✔ Empfohlene Antwort
Bei einer Wurzelbehandlung wird die Pulpa aus dem Inneren des Zahnes entfernt und durch ein stabiles, biologisch gut verträgliches Material (Guttapercha) ersetzt.
Es wird damit ein Prozess simuliert, der bei älteren Zähnen auch alleine stattfinden kann: Die Pulpa baut sich ganz ab und das Innere des Wurzelkanals verkalkt.Wenn es gelingt, bei der endodontischen Behandlung (=“Wurzelbehandlung“) des Zahnes das „Zahnröhrchen“ im Inneren 100 %-ig zu reinigen und vollständig hermetisch zu verschließen,
ist solch ein Zahn wie ein ganz normaler Alterszahn aufzufassen. Es handelt sich nicht um tote Substanz.
Der wurzelgefüllte Zahn wird – genauso wie sein nicht wurzelgefüllter Nachbar – auch von der Wurzelhaut her ernährt.
Ein richtig wurzelgefüllter Zahn wird auch nicht schwarz. Schwarz wird ein Zahn dann, wenn er bei der Wurzelbehandlung im Inneren nicht vollständig gereinigt wurde und in seinem Inneren Blutreste o. ä. verblieben sind. Dieses organische Material zerfällt und führt zur Verfärbung.
Entscheidend für den Erfolg der Wurzelbehandlung ist die 100 %-ige Reinigung des Wurzelkanals und dessen hermetisch dichte, vollständige Abfüllung. Da Zähne häufig mehrere Wurzelkanäle haben und die in ihrem Endbereich häufig nur einen Durchmesser von 0,08 – 0,1 mm haben und dann auch noch gekrümmt sind, kann das „endodonitsche Unternehmen“ mitunter für das zahnärztliche Behandlungsteam diffizil, zeitaufwendig und kostenintensiv sein.
zitiert aus:
https://prof-kohorst.de/infos/endodontie/
31.07.2024 08:02 •
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