist das man versucht bestärkt daraus zu gehen und weiter zu machen.

Nehme dir einen Moment Zeit und versuche inne zu haklen was es ausgelöst haben kann...
es muss ja nicht immer die Arbeit sein..einfach villeicht vergessen zu haben sich auch mal Auszeiten zu nehmen und auf sich und seine Wünsche und Ziele zu besinnen.

Wenn du es für dich wieder erarbeitet hast fokussiere dir diese Dinge immer wieder damit sie dir nicht verloren gehen und arbeite daran...belohne dich für erreichtest und übe wieder
Autog. TRaining,Atmung,Meditation usw....manchmal wenn wir meinen es geht uns gut und wir benötigen es nicht mehr werden wir nachlässig und iwann meldet sich dein Unterbewusstsein wieder und sagt Halt Stopp du gehst von deinem Weg ab.....

VOrwürfe brauchst du dir nicht machen aber Hochachtung das du dich dafür entschuldigst...
wir sind alle nur Menschen und niemand ist unfehlbar..du findest deinen Weg wieder.

07.05.2014 15:46 • x 1 #2


hastenichtgeseh.


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Hallo Mattes,

ich hatte auch schon einige Rückschläge und zur Zeit auch damit zu kämpfen.
Da wir aber alle wissen was wir haben und was zu tun ist, aufstehen und weitermachen, wie bleeny schon geschrieben hat.
Ich persönlich wende immer wieder Gedankenstops an und ersetze meine Krankheitsgedanken durch ein Lied, Text..., oder ich fange an zu rennen, Luftboxen, Hampelmänner kommen auch immer ganz gut.
Das wichtigste ist aber meiner Meinung nach die bewusste Entspannung, also mache ich täglich Progressive Muskelentspannung.
Ich würde versuchen dir gedanklich immer wieder das Gefühl zurück zu holen als es dir gut ging, das wird deine Gedanken an alles andere schon ein bisschen ablenken.
nicht zu vergessen, immer schön lächeln

08.05.2014 07:38 • #3


Venta


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Hallo Mattes,

ich schreibe ja hier nicht viel, aber Dir muss ich antworten: Mach' Dir bitte keinen Stress wegen Deiner Posts hier. Ich finde überhaupt nicht, dass Du arrogant rüberkommst. Ganz im Gegenteil, ich habe Dich oft gelesen und mir gedacht, wie recht Du hast. Mir hilft es sehr, wenn jemand auch mal etwas rustikaler an diese Ängste herangeht. Ich habe zum Beispiel von Dir gelernt, dass ich eine Somatisierungsstörung habe und kein Hypochonder bin. Für mich ist das wichtig und es hilft mir.

Was Du jetzt durchmachst, kenne ich sehr gut. Glaub' mir: Das ist wirklich nur ein Rückschlag. Ein kleiner Umweg. Eine Schleife. Eine kurze Stagnation auf der steigenden Kurve. So was eben.

Kopf hoch!
Venta

08.05.2014 13:27 • #4


libellchen

libellchen


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Meine Ängste (generalisierte Angststörung u Sozialphobie) haben sich gut eingependelt und machen mir im Alltag mittlerweile wenig Probleme. Ich werde sie natürlich nie ganz los, aber es ist mittlerweile gut erträglich geworden.
Leider kommt dafür immer wieder eine depressive Phase und das wirft mich doppelt zurück.
Immer wenn ich denke, dass es mir endlich mal gut geht kommt die schei. Depression und schmeißt mich um. Das Ganze nervt mich dann natürlich doppelt, weil ich mein Leben auch einfach mal genießen möchte, wenigstens ohne, dass es mir schlecht geht und ich mich zuhause einschließen will...

Ich hab entsprechend Probleme, überhaupt damit umzugehen. Wenn ich merke, dass ich wieder auf einer Talfahrt bin geht es schnell steil bergab. Ich kann's kaum aufhalten...

08.05.2014 14:51 • #5


tanilein


Hallo Mattes,

au weh, bei dir hätte ich fast gedacht, dass dir "sowas" nicht mehr passieren kann. Und nun sowas

Aber: ich denke, eine Angsterkrankung ist im Grunde nicht heil- aber relativ gut behandelbar.
Wirklich los werden wir die Krankheit wohl nie.
Und wenn ich genauer nachdenke, war ich auch schon ein ziemlich ängstliches Kind.

Mir ging es vor ein paar Wochen auch noch besser als in den letzten Tage, ich mache auch gerade wieder ein Tief durch.

Was mir dabei hilft ist die ERFAHRUNG, nämlich die, dass das auch wieder besser wird.

Ich habe den Fehler gemacht, kürzlich noch einmal über meine im letzten Jahr überstandene Krankheit zu googlen ( was ich mir eigentlich verbotn hatte) und das hat mich in ein gaaanz tiefes Loch fallen lassen.
Jetzt gehe ich wieder auf der kognitiven Ebene an die Sache ran und sage mir "im Internet steht tendenziell eher der worst case" Die guten Verläufe werden kaum thematisiert.
Es gibt ja auch keine Selbsthilfegruppen, die sich gegenseitig Mut machen, weil es ihnen so gut geht
Wenn es mir gut geht, wende ich mich tendenziell damit eher nicht an die Öffentlichkeit, ist es nicht so ?

Deswegen sage ich mir " das, was da steht, gibt es zwar, aber es hat nichts mit mir zu tun" . Und googlen bleibt ab sofort wieder VERBOTEN !

Mattes, ich hoffe und weiss, dass es auch dir bald wieder besser gehen wird.
Du hast hier so vielen schon von deiner Kraft gegeben, das wird auch wieder so sein.

Ich denke, deine Beschwerden in den letzten Wochen haben die Angst wieder getriggert und nun musst du da wieder runterkommen.
Ich bin mir aber ganz sicher, dass du das schaffst, denn du hast schon die allerbesten Voraussetzungen : Das Bewusstsein und die Einsicht in deine Krankheit !

Wir kommen da wieder raus, Mattes, ganz bestimmt !

09.05.2014 11:26 • x 1 #6


mattes


Hallo tanilein,

stimmt was du schreibst. Danke für deinen Zuspruch (allen anderen übrigens auch), geht aber schon wieder. Hatte gestern einen 12 Stundentag auf der Baustelle, ohne Pause und habe mir gesagt, gut wenn du das schaffst, dann ist noch Hoffnung. Ich kenne das von damals vor 24 Jahren als der Alk. bei mir noch die Vorherrschaft hatte. Da waren Rückfälle an der Tagesordnung. Das Problem ist, das man in einer guten Fase sehr schnell vergisst wie es einem in einer Schlechten ging. Das darf nie passieren. Beim Alk. habe ich nie vergessen wie weit unten ich war so daß ich mir immer bewußt bin was passiert wenn ich schwach werde. Das hat jetzt 24 Jahre gehalten. Die Angsterkrankung, die im übrigen auch mit der Auslöser vor 36 Jahren war, das ich mit Alk. versucht habe meine Gefühle zu betäuben, muss ich das noch lernen. Damals war es eine andere Angst als heute, aber so viel weiß ich, seit dem Unfalltod meines Vaters vor45,5 Jahren und der damit verbundenen Ohnmacht meiner Mutter der Sitation gegenüber, habe ich Angst. Die Angst kann so oder so rauskommen, damals anders, heute eben, wenn man älter wird ist ist es bei mir die Angst vor der Endlichkeit des Lebens, dem älter werden und den damit verbundenen eventuellen Krankheiten.
Es liegt vor uns allen viel Arbeit und das ein Leben lang. Zu der Arbeit gehört aber auf keinen Fall Google, zu viele unsinnige Arztbesuche (logisch nachdenken und sich erinnern, an früher, als man noch "normal" mit Symptomen und Krankheiten umgegangen ist), sich selber suchen und finden und ganz wichtig wieder Vertrauen in sich selber aufbauen.

09.05.2014 11:44 • x 1 #7


tanilein


Zitat von mattes:
Hallo tanilein,


Es liegt vor uns allen viel Arbeit und das ein Leben lang. Zu der Arbeit gehört aber auf keinen Fall Google, zu viele unsinnige Arztbesuche (logisch nachdenken und sich erinnern, an früher, als man noch "normal" mit Symptomen und Krankheiten umgegangen ist), sich selber suchen und finden und ganz wichtig wieder Vertrauen in sich selber aufbauen.


Das hast du sehr schön und völlig richtig formuliert, Mattes !

09.05.2014 11:56 • #8



Dr. Matthias Nagel


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